indalo

30.11.2008 um 23:59 Uhr

Noch so ein Tag

von: indalo

Noch so ein Tag. Noch mehr solch Tage. Mittwoch war so intensiv. Doch Montag war auch nicht von schlechten Eltern. Und jetzt? Es ist Sonntag, der erste Advent des Jahres 2009. Es ist fast Dezember... Das Jahr rast dem Ende zu, und ich fühle mich als wär ich mittendrin. Und das bin ich. Mittendrin im Leben, meinem Leben. Mittwoch dachte ich noch, ich wäre außen vor. Doch... so richtig stimmt das nicht. Sicherlich bin ich gerade die meiste Zeit irgendwo eingespannt, nicht dort, wo ich gerne wäre, nicht immer jedenfalls. Doch wo ich in, da bin ich auch gern, nur wären häufigere Ortswechsel auch nicht schlecht. Es ist okay, wie es ist, doch anstrengend. Das Wochenende... es waren nur zwei Tage, aber zwei lange. Ich bin gerade erst nach Hause gekommen und ich sage euch: Ich brauche Urlaub. Ich brauche Wochenenden nach dem Wochenende, und Urlaub nachm Urlaub, und ganz definitiv auch nach Weihnachten. Die Zeit der Ruhe, der Besinnung, der Stille. Dass ich nicht lache! Wer hat diese Regeln aufgestellt, in welcher Idylle lebt diese Person? Ich kenne es so jedenfalls nicht... doch das tut gerade nichts zur Sache. Diese Woche... lang, anstrengend, voll. Am Wochenende... Eine Reise in die Vergangenheit und gleichzeitig in die Zukunft, dabei bin ich doch in der Gegenwart. Auch die spielte eine Rolle. Es war ein netter Abend, es war schön. Mindestens ein nettes Gespräch – die Frau ist einfach toll. Und er? Ihm geht es endlich wieder gut, er redet wieder und ist munter – Himmel sei Dank. Ansonsten war es nett, jemand neues kennen zu lernen und sofort in den schon jahrelang bestehende Freundeskreis aufzunehmen. Immer wieder schön, diese Gruppendynamik zu beobachten. Ein jahrelanges Forschungsprojekt :P Quatsch. Wie dem auch sei, ein schöner Spaziergang und nettes auf-den-neuesten-Stand-bringen. Dann ne tolle Wohnung, nen nettes Angebot und weiter. Bett, schlafen, endlich. Der nächste Tag. Die Blutsverwandten nennt man Familie, nicht wahr? So was hat oder hatte jeder mal. Und doch soll Familie so viel mehr bedeuten als das. Hmm. Jedenfalls war’s nen mehr oder minder gemütlicher Tag, doch anstrengend, denn Beherrschung war gefordert. Dass alte Mensche auch immer so starre Ansichten haben müssen, und dazu noch ne falsche Erinnerung. Sicherlich habe ich beides auch, doch an anderen stört es mich *gg* Und heute? Du meine Güte... Ich habe Punkte in mir wiedergefunden, die ich bisher ganz gut verpackte. Eine weitere Reise in die Vergangenheit, die nahe Vergangenheit. Vergangenheit ist das, was abgeschlossen ist. Dieses Kapitel ist abgeschlossen, und doch öffnete ich wieder eine Tür. Ich habe ein Versprechen gegeben und ich gedenke, es einzuhalten, koste es was es wolle. Doch... mir werden Brocken um Brocken in den Weg gelegt. Einfach so. Jedoch sind sie schwer. Wir werden sehen, wie’s weitergeht. Es war... schön, diese Reise anzutreten, es war schön, auf dieser Reise zu sein, am Gipfel angekommen ging es mir gut. Doch... die erste Schritte zurück, die waren... traurig, schmerzhaft, emotional. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so treffen würde, wobei ich auch nicht dachte, dass es mich total kalt ließe. Die Erinnerungen, irgendwie schmerzen sie doch... manch ein einmaliger Moment, manche eine Begebenheit, die für mein Leben prägend war. Und es ist alles abgeschlossen. Es muss so sein. Und weiter ging’s. Mein Marathon von Woche sollte noch kein Ende nehmen. Auf zur nächsten Vergangenheitsstufe. Keine Schmerzen, keine Emotionen, einfach nur ne lockere Einstellung. Es ist, wie es ist, kein Bedauern. Schön und gut, und leckere Kekse wurden auch geboren. Und als nächstes eine Heimfahrt. Heimat. Welch schöner Ort. Ich liebe es, Bahn zu fahren. Doch ganz im Gegensatz zur Hinfahrt, konnte ich mich diesmal so gar nicht konzentrieren... mein Inneres nahm mich total ein und so ließ ich es alles raus. Ich versuchte ein paar Momente dieser Woche einzufangen und in Worte zu fassen. Es ist mir bestimmt irgendwie gelungen, viele Seiten waren es jedenfalls. Und jetzt bin ich müde... hundemüde... katzenmüde... mäusemüde...

