indalo

30.04.2008 um 17:04 Uhr

Weil's grad irgendwie passt

von: indalo

Es war einmal in einer wunderschönen Oase eine junge Palme. Eines Tages kam ein finstrer Mann dorthin, hob einen schweren Stein auf und legte ihn in die zarte Baumkrone, lachte böse und ging nach Hause.
Die junge Palme schüttelte sich, bog sich und versuchte die Last loszuwerden. Aber es gelang ihr nicht. Zu fest saß ihr der Stein in der Krone. Da verwurzelte sich der Baum immer tiefer im Boden und drückte gegen die steinerne Last nach oben. Seine Wurzeln erreichten das kühle Wasser, seine Wedel streckten sich zur Sonne und so entwickelte er sich zu einem stattlichen Baum.

Nach Jahren kam der finstre Mann wieder an diese Stelle und wollte nachsehen, wie verkümmert diese Palme nun aussehen würde. Doch er konnte nur schöne Bäume wahrnehmen. Plötzlich beugte sich die größte und schönste Palme zu ihm herunter und er konnte sehen, daß ein großer Stein in ihrer Krone lag. Der Baum sprach: "Guter Mann, ich muß Dir danken, ohne Deine Last wäre ich nicht so königlich und stark geworden."

(erinnert mich sehr an das Lied "Fighter" von Christina Aguilera)

29.04.2008 um 16:31 Uhr

Diskriminierung sozial schwacher Studenten

von: indalo

Ich begreif's nicht. Ich komm damit nicht klar. Ich bin Student, ja und? Deswegen bin ich doch trotzdem zuverlässig und verantwortungsbewusst. Deswegen habe ich trotzdem Geld und ein geregeltes Einkommen. Ich habe mir mein Leben aufgebaut, ich habe etwas erreicht. Und das soll alles nichts nützen?! Das soll alles zwecklos sein? (Mir ist bewusst, dass ich ins Melodramatische abdrifte...) Doch wieso? Wieso werde ich jetzt dafür gestraft, eine solche Familie zu haben? Und die falschen Freunde? Wieso kenne ich niemanden, der deutsche Gehaltsbescheinigungen bekommt? Die Eltern arbeitslos, die Verwandten arbeitslos, in Rente oder im Ausland, die Freunde auch nur Studenten. Was hat man noch? Was gibt es mehr als Familie und Freunde? Bekannte. Bekannte, die für einen bürgen? Kenn ich nicht, keine, die verdienen.

Ich bin verzweifelt, verzweifelt über diese Ungerechtigkeit. Reicht es nicht, dass ich zwei Jahre lang jeden Monat pünktlich meine Miete gezahlt habe? Dass ich mir sonst auch nichts, aber auch wirklich rein gar nichts zu Schulden kommen lassen hab? Wieso muss man mir das jetzt so schwer, ja gar unmöglich machen?
Ich kann nicht mehr.

28.04.2008 um 18:37 Uhr

Titel bester Freund

von: indalo

Du sagst bester Freund, doch verrate mir, was meinst du? Der Mensch, mit dem du täglich redest? Die Person, die du am Längsten kennst?
Was verbirgt sich hinter diesem ominösen Titel? Und wie bekommt man ihn?

26.04.2008 um 13:54 Uhr

Abhängigkeit

von: indalo

Seit... ich weiß schon nicht mehr wie lange, kämpfe ich um Unabhängigkeit. Es behagte mir nie, jemanden um etwas bitten zu müssen, oder auf sonst irgendeine Art von anderen abzuhängen. Ich wollte immer schon alles alleine schaffen, frei sein und tun und lassen können, wonach mir gerade war. Irgendwann wurde ich immer öfter mit der Nase darauf gestoßen, dass man doch auch mal um Hilfe bitten kann. Sicherlich. Das musste ich dann erst mal lernen, lernen anderen zu vertrauen und ihnen auch etwas zu zutrauen. Ich denke, darin habe ich mittlerweile ein paar Fortschritte gemacht. Doch darum geht es nicht, denn trotzdem möchte ich die totale Unabhängigkeit. Das heißt nicht, dass ich alles alleine tun muss, sondern einfach nur, dass ich darüber entscheiden kann, wann ich jemanden um etwas bitte und wann nicht. Dass ich nicht gezwungen bin, auf jemanden zu zugehen, wenn ich es vom Gefühl her nicht als richtig empfinde, ganz einfach, dass niemand mich unter Druck setzen kann, in welcher Form auch immer.

