indalo

30.07.2008 um 23:43 Uhr

Nicht meine Stunde

von: indalo

Hallo du. Ja du. Ich kenne dich. Aber ich mag dich nicht und ich mag dich auch nicht kennen. Du bist die Überforderung, du bist das Gefühl, nicht mehr mit zu kommen, das Gefühl, das sagt „geh weg, lass es sein“. Ich will nicht auf dich hören, ich weigere mich. Aber ich muss es loswerden. Ich sitze hier und kämpfe an den beiden Fronten, die meinem Herzen gerade am nähsten sind. Im selben Moment bringen mich beide an meinen Grenze, überhäufen mich mit Gedanken und Emotionen, die mir zu viel werden – insbesondere, da es zeitgleich passiert. Aber ich kann doch nicht gehen! Ich kann sie doch nicht einfach allein lassen, sich selbst über lassen, das kann ich nicht. Das bin ich nicht.

Und warum ich das hier schreibe? Warum ich mir hier widerspreche? Weil ich keine Wahl habe... meine Möglichkeiten des Abreagierens wurden mir genommen, immer mehr mit den Jahren. Kaum irgendwo kann ich noch etwas sagen oder schreiben, ohne dass ich mit Konsequenzen zu rechnen habe. Und das gefällt mir nicht. Ich werde meiner Freiheit beraubt, mein Wohlgefühl wird untergraben und angegriffen. Mir werden Dinge unterstellt, die mir auch nach nochmaliger Betrachtung und erneutem Durchleuchten völlig fremd sind. Ich kann das nicht mehr haben, ich will es nicht ertragen. Aber ich will auch nicht gehen, nicht etwas aufgeben, was ein Teil von mir ist, was ein Teil meiner Persönlichkeit ist und definitiv zu den Dingen gehört, die mich ausmachen. Ich will es heute nicht, ich wollte es damals nicht und wünschte, ich könnte sagen, ich werde es nie wollen. Aber immer öfter komme ich an den Punkt.

Und jetzt... jetzt wird sie sarkastisch mir gegenüber... jetzt bin ich der Feind. Wieder einmal wird mir die Schuld gegeben... nicht an allem, eigentlich an gar nichts, aber das negative Gefühl wird an mir ausgelassen... ich, der Sündenbock.

29.07.2008 um 23:53 Uhr

Wieder da

von: indalo

Es war ein schöner Tag, genau wie gestern. Aber die Tage sind mir gerade zu lang und zu voll. Ich bekomme Informationen, Eindrücke, Gefühle ohne Ende. Ich kann sie alle gar nicht auf einmal aufnehmen, verarbeiten und sortieren. Zu viel, irgendwie. Und doch kein Gefühl der Überforderung. Nicht hierbei, nicht gestern und heute. Ich bin nicht überfordert, ich bin gefordert, rasant und schnell. Es funktioniert. Aber wenn ich alles behalten müsste dann wäre ich überfordert, und da ich den Wunsch hege, mir all die tollen Sätze und Schlagabtäusche zu merken, bin ich überfordert.

Ich fühle mich wieder so. So! Ja, so besonders. Wieder einmal sitze ich in einem Raum voller Menschen, und habe das Gefühl bemerkt zu werden. Ich verschwinde nicht zwischen den anderen Gesichtern, nein, ich werde wahrgenommen. Man sieht mir in die Augen, man sieht mich an, man lässt mich wissen, dass man mich hört, auch wenn ich nur flüster. Man schenkt mir Aufmerksamkeit und träumt vor sich hin, man nickt mir aufmunternd zu und strahlt mich an. Das fühlt sich gut an.

27.07.2008 um 20:26 Uhr

Tod

von: indalo

Der Tod ist etwas, vor dem viele Menschen Angst haben. Immer wieder bekommt man es zu hören, immer wieder sagt jemand „ich möchte nicht sterben, ich habe Angst“. Damit wird meiner Meinung nach zwar noch nicht gesagt, dass man Angst vorm Sterben hat, aber die Angst und der Tod stehen doch in einem engen Zusammenhang. Doch warum ist dies so? Der Tod ist das Ende, das Ende von etwas... vom Leben. Zumindest dem Leben, wie wir es bisher kennen. Theorien über Wiedergeburt oder Leben nach dem Tod möchte ich nicht aufstellen, wohl aber mich der Frage nähern, wieso wir den Tod fürchten.

 

Wenn mich heute jemand frägte, ob ich sterben wollen würde, würde ich verneinen. Wenn man mich frägte, ob ich bereit wäre zu sterben... hmm... mir ist gerade danach, Ja zu sagen. Ich wäre bereit. Es gibt zwar noch unzählbar viele Dinge, die ich machen möchte, die ich erleben und genießen möchte, aber nichts, was ich machen muss, um guten Gewissens zu gehen. Wobei es schon Dinge geben würde, die ich täte, wenn man mir sagt, dass ich nur noch eine Woche zu leben hätte. Dies könnte widersprüchlich klingen, doch so fühlt es sich nicht an.

