indalo

30.03.2008 um 17:20 Uhr

Kaum schreibt er, ist alles wieder da

von: indalo

Ich sitze hier und helfe meinen beiden Mädels bei ihren Arbeiten. Ziemlich kompliziert, fast schon zu kompliziert für mich. Mein Hirn ist an eine andere Art des Arbeitens gewöhnt, genauso wie mein Körper andere Temperaturen kennt. Doch es nützt alles nicht, da müssen wir durch. Und so habe ich die letzte Zeit damit verbracht, mir keine Gedanken über die Vergangenheit zu machen, sondern stattdessen die Zukunft in Angriff zu nehmen. Eine Gegenwart gibt es nicht wirklich. Ich bin wo ich bin und tue was ich gerade tue - wenn man dies unter Gegenwart versteht, dann lebe ich sie.

Und so lebe ich vor mich hin, bis seine Nachricht kommt. Es ist nur ein Hallo, eine kleine Nachricht von ganz weit weg. Von weit gezielt und doch genau getroffen, mitten ins Herz. Lahmgelegt bin ich. Die Erinnerungen und Gedanken sind alle wieder da. Der Abschied, der Schmerz, die Freude. Als wäre es gestern gewesen, und doch schon Jahre her. Alles und nichts. Wohin mit mir?

Gestern las ich wieder zwei wichtige Texte. Welche, die den Wert verlieren, wenn man sie zu oft liest. Doch es ist schon ein paar Jahre her, dass ich sie das letzte Mal las. Und sie hauten wieder genauso rein. Und sie sind zusammenhangslos. Glaube ich zumindest. Und sie beschäftigen mich beide, irgendwie. Doch ich weiß nicht, wie ich da weiter kommen soll. Wie ich Antworten finden kann. Und vor allem ob ich das gerade überhaupt möchte.

Viele Gedanken, wenig Zeit. Viele Fragen, wenige Antworten. Doch diese wenigen, die zählen. Sie bedeuten mir mehr als die ungestellten Fragen, zumindest für den Moment. Und meine Reaktion auf seine Nachricht, die spricht für sich. Genauso wie seine Nachricht so viel mehr aussagt als die Worte, mit der sie geschrieben wurde.

 

17.03.2008 um 13:49 Uhr

Angekommen

von: indalo

Angekommen. Weggefahren. Ich weiß nicht, welches Gefühl überwiegt. Aber da Angekommen das erste Wort ist, scheine ich eher angekommen, als gerade weggefahren zu sein. Komisch, das Gefühl des Verlassens müsste eigentlich überwiegen, denn es steht für einen größeren Teil meines Lebens. Doch das macht nichts, ich bin sehr zufrieden damit, eher die Vorfreude auf die Zeit in diesem Nachbarort Madrids zu empfinden, als den Verlust meiner Heimat. Das mittlerweile ich-weiß-nicht-wievielte Mal, dass ich mein Zuhause verlasse, doch dafür das (ich-weiß-)schlimmste Mal. Oder warte, da fällt mir ein... vielleicht auch nicht. Da war ja schon mal so ein grauenvoller Abschied. Ich habe ihn verdrängt... oder vergessen, denn da war ich noch jung. Doch die ganzen anderen Mal war ich alt genug um selbst zu entscheiden, da wurde ich nicht fortgerissen, sondern bin selbst gegangen. Es war nicht immer einfach, aber immer die richtige Entscheidung. Doch jedes Mal konnte ich wieder zurückkehren, wenn auch nur als Urlaub oder Tagesreise. Dieses Mal gibt es kein Zurück, dieses Mal ist es endgültig. Ich kann zwar an den Ort fahren, aber nichts wird mehr da sein, nichts von dem, was ich jetzt in meinem Herzen mit mir rumtrage.

 

Wie du – lieber Leser – siehst, ist dieser Bruch so stark, dass er präsenter sein müsste. Doch da ich die Dinge nehme, wie sie kommen, genieße ich jetzt lieber meine Zeit hier. Es sind nur ein paar Tage, aber die werden dafür noch besser genutzt!