 

Und so habe ich diesen Kampf schon vor ein paar Jahren gewonnen geglaubt. Denn seit dieser Zeit tue ich, was mir in Kopf kommt, lasse sein, was mir nicht gefällt. Ich höre auf mich, und nur auf mich allein. Kein schlechtes Gewissen gegenüber irgendwem außer mir selbst – was längst nicht so radikal ist, wie es sich gerade anhört. Denn es bedeutet nicht, dass ich egoistisch und egozentrisch nur auf mich achte, sondern dass wenn es mal so sein sollte, dass ich einem Wunsch eines anderen nicht nachkommen kann, ich das ihm/ihr gegenüber nicht erklären muss, wenn ich es nicht von mir aus möchte – was ohnehin der Fall ist. Und so fühlte ich mich frei, frei in der Entscheidung, mich in Abhängigkeitsverhältnisse zu begeben, wie etwa ein Schüler abhängig von der Notengebung des Lehrer ist, oder ein Freund gefühlstechnisch auch von seiner Freundin abhängt.

 

Doch gestern, da traf es mich. Ich schlenderte durch mein Leben, tat dies und tat das, alles gemütlich nach meinem Rhythmus – an dieser Stelle sei freudig erwähnt, dass mein Umfeld netterweise den gleichen Rhythmus anstrebt. Und plötzlich fiel mir ein Ziegelstein auf den Kopf. Huch, woher kam denn der? Wer bewirft mich mit derartigen Geschossen, und wieso? Und wofür steht dieser Stein? Gucken wir uns einmal an, was drauf steht. Bürgschaft. Aha, dazu fällt mir spontan das Gedicht „Die Bürgschaft“ von wem auch immer ein (ich kann mir so was grundsätzlich nicht merken). Irgendwann musste ich dieses Gedicht auswendig lernen, bzw. durfte es auf freiwilliger Basis für eine Notenverbesserung tun. Es faszinierte mich, rein inhaltlich in der Hinsicht, dass jemand sein Leben für das eines Freundes geben würde. Genau erinnere ich mich nicht an den Inhalt, ich könnte es jetzt im Internet suchen, aber für meine Geschichte ist es von geringerem Belangen. An das Gedicht sollte mich der Ziegelstein wohl nicht erinnern, er wollte mich eher auf etwas aufmerksam machen. Und worauf genau? Zur Erklärung ist zu sagen, dass jemand für mich bürgen soll. Kein Ding, ich kenne einen Haufen Menschen, die großes Vertrauen in mich legen. (Doch das dies nicht bedeutet, dass sie für mich bürgen, musste ich dann im Laufe langer Überlegungen auch feststellen.) Was also tun, wenn der Bürge auch noch bestimmte Auflagen erfüllen muss, die kein Vertrauter meiner Person erfüllt? Wie weit soll, oder auch darf man gehen, wenn man niemanden kennt, der einem helfen darf? Kann man Menschen ansprechen, mit denen man seit vielen Jahren keinen Kontakt hatte? Oder geht man damit zu weit?
Für einen guten Zweck würde ich alles tun, egal wie würdelos es erscheinen mag. Damit kann ich leben. Doch das Schlimmste an diesen ganzen Überlegungen war die Feststellung, dass ich nach all der jahrelangen Arbeit immer noch abhängig bin. Dass ich nichts dagegen unternehmen kann, und wieder einmal einen einst gewonnen geglaubten Kampf für verloren erklären muss.