 

Jetzt bin ich schon wieder woanders gelandet, als ich wollte. Denn ursprünglich brachte mich eine alte Frau dazu, erneut über den Tod nachzudenken. Sie ist... alt, alt genug um ein Leben gelebt zu haben, aber nicht zu alt, um nicht mehr weiterzuleben. Sie ist nicht der älteste Mensch, den ich kenne; etwas, für das ich immer wieder dankbar bin. Auch wenn sie nicht der älteste Mensch ist, zu dem ich eine Beziehung habe, so ist sie doch die Person, die dem Tod am nähsten ist. Sie ist nicht krank, jedenfalls nicht... sagen wir so, sie hat keine Krankheit, die ihre Existenz bedroht.
Ich sträube mich gerade dagegen, zu sagen, dass sie keine lebensgefährliche Krankheit hat, denn das würde nicht stimmen. Sie hat Alzheimer... eine Krankheit, die ihr Leben gefährdet, nicht aber ihre Existenz. Sie existiert, immer noch, aber sie lebt nicht, schon lange nicht mehr. Wozu also weiter existieren, wenn die Hoffnung auf Leben nicht mehr gegeben ist? Sie hat nichts mehr... keine Erinnerungen, keine Hoffnung, kein gutes Gefühl... sie weint, wenn man ihr erzählt, wer ihre Kinder sind... sie erinnert sich nicht an ihre Kinder, nicht an ihre Enkel... nicht einmal lesen kann sie noch richtig. Zaghaft, langsam, wie ein Grundschulkind. Die Entwicklung läuft rückwärts... Den Drang auf Toilette zu gehen verspürt sie auch nicht mehr, also ist sie da schon im Kleinkindalter... und es geht weiter zurück, immer weiter. Wozu? Warum tut man ihr das an? Sie ist nicht glücklich, sie ist verzweifelt, traurig, am Boden zerstört. Wofür? Die Angehörigen? Die Kinder und Enkel, die es nicht ertragen, einen einst so starken und aktiven Menschen zerbrechlich, ja gar zerbrochen zu sehen? Ich glaube nicht... niemandem ist damit geholfen. Weder ihr, noch ihren Lieben. Ihren Mann verlor sie schon vor langer Zeit... damals, als alles begann. Irgendwann zwischen damals und heute ließ sie verlauten, dass sie nicht mehr leben möchte. Sie hat alles gesehen, was sie wollte, alles erlebt, was ihr Freude bereitete, jetzt sei genug. Und da war sie bei Verstand! Warum... nein, wie kann man ihr diesen Wunsch erfüllen? Wie kann man sie gehen lassen, wenn es doch illegal ist? Sie ja nicht einmal krank ist... nicht physisch krank, nur psychisch.

21.07.2008 um 23:04 Uhr

Die Lehrerin und das Blatt Papier

von: indalo

Eines Tages bat eine Lehrerin ihre Schüler, die Namen aller anderen Schülerin der Klasse auf ein Blatt Papier zu schreiben und ein wenig Platz neben den Namen zu lassen.

Dann sagte sie zu den Schülern, sie sollten überlegen, was das Netteste ist, das sie über jeden ihrer Klassenkameraden sagen können und das sollten sie neben die Namen schreiben.
 
Es dauerte die ganze Stunde, bis jeder fertig war und bevor sie den Klassenraum verließen, gaben sie Ihre Blätter der Lehrerin.

Am Wochenende schrieb die Lehrerin jeden Schülernamen auf ein Blatt Papier und daneben die Liste der netten Bemerkungen, die ihre Mitschüler über den Einzelnen aufgeschrieben hatten. Am Montag gab sie jedem Schüler seine oder ihre Liste. Schon nach kurzer Zeit lächelten alle.

"Wirklich?", hörte man flüstern. "Ich wusste gar nicht, dass ich irgendjemandem was bedeute!" und "Ich wusste nicht, dass mich andere so mögen", waren die Kommentare. Niemand erwähnte danach die Listen wieder.
Die Lehrerin wusste nicht, ob die Schüler sie untereinander oder mit ihren Eltern diskutiert hatten, aber das machte nichts aus. Die Übung hatte ihren Zweck erfüllt. Die Schüler waren glücklich mit sich und mit den anderen.

Einige Jahre später war einer der Schüler gestorben und die Lehrerin ging zum Begräbnis dieses Schülers. Die Kirche war überfüllt mit vielen Freunden. Einer nach dem anderen, der den jungen Mann geliebt oder gekannt hatte, ging am Sarg vorbei und erwies ihm die letzte Ehre.

Die Lehrerin ging als letzte und betete vor dem Sarg. Als sie dort stand, sagte einer der Anwesenden, die den Sarg trugen, zu ihr: "Waren Sie Marks Mathelehrerin?" Sie nickte: "Ja". Dann sagte er: "Mark hat sehr oft von Ihnen gesprochen." Nach dem Begräbnis waren die meisten von Marks früheren Schulfreunden versammelt. Marks Eltern waren auch da und sie warteten offenbar sehnsüchtig darauf, mit der Lehrerin zu sprechen. "Wir wollen Ihnen etwas zeigen", sagte der Vater und zog eine Geldbörse aus seiner Tasche.