26.11.2008 um 22:48 Uhr

Ereignisreich und Emotional - war das wirklich nur ein einziger Tag?

von: indalo

Zu viel. So viel. Zu viel? Weiß nicht. In mir dreht sich alles, oder auch nicht. Stillstand. Nicht Stillstand im Sinne von kein Fortschritt, sondern Ruhe. Nicht bewegen. Abwarten. Fühlen. Was fühlt man da? Was ist das für ein Tag? Ich ging von Station zu Station und an jeder Ecke erwartete mich ein ganzer Jahrmarkt. Ein unerwarteter Jahrmarkt. Morgens Tränen, Umarmungen, Schmerz, Freude, Liebe, Trotz, Freundschaft. Direkt danach Erinnerungen, Hilfe suchen, völliges Chaos. Vertrauen spüren, Liebe sehen, Schmerz fühlen. Wieso überfiel sie mich damit so? Dann taumle ich weiter, drei mal Uni. Erst schwänzen, dann ne Email eines persönlich gekränkten Dozenten (nicht im Bezug zum nicht Erscheinen bei der Vorlesung, sondern nur durch meine Worte) und plötzlich nem Professor mein Handy ans Ohr drücken. Drei Ereignisse, die Spezialfälle sind, alle drei an einem Tag. Genau wie die zwei aus dem sozialen Bereich. Der nächste Schritt? Ein verschwörerischer Blick, zuvor schon Geheimagentengerede und dann noch Getuschel. Also holpere und stolpere ich ins nächste kalte Wasser. Spannend, der Abend. Besonders, definitiv ein erinnerungswürdiger Abend. Nicht zwangsläufig erinnerungswürdiger als die geschwänzte Vorlesung, die Email oder das Essen, aber auf ganz andere Art. Ein Ereignis, das allein dasteht. Plötzlich fand ich mich vor Publikum wieder, redete. Woher kam das? Wie bin ich dort gelandet? Und dann... dieser Mann. Er tauchte am Eingang auf und zog meine volle Aufmerksamkeit auf sich. Aber ich redete weiter, merkte wie ich ihn anstrahlte und meine Lippen sich doch weiter bewegten. Plötzlich lachten alle. Nein, nicht über mich, sondern mit mir. Denn was meine Lippen und die dadurch gepustete Luft fabrizierten, ergab Sinn und war amüsant. Wie hat das funktioniert? Wie kam es dazu? Ich ging durch die kahlen Straßen und plötzlich stand ich vor Publikum und es lachte. Komisch. Weg von der „Bühne“ und hin zu diesem Mann. Er strahlt mich an und ich ihn. Es wurde schon vor langer Zeit besiegelt, wir mögen uns. Ein unsichtbares Band. Und so stand ich da. Es gab keinen Applaus, nicht für mich, doch das Lachen war mir Belohnung genug. Dann stand ich dort, und die eine kam sofort auf mich zu. Nur zu, du kennst mich, nicht wahr? Spannend. Ein kurzes Gespräch, dann gab’s Schokolade. Nein sagen stand als Variante nicht mehr zur Verfügung. Und ihn quatschte ich dann auch an. Er wich mir den Rest des Abends nicht von der Seite. Ich schien ihn zu faszinieren, ich und meine Art der Betrachtung von der Welt. Ob ich ihm Mut machen konnte? Ich wünsche es mir für ihn. Doch abwarten, wie immer. Vielleicht auch nicht, denn vielleicht werde ich nie erfahren, was aus ihm geworden ist. Doch das macht nichts, denn ich habe heute mindestens eine gute Tat getan. Und diese Frau.... linksrum um den Block fahren. Auch wenn unser Gespräch nur wenige Minuten andauerte, so war es von der unvergleichlichen Intensität geprägt. Ich werde sie erinnern... linksrum um den Block, das Fahrgestell, die andere Sicht der Welt. Und vor meiner Haustür erwartete mich die Polizei... wieder einmal...