25.04.2008 um 15:18 Uhr

Durchgebrannt

von: indalo

Es gibt Dinge im Leben, zu denen bin ich nicht fähig. Und andere, zu denen bin ich schneller fähig, als dass es gesund wäre. Aggressiv werden gehört dazu. Und ruhig bleiben, bei gewissen Dingen, gehört zu den nicht möglichen Dingen. Es ist unglaublich. Ich möchte gerade einfach nur irgendwo reinschlagen, ganz schrecklich gern und ganz schrecklich doll. Die Verantwortung dieses Gefühls trage ich entweder allein, oder ein ganz gewisser Herr. Dieser Mann löst Emotionen in mir aus, die nicht sein dürfen. Ich sollte als erwachsener Mensch in der Lage sein, mich zu beherrschen, mich nicht von derart unwichtigen Dingen beeinflussen zu lassen. Ja überhaupt sollte ich Ruhe bewahren können. Und im Großen und Ganzen gelingt mir das auch. Doch jetzt gerade, in diesem Moment, da ist’s vorbei. Eine Sicherung ist durchgebrannt und ich bin nicht in der Lage, sie zu reparieren. Und ich kenne keinen Ausweg, keine Möglichkeit, mich abzureagieren. Mein Boxsack liegt irgendwo in einer Kiste verpackt und ich komm da nicht ran. Zu anderen Mitteln kann oder sollte ich nicht greifen. Also versuche ich, mich verbal abzureagieren. Doch auch dies scheint nicht möglich. Mein Gefühl ist das gleiche. Ich geh nach Hause und... vergesse, hoffentlich!

 

24.04.2008 um 22:30 Uhr

Was bedeutet...

von: indalo

EIN JAHR -
frag Studenten,
die durch die Prüfung gefallen sind

EIN MONAT -
frag die Mutter
mit dem Frühgeborenen

EINE WOCHE -
frag den Herausgeber
einer Wochenzeitung

EINE STUNDE -
frag Liebende,
die auf ihr Treffen warten

EINE MINUTE -
frag jemanden,
der soeben den Zug verpasst hat

EINE SEKUNDE -
frag jemanden,
der beinahe einen Unfall gebaut hat

EINE MILLISEKUNDE -
frag den Silbermedaillengewinner

23.04.2008 um 10:49 Uhr

Die kleine Schraube

von: indalo

Es gab einmal in einem riesigen Schiff eine ganz kleine Schraube, die mit vielen anderen ebenso kleinen Schrauben zwei grosse Stahlplatten miteinander verband. Diese kleine Schraube fing an, bei der Fahrt mitten im Indischen Ozean etwas lockerer zu werden und drohte herauszufallen.

Da sagten die naechsten Schrauben zu ihr: "Wenn du herausfaellst, dann gehen wir auch."

Und die Naegel unten am Schiffskoerper sagten: "Uns wird es auch zu eng, wir lockern uns auch ein wenig."

Als die grossen eisernen Rippen das hoerten, da riefen sie: "Um Gottes willen bleibt; denn wenn ihr nicht mehr haltet, dann ist es um uns geschehen!"

Und das Geruecht von dem Vorhaben der kleinen Schraube verbreitete sich blitzschnell durch den ganzen riesigen Koerper des Schiffes. Er aechzte und erbebte in allen Fugen. Da beschlossen saemtliche Rippen und Platten und Schrauben und auch die kleinsten Naegel, eine gemeinsame Botschaft an die kleine Schraube zu senden, sie moege doch bleiben; denn sonst wuerde das ganze Schiff bersten und keine von ihnen die Heimat erreichen. Das schmeichelte dem Stolz der kleinen Schraube, dass ihr solch ungeheure Bedeutung beigemessen wurde, und sie liess sagen, sie wolle sitzen bleiben.

