indalo

29.04.2009 um 22:59 Uhr

Lieblingsfreundin

von: indalo

Ich gestehe, ich habe eine Lieblingsfreundin. Ich betone, ich habe eine Lieblingsfreundin. Das bedeutet keinesfalls beste Freundin, nein, Lieblingsfreundin. Das ist nämlich der Begriff für die Person, die mich in der letzten Zeit am Glücklichsten gemacht hat. Die Person, die mir die meisten Gründe zum Lächeln geliefert hat und mir ein andauerndes rundum Wohlgefühl beschert hat. Ja, so etwas habe ich. Und ich genieße es. Dieser Orden ist ein Wanderorden. Er wandert von Person zu Person, manchmal bleibt er einen Tag, manchmal mehr, vielleicht sogar ein Jahr. Es gibt bestimmt auch gleichzeitig Lieblingsfreundin und Lieblingsfreund. Oder gar zwei Lieblingsfreunde? Wer weiß. Jedenfalls ist das so.

Danke, meine liebste Lieblingsfreundin. Danke für das Lächeln. Danke für die schlaflose Nacht. Danke für das pochende Herz. Danke für die Bewegung im Gefühl. Danke für die lieben Worte. Danke für die riesige Vorfreude. Danke für die Gründe zum Danken.

Du bist wahrlich ein toller Mensch. Wenn ich noch so weit weg bin, dann denkst du an mich. Du lässt mich das spüren, ab und an. Einfach so. Vielleicht kommst du sogar zu mir, dann machen wir Strandspaziergänge. Nicht dieses Mal, doch in Gedanken bist du ständig hier. Zu fühlen wie du am anderen Ende der Leitung lachst ist umwerfend. Ich höre es nicht, ich sehe es nicht, aber ich kann es spüren. Ich weiß, dass du lachst. Und du lachst so gern.

Wann weiß man, dass man glücklich ist? Wenn man sich über jede Kleinigkeit freut, jeden Anlass zum Grinsen nutzt und gar nicht weiß, wie man seine Freude am Besten mit anderen teilen kann. Wenn man strahlend durch die Gegend rennt und das Bedürfnis hat, jeden zu umarmen und wenn man sich nichts schöneres als die Gegenwart vorstellen kann.

28.04.2009 um 09:16 Uhr

Ab heute möchte ich daran glauben

von: indalo

Seit Monaten bin ich skeptisch, seit langer Zeit bereitet mir die ganze Situation Sorgen. Ja, richtige Sorgen. Doch als die schockierende Nachricht bei mir eintraf und ich den ersten Schock überwunden hatte, traf ich eine Entscheidung. Erst brachte ich meine Überraschung, ja im Grunde mein Entsetzen zum Ausdruck, stellte jedoch erst nach vollendetem Ereignis die entscheidenden Fragen. Denn ich hatte mich entschieden, mich nicht einzumischen. Lange hab ich damit gekämpft, lange Zeit habe ich mit mir gerungen, doch ich hielt es für das Beste, sie ihr Leben leben zu lassen. Es gehört ihr, und sie ist alt genug um zu wissen, was sie will. Wenn sie meint, dass DAS ihr Leben sein soll, dass sie DAMIT glücklich wird oder auch ist, dann nehme ich das hin. Ich würde beim besten Willen nicht wollen, dass sie sich in MEIN Leben einmischt. Sie hat kein Recht dazu und weiß das auch. Also habe ich mir dieses Recht nicht genommen. Ich muss ihr Leben nicht leben, ich muss es nicht sehen, ich bekomme nur mit, was sie mich wissen lässt. Alles andere kann ich gekonnt ignorieren. Mehrmals seit dieser Entscheidung plagte mich mein Gewissen, mehrmals lag ich da und fragte mich, ob ich richtig gehandelt habe. Noch lange habe ich keine Antwort. Doch heute, ja heute ist ein Tag, an dem ich mir denke, dass das schon richtig so wahr. Sie wirkt glücklicher als in all den anderen Jahren. Sie wirkt zufrieden mit sich und ihrem Leben. Ja, ich sage sie wirkt so, nicht sie ist so. Denn eine Restskepsis bleibt, jede Logik in mir widerspricht und mein Gefühl hat schon viel zu oft Alarm geschlagen. Doch Dinge können sich ändern und ab heute bin ich gewillt, dem Glauben zu schenken. Möge sie wirklich glücklich sein mit ihm. Möge sie den Rest ihres Lebens mit ihm verbringen, mir wäre das sehr lieb.