24.11.2008 um 20:14 Uhr

Licht. Schweigen. Enttäuschung. Ärger. Angst.

von: indalo

So viele Gedanken in meinem Kopf. Nicht sortiert. Chaos. Durcheinander. Mannigfaltigkeit. Individuell, identisch, chaotisch. Licht, darum ging’s heut morgen. Und ein Lob. Ein schönes Lob. Zu viel Selbstkritik. Ruhe. Totale innere Ruhe. Ganz entspannt, gut fühlend. Offener Reisverschluss. Keine Reaktion, niemand sagt etwas. Doch ich stehe nicht dumm da. Sie antwortet, sie antwortet richtig. Einmal was übersehen, kein Problem. Ich hab ihr Mut gemacht. Motivation. Glaube. Vertrauen. Ein Lächeln. Trotz. Antwort. Ein Wechselspiel. Eine Aktion, Reaktion folgte. Gut gerettet. Danach versaut, total. Nicht schlimm. Ich fühle mich gut. Sie war amüsant, aber es war laut. Ich bleibe dabei, ich fühle mich gut. Ich bin zufrieden. Schönes Lob. Fehlendes Lob. Komische Kritik. Licht. Was war bloß mit dem Licht? Kabel, falsch. Alles selbst machen, Stress, Gedankenwirrwarr. Dann Angst. Was wird passieren, wie wird sie reagieren. Ignorieren? Scheinbar. Ich weiß nicht, wie weiter. Ganz normal. Ja, ignorieren. Reden, lösen, schreiben, lauschen. Dann weiter. Sie ist böse. Ihre Augen. Ärger, Entsetzen, Schmerz, Wissen, Enttäuschung, Wut. Es tut mir Leid. Doch nur so war es ehrlich. Es tut mir wirklich Leid. Glückwunsch. Wozu? Ich will nicht reagieren. Schweigen. Und die hat sich scheinbar gefangen. Hilft auf einmal. Er ist cool, so nah, so direkt, so persönlich. Ich mag ihn. Aber verstehen tut er trotzdem nicht. Oder er hat zu hohe Ansprüche. Fotos. Bald kann ich sie abholen. Ein Geschenk. Ich bin gespannt auf ihre Reaktion. Ich mag sie. Und dass sie die Distanz akzeptiert. Bolognese Gratin. Vorfreude. Hinter sich bringen. Gutes Gefühl, es bleibt. In mir drinnen. Ich will es nicht teilen, ich kann es nicht teilen. Zu viel überlagert es. So nicht. Es geht nicht. Was ist bloß los? Verzeih mir, denn ich kann nicht verzeihen. Das damals. Es war das endgültige Urteil. Und du hast es gemerkt, du hast gefühlt. Alles hast du versucht, jede Masche, jede Variante, die dir in Kopf kam. Doch nein, das Ende. Es ist gefallen und gebrochen. Mit dir. Es ist kaputt. Es ist geklebt und sieht wunderschön aus, doch die Risse, die werden nie gehen. Sie werden sich immer wieder mit Wasser füllen und brennen. Endgültig. Ein Gefühl, nicht der Kopf. Es tut mir Leid. Aber wunderschön ist es dennoch. Ob du das auch so siehst? Ja, tust du. Doch es soll heil sein, nicht wahr? Die Panik, die pure Panik. Und in dieser Verzweiflung, hast du die Scherben noch mehr getreten, mit Füßen. Es ist zu spät. Und ich dreh mich im Kreis. Denn ich habe mein erstes Problem mit ihr. Das ist wohl die Schwierigkeit. Das ist unser erstes Problem. Unsicherheit. Beiderseitig. Unwissenheit. Überall. Ich kann nicht. Ich weiß nicht wie. Wirrwarr. Kopf. Gefühl. Bauch. Herz. Knochen. Beine. Alles. Komisch. Bett. Jetzt.