(http://www.norbertkasper.de)

22.04.2008 um 18:45 Uhr

Insomnia

von: indalo

...hat mich wieder eingeholt. Ich leg mich um 23h ins Bett und stelle um Mitternacht fest, dass ich  immer noch wach bin. Wo sind die letzten 60 Minuten geblieben? Was habe ich getan? Habe ich meine Zeit sinnvoll genutzt, oder verschwendet? Dann schalte ich mein Notebook ein und schreibe an meiner Hausarbeit. Das ist doch schon gleich viel produktiver. Ein Uhr morgens? Man sollte nochmal versuchen, zu schlafen. Halb zwei, und immer noch wach? Na dann, ran an PC mit Internet und die Dinge erledigen, über die man sich in der vergangen halben Stunde Gedanken gemacht hat. Das bedeutet ein paar geschäftliche Emails schreiben und dann wieder versuchen zu schlafen. Immer noch nichts. Wo ist der Sandmann? Wieso macht er manchmal einen derart großen Bogen um mich?

Und was genau hielt mich letzte Nacht vom Schlafen ab? Die lange Liste mit den abzukreuzenden Punkten? Die Befürchtungen und Sorgen, die Zukunft betreffend? Der Gedanke, bald ma ne eigene (bezahlbare!) Wohnung gefunden haben zu müssen? Oder vielleicht einfach nur die Wut auf mich selbst, da ich schon wieder anfange, mich über Kleinigkeiten zu ärgern?
Oder etwa - was ich ja noch ganz weit von mir weisen möchte - die Unsicherheit darüber, was Samstag Nacht nun Wirklichkeit und was Einbildung war? Dies (oder ähnliches) unterstellt man mir, doch das mag ich nicht glauben. Denn wenn die Unsicherheit hochkommt, werden die Erinnerungen rausgeholt und meine Welt siegt - wenn es auch erst einen minutenlangen Kampf nötig hat. Doch noch gewinnt meine süße kleine Welt. Noch glaube ich daran - doch ein wenig mehr Input könnte nicht schaden...

20.04.2008 um 11:32 Uhr

Ich mag mein Leben

von: indalo

Was für ein Abend *smile* Was für ein Erlebnis! Und ich dachte, so was ist hier nicht möglich. Ich dachte, das hatte nur mit dem anderen Ort zu tun. Aber nein! Da habe ich mich geirrt, auch hier, in meiner Wahlheimat, kann ich Dinge erleben, die mir mein echtestes Lächeln ins Gesicht zaubern.

 

Da sitz ich am Eingang, vorher noch zu ner Freundin sagend „Kasse ist doch cool, da sieht man alle, die kommen“, und beobachte, wer da alles durch die Tür schlendernd. Und dann kommt sie, breitlächelnd. Ich mag fröhliche Menschen. Ich bekomm so schnell gar nicht mit, was um mich herum los ist, merke nur, dass da wohl was in der Luft ist. Egal, das muss mich ja nicht davon abhalten, Augenkontakt herzustellen. Und es klappte. Ha! Von wegen man kann nicht mit Leuten reden, die einem gefallen. Das wäre doch gelacht. Und so grinste ich mir einen, und wurde dafür auch belohnt. Auch in der Pause funktionierte alles wie geplant. Ein tiefer Blick in die Augen, ein Lächeln und dann weitergehen. Wunderbar. Und ich bin noch nicht mal aufgeflogen. Sehr schön, subtiles flirten ist immer noch das schönste.

 

Als die Show vorbei war, bin ich natürlich sofort zurück zum Eingang – wenn man alle begrüßt, muss man sich auch von der Horde wieder verabschieden *g* Und so lief sie mehrfach lächelnd rein und raus. Ob das Lächeln mir galt, konnte nicht eindeutig festgestellt werden, doch in meiner kleinen Welt wurde das beschlossen. Immer noch merkte niemand was. Sehr gut. Und dann traf man sich in der „nächsten“ Bar wieder. Strike! Richtig platziert in die große Runde setzen und der Spaß kann so richtig losgehen. Erst wird nur geguckt, dann gelächelt und zwischenzeitlich auch geguckt und gelächelt. Doch als dann noch nonverbal kommuniziert wird, musste man ja entdeckt werden. Was soll’s, das hindert mich nicht daran, weiter zu machen.

