indalo

22.09.2008 um 18:12 Uhr

Mechanisch

von: indalo

Heute ist mir etwas komisches passiert. Doch erst komisch, wenn ich jetzt so drueber nachdenke. Mitten am Tag bin ich einfach aufgestanden und tat die Arbeit eines anderen. Ich habe nicht darueber nachgedacht, ich bin einfach los und hab's gemacht. Diese werte Person war mindestens genauso ueberrascht wie ich, nur dass ich meine UEberraschung erst spaeter merkte. Es lief tadellos, einfach so. Komisch, und doch so normal. Es fuehlte sich gut an, es fuehlte sich richtig an.

20.09.2008 um 00:08 Uhr

Was fuer ein Abend

von: indalo

Ein weiterer Abend, der zu einer Geschichte wird, eine Geschichte, die bestimmt mehrmals erzaehlt wird. Hatte ich sowas nicht neulich schon? Und ich erinnere mich nicht... doch das heisst nicht, dass der Abend nicht doch in meinem Gedaechtnis ist - nur halt unter einem anderen Stichwort abgespeichtert.

Es war ein ganz normaler Arbeitstag, ein weiterer wunderschoener Arbeitstag. Ich liebe was ich tue und koennte nicht gluecklicher sein. Das weiss und fuehle ich auch jetzt noch, wo ich mit brennenden Augen und feuchten Wangen vor dem PC sitze. Wieder Traenen... Ja, ich bin verdammt emotional geworden. Doch dieses Mal weiss ich, dass es keine Traenen der Freude sind... Mehrmals heute hatte ich damit zu kaempfen, mehrmals fragte ich mich, ob ihr Ursprung das huepfende Herz oder die fruehzeitige Angst vor dem Abschied ist. Doch in diesem Moment weiss ich, dass diese Traenen anderen Ursprungs sind. Eines... traurigen, verzweifelten.

Ich mag mich, zweifelsohne. Ich glaube nicht, dass ich perfekt bin, weiss Gott nicht, aber ich glaube, dass ich doch ein guter und liebenswerter Mensch bin. Doch vor wenigen Minuten noch sass ich in der Kueche und fragte mich, ob ich mich gerade selbst hasse. Wofuer? Weil ich nichts gesagt habe, weil ich mich nicht in die Diskussion eingemischt habe, weil ich nicht fuer das eingestanden bin, was mich ausmacht. Weil ich mein Herz bis zum Hals klopfen spuerte und den Moment des aufn Tisch Hauens vor lauter Neugier und Forschungsgeist verstreichen liess. Ich wollte die Meinung aller hoeren, sofern sie eine hatten, ich wollte jedem die Chance geben, etwas zu saen, einen natuerlichen Verlauf des Gespraechs beobachten, ehe ich meine Meinung und Sichtweise praesentiere. Doch eh ich mich verseh, wurde das naechste Thema angeschnitten. Ein Haufen betrunkener alter Menschen springt ganz schoen, sag ich euch *lach*

Jetzt weiss ich, dass ich mich nicht hasse, nicht dafuer. Ich habe Gruende, ich kann's erklaeren. Jeder wuerde es verstehen. Doch "jeder" ist mir egal. Ich zaehle, nur ich allein, ich und meine Meinung von mir selbst. Ich war noch nie der Mensch, der vor vielen Leuten privat von sich redete. Ich werde fuer etwas bewundert und gelobt, was nicht stimmt. Es mag so wirken, es mag so scheinen, aber es ist schlichtweg nicht wahr. Moegen sie denken, was sie moechten. Doch was denke ich? Was fuehle ich?

16.09.2008 um 21:24 Uhr

roher Teig

von: indalo

Ich bin gerade mal wieder einer meiner liebsten Beschaeftigungen nachgegangen -> Kekse backen. Wann immer ich einen Kuchen oder Kekse backe, esse ich einen Grossteil des rohen Teiges. Es gibt doch nichts leckereres als rohen Teig *yummy* Meine "Karriere" als Baecker der Familie begann offen gestanden durch rohen Teig. Der Kuchen, der nach so einer Backorgie entstand, schmeckte mir nicht, ich tat es nur, um naschen zu koennen. Ehrlich gesagt entstand auf eine aehnliche Art meine Vorliebe fuer Buttermilch. Frueher fand ich sie nicht sonderlich ansprechend, aber die Schokostreusel, die ich dafuer bekam, die waren es wert. Kinder haben schon tolle Logiken, was?