"Das wurde gefunden, als Mark verunglückt ist. Wir dachten, Sie würden es erkennen." Aus der Geldbörse zog er ein stark abgenutztes Blatt, das offensichtlich zusammengeklebt, viele Male gefaltet und auseinandergefaltet worden war. Die Lehrerin wusste ohne hinzusehen, dass dies eines der Blätter war, auf denen die netten Dinge standen, die seine Klassenkameraden über Mark geschrieben hatten. "Wir möchten Ihnen so sehr dafür danken, dass Sie das gemacht haben", sagte Marks Mutter. "Wie Sie sehen können, hat Mark das sehr geschätzt." Alle früheren Schüler versammelten sich um die Lehrerin. Charlie lächelte ein bisschen und sagte: "Ich habe meine Liste auch noch. Sie ist in der obersten Schublade in meinem Schreibtisch".

Die Frau von Heinz sagte: "Heinz bat mich, die Liste in unser Hochzeitsalbum zu kleben." "Ich habe meine auch noch", sagte Monika. "Sie ist in meinem Tagebuch." Dann griff Irene, eine andere Mitschülerin, in ihren Taschenkalender und zeigte ihre abgegriffene und ausgefranste Liste den anderen. "Ich trage sie immer bei mir", sagte Irene und meinte dann:
"Ich glaube, wir haben alle die Listen aufbewahrt." Die Lehrerin war so gerührt, dass sie sich setzen musste und weinte. Sie weinte um Mark und für alle seine Freunde, die ihn nie mehr sehen würden.

20.07.2008 um 23:43 Uhr

Ähnlichkeiten mit unterschiedlichen Menschen

von: indalo

Kennt ihr das, euch mit jemandem zu vergleichen und Gemeinsamkeiten zu entdecken, bei dem alle um euch rum der Meinung sind, dass ihr nicht unterschiedlicher sein könnt? Wenn dem so ist, wie verhaltet ihr euch?

 

Momentan stehe ich vor der Problematik, dass jemand, der unter meinen Freunden sehr... hmm... sagen wir mal, bei jemandem, von dem meine Freunde nicht unbedingt die beste Meinung haben (was mir im Übrigen auch so geht), habe ich das Gefühl, dass es da einige Parallelen gibt. Und in Gesprächen mit eben jenen Freunden denk ich mir ständig „darüber regst du dich auf? Das würd ich auch bringen...“ und denk mir dann nur „oh jee, was nun?“ Es auszusprechen hat immer was komisches, denn sie sind felsenfest davon überzeugt, dass ich GANZ anders bin. Wo ist jetzt der Fehler? Haben sie ein anderes Bild von mir? Habe ich ein falsches Bild von diesem Jemand? Oder gar ein falsches Bild von mir?

 

Ich hatte diese Situation schon einmal. Und sie hat sich nie richtig aufgelöst... noch heute sehe ich die Gemeinsamkeiten, noch heute frage ich mich, wo der Unterschied zwischen meinem Handeln und dem der damaligen Person lag. Denn für mich gab es zu viele Parallelen, als dass ich nachvollziehen konnte, warum ich gemocht und jemand anders gehasst wurde.

19.07.2008 um 14:04 Uhr

Freundschaft und Liebe

von: indalo

Und wiedereinmal sitze ich auf meinem Bett und frage mich, wo eigentlich der Unterschied zwischen Liebe und intensiver Freundschaft liegt... und doch frage ich es mich nicht. Nicht wirklich jedenfalls. Eigentlich frage ich mich, wie sehr man da unterscheiden kann. Liebe ist für mich ein Gefühl, etwas das niemand mir nehmen kann, etwas reines und natürliches. Ein Moment, ein Blick, eine Berührung. Sie ist einfach. Und ich denke, heimlich für mich kann ich Unterschiede machen, kann ich sagen, wen ich aus Freundschaft liebe und mit wem ich mein Leben verbringen wöllte. Irgendwo in mir weiß ich es, doch viel zu oft möchte ich es nicht wissen. Denn... ich habe Angst, damit manchen Menschen weh zu tun.

 

Viele sagen, der größte Unterschied zwischen einer Freundschaft und einer Beziehung ist der Sex. Was macht man nun aber, wenn man auch Freunde hat, mit denen man ins Bett geht? Wo findet man dann die Unterschiede? In dem Gefühl... aber nicht darin, dass ich den Menschen, den ich liebe, um jeden Preis glücklich sehen will – das trifft auch auf Freunde zu. Einst beschrieb ich es mit den Worten: „Der Unterschied zwischen Sex mit Freunden und Sex mit der Person, die ich liebe, ist, dass ich letztere danach nicht gehen lassen könnte, dass ich letztere im Arm halten möchte oder gehalten werden möchte.“ Für mich ein gravierender Unterschied, und zwar im Gefühl.

 

Dann höre ich wieder Menschen sagen, dass sie mehr Vertrauen in ihre Freunde legen, dass sie besser mit ihren Freunden reden können als mit ihrem Partner – denn mit dem sind sie ja zusammen. Das ist nicht meine Vorstellung einer Beziehung. Mittlerweile bin ich an dem Punkt, an dem ich mir bewusst bin, dass ich sehr hohe Ansprüche an einen Partner stelle. Und das ist auch gut so. Bei manchen denke ich mir, sie sollten ihre Ansprüche runterschrauben, und das obwohl sie weit unter meinen liegen, doch diese Personen sind allein unglücklich, ich nicht. Ich bin zufrieden mit meinem Leben und möchte keine Beziehung führen nur um eine zu führen – was leider bei sehr vielen Menschen der Fall ist. Nein, ich möchte lieben, wirklich lieben. Ich möchte mich wohl fühlen, mich geliebt fühlen und nicht mit jemandem zusammen sein, bei dem ich für Vertrauen und Bewunderung kämpfen muss. Denn warum sollte ich für etwas kämpfen, was mir andern Orts geschenkt wird? Weil ich liebe? Kann ich jemanden wirklich lieben, wenn er/sie mir nicht dieses sonderbare Gefühl vermittelt? Ich sage nein, denn wahrlich wohl fühlen kann ich mich nur, wo mir vertraut wird und ich so akzeptiert werde wie ich bin.