 

23.11.2008 um 14:04 Uhr

Ein Wochenende der Erinnerungen

von: indalo

Der Himmel sieht anders aus, oder zumindest das, was von ihm in den Fenster auf der anderen Straßenseite widergespiegelt wird. Ein anderer Farbton als sonst – ob es daran liegt, dass es heute geschneit hat? So richtig? Mit schönen dicken Flocken? Ich liebe Schnee. Nur leider bleibt er nicht liegen Man konnte den größeren Schneeflocken dabei zu sehen, wie sie auf dem Boden ankamen und schmolzen. Irgendwie ist die Natur ja doch faszinierend.

Und so liege ich auf meinem Bett und starre den Himmel an. Ich sollte was tun, sehr viel sogar. Und ich habe mir auch die Zeit dazu freigeschaufelt, doch anfangen... das fällt mir so unheimlich schwer. Ich sehe lieber den Wolken beim Spielen zu, oder bewundere den strahlend blauen Himmel. Oder aber ich verliere mich wieder in meinen Erinnerungen, so wie gestern. Ich habe Geschenke erstellt, am Computer. Ich bin kein großer Schenker, ich halte nicht viel von Weihnachts- oder Geburtstagsgeschenken. Wenn ich etwas verschenken möchte, dann tue ich das, ohne Rücksicht auf Daten. Dafür geht man dann aber auch zu den allgemein genutzten Schenkterminen leer aus. Ab und an jedenfalls. Doch wie dem auch sei, ich bastelte mit Fotos und stellte sie so zusammen, dass sie einen Teil meiner Vergangenheit widerspiegelten. Es war schön, das zu tun. Es erinnerte mich an diese Zeit, an die Gedanken und Gefühl. Und so las ich auch in meinem Blog, alte Einträge. Schöne Einträge. Es ist immer noch da, dieses Gefühl. Auch das lachende Auge kann weinen... oh ja, wie wahr...

 

18.11.2008 um 20:36 Uhr

Phobiegefahr

von: indalo

Ich mag nicht mehr. Ich mag’s einfach nicht mehr. Wenn das so weitergeht, dann entwickle ich bald eine Schlafphobie. Heute kam mir schon mehrfach der Gedanke, einfach lange wach zu bleiben, um nicht so lange schlafen zu können. Mich wach zu halten mit allen Mitteln, damit ich ja nicht träume. Ich will nicht mehr träumen, nicht diese Träume. Sie nehmen mir keine innere Ruhe, jedenfalls nicht so, dass ich es merken würde, aber... die können doch nicht gut sein. Und ich rede nicht von Albträumen, ich rede nicht von Mord und Totschlag, nicht von Halbtoten oder Monstern. Nein, an die Art von Traum habe ich mich gewöhnt. Das heißt nicht, das ich sie gut heiße, aber das heißt, dass ich damit leben kann. Wieso auf einmal? Weil ich erkannt habe, dass es schlimmere Träume gibt... Ja, diese Thriller in der Nacht sind kein leichtes Gericht, aber... es sind Geschichten, es sind Fiktionen. Ab und an schießt mir im Laufe des Tages ein Gedanke durch den Kopf, ab und an fällt mir ein, was ich in der Nacht geträumt habe und ich schockiere meine Umwelt mit der Verbalisierung dieser Gedanken. Damit kann ich leben, daran habe ich mich gewöhnt. Doch... diese anderen Träume, jene Träume, die mich morgens, mittags und abends beschäftigen, Träume deren Erinnerungen mich gedanklich rausreißen, DAS ist die Art von Traum, vor der ich flüchten mag. Es sind Träume, die ich nicht zuordnen kann, aber zuordnen möchte. Es sind diejenigen, die mir nicht nur den Schlaf rauben, sondern auch den Tag. Eben solche, wegen denen ich nicht einschlafen mag. Erlebnisse, über die ich nicht reden will. Es sind Träume.