Neulich lass ich ein Zitat darueber, dass fuer Kinder alles moeglich ist. Ich glaube das ist wahr. Leidenschaften die man als Kind entdeckt, koennen sich zu den groessten Talenten entwickeln. Und egal wovon man als Kind traeumt, man kann es erreichen. Sei es eine Fahrt zum Mond, ein Job als Feuerwehrmann oder die eigene Traumhochzeit. All dies ist moeglich. Nur trifft man frueher oder spaeter auf die sogenannte brutale Realitaet. Sie erschreckt einen, sie gibt einem zu denken und oftmals gewinnt sie den Kampf um die eigene Gedankenwelt. Wenn die brutale Realitaet sich in unseren Kopf frisst, vergessen wir unsere eigene Realitaet, unsere Traeume. Wir glauben nicht mehr die Dinge, die vorher noch so wichtig waren. Wir nehmen nicht mehr wahr, was wir tief in unserem Innern fuehlen. Wir leben, wir funktionieren, von Tag zu Tag.

Erinner dich an deine Kindheitsgewohnheiten, an deine Traeume, an die Geschichten in deinem Kopf. Bist du gerne zu den Grosseltern und hast sie einfach nur umarmt? Wie waer's mit einem Besuch morgen? Oder einfach nur aufm Bett liegen, abends wenn es dunkel ist, den Vollmond angucken und sich vorstellen, wie man in einem Raumschiff dorthin fliegt? Nimm dir heute Abend eine Stunde Zeit! Weisst du noch, wo du als Kind so gerne hingegangen bist? Ne Eisdiele, eine Wiese oder einfach der naechstbeste Spielplatz? Wie waer's, wenn du dich mal wieder auf den Weg dorthin machst? Einfach mal hinfahren, in Erinnerungen schwelgen und das Herz wieder oeffnen. Sich nicht einsperren lassen und auch nicht selbst gefangen nehmen. Traeumen, lieben, leben!

15.09.2008 um 18:15 Uhr

Redebedarf

von: indalo

Ich habe gerade unglaublichen Redebedarf und niemanden, der ihn deckt. Einem mir zwar schon bekannten und mittlerweile auch vertrauten, dennoch irgendwie fremdem Menschen habe ich heute von meinen ereignisreichen Sonntag erzaehlt. Die Details liess ich aus, das Ende erst recht. Doch es zeigt mir, wie sehr ich darueber reden moechte und wohl auch sollte. Nur... mit wem? Wie? Da steckt so viel mit drin, so viele Zusammenhaenge, die man erklaeren muesste. Wer wuerde es verstehen? Der und die eine oder andere, doch da gibt es dann den naechsten Haken... den einen erklaerte ich gestern, der naechste waere eine Hoffnung, die ich nicht wecken will. Dann trifft es auf manche zu, dass sie nicht reagieren wuerden... und das moechte ich noch weniger riskieren. Und so sitze ich hier und lass mir die Ereignisse des gestrigen Tages durchn Kopf gehen. Ich weiss nicht mal mehr wie der halbe Tag verlief, wie er begann oder fortschritt. Nur das Ende... das hab ich klar vor Augen.

Wenn ich das so betrachte, dann war es ein Tag, der erinnerungswuerdig ist. Eine Geschichte, die ich irgendwann mit einem Schmunzeln erzaehlen werde. Doch... dann muss ich wieder aufpassen. Denn wer Verbindungen knuepfen kann, koennte wieder verletzt sein. Und das moechte ich verhindern. Zu gern... mir scheint es gibt Situationen, in denen man nicht richtig handeln kann, bzw. nicht so, dass niemand verletzt wird. In so einer Situation bin ich gelandet... unwillkuerlich.