 

Und so komme ich wieder einmal zu dem Schluss, dass es zwei Menschen in meinem Leben gibt oder gab, die ich liebe. Nicht geliebt habe, sondern liebe, ob sie nun noch aktiv Teil meines Lebens sind oder nicht. Passiv sind sie es und werden es solange bleiben, wie die Gefühle da sind – also wahrscheinlich für immer. Denn irgendwas in mir wird für immer ihnen gehören, ganz egal was in meinem Leben noch kommt.

17.07.2008 um 17:07 Uhr

Was für ein schöner Tag

von: indalo

Was für ein schöner Tag! Er fing früh und auch halbwegs katastrophal an, aber die Wendung kam sobald ich aktiv wurde. Es ist mir gelungen, einen Menschen von wütend zu witzig zu bekommen. Seine Stimme wurde wieder ruhiger während er sich mit mir beschäftigte und er fand auch seinen köstlichen Humor wieder. War schön, diese Wandlung mitzubekommen.

 

Dann begegnete ich dem nächsten Lichtblick. Ein Mensch, der mich schon mit der ersten Email für sich gewann und im Laufe der letzten Monate nur Pluspunkte sammelte. Und so hatten wir ein lustiges und ehrliches Gespräch. Manchmal frage ich mich ja schon, ob sein Dauergrinsen nicht schon festgewachsen ist, aber gut tut es trotzdem. So konnte ich ihm, meinem Prof, sagen, dass ich keine Lust hatte, seine Arbeit weiter zu bearbeiten. Er bedankte sich für die Ehrlichkeit und nahm es mit Humor, dass ich nur noch etwas schrieb, damit er etwas zu lesen hat. So hatten auch wir unser Level gefunden und ich freue mich auf weitere Semester mit ihm.

 

Jetzt konnte ich mich getrost auf den Weg machen um längst vergessene Arbeiten zu erledigen und meiner Lieblingsfrau einen Besuch abzustatten. Sie begrüßte mich mit den Worten „geht es ihnen immer noch so gut wie neulich?“ – „aber sicher, wenn nicht noch besser.“ Schön. Und ihre guten Neuigkeiten gefielen mir auch sehr. So tapste ich weiter wie auf Wolken durch die Gegend. Schon längst war mir ein Grinsen im Gesicht festgewachsen – was soll auch noch schief gehen?

 

Nachdem ich ein wenig Geld verdient hatte und es im nächsten Laden gleich für Grundnahrungsmittel ausgegeben hatte, machte ich mich auf den Weg nach Hause um diesen Beitrag zu schreiben. Ich konnte ja nicht wissen, dass der Tag noch (!) besser werden würde...

16.07.2008 um 10:04 Uhr

Mann vs. Frau

von: indalo

Kürzlich hat ein Fachgeschäft eröffnet, in dem sich Frauen neue Ehemänner aussuchen können. Am Eingang hängt eine Anleitung, die die Regeln erklärt, nach denen hier eingekauft werden kann:
- Das Geschäft darf nur einmal aufgesucht werden.
- Es gibt 6 Stockwerke mit Männern, deren Eigenschaften von Stock zu Stock besser werden.
- Sie können sich entweder einen Mann aus dem Stockwerk aussuchen, auf dem Sie sich befinden oder Sie können ein Stockwerk hoch gehen und sich dort umsehen. Sie können aber nicht zurück."

Eine Frau geht ins Geschäft um sich einen Mann zu suchen.

Im 1. Stock hängt ein Schild: "Diese Männer haben Arbeit."

Im 2. Stock hängt ein Schild: "Diese Männer haben Arbeit und mögen Kinder."

Im 3. Stock hängt ein Schild: "Diese Männer haben Arbeit, mögen Kinder und sehen gut aus." "Wow", denkt die Frau, fühlt sich aber gezwungen weiter zu gehen.

Sie geht zum 4. Stock und liest "Diese Männer haben Arbeit, mögen Kinder, sehen verdammt gut aus und helfen im Haushalt." "Oh Gott, ich kann kaum widerstehen", denkt sie, geht aber dennoch weiter.

Im 5.Stock steht: "Diese Männer haben Arbeit, mögen Kinder, sehen verdammt gut aus, helfen im Haushalt und haben eine romantische Ader." Sie ist nahe dran zu bleiben, geht aber dann doch zum 6. Stock weiter.

Auf dem Schild steht: "Sie sind die Besucherin Nummer 31456. Hier gibt es keine Männer. Das Stockwerk existiert nur, um zu zeigen, dass es unmöglich ist, Frauen zufriedenzustellen. Vielen Dank für Ihren Einkauf im Fachgeschäft für Ehemänner. Auf Wiedersehen."