 

16.11.2008 um 22:19 Uhr

Huch

von: indalo

Huch, ich bin ja immer noch wach. Erstaunlich. Unter der Woche verfluche ich mein Handy dafür, dass der Wecker nur funktioniert, wenn der Ton an ist – es gibt nämlich Menschen, die die Angewohnheit haben, mich mit einem Anruf aus dem Schlaf zu reißen. Nun gut, ich bin also noch wach. Wenn ich etwas genauer in meinen Kopf gucke, dann bin ich aber nicht mehr... wach-wach. Also geistig nicht mehr auf der Höhe. Hmm. Also nicht weiter arbeiten? Oder doch weiterarbeiten? Ich kann mich nicht entscheiden... Meine Liste ist noch viel zu lang, und es gibt ja kaum einen Tag, der nicht noch eine Aufgabe hinzufügt. Und so frage ich mich, was es mir nutzt, ein Kreuz in so einen Kreis zu setzen. Abhaken nennt es sich auch. Der Berg scheint nicht zu schrumpfen, ganz im Gegenteil, nach und nach offenbart sich mir die eigentliche Höhe. Einerseits ist es ärgerlich, immer mehr Aufgaben zu bekommen, doch heute ist nicht der erste Tag, an dem ich dachte, dass es so auch seine Vorteile hat. Denn, um ehrlich zu sein, habe ich so meine Zweifel, ob ich mich mit dem gewohnten Elan in die Arbeit stürzen würde, wenn ich von Anfang an wüsste, wie viel das eigentlich ist.

15.11.2008 um 14:27 Uhr

(sich) beschweren

von: indalo

Habt ihr schon einmal über die Doppeldeutigkeit des Wortes „beschweren“ nachgedacht? Man beschwert sich öfter mal bei jemandem, doch ist man sich dessen bewusst? Wenn man sich bei jemandem beschwert, dann möchte man seinen Ärger loswerden, doch beschwert man damit die Seele eines Menschen... und auch wenn man es so leichtfertig sagt: „Ich geh mich mal beschweren.“, so ist es alles andere als leicht dies zu tun, weder für einen selbst, noch für den anderen. Denn wenn man sich beschwert, beschwert man nicht nur das Leben des anderen, sondern eben auch sich. Kurios, je länger ich darüber nachdenke, desto mehr zweifle ich die zweite Bedeutung des Wortes an. Doch wenn ich etwas beschwere, dann lege ich Gewicht auf eine Sache. Nicht nur Gewicht in Kilogramm, sondern auch Gewicht im Sinne von Wichtigkeit. Also ist das Beschweren eine Methode, etwas an Bedeutung gewinnen zu lassen, aber gleichzeitig auch, sich selbst eine Last aufzuladen, denn im Endeffekt heißt es, dass man sich beschwert.

13.11.2008 um 21:36 Uhr

Ab heute ist es offiziell!

von: indalo

Es ist mal wieder so weit. Ein neues Abenteuer steht bevor. Es sind nur noch ein paar Wochen, und ich mach mich wieder auf und davon. Mir gehört die Welt! Zu Hause bin ich überall. Immer und immer wieder. Ob ich mal einem Ort begegne, oder eher einem Land, bei dem das nicht so ist? Wir werden sehen... oder auch nicht, bzw. haben wir schon. Ja doch, es gibt Gebiete, die ich nicht sofort als Heimat bezeichnen würde – doch vielleicht lag das daran, dass ich nicht genügend Zeit dort verbrachte? Gut möglich. Doch darum sollte es nicht gehen. Sondern um meine baldige Heimat. Eine neue Stadt, ein neues Land – ich liebe es! Und ich lebe es! Seit langer Zeit steht es schon fest, für mich. Jetzt ist das Ticket bezahlt. Es ist offiziell, es wird gemacht! Die Reise wird angetreten und... auch wenn das hier alles irgendwie euphorisch klingen mag, so ganz klar ist mir das alles noch nicht. Es wird wie jedes Mal sein... ich werde am Tag der Abreise völlig cool und gelassen ein Fortbewegungsmittel nach dem anderen nutzen und mich irgendwann fragen, wie ich eigentlich schon seit Tagen am Ziel angekommen bin. Es ist wie... ein Traum, mechanisch und doch gefühlvoll. Routine und doch so viel neues. Und dieses Ereignis reiht sich ein in die vielen Dreizehnen ;-)

 