16.03.2008 um 23:27 Uhr

Auf Wiedersehen, du schöner Ort

von: indalo

und sonne

15.03.2008 um 04:36 Uhr

Das strahlende Auge weint auch

von: indalo

Heute ist einer der Tage aus den traurigsten und zugleich schönsten Zeiten meines Lebens. Ich glaube, nur wenige von euch haben die Chance, das überhaupt zu verstehen – und diesmal würde ich es euch wünschen. Meist, wenn ich traurig, verzweifelt oder einfach nur verletzt bin, möchte ich zwar verstanden werden, aber wünschte, niemand würde es verstehen. Denn ich würde niemandem dieses Gefühl zumuten. Doch jetzt, diesen Schmerz, den ich gerade empfinde, den würde ich für nichts in der Welt hergeben. Niemals! Es tut weh, mehr als viele andere Dinge, die ich für schrecklich hielt, doch dieser Schmerz zerstört nichts. Er macht mich nicht kaputt, er tut einfach nur weh.

 

Oh herrje, das hört sich wirklich... ziemlich dumm an. Vielleicht sogar krank. Doch so sehe ich es. Nicht weil ich Schmerz mag, nicht, weil ich mich so fühlen will, aber weil ich nach all den Erfahrungen meines Lebens, nach all den Jahren, die ich zwar ein offener Mensch, aber doch so verschlossen war, weil ich nach all den Masken, Mauern und Täuschungen meiner Vergangenheit endlich einfach so jemanden umarmen kann, und weine. Weil ich sie an mich drücken kann, ihren Herzschlag fühle und das leise Schluchzen vernehme, und mir einfach nur die Tränen die Wangen runterlaufen. Und nachdem wir lange so dort standen, guckten wir uns an, beide mit einer großen Träne auf der Wange, aber ohne rot geschwollene Augen. Komisch irgendwie, und doch so passend. Die Träne, die ausdrückt, wie schwer einem der Abschied fällt, aber das Strahlen in den Augen, das die wunderschönen Momente widerspiegelt.

 

Und so ging es schon den ganzen Tag. Schon das Aufwachen war unschön... das zu Bett gehen ja ohnehin. Aber es gab keine Stunde des Tages, in der ich nicht fühlte, wie sich mein Innerstes drehte. Es rumorte, doch mein Magen, der beschwerte sich nicht. Hunger und Appetit hatte ich wie jeden anderen Tag auch. Mir schlägt so was nicht auf den Magen, mir schlägt’s aufs Herz. Und das schlägt dann ganz stark. So dass er es fühlen konnte, als er mich einfach nur umarmte. Ich zitterte am ganzen Körper und mein Herzschlag raste, und er nahm mich einfach nur in den Arm. Er drückte mich ohne Aufforderung. Und das tat so gut. So unglaublich gut. Genauso wie die Gesichter der anderen, oder einfach nur ihre Anwesenheit. All diese besonderen Menschen, bei denen ich mich bei jedem Einzelnen noch daran erinnere, wie ich sie kennen lernte. Und das will bei meinem grottenschlechten Gedächtnis der letzten sechs Monate echt was heißen!

 

...schon am Nachmittag lag ich auf meinem Bett und starrte ins Wohnzimmer. Mehr als „Fair ist das nicht“ kam nicht aus meinem Mund, und meine Mitbewohnerin setzte sich zu mir. Und meine Augen füllten sich mit Tränen, einfach so. Kein Schluchzen, kein Kloß im Hals, einfach nur die feuchten Augen. Und das Lächeln auf den Lippen.