Gegenüber hat ein Fachgeschäft für Ehefrauen eröffnet.

Es hat ebenfalls sechs Stockwerke.

Im ersten Stock gibt es Frauen, die Sex lieben.

Im 2. Stock gibt es Frauen die Sex lieben und Geld haben.

3. bis 6. Stock wurde noch nie von einem Mann besucht...

13.07.2008 um 23:15 Uhr

Ein gedankenreicher Sonntag

von: indalo

Wow, der Tag war lang. Voll von Gedanken. Heute morgen dachte ich noch darüber nach, dass ich womöglich dieselben Fehler noch mal begehen würde. Nicht nur auf die Vergangenheit bezogen – denn ich würde wohl fast alles so machen wie ich es gemacht habe, schließlich macht mich das zu dem Menschen, der ich heute bin. Sondern auch auf die Zukunft bezogen. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob ich aus meinen Fehlern gelernt habe. Vielleicht muss man manche Fehler mehrmals begehen?

 

Dann drehten sich mittags meine Gedanken um... Freundschaften und Feindschaften. Wie entstehen sie, was zerstört oder beendet sie? Was ist eigentlich Hass? Und hasse ich jemanden? Habe ich mal jemanden gehasst, wenn ja wen und wofür?

 

Und jetzt? So am Abend? Da tauchen alte Ängste wieder auf. Na herrlich, das nennt sich emotionale Achterbahn, fürchte ich. Und dabei bin ich den ganzen Tag ausgeglichen. Wurde dabei ertappt, den ganzen Tag die gleiche CD zu hören. Ja, so ein Mensch bin ich. Eine CD einlegen und immer wieder durchdüdeln lassen, bis man sie ausstellt. Ich bequemer Mensch ich.

 

Nun denn, bevor meine Gedanken den nächsten Berg erklimmen und ich auf dem Hintern runterrutsche und mir doch noch ernsthaft wehtue, geh ich sicherheitshalber ins Bett.

12.07.2008 um 23:16 Uhr

Heute hab ich vieles geschafft und wurde mal nicht von vielem geschafft :-)

von: indalo

Was für ein Tag! Ich hab Wäsche gewaschen, Essen gemacht, abgewaschen, die ganze Wohnung gesaugt, Wäsche abgehängt, Wäsche aufgehängt, Müll rausgebracht, Einkauf gemacht, Papiere sortiert, geschäftliche Emails geschrieben, Essen gemacht und den Dachboden aufgeräumt. Rundum ein erfolgreicher Tag. Und das wo es mein erster „freier“ Tag ist. Der erste Tag, an dem ich keinen direkten Druck habe. Sicherlich hab ich noch vieles vor mir, aber ich wollte einfach keine Kopfarbeit leisten. War dagegen. Und so war’s ja auch ganz gut. Doch man merkt... ich kann nicht mehr stillsitzen, nicht mehr entspannen. Mein Leben, besonders mein virtuelles, hab ich so lange auf Eis gelegt, dass es nicht von einem Tag zum anderen wieder präsent sein kann, das ist logisch. Und vielleicht auch ganz gut so, schließlich ist die Liste noch lang. Und vielleicht fang ich ja morgen an.

11.07.2008 um 19:27 Uhr

Geschafft

von: indalo

Geschafft. Von der Welt. Und das Semester. Jep, es ist vorbei. Also nur die Vorlesungen, auch die Klausuren, aber nicht die... anderen Dinge. Sowas wie Hausarbeiten, Praktika und Prüfungen. Wobei mich dieses Mal keine Prüfungen erwarten – welch Freude. Und so.. fehlt etwas. Ich ging heute meinen üblichen Rhythmus durch und stellte am Ende fest „das war’s jetzt.“ Also... war’s das jetzt? Ist das nächste Semester vorbei? Einfach so. Wo ist es hin? Einerseits war es ewig lang – ich erinnere mich nicht mehr an den Anfang – und andererseits war’s so kurz. Plötzlich war es vorbei. Also, heute. Komisch. Wirklich komisch. All die Leute werde ich nicht wieder sehen, nicht so schnell jedenfalls. Und... der Druck fehlt. Keine Hausaufgaben mehr machen, keine Seminarvorbereitungen... komisch. Nun gibt’s nur wieder den eigenen Druck, den Druck dem sich der innere Schweinehund stellt. Ich bin gespannt, wie dieses Jahr der Kampf verläuft – und wie er ausgeht. Wir werden sehen, wir werden sehen. Nebenbei geht es ja darum, Lebenspläne zu machen oder zumindest die Vorbereitungen für die kommenden Schritte. Da war doch noch ne Reise ins Ausland, ziemlich bald, wie ich feststellen musste. Und dann gibt’s ja schon Pläne für die nächste Reise. Davon muss ich ein paar Leuten erst einmal berichten, denn so von heut auf morgen verschwinden... das fänden die bestimmt nicht witzig. Also muss da ein Gespräch her. Gut, wird erledigt. Dann... da war noch mehr *überlegt* Hab mir doch heute eine Scheinliste gemacht. Hmm. Jedenfalls sind da noch ne Menge Aufgaben. Saugen könnt ich mal wieder. Abwaschen tät auch nicht schaden. Und essen, ich glaube das gehört zu den Dingen, die man am Tag so tut. Genau wie schlafen, doch das tut man eher nachts. Alles Sachen, die ich etwas hab schleifen lassen. Hm, nunja. Kann man ja alles nachholen, nicht wahr?