09.11.2008 um 22:49 Uhr

Zufälle und was sie darstellen

von: indalo

Zufälle und was sie darstellen... bedeuten... meinen... weisen sie uns auf etwas hin? Oder tun sie das nur, wenn wir darauf warten? Sind es Boten, kleine feine Hinweise? Oder will unser Gehirn uns einen Streich spielen? Seit Jahren frage ich mich das... immer wieder überlege ich, ob es etwas zu bedeuten hat. Ja, immer wieder möchte ich Ja sagen. Immer wieder folge ich diesen Begebenheiten... doch... doch was? Es dreht sich im Kreis... sie sind manchmal so eindeutig, so hervorstechend und einleuchtend. Selten haben sie mich aufs Glatteis geführt, meist eher in vertraute Gegenden... doch das eine Mal, da habe ich sie entweder komplett missgedeutet, oder... oder... oder was? Ich weiß ja nicht einmal, was ich dazu denken soll... denken will... Ich möchte daran glauben, ich möchte sie achten und wertschätzen, diese magischen Momente, diese unfassbaren Zufälle, die einfach nicht anders zu erklären sind und zu auffällig um sie zu ignorieren. Doch mit jedem Mal, mit dem ich über weitere Zeichen stolpere, werde ich zurückgeworfen in die Zeit, in der ich bombardiert wurde mit Zeichen, in der ich ihnen nicht ausweichen konnte und mich ihnen schlichtweg ergab. In die Zeit, in der ich alles riskierte und trotzdem verlor... ein Verlust, der mich noch lange Zeit beschäftigen wird, eben weil es so viel bedeutete... bedeutet...

08.11.2008 um 22:02 Uhr

Nebel

von: indalo

Als ich heute früh erwachte, sah ich das Haus auf der anderen Straßenseite nicht mehr. Die Aliens, ich bin mir sicher, dass sie es gewesen sind. Sie haben dieses riesige futuristische Gebäude entführt. Doch was wollen sie damit? Es gehört doch hier, in meine Stadt. Es gehört zu dem Kontrast, den diese Stadt für mich ausmacht. Neue futuristische Gebäude zwischen deren Pfeilern man alte zusammenfallende Baracken entdecken kann. Doch auch die Baracken waren nicht zu sehen. Ja warte, wenn ich es recht bedenke... ab einem gewissen Radius war nichts zu erkennen. Diesig war es, und weiß. Mehr als nur hohe Luftfeuchtigkeit. Alles war weiß... aber kein Schnee – das wär schön gewesen! Und so kam ich zu dem Schluss, dass ich von Nebel umgeben war. Ich mag Nebel. Er hielt sich auch einige Stunden, doch plötzlich, innerhalb kürzester Zeit löste er sich in klare Luft auf. Erstaunlich, wie schnell das ging. Seit Tagen ist es diesig in meiner Stadt, mal mehr, mal weniger. Aber heute, da war es extrem. Es schwankte von dichtem Nebel zu klarem blauen Himmel, klarer als die ganzen letzten Tage. Wirklich interessant, was so ein bisschen Sonnenschein ausmachen kann. So ist das in der Natur. Die Sonne ist dem Nebel wie das Wasser dem Feuer.