 

Doch es gibt solche und solche. Ein Freund von mir ist besonders angenehm, wenn man sich jemandem annähern möchte. Er ist einem nicht im Weg und benimmt sich sonst auch in keiner störenden Art. Andere schaffen dies aber doch. Und so gab es zumindest einen Punkt, wo ich mein Umfeld aufn Mond schießen wollte. Nicht, weil sie zu auffällig waren – meine Flirtpartnerin wusste ohnehin, was los war – aber weil es so... kindisch war. Aber gut, zum Aufregen bin ich nicht aufgestanden.

 

Und so wurde der Blickkontakt nur noch intensiviert. Eine herrliche Art. Spätestens durch ihren Humor hat sie mich dann endgültig gefesselt. Punkt für Punkt gewann sie mich. Und irgendeinen Eindruck muss ich auch hinterlassen haben. Denn als wir dann loswollten, verabschiedete ich mich natürlich auch von ihr, und ihre Freundin hielt mich zurück. So blieb ich zu nem kurzen Gespräch und ihre Augen funkelten. Dann kamen meine Freunde, und es sollte wirklich nach Hause gehen. Ihrer Freundin riet ich dann, ihr abendliches Ziel aufzugeben, und so verließen auch sie die Bar. Doch vorher wollte sie noch Namen – ihren kannte ich ja schon. So verließen wir nacheinander, und doch irgendwie gemeinsam die Bar. Man konnte sich nicht oft genug voneinander verabschieden, hier und da noch eine Info über sich preisgeben und letztlich einfach nicht gehen wollen.

 

Tja, das war mein Abend. Das war mein Erlebnis der Woche, oder auch des letzten Monats. Manchmal klappt eine gewisse Planung der Ereignisse ja doch. Vielleicht aber nur, wenn man es sich vorher ausredet und keinen ganz so großen Wert drauf legt. So habe ich wunderbar geschlafen und sogar ein bisschen in meinen zweiten Traum mitnehmen können.
Ich mag mein Leben!

19.04.2008 um 18:09 Uhr

Samstag Schlafen Sonne

von: indalo

Samstag Morgen und die Sonne scheint. Ich habe zum ersten Mal seit langer Zeit wieder bis 9h schlafen können. Unglaublich!
Ein tolles Wort. Ich mag „unglaublich“, „faszinierend“, „komisch“, „erstaunlich“, und ähnliches. Denn ich finde, das Leben ist all diese Dinge. Und das auch die meiste Zeit.

 

Mein letzter Eintrag ist sehr konfus, wie der Titel ja schon implizierte. Ich denke, es beschreibt viel von dem, was gerade los ist. Doch meist eher um mich herum als in mir drin. Ich springe gerne, wenn es darum geht, wie es in mir aussieht. Mittwoch hatte ich einen Tiefpunkt. Donnerstag löste er sich in Luft auf, als ich mich aufs Bett legte und ne Stunde lang ne Comedy Show auf meinem Rechner anschaute. Danach fühlte ich mich so erholt, als wenn ich nen ganzes Wochenende Entspannung hinter mir gehabt hätte. War es die Serie, die mein Gemüt erhellte? War es das Rumliegen? Das Abschalten meiner Gedankenwelt? Die Erinnerung an die Zeit, in der ich diese Serie entdeckte? Das Allein sein, das ich schon seit Wochen nicht mehr richtig hatte? Oder war es einfach nur die selbsterfüllende Prophezeiung, da ich schon vor langer Zeit bemerkte, dass es für mich unglaublich erholsam ist, am Nachmittag ne DVD reinzuschieben? Wichtig ist der Grund letztlich nicht, es zählt nur, dass es funktioniert hat. Und ich sollte mir merken, beim nächsten Abstieg einfach das selbe zu tun. Nicht wie der Rest der Welt versuchen, zu schlafen – das gelingt mir ohnehin nicht. So oft ich auch sage oder denke, dass ich doch nicht machen muss, was alle anderen tun oder mir raten, so oft ertappe ich mich auch dabei, mich unbewusst anpassen zu wollen. Fürchterlich!