10.07.2008 um 23:35 Uhr

Mittagsschlaf

von: indalo

Heute bin ich völlig verzweifelt und erschöpft auf meinem Bett zusammengebrochen. Und das mitten am Tag. Nicht nur dass ich mich einfach fallen ließ, nein, ich habe sogar geschlafen, so richtig. Also bestimmt nicht wie ein Stein, aber so sehr, dass ich nicht weiß, wie die Zeit verging... Auch wenn es mich nicht erstaunte, dass ich heute wirklich mal am Tag geschlafen habe, so ist es nichts desto trotz ungewöhnlich. Bis auf ein paar Ausnahmen – so alle halbe Jahre vielleicht – schlafe ich nie am Tag. Nicht, weil mich das Tageslicht stört, sondern einfach weil ich nicht schlafen kann. Und ich pflege zu sagen, dass ich tagsüber nur schlafe, wenn ich die Nacht zuvor durchgemacht habe. Interessanterweise traf dies im heutigen Fall nicht zu. Geschlafen habe ich jede Nacht. Doch... seit dem letzten Albtraum habe ich keine 4 Stunden mehr am Stück geschlafen. Und dann noch diese Anstrengungen tagsüber mit Prüfungen, Klausuren und Vorträgen. Diese Woche hat’s wirklich in sich. Durch Schlafmangel und tiefschürfende Gespräche, Albträume und andere Horrorvisionen werden meine geistigen Fähigkeiten auch nicht besser. Und so ging ich aufm Zahnfleisch als meine Pflichten für heute endeten und ich – zumindest gefühlsmäßig – auf allen Vieren nach Hause kroch. Kein Telefon, kein Computer, kein gar nichts. Klamotten vom Leib gerissen und mich aufs Bett geschmissen – das war alles wozu ich in der Lage war. Und nun... werde ich wieder so verwirrt und k.o. dem Traumland entgegenfiebern, damit ich wenigstens die letzten beiden Klausuren nicht mit extremen Schlafmangel hinter mich bringen muss. Gute Nacht!

09.07.2008 um 19:26 Uhr

Privilegien

von: indalo

Eine nette Episode von D. Echter zum Thema Privilegien lasen wir im Handelsblatt:
Der Gärtner auf die Frage, ob er für den Bankdirektor arbeite:
Ach, wissen Sie, der steht früh um sechs auf, schuftet in der Stadt bis nach acht abends, ohne den Duft der Rosen, ohne seine Frau, ohne den blauen Himmel und den Gesang der Amsel. Und das alles nur, um mein Gehalt zu bezahlen. Nicht ich arbeite für ihn, nein, ich denke, er arbeitet für mich.
(Handelsblatt 4.1.02)

08.07.2008 um 10:45 Uhr

Albträume

von: indalo

Langsam reicht’s! Ich hab echt keinen Bock mehr! Wieso, und ich frage mich ganz ernsthaft wieso, hab ich ständig Albträume? Viele Träume hängen mit Dingen zusammen, die gerade passieren, die man gesehen oder gehört hat. Das ist dann die Verarbeitung im Traum. Aber... ich gucke kein Fernsehen, keine Werbung welcher Art auch immer, ich habe nicht den leisesten Grund von Mord und Totschlag zu träumen, von wandelnden Leichen, lebenden Menschen mit halboffenem Schädel... all das habe ich seit Monaten nicht mehr im Fernsehen gesehen, weder in Zeitschriften noch sonst irgendwo in meinem Leben. Nur in meinen Träumen... Meine Träume sind voll von Krimis. Ja, lange Zeit waren es nur Krimis, Verbrechen und Verfolgungsjagden. Doch jetzt werden es... Thriller. Sie sind nicht mehr jugendfrei, nicht einmal mehr erwachsenenfrei. Warum?! Wieso?! Was soll das?

 

Ich wachte heute halb 6 auf – mitten in der Nacht für mich, vor 8 rühre ich mich normalerweise nicht. Und dachte über diesen Traum nach. Die meisten vergesse ich ja mit dem Aufschlagen der Augen, normalerweise bleibt nur dieses schaurige Gefühl, nur das Wissen, dass ich derartiges geträumt habe. Doch heute sind die Bilder immer noch klar, selbst Stunden und eine Klausur später. Zusammenhänge gab es wohl während des Traumes schon nicht, also jetzt erst recht nicht. Ich weiß weder wer diese Personen sind, noch was sie von mir wollen. Wieso schleichen sie sich in meinen Schlaf? Ja, darüber dachte ich heute Morgen/Nacht nach... und mir fiel erst mal nur ein „es ist doch alles so schön gerade, ich genieße jeden Tag, sie tauchen völlig grundlos auf“. Und dann... dann erinnerte ich mich an eine Email von gestern. Eine Email, bei der ich mich schon kaum traute, sie zu öffnen. Ich wusste nicht, was sie beinhalten würde, ich wusste nur, welches Thema sie hatte. Der Betreff sagte alles, auch wenn er nichts hätte sagen müssen, klar war es ohnehin. Ist es das? Verfolgt mich das in der letzten Zeit so sehr? Warum? Wie kann es das? Ich mein... Albträume hatte ich schon bevor ich mich aktiv damit auseinandersetzte... ich will nicht mehr... ich mag nicht mehr...