04.11.2008 um 23:32 Uhr

Starrsinn

von: indalo

Heute habe ich doch tatsächlich zwei Vorlesungen zu vollkommen verschiedenen Themengebieten und doch gleichen Themen gehört, freiwillig. Ich habe etwas getan, was ich für nicht...machbar gehalten habe. Für nicht in meinen Plan passend. Einfach so, weil mir danach war. Irritierte und schockierte Blicke bekam ich, doch nach ein paar Worten meinerseits wandelten sie sich in Erstaunen und eine gewisse Bewunderung... Wie dem auch sei, es war spannend. Und so sitze ich auf meinem Bett, müde genug um zu schlafen, doch irgendwie noch aufgewühlt. Starrsinn geht mir durch den Kopf. Erwartungen sind auch ein passendes Schlagwort. Wozu? Wozu sind sie gut? Es ist schön zu wissen, was man erwarten kann, doch es ist schlimm, enttäuscht zu werden. Es ist besser, nichts zu erwarten und dadurch erwarten zu können, nicht enttäuscht zu werden. Flexibilität. Ich habe mir in einem langwierigen Prozess angeeignet, sehr wenig zu erwarten und mir die Dinge ins Positive zu drehen. So kann ich zu einer Veranstaltung gehen, die grottenschlecht ist, und trotzdem mit dem Gefühl gehen, etwas gelernt zu haben. So wie heute. Jemand begleitete mich, jemand, der wie sich am Ende rausstellte, Erwartungen hatte. Sie wollte etwas lernen, neues erfahren. Ein paar Dinge sind hinzugekommen, doch nicht genug. Sie ist... enttäuscht. Ich denke sie bereut es nicht, und doch hätte sie sich besseres vorstellen können. Im Großen und Ganzen waren wir uns einig über die Fehler des Vortragenden, über die Flausen in seiner Struktur und die auffallenden Mängel im Stil. Wir waren definitiv im selben Raum mit dem selben Vorwissen und der selben Aufmerksamkeit. Wir gingen mit der gleichen Meinung, doch mit einem unterschiedlichen Gefühl. Für sie war es enttäuschend, für mich war es belehrend. Ich lernte, oder besser gesagt, ich konnte meine einst gemachte Feststellung bestätigen, dass nicht alle so schlau sind wie sie meinen. Auch, oder gerade die Großen haben nicht so viel Ahnung wie man meint. Nur weil sie ein Prof. oder Dr. vor ihrem Namen stehen haben, können sie einem nicht weiterhelfen, müssen sie nicht zwangsläufig die Schwierigkeiten der Laien zu ihrem eigenen Themengebiet verstehen. Im Grunde widersprechen sie sich, machen Fehler und sind selbst laienhaft. Es tut gut, das zu wissen, es nimmt den Druck des Perfektionismus. Den habe ich grundsätzlich schon ne Weile nicht mehr, ich habe die niedrigen Punktezahlen sehr zu schätzen gelernt. Meine Ziele, meine Erwartungen an mich selbst wurden angepasst. Ich habe sie mir zurecht gedreht. Nicht nur die Erwartungen an meine Person, sondern auch die an andere. Nur weil jemand sein Studium beendet hat, weiß er nicht mehr über eben das Studierte. Auch jemandem, der mir sogar Jahre in der Berufserfahrung voraus ist, kann ich noch viel erklären und lehren. Das fühlt sich gut an. Und es fühlt sich auch gut an, zu fühlen, wie gut es sich anfühlt. Und manchmal fühlt man eben das erst, wenn man sieht, wie andere darunter leiden. So wie sie. Als ich sie ansah, sie und ihre krause Stirn, sah ich den Starrsinn in ihrem Blick. Den Gedanken, dass andere ihr doch (gefälligst) etwas lehren sollen, dass sie auf Fragen reagieren müssen und sie etwas am Ende mitnehmen möchte. Nicht etwas, sondern etwas bestimmtes. Etwas zuvor kreiertes, auf einer Basis, die nie angezweifelt wurde. Die Grundlage entstand in einer Illusion und war nicht mehr als das. Wenn man schon feststellt, dass die eigenen Erwartungen nicht erfüllt wurden, so sollte man doch wenigstens dann erst einmal die Basis für diese Vorstellungen analysieren und hinterfragen, oder nicht? Mehr Flexibilität und weniger Starrsinn.

01.11.2008 um 22:11 Uhr

Die Uni und die Technik

von: indalo

Die Technik ist ja was feines. Und ich habe auch absolut nichts dagegen einzuwenden, dass man in der Uni seine Aufgaben fast ausschließlich digital bekommt. Die Druckkosten werden auf den Studenten übertragen, der Internetzugang ist unerlässlich. Alles kein Thema, man will ja schließlich was aus sich machen. Doch... dann sollte man sich doch bitte darum bemühen, dass derartige Internetportale nicht einen ganzen Tag (oder sogar länger) lahm liegen. Seit Wochen gibt es Probleme, mehr als auf allen anderen Seiten, die ich so tagtäglich besuche. Denn wann soll ich meine Aufgaben verrichten, wenn nicht am Wochenende? Wie soll ich sie ohne Material erledigen? Ohne überhaupt zu wissen, was ich zu tun habe? Die Technik... ein Meisterwerk und zugleich Werkzeug des Teufels...