13.03.2008 um 23:24 Uhr

Rausgehen, aber vorher noch einfangen

von: indalo

Der Gedanke, gleich das Haus zu verlassen und wieder in meine Lieblingsbar zu gehen, macht mir das Herz schwer. Ich weiß gar nicht genau, wieso. Es wird nicht das letzte Mal sein, und auch sonst sollte es sich nicht groß von anderen Tagen unterscheiden... aber irgendwie, irgendwie drückt es hinter der linken Seite des Brustkorbes. „Da sitzt doch nur ein Organ“, sagt manch ein Wissenschaftler. Aber wieso sollte ein Organ schmerzen, bei einem einfachen Gedanken. Wenn man niest tut die Leber ja auch nicht weh. Also steckt mehr dahinter, mehr als man sehen kann. Und auch mehr als man verstehen kann. Das ist okay, denn ich möchte gar nicht verstehen, ich möchte nur versuchen, es festzuhalten. Dieses Gefühl nicht gehen zu lassen, mich daran festklammern und es in Zeiten der Not (die mit Sicherheit wiederkommen werden) wieder herauskramen. Mich dann an diesen Abend erinnern und sagen: Das war schön, dafür lohnt es sich zu leben.

13.03.2008 um 01:16 Uhr

Die Schönheit liegt im Auge des Betrachters

von: indalo

Ich habe irgendwann mal gehört, dass jeder ein Buch oder auch ein Gedicht, ganz anders liest. Der Leser gibt dem Text den Sinn, der Betrachter gibt dem Betrachteten die Schönheit. Ich musste damals darüber nachdenken und kam wohl auch schon zu dem Schluss, dass es stimmt. Genauso wie mir oft aufgefallen ist, dass manche Leute in einfache Aussagen meinerseits Dinge reininterpretieren, auf die ich nicht einmal ansatzweise gekommen wäre. Wo mir Unterstellungen gemacht wurden, die mich zutiefst empört haben. Gerade gestern wieder. Ich gebe ein träumerisches Seufzen von mir und bekomme als Reaktion die angriffslustige Frage „Haste etwa ein Problem damit?“. Ich wusste nicht recht, wie mir geschah, denn ganz im Gegenteil: ich freute mich.

 

Und hier, bei blogigo, wo ich in den letzten Wochen so einiges gelesen habe, kam diese Erkenntnis erneut. Diesmal nur von mir aus.

 

Das meiste, was ich lese, ist völlig ausm Zusammenhang gerissen. Es sind einzelne Einträge von Menschen, die ich nicht kenne. Ich bringe nicht einmal die verschiedenen Beiträge der einzelnen Personen in Zusammenhang, denn meist lese ich etwas ohne zu beachten, wer es denn geschrieben hat. Und je weniger Hintergrundwissen man hat, desto mehr interpretiert man. Und so hinterließ ich Kommentare zu Blogs, die mich beim Lesen berührten. Mehr als einmal reagierte der Verfasser mit Irritation auf mein Geschriebenes. Mehr als einmal stellte ich fest, dass das, was das Lesen des Eintrages in mir auslöste, schon gar nichts mehr mit dem Text selbst zu tun hatte. Meine subjektive Sicht gab dem Ganzen einen anderen Sinn – meinen Sinn.

 

Und da fällt mir ein, dass es da ein tolles Beispiel im Englischen gibt. Einen schlichten Satz, dessen konträre Bedeutungen nur anhand der Betonung auszumachen sind.

 

woman without her man is nothing

Man könnte entweder lesen: „Frau ohne ihren Mann ist nichts.“ (woman, without her man, is nothing) oder aber „Frau, ohne sie, ist Mann nichts.“ (woman, withour her, man is nothing). Je nachdem, was man (bzw. frau) lesen möchte.

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12.03.2008 um 12:38 Uhr

Brett vorm Kopf

von: indalo

Man hat mir doch allen ernstes erzählen wollen, ich hätte ein Brett vorm Kopf. Ich! Ja nee, ist klar. Manchmal habe ich das sicherlich, kann ich mit leben. Aber an diesem Abend war nicht ich die Person mit dem Brett vorm Kopf, sondern eben jene, die mir dies weismachen wollte.

 

Doch was bedeutet das eigentlich, nen Brett vorm Kopf zu haben? Irgendwas nicht zu sehen, in seiner Welt zu leben und nicht über den Tellerrand zu blicken? ...womit wir schon wieder beim nächsten Sprichwort wären... Letztlich ist es doch eine Art Einschränkung. Eine, die man sich vielleicht nicht selbst auferlegt hat, aber eine, gegen die man sich auch nicht wehrt – man nimmt sich ja nicht das Brett vorm Kopf weg. Nur wieso sollte ich das Brett vorm Kopf haben, wenn mein Gegenüber mir sagt, ich wäre zu jung für sie. Ist es nicht eher ein Brett, sich vom Alter von etwas abhalten zu lassen, was man doch eigentlich tun möchte, als diese Einschränkung nicht zu haben? Sich nicht selbst etwas verbieten, was einem nicht schaden kann? Nur weil die Gesellschaft das vielleicht anders sehen könnte?