06.07.2008 um 18:57 Uhr

Sommerregen

von: indalo

Ich höre es knistern auf dem Balkon und frage mich gerade, was es damit auf sich hat, als ich tief einatme und Sommerregen rieche. Man kann Regen riechen und wer immer das Gegenteil behauptet hat mein Mitgefühl, denn es ist ein schöner Geruch. Und so springe ich freudig auf und stell mich auf dem Balkon. Ich stehe auf feuchtem aber warmen Untergrund und fühle die kleinen feinen Tropfen in meinem Gesicht. Das Knistern der Plastiktüte ist nur eins von vielen Hintergrundgeräuschen die ich ausblende. Nur dieses Gefühl zählt im Moment. Sommerregen.

 

Und so genieße ich den Moment und denke mir wie schön das Leben doch sein kann. Wie schön das Leben doch ist, wurde ich gestern korrigiert. Doch ich bleibe bei der Variante des sein Könnens. Denn... es ist nur schön, wenn es das sein kann, wenn man das Leben schön sein lassen kann. Viele können das nicht, viele verkennen den Wert solcher Momente. Es kann schön sein, für jeden, nur muss man es zulassen. Man muss sich drauf einlassen, sich dem Leben hingeben. Sich nicht ärgern über Regen, sondern freuen, dass die Welt dadurch grün bleibt. Sich über Wolken freuen, da sie den nötigen Schatten bei Hitze bieten. Aber auch die Hitze, die Sonne würdigen, da sie uns glücklicher macht. Sonne macht glücklich. Genau wie Sommerregen. Mich jedenfalls J

04.07.2008 um 20:53 Uhr

Worte vs. Taten

von: indalo

Puh, wie fange ich das an. Es geht um Worte und Taten... Worte können Taten sein, Worte über Taten hingegen nicht. Das ist ein Anfang, ein Einstieg in das Thema. Doch nicht ganz der, den ich mir wünsche. Denn... das sehe ich so, ja. Aber es widerspricht gerade dem, was mir im Kopf umherschwirrt. Es widerspricht dem nicht direkt, aber es könnte als Gegenargument gewertet werden.

 

Gegen Worte kann ich mich wehren, gegen Taten viel weniger.
Was ich damit meine? Wenn mich jemand beleidigt, dann kann ich das von mir weisen, an mir abprallen lassen und nicht wirklich zur Kenntnis nehmen. Wenn mich aber jemand schlägt, dann ist der Schmerz da. Er ist existent, egal wie sehr ich mich dagegen wehre. Auf der anderen Seite kann ich mich gegen Worte nicht schützen, sie werden gesagt, oder sie werden nicht gesagt. Gegen die Faust, die auf mich zufliegt kann ich die Hand heben, sie abschmettern und nicht treffen lassen. Also kann ich mich wehren, eher gegen Taten, als gegen Worte. Und damit habe ich den Widerspruch zu dem Beginn dieses Absatzes. Und doch finde ich die Herleitung logisch, sehe keinen Fehler in der Kette. Wie können also zwei gegensätzliche Aussagen falsch sein?

 

Darauf gekommen bin ich zugegebenermaßen über das Thema „fremdgehen“. Welch komischer Zusammenhang, ich weiß. Mir geht gerade einiges dazu durch den Kopf, daher denke ich, wird es noch öfter irgendwo auftauchen. Hmm. Ich persönlich bin der Meinung, dass es leichter ist, sich gegen flirten zu wehren, durch die Worte (welcher Art auch immer), die mir jemand sagt, nicht in Versuchung zu geraten, als wenn man schon gestreichelt wird. Ich kann von einem Flirt weggehen, von der Hand, die mir übern Rücken streicht nur sehr ungern. Das heißt nicht, das man es nicht kann. Aber es ist schwieriger, oder nicht?

03.07.2008 um 23:07 Uhr

Gefühl des Besonderen

von: indalo

Es gibt Menschen, die können einem das Gefühl geben, jemand zu sein. Wenn sie vielen eben dieses Gefühl geben, misst man dem Gefühl selbst nicht mehr den gleichen Wert bei. Wieso nicht? Wieso verliert etwas an wert, nur weil es mehrfach existiert? Ein Zwilling ist genauso viel wert wie jeder andere Mensch. Darüber sind wir uns einig. Wieso ist man also nur halb so begeistert, wenn ein anderer einem das Gefühl gibt, etwas besonderes zu sein, wenn er es auch anderen gibt? Wieso bestehen wir so oft im Leben auf Exklusivität?

 

Gut, wie ich da jetzt gelandet bin, weiß ich nicht genau. Erzählen wollte ich etwas anderes. Denn gestern hatte ich dieses Gefühl. Dieses Gefühl, jemand zu sein. Niemand wichtiges, niemand berühmtes, doch jemand besonderes. Das fühlte sich gut an. Und eben jene Person, die mich das hat spüren lassen, ist genauso etwas besonderes. Jeder Mensch ist etwas besonderes, das weiß ich, aber er ist jemand besonderes für mich. Schon vom ersten Moment an, in dem ich ihn das erste Mal sah, gefiel er mir. Er hat eine Ausstrahlung, er ist offen und liebenswert. Und er hat keine Scheu, jemandem zu zeigen, das er ihn mag.