Es tut mir nicht Leid und ich bereue auch nichts. Es war schoen, es war nett, es war angenehm. Die Folgen werden auch nicht gewaltig sein. Doch im Moment bin ich einfach nur total erledigt und weiss nicht, wo mein vor Freude strotzendes Grinsen abgeblieben ist. Vor der Tuer hatte ich es noch... den ganzen Tag ueber, ja sogar den Heimweg. Jetzt ist es fort, die Erschoepfung macht sich breit. Schlafen... nachm Schlafen wird's mir besser gehen, nicht dass es mir schlecht gehen wuerde, keineswegs. Ich fuehl mich gut, und mit dem Aufschreiben waechst mir auch wieder ein Laecheln auf dem Lippen... schoen...

14.09.2008 um 21:38 Uhr

Ein Kuss

von: indalo

Mein Leben ist gerade irgendwie voellig normal und trotzdem ungewoehnlich. Es ist so wie ich es kenne, auf eine Art. Aber meine verschiedene Ebenen mixen sich gerade mehr als gewoehnlich. Dieses Haus ist immer noch fuer mich was es einst war, mein Zuhause. Aber mein Leben des letzten Jahres, mein Leben voller Spannung und neuer Erfahrungen uebernimmt gerade einen Teil. Und es funktioniert. Da sass ich vorhin auf der Couch und wir hatten zusammen ne Menge Spass. Ne handvoll Leute mit verschiedensten Verbindungen. Und eh ich mich verseh, fuehle ich Lippen auf den meinen. Wir schaekern rum, alles lacht, und wir kuessen uns. Warum? Weil irgendwer meinte, er wuerde es uns nicht zutrauen. Und herrje, haette man mich ein paar Stunden frueher gefragt, ob ich in den naechsten Wochen jemanden kuessen wuerde, ich haette es mit vollster UEberzeugung verneint. Doch so geschah es... ganz normal, ohne dass es komisch wirkte. Der Rest lachte und jaulte. Was ne Aufregung. Ich war irgendwie sprachlos. Und dann auch wieder nicht. Herrlich. Doch dass diese werte Person bis nach der Hochzeit warten will, empfinde ich dann doch als widerspruechlich zu diesem Kuss. Nun denn, soll jeder tun und lassen was er moechte, ich fuer meinen Teil habe da keine Vorurteile oder sonstige Gedanken. Wer warten will, darf warten, und wenn man doch wildfremde Menschen kuessen moechte, nur zu *lach* Mich stoert's nicht.

Warum ich das hier schreibe? Weil ich es eigentlich gerade einer Freundin schreiben wollte... doch... ich konnte nicht. Der erste Absatz war schon formuliert, doch dann begann das Zoegern. Ich kann es ihr nicht schreiben... ich kann ihr nicht schreiben, dass ich gerade einfach so jemanden gekuesst habe, wo sie mich doch die ganze Zeit kuessen moechte und ich es nicht erlaube. Ich bring's nicht fertig... es tut mir leid

09.09.2008 um 21:09 Uhr

Zeitverschiebung

von: indalo

Ist es nicht komisch, dass wenn ich ins Bett gehe, meine Freundin schon aufstehen muss und dass wenn sie von der Arbeit nach Hause kommt, ich losgehe? Ist es nicht verrueckt, dass wir der gleichen Taetigkeit nachgehen, sehr aehnliche Dinge erleben, doch zu so unterschiedlichen Zeiten? So sehr ich das alles auch gewohnt bin, so sehr das ein Teil meines Lebens, ein Teil meiner Selbst ist, so sehr wundere ich mich manchmal doch darueber...

07.09.2008 um 19:45 Uhr

Traenen

von: indalo

Es ist Wochenende. Ich habe nichts wirklich sinnvolles in den letzten zwei Tagen gemacht. Weder habe ich gearbeitet, noch ein Buch gelesen. Hier und da gequatscht oder Leute abgewimmelt. Mir ein paar Gedanken gemacht und durchs Internet gesurft. Mich um die Tiere gekuemmert und mir was zu essen gemacht. Das war's. Und jetzt ist es bald vorbei, mein Wochenende allein zu Haus. Ein ganzes grosses Haus habe ich gerade fuer mich allein. Nicht mein eigenes, aber das Haus, was dem Menschen gehoert, der fuer mich Heimat bedeutet. Also ist es meins, irgendwie.