 

Wenn man ständig auf das hört, was die Gesellschaft sagt oder denkt, dann hat man einige Bretter vorm Kopf. Man sollte doch nicht auf so was hören, sondern eher auf seine eigenen Bedürfnisse – solange man niemandem schadet.

11.03.2008 um 14:10 Uhr

vom Einen zum Anderen

von: indalo

Es gibt solche und solche. Und dann gibt es aber noch solche. Unglaublich. Meine Mitbewohnerin (langsam macht es mich fertig, dass Word dieses Wort nicht akzeptiert *augenverdreht*) und ich sind zwei Extreme – so unterschiedlich, dass man sich fragt, wie wir uns überhaupt verstehen. Und dann kommt nen Neuer, und geht noch ma in ne völlig andere Richtung. Fürchterlich. Und von den beiden neuen Mädels möchte ich erst gar nicht anfangen... Sagen wir so: Ich freue mich auf meine eigene Wohnung!!

 

...mit Internet. Obwohl ich das ja sogar hier jetzt habe *völlig ausm Häuschen ist* Internet ist toll, und Technik auch, selbst wenn sie mir manches Mal das Leben schwer macht. Doch ich befürworte sie. Wir Menschen erfinden Dinge, die uns das Leben leichter machen, auch wenn sie dabei vieles vernichten.
Eine Freundin von mir fluchte gestern über die Technik und das Internet ja sowieso. Ich widersprach nur vehement. Wirklich Lust auf eine derartige Diskussion hatte ich nicht, daher blieben die Argumente aus, aber von ihr kam ja ohnehin nichts überzeugendes. Immer nur zu sagen, wie sehr es einen nervt, nützt auch nichts. Klar ist es nervig, dass manch ein Freund sich in seinen Internetspielen verliert, oder man selbst so viel Zeit verliert, wenn man auf dem neuesten Stand bleiben möchte. Aber da ist doch jeder selbst für verantwortlich. Ich persönlich kann ohne Internet leben, aber möchte es nicht. Es vereinfacht den Kontakt zu einigen Menschen, auch wenn ich weiß, dass man mit manchen auch weiterhin befreundet sein kann, ohne das man übers Internet Kontakt hält.

 

Und apropos Freunde... es lässt mich nicht los. Die einen sieht man so gut wie nie, hört auch nichts von ihnen, und doch behalten sie diesen großen Platz in deinem Herzen. Andere mühen sich ab um deine Aufmerksamkeit zu kriegen, umsorgen und verhätscheln dich, und alles was ihnen bleibt, ist ein Lächeln. Es funkt einfach nicht, auf keiner Ebene. Und wenn wir jetzt schon beim Funken sind, können wir ja gleich bei den sexuellen Kontakten weitermachen. Unter Freunden muss es funken, aber auch in ner Bar, wenn man jemanden abschleppen will. Und wie oft steht man da und möchte mit dieser einen bestimmten Person reden, und schafft es nicht? Wie oft habe ich netten Blickkontakt gehabt, kam aber nie dazu, auch nur ein Wort zu wechseln? Und dann ging einer von uns dann doch nach Hause und warf noch einen letzten Blick der Marke „soll wohl nicht sein“ über die Schulter. Ich ärgerte mich bisher nicht darüber, sondern erfreute mich der Aufmerksamkeit. Doch irgendwann fragte ich mich, wieso denn Gespräche mit anderen möglich sind. Schon ziemlich früh machte ich die Feststellung, dass die Vergebenen viel schneller ein Gespräch suchen – wieso auch immer. Doch beim letzten Mal war’s doch allen ernstes nen Single, der da vor mir stand. Hab mich schon gefragt, was schief läuft, als mir klar wurde, dass auch dieses Mal ein Gespräch nur möglich ist, da mehr als Freundschaft ohnehin nicht drin ist. Verrückt, irgendwie. Und total unlogisch, auch wenn Logik dahintersteckt.