15.04.2008 um 21:48 Uhr

Konfusionen

von: indalo

Ewigkeiten ist es her, dass ich etwas von mir gegeben habe. Zumindest fühlt es sich so an. Doch ausnahmsweise ist es auch nicht so, dass ich etwas los werden möchte. Also sicherlich passieren unheimlich spannende Dinge gerade, doch nichts, was ich irgendwie in Worte fassen könnte oder wollte. Wenn ich es täte, würde es mich in Teufels Küche bringen.

 

Komisch irgendwie. Unlogisch, genaugenommen. Ich weiß, dass ich Dinge tue oder denke, die ich weder tun noch denken sollte. Allein darüber nachzudenken, ist schon... nicht richtig. Es dann auch noch zu tun, widerspricht jeglichem Verhaltenkodex, der in der Gegend rumschwirrt. Noch bin ich der Meinung, mich richtig zu verhalten, aber es analysieren mag ich nicht, da ich die Befürchtung habe, dann festzustellen, falsch zu handeln. Mein gesunder Menschenverstand sagt mir dann doch, ich sollte es gar nicht tun, wenn ich doch schon weiß, dass sobald ich drüber nachdenke, es nicht mehr tun würde.
(Keine Sorge, komplizierter geht’s nicht mehr :P)

 

Doch beängstigend an dieser Situation ist, dass es mir alles so bekannt vorkommt. Dass ich vor einiger Zeit etwas sehr ähnliches erlebte. Und das ging – für mich – nicht gut aus. Auch das weiß ich, auch das ist mir bewusst. Und doch mache ich weiter, und doch höre ich nicht auf. Denn noch habe ich die Hoffnung, dass es diesmal nicht so endet. Dass diesmal alles anders ist. Nicht alles, aber einiges ist auch anders. Vielleicht ist es genau dieses „einiges“ auf das es ankommt. Vielleicht macht es einen Unterschied, vielleicht rettet es mich.

01.04.2008 um 23:47 Uhr

1. April

von: indalo

Da hab ich mir heut nen April Scherz erlaubt und war damit so erfolgreich wie noch nie. Man hat mir sogar gratuliert und darüber spekuliert, ob der in die Geschichte eingeht *lach* Und dabei... war das gar nicht so gemeint. Nunja, wie leicht die Menschen sich foppen lassen.

Und so ist es spät abends. Der erste April ist fast vorbei. Wie geht es mir? Gut. Sehr gut. Ich fühle mich wohl, habe nette Menschen um mich, bin gesund und habe viel Freude im Leben. Ich kann lachen und weinen, mich aufregen und sanfte Unterhaltungen führen. Ich habe die unglaubliche Fähigkeit mein Leben einfach mal für ne gewisse Zeit auszusetzen und dann weiter zu machen als wäre nix gewesen. Ich könnt sterben und wieder auferstehen ohne es zu merken. Und mich selbst fasziniert das wohl am Meisten. Irgendwie scheint mein Leben so gestrickt zu sein, dass es selbst nach Veränderungen passt. Es passt, wackelt und hat Luft.

Viel Zeit ist ins Land gegangen, doch verändert hat sich nur wenig. Mein Gefühl ist das gleiche, und ich bin der gleiche Mensch für andere. Doch in Wirklichkeit bin ich jemand anders. Jemand ganz anders. Und das weiß meine Umgebung, zumindest die Umgebung, die zählt. Sie wissen, dass ich mich verändert habe und doch gleich geblieben bin. Kurios - denn komisch ist langsam altmodisch.