Und so sitze ich hier und schrieb eben eine Email. Hab auch youtube wiedergefunden und ein Lied angemacht. Ich erzaehlte von den letzten Tagen meines Lebens und welche Bedeutung sie fuer mich haben. Ich bin einfach nur gluecklich. Und ich moechte das so oft sagen, dass ich andere damit nerven muss. Es haengt mir ja selbst schon zum Halse raus, doch es muss raus, ich muss es sagen, immer und immer wieder. Ich bin gluecklich. Nicht mehr und nicht weniger. Nein, ich habe nicht den Partner fuers Leben gefunden. Nein, niemand hat mir gesagt, wie toll ich bin oder dass er mich gern hat. Ich habe auch keine Pruefung bestanden oder sonst eine tolle Nachricht gehoert. Nichts von den Dingen, die fuer gewoehnlich dafuer sorgen, dass man von sich aus sagt "Ich bin gluecklich" sind passiert. Es ist einfach nur das Leben. Mein Leben.

Diese Email zu schreiben bewegte etwas in mir. Oder war es das Lied? Traenen stiegen in mir auf. Welchen Ursprungs sie waren, ist mir nicht ganz klar. Das Lied ist traurig, der Empfaenger dieser Email macht mich auch traurig, doch das, was ich schreibe, macht mich gluecklich. Sind es also Traenen der Trauer oder des Gluecks? Traenen des Loslassens? Traenen des Bedauerns, dass es damals alles so anders war, so viel schwieriger, so viel schlimmer? Sind es Traenen der Freude, dass ich mich endlich so gut fuehlen kann?
Es sind Traenen. Traenen meines Koerpers.

05.09.2008 um 18:59 Uhr

Hast du heute einen Eimer gefuellt?

von: indalo

Den ganzen Tag traegt man einen unsichtbaren Eimer mit sich, jeder auf der ganzen Welt.
Man kann ihn nicht sehen, aber er ist da.
Du hast einen solchen Eimer.
Deine Mama und dein Papa haben jeder einen Eimer.
Deine Schwester und dein Bruder haben einen Eimer.
Deine Grosseltern, Freunde und Nachbarn haben alle einen Eimer.
Jeder traegt einen unsichtbaren Eimer.

Dein Eimer hat nur eine Aufgabe.
Seine Aufgabe ist es, deine guten Gedanken und guten Gefuehlen ueber dich selbst aufzubewahren.
Du fuehslt dich gut und gluecklich, wenn dein Eimer gefuellt ist, und sehr traurig und allein, wenn er leer ist.
Anderen geht es genauso. Sie sind gluecklich, wenn ihr Eimer gefuellt ist und sie sind traurig, wenn ihr Eimer leer ist.
Es ist toll, einen gefuellten Eimer zu haben und so funktioniert's:

Du brauchst andere um deinen Eimer zu befuellen und die anderen brauchen dich, um ihren Eimer zu befuellen. Also wie befuellt man einen Eimer?

Du fuellst einen Eimer wenn du jemandem zeigst, dass du ihn lieb hast, wenn du nette Dinge sagst oder tust, oder auch wenn du jemanden anlaechelst.
So ist man ein Eimer-Befueller.
Ein Eimer-Befueller ist eine liebevolle und hilfsbereite Person die besondere Dinge sagt oder tut, sodass andere sich gut fuehlen.
Wenn du jemandem das Gefuehl gibst, was besonderes zu sein, bist du ein Eimer-Befueller.

Aber du kannst auch einen Eimer leeren und ihm sein gutes Gefuehl wegnehmen. Du leerst einen Eimer wenn du dich ueber jemanden lustig machst, wenn du boese Dinge sagst oder tust, oder auch wenn du jemanden ignorierst.
So ist man ein Eimer-Leerer.
Ein Mobber ist ein Eimer-Leerer. Ein Eimer-Leerer sagt oder tut Dinge, die bei anderen ein negatives Gefuehl ausloesen.
Viele Eimer-Leerer haben selbst einen leeren Eimer. Sie glauben, sie koennen ihren Eimer fuellen indem sie einen anderen leeren... aber das wird niemals funktionieren. Man kann niemals seinen eigenen Eimer fuellen wenn man den eines anderen leert.