06.03.2008 um 20:33 Uhr

Der Neue

von: indalo

Ich halte das hier gerade schon viel länger durch, als ich gedacht hätte. Ich bin stolz auf mich, irgendwie. Aus verschiedensten Gründen. Und dann ärgere ich mich wieder über mich selbst. So wie heute. Ich stolpere über meinen neuen Mitbewohner und alles, was ich denke ist „Oh je, warum kann der alte nicht zurückkommen.“ Ich bemühe mich wirklich, positiv auf ihn zu zugehen, ihn möglichst nett zu empfangen – aber es geht einfach nicht. Seine Art, unser ganzes Leben aufn Kopf zu stellen, und das mit einer Selbstverständlichkeit, die uns dermaßen fremd ist, macht mich rasend. Nicht nur dass mein Leben wie ich es kannte, vorbei ist, nein, es wird auch noch zusätzlich umgekrempelt und erschwert. Und ich lasse mich zu sehr davon beeinflussen *seufz*

 

Die ganzen Monate über wusste ich, was für ein Glück ich mit meinen Mitbewohnern habe. Ich wusste es wirklich zu schätzen. Und doch lag ich gestern Nacht in meinem Bett und dachte mir wieder „ich hätte es wirklich nicht besser treffen können“. Besser als perfekt geht einfach nicht. Und so fehlt er mir nicht nur, sondern ich möchte auch nie wieder mit jemand anderem zusammen wohnen. Denn kann man wirklich mehrmals so ein Glück haben?

 

...und doch werde ich wieder in einer WG landen, zumindest wenn meine Zukunftspläne aufgehen. Doch Himmel sei Dank ist bis dahin noch Zeit, das heißt ich habe genug Pause, um meine Stimmung zu neutralisieren und mich dann wieder guten Mutes auf neue Menschen zu freuen. Doch jetzt geht es einfach nicht, schon gar nicht mit diesem Kerl. Jeder Tag, jeder Abend, schon fast jede Stunde ist zu viel.

05.03.2008 um 14:36 Uhr

Mal wieder ein Sonnenbild

von: indalo

Sonne

04.03.2008 um 12:29 Uhr

Der Wert einer Umarmung

von: indalo

Gestern kramte ich diese Geschichte wieder einmal aus. Ich werde sie hier nicht wirklich zu Papier bringen, denn danach ist mir gerade nicht. Aber irgendwie wollte ich es erwähnen. Zumindest von mir geben, dass so gut sie mich auch kennt, sie mich in manchen Dingen nicht versteht. Und in dieser Hinsicht fehlt halt was. Ich denke, ich habe mich ziemlich verändert. Ich weiß nicht, ob in den letzten sechs Monaten, oder in den letzten zwei Jahren. Geschehen ist es. Und ich will es auch nicht rückgängig machen, ich weiß nur nicht, ob ich sie mit auf diese Ebene ziehen kann oder auch will. Manche Freundschaften bleiben auf einer Ebene hängen, und das ist lange nicht so negativ wie es gerade klingt.

 

Ich habe versucht, ihr den Wert einer einzelnen Umarmung zu erklären. Ihr klar zu machen, was so eine einfache Geste für manche bedeutet. Sie hat mir zugestimmt, sie sieht die Logik dahinter und versteht es auch mit dem Kopf. Aber nicht mit dem Herzen. Denn es gehört zu den Dingen, die man nur verstehen kann, wenn man’s selbst mal erlebt hat. Wenn man einmal gefühlt hat, wie eine Umarmung oder auch nur eine Berührung die Sonne aufgehen lassen kann. Und das nicht, weil die Person einen besonderen Status hat, denn das kennt manch einer vom Verliebtsein. Nein, einfach nur weil es die erste Berührung seit langem ist, nur deshalb.

03.03.2008 um 19:06 Uhr

Ich fühle

von: indalo

Ich fühle.