 

Das sind so die kleinen Momente, die glücklich machen. Und sie sind so klein, dass sie den meisten entgehen. Denn er sagte nichts besonderes, er machte nichts besonderes, er ging einfach nur neben mir her und redete mit mir. Einfach irgendwas belangloses. Es war zugegebenermaßen etwas holprig, unser Gespräch, aber allein die Tatsache, dass er ein Gespräch mit mir suchte, einfach so, das zählte. Nichtiger hätte es nicht sein können, im Grunde ging es ums Wetter. Und doch... war es besonders. Denn die Art, wie er redete, wie er mich ab und zu anschaute, all das ist wichtig. Und obendrauf noch die Tatsache, dass er jedes Recht der Welt hätte, mich für einen ungehobelten Menschen zu halten. Und doch sieht er nicht nur das, was andere sehen, er sieht mehr in mir, oder zumindest gibt er mir das Gefühl...
...zumindest in meiner kleinen Welt interpretiere ich es so, meine Welt, die mir niemand nehmen kann und in der es wunderschön ist zu leben. Eine Welt, in der so viel positives ist, so viele besondere Begegnungen geschehen... auch wenn manche vielleicht nur Einbildung sind, sie machen mich glücklich, und darum geht es.

02.07.2008 um 22:52 Uhr

Hundebabys

von: indalo

Ein Geschäftsinhaber hatte ein Schild über seine Tür genagelt, darauf war zu lesen

"Hundebabys zu verkaufen."

Dieser Satz lockte Kinder an. Bald erschien ein kleiner Junge und fragte, "Für wie viel verkaufen sie die Babys?" Der Besitzer meinte "zwischen 30 u. 50 Dollar". Der kleine Junge griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus. "Ich habe 2,37 Dollar, kann ich mir sie anschauen?" Der Besitzer grinste und fiff. Aus der Hundehütte kam seine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang seines Geschäfts hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys. Eins davon war einzeln, ersichtlich weit hinter den Anderen. Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte, "was fehlt diesem kleinen Hund?" Der Mann erklärte, dass als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines Lebens humpeln. Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte, "den kleinen Hund möchte ich kaufen!" Der Mann antwortete, "nein, den kleinen Hund möchtest du nicht kaufen. Wenn Du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn Dir." Der kleine Junge war ganz durcheinander. Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: "Ich möchte ihn nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen. Ich gebe ihnen jetzt die 2,37 Dollar und 50 Cents jeden Monat, bis ich ihn bezahlt habe. Der Mann entgegnete, "du musst diesen Hund wirklich nicht bezahlen, mein Sohn. Er wird niemals rennen, hüpfen und spielen können wie die anderen kleinen Hunde. Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein hinauf, und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange. Er sah zu dem Mann hinauf und sagte, "Na ja, ich kann auch nicht so gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für ihn hat."

Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine Augen, er lächelte und sagte, "Mein Sohn, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser kleinen Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."

01.07.2008 um 20:13 Uhr

Zusammenhalt - wo ist er hilfreich und wo sollte er aufhören?

von: indalo

Vor einiger Zeit hatte ich eine Auseinandersetzung mit jemandem darüber, dass beispielsweise in einer Klasse immer alle zusammenhalten, wenn es um Noten geht. Wenn der Lehrer nach Kritik eines Referates fragt, erwähnen die Schüler nur positive Dinge und versuchen, die bestmöglichste Note rauszuschlagen.

 

Ist das Zusammenhalt? Und wenn ja, ist er gut? Nützt es dem Vortragenden, sich die immer gleichen positiven Dinge anzuhören, wenn er stattdessen auf Fehler aufmerksam gemacht werden könnte und sich somit verbessern könnte? Ich denke nicht, ich denke es wäre besser, ehrliche Kritik zu üben. Doch in welchem Umfeld? Vor dem Lehrer? Oder unter vier Augen? ...selbst im Privaten (unbenoteten Bereich) sind viele Menschen nicht in der Lage, sich kritisch zu äußern. Doch was nützt es, wenn man ständig nur zusammenhält und seine Differenzen oder unterschiedlichen Standpunkte nicht anspricht? Endet das nicht nur in Zank und Streitereien? (An dieser Stelle würde ich gerne noch die Frage aufwerfen, was genau ein Streit ist und wie ihr ihn definieren würdet.)

 

Grundsätzlich bin ich für Zusammenhalt zu haben. Besonders gegen schwierige Vorgesetzte. Doch manchmal ist es für das allgemeine Arbeitsklima besser, wenn man offen und ehrlich auch die negativen Dinge anspricht. Das kommt dem Chef entgegen und kann – wenn richtig durchgeführt – auch dem Kollegen helfen. Wer immer nur nach dem Motto „Der Lehrer ist der größte Feind des Schülers“ lebt, kann sich in der Schule nicht wohlfühlen. Dann gibt es keine Möglichkeit auf ein harmonisches Miteinander. Etwas, das wir anzustreben versuchen.