26.04.2009 um 21:10 Uhr

Das war's also

von: indalo

Ja, ein Wochenende, das in meine Geschichte eingeht. Definitiv. Ich war SURFEN. Zum ersten Mal in meinem Leben. Das Meer, der Strand, die Sonne, das blaue Meer, all das von einem Surfbrett aus genießen, das habe ich mir schon vor Jahren erträumt. Jetzt ist es geschehen. Ich war mir lange nicht sicher, ob es war werden würde. Zu oft wurden meine Hoffnungen enttäuscht. Doch es ist geschehen. Ich war SURFEN!

So stand ich im Dunkeln auf, duschte, machte mir was zu essen und verließ das Haus. Ausnahmsweise mal ohne das Gefühl etwas vergessen zu haben. Und natürlich hatte ich etwas vergessen: Meinen Schlafsack. Ja, er war tatsächlich von Nutzen. Sehr schön. Jedenfalls holte ich im Dauerlauf und schaffte es somit pünktlich zum Treffpunkt. Dort war kaum jemand, so hatte es zumindest den Anschein. Aber in Wirklichkeit war der Treffpunkt ein anderer. So tauchte ein Mädel auf um uns darüber in Kenntnis zu setzen. Ich bekam das kaum mit, setzte mich aber mit dem kleinen Trupp in Bewegung. Dann erinnere ich mich nur noch an ihr Lächeln. Sie sah mich von der Seite an und lächelte, nicht nur mit den Lippen, nein auch mit den Augen. Ja, auch dieses Lächeln gehört zu dieser Geschichte, meiner Geschichte. Als nächstes zwinkerte mir irgendein Typ zu. Achso? Na das ist ja spannend.
Plötzlich saß ich im Auto und konnte es nicht fassen. Wir waren samt Surfbrettern und passender Kleidung unterwegs zum Meer. Atlantik, wir kommen.

Angekommen, ausgepackt, Auto gesattelt. Auf an Strand. Dort zog ich natürlich erst einmal die Kleidung verkehrt herum an. Na, so wusste wenigstens jeder, dass ich das noch nie zuvor gemacht habe. Sehr schön. Weiter im Text. Warmlaufen und Trockenübungen. DAS soll ich können? Na herrlich. Auf ins Wasser. Wasser! So paddelte ich neben meinem Surfbrett her, spürte die Sonne auf meiner Haut und sah in die unendliche Weite des Ozeanes. Wundervoll! Als ich mich umdrehte um mein Surfbrett zu erklettern, sah ich den wunderbar sonnigen Strand mit Dünen. Dünen am Atlantik? Mal was neues. Es war herrlich, es war toll! Oh, wie liebe ich diese Landschaft?!

Alles in allem ist es wirklich ein Wochenende gewesen, dass in die Geschichte eingeht. Meine Geschichte. Ein Erlebnis, das auf Grund der Erstmaligkeit schon besonders ist. Und weil es so lange mein Traum war. Weder habe ich Talent, noch bin ich fürs Surfen gemacht. Doch ich werde es wieder versuchen. Es war unglaublich anstrengend, die Wellen hauten selbst die Fortgeschrittenen unter uns um. Doch es war ein herrliches Gefühl. Im April im Atlantik. Ich bin glücklich.

24.04.2009 um 21:47 Uhr

Das bevorstehende Wochenende

von: indalo

So bin ich doch eigentlich gerade erst wiedergekommen und verabschiede mich schon wieder. Nein, nicht richtig, keine Sorge. Aber unterwegs werde ich dennoch sein, so hoffe ich zumindest.

Die vergangene Woche war anstrengend. Sehr sogar. Nicht schlimm anstrengend, aber einfach anstrengend. Ich bin abends früh ins Bett gefallen und nächsten Morgen wieder früh aufgestanden. Dann ging ich ausm Haus und kam erst abends wieder. Das gleiche Spiel von vorne. Ich wusste gar nicht mehr, wie anstrengend das sein kann. Dabei brauchte ich doch noch Urlaub, Urlaub vom Urlaub versteht sich. Den bekam ich nicht, so gar nicht. Dennoch war es ja Urlaub vom Urlaub, denn Urlaub hatte ich nicht mehr. Ach, was ein Geurlaube! Für den richtig entspannten Tag nehme ich mir den ersten Mai frei. Den Tag der Arbeit, an dem aber niemand arbeitet. Welch Logik. Ja, auch ich werde ihn mir frei nehmen. Ich werde das Haus nicht verlassen, (hoffentlich) niemanden sehen oder sprechen. Ich werde einfach nur in meinem Bett bleiben, vielleicht ein gutes Buch lesen, vielleicht aber auch nur Gedanken schweifen lassen. Denn meine Gedanken sind in den letzten Monaten definitiv zu kurz gekommen. Sie sind kurz angebunden und laufen dadurch immer wieder im Kreis. Nichts neues kommt hinzu.

So, und wie ich nun die zarten Wolken in einer Schiffsformation vorbeischweben sehe merke ich, dass es dunkel geworden ist. Noch ist es nicht richtig dunkel, aber die Sonne ist nicht mehr in Sicht. So werde ich es den Tieren nachmachen und mich dem Schlafe widmen. Morgen wird ein langer Tag. Das Wochenende wird ein langes und anstrengendes. Doch wenn alles nach Plan verläuft, wird es ein Wochenende sein, dass in meine Geschichte eingeht. Möge es mit positiven Erinnerungen verknüpft werden!

20.04.2009 um 21:47 Uhr

wegen dir

von: indalo

Es macht mir Angst. Dich zu sehen, dich ohne Blickkontakt zu beobachten. Immer und immer wieder. Dir nie in die Augen zu sehen, weil weder du noch ich es wagen. Kein Blick in die Seele, keine Berührung die nicht sein müsste. Es tut weh. Zu merken, was du tust, wie du dich fühlst, was du erlebst. Es tut einfach nur weh. Und ich merke, wie der Selbstschutzmechanismus greift und ich dich anschreien möchte. Ich dich schütteln möchte für den Scheiß, den du machst. Ich hasse es. Du tust mir weh, immer und immer wieder. Und du sagst kein Wort. Du schweigst. Dein Schweigen ist schlimmer als alles, was du je in meiner Gegenwart gesagt hast, in Worten gesagt hast. Denn gezeigt hast du so viel. Ich habe deine Tränen gesehen als du sie zurückhalten hast, ich habe deine Wunden bedeckt als du sie vor mir verstecken wolltest, ich habe dich im Arm gehalten als du geweint hast. Doch jetzt verstecke ich die Tränen, die aufsteigen wenn ich an dich und diese verflixte Situation denke, und du siehst sie nicht. Jetzt verstecke ich all die Wunden vor dir, doch statt sie zu bedecken machst du sie nur tiefer. Und jetzt weine ich und du merkst es nicht einmal.

Ich möchte schreien, ganz laut. Du bist Schuld. Du machst all das mit mir. Du tust mir weh, du lässt mich links liegen, du grenzt mich aus.
Du, ja du. Und ich, weil ich es zulasse. Weil ich nicht schon wieder von vorne anfangen will. Du musst das doch endlich mal lernen. Ich will, dass du es lernst, dass du was sagst. Oder muss ich gehen? Muss ich meine Sachen packen und verschwinden? Damit du endlich, verdammt noch mal, damit du endlich was merkst? Nicht immer so lebst, als würde es einfach weitergehen. Ich bin immer da, wenn du mich brauchst. Aber auch nur dann werde ich gebraucht. Wenn keiner dir hilft, dann bin ich gut genug, aber ansonsten nicht. Es tut weh. Ich spiele die Geschichte mit dem Hammer. Und ich weiß nicht, was ich dagegen tun soll. Vielleicht einfach mich schützen... verschwinden... dich aufhorchen lassen... doch die Angst ist zu groß, dass du es einfach sein lässt. Dass du mich einfach fallen lässt. Nicht anders kannst.
...und die Momente, in denen ich mir denke, dass mir das alles gar nicht so viel bedeutet, dass du mir eigentlich gar nicht so viel bedeutest, die machen mir am allermeisten Angst.

18.04.2009 um 22:49 Uhr

I love my mom

von: indalo

Alright smarty give me the answer.

 

Which is the 6th number?

1, 2, 6, 42, 1806, ___???

17.04.2009 um 22:16 Uhr

Nach der letzten Mail kommt der Blogeintrag

von: indalo

Nun habe ich auch endlich die letzte Email bis zum Ende gelesen. Es war die längste und ich habe sie mir extra aufgespart. Aus dem