 

Komischer Satz? Nein. Vollständig! Ich fühle, nicht etwas, nichts bestimmtes, nein, ich fühle einfach nur. Einerseits nur schönes, aber dann auch noch den Schmerz. Eine gute Mischung.

 

Heute war wieder so ein schöner Tag. Rundum gemütlich und angenehm. Sonnenschein und tolle Aussichten, nen schöner Spaziergang nach der Arbeit und rumhängen. So kann es von mir aus weitergehen. Besonders nach dem gestrigen Gespräch. Es war... umwerfend. Endlich habe ich Freunde wieder. Wieder jemanden, mit dem ich reden kann und der mir das Gefühl gibt, wirklich interessiert zu sein. Ich habe nach über einem Jahr eine Geschichte erzählt, die ich gegenüber niemandem in der Zwischenzeit erwähnt habe. Eine Geschichte, die sehr bedeutend für mein Leben ist, die viele kleine Details enthält, die mich ausmachen. Und sie hat sich alles angehört, mit Geduld und Interesse. Es gibt nicht mehr viele Menschen, die so zuhören können. Und, zu meiner Überraschung, war sie nicht geschockt. Sie hat nicht so reagiert, wie ich dachte, dass jeder reagieren würde, dem ich irgendwann mal davon erzählen würde. Ich hatte geschockte Reaktionen erwartet, vielleicht sogar Tadel. Nichts dergleichen. Verständnis, vollständiges Verständnis. Sie sagte sogar, was ich als Argument gebracht hätte, wenn eine der erwarteten Reaktionen gekommen wäre. Genau das kam aus ihrem Mund, ohne das ich in die Richtung lenkte. Sie kennt mich, sie kennt mich wirklich.

02.03.2008 um 18:19 Uhr

Sonne macht alles gut

von: indalo

Dieses Wetter – ein Traum. Erst einmal war ausschlafen angesagt, bis... keine Ahnung wann. Die Nacht war wieder einmalig. Ich hab tolle Menschen kennen gelernt, tolle Menschen wieder getroffen und ne Menge Spaß gehabt. Das Selbstbewusstsein wurde beflügelt. Wunderbar!

 

Und dann gab’s zum ‚Frühstück’ lecker gekochtes Essen. So kann das Leben weitergehen. Das Essen wurde bei einem Strandspaziergang verdaut. Füße im glasklaren (und kalten) Wasser, mal Sonne im Gesicht, mal im Rücken. Eine nette Unterhaltung als Sahnehäubchen. Und dann hinlegen, weiterquatschen. Genug Mut gesammelt? Ab ins Wasser! Das war vielleicht erfrischend. Und so wunderschön. Es tat gut, es tat unglaublich gut.

 

Nach einer schönen Dusche was bequemes angezogen und aufm Balkon weiter die Sonne genießen. Doch schnell wurde es zu warm und ich legte mich lieber auf mein Bett um diesen Eintrag zu verfassen. Und dann kommt ja auch schon die Vorfreude auf das Essengehen heute Abend. Eine Einladung. Besser kann’s doch gar nicht mehr werden :-)

 

Sonne

01.03.2008 um 12:10 Uhr

Neuer Monat, neues Leben - irgendwie jedenfalls

von: indalo

Der erste Morgen ohne ihn... es war komisch, aufzuwachen und festzustellen, dass er nicht noch in seinem Zimmer schläft. Dass... da eigentlich schon jemand anderes drin wohnt, der Himmel sei Dank noch nicht dort geschlafen hat. Aber hergebracht hat er seine Sachen trotzdem schon... und die von seiner Freundin. Also nen Pärchen... in unserer Wohnung. Das fehlt uns gerade noch, wo wir doch schon depri genug sind. Aber man freut sich ja auch für andere... nur meine Mitbewohnerin... die ist jetzt schon dehydriert. Ich kann mich ja wenigstens noch ablenken, mich beschäftigen und versuchen, damit umzugehen. Sie zieht sich selbst die ganze Zeit runter... und ich kann ihr nicht helfen. Nicht wirklich jedenfalls.