Aber stell dir vor... wenn du den Eimer eines anderen befuellst, befuellst du auch deinen eigenen.
Du fuehlst dich gut, wenn du anderen ein gutes Gefuehl bereitest.
Den ganzen Tag lang befuellen oder leeren wir die Eimer unserer Mitmenschen mit dem, was wir sagen oder tun. Versuch mal, einen Eimer zu befuellen und warte ab, was passiert.

Du hast deine Mama und deinen Papa lieb. Sag ihnen doch einfach, dass du sie lieb hast. Du kannst ihnen sogar sagen, warum du sie lieb hast. Deine liebevollen Worte werden ihre Eimer fuellen. Beobachte ihr Laecheln das ihr Gesicht zum Strahlen bringt. Du wirst auch laecheln wollen. Ein Laecheln ist ein guter Hinweis darauf, dass man einen Eimer gefuellt hat.
Wenn du das uebst, wirst du ein guter Eimer-Befueller.
Merke dir, dass jeder einen unsichtbaren Eimer mit sich traegt, und ueberlege dir was du sagen oder tun kannst um ihn zu fuellen.

Hier sind ein paar Ideen fuer dich.
Du kannst laechelnd den Busfahrer begruessen. Er hat auch einen Eimer.
Du kannst das neue Kind in der Schule einladen mit dir zu spielen.
Du kannst deinem Lehrer eine Dankeschoenbotschaft schreiben.
Du kannst deinem Opa sagen, dass du gerne Zeit mit ihm verbringst.
Es gibt viele Wege, einen Eimer zu befuellen.

Eimer zu befuellen macht Spass und ist auch leicht. Es ist nicht wichtig, wie jung oder alt du bist. Es kostet kein Geld. Es kostet keine Zeit. Und merke dir, wenn du den Eimer eines anderen befuellst, fuellst du auch deinen eigenen.
Wenn du ein Eimer-Befueller bist, machst du dein Zuhause, deine Schule und deine Nachbarschaft zu einem besseren Ort. Eimer-befuellen bringt jedem ein gutes Gefuehl.

Also warum sich nicht entscheiden, heute und an jedem anderen Tag ein Eimer-Befueller zu sein? Fange einfach damit an, jeden Tag zu dir selbst zu sage: "Ich werde heute etwas tun, um den Eimer eines anderen zu befuellen."
Und am Ende jeden Tages frage dich selbst: "Habe ich heute einen Eimer gefuellt?"
"Ja, habe ich!" Das ist das Leben eines Eimer-Befuellers...
Und das bist DU!

 

"Have you filled a bucket today?" von Carol McCloud

04.09.2008 um 17:54 Uhr

Gluecklich

von: indalo

Ich bin gluecklich, einfach nur gluecklich. Hier zu sein ist ein wunderschoenes Gefuehl, ich bin zu Hause. Ich geniesse jeden Tag - ausser die Tage, als ich krank war. Egal wie anstrengend die Arbeit auch ist, ich gehe mit einem Laecheln nach Hause. Kinder... was gibt es schoeneres? Ja sicher, sie sind laut, sie sind frech und sie sind anstrengend. So sind Kinder, so sind Menschen. Aber man muss sie lieben. Ihre kleinen Patscher, ihre grossen Augen, ihre vielen Fragen. Gestern nahm ein kleines 5jaehriges Maedchen meine Hand. Das war unsere allererste Begegnung, sie hat mich noch nie zuvor gesehen, aber sie hat sofort Vertrauen gefasst. Heute war der schlimmste Junge der Klasse nett zu mir. Ich konnte mit ihm reden, er hat auf mich und meine Anweisungen gehoert. Tolles Gefuehl. Es tut gut, mitzubekommen, wie man auch zu den groessten Rabauken durchdringen kann. Wie ein kleiner Junge, der die fiesesten und miesesten Blicke drauf hat, die ich je bei einem Kind seines Alters gesehen habe, ploetzlich zu laecheln beginnt. Das erwaermt das Herz auch bei schlechtem Wetter. Das nehme ich abends mit ins Bett, wenn ich voellig k.o. umfalle und mich frage, welchen Mist ich in der Nacht wohl traeume oder wie wenig Schlaf ich ueberhaupt bekomme. Dieses Gefuehl, dieses laechelnde Gesicht begleitet mich fuer einige Zeit, genauso wie das Wissen, einen Eimer gefuellt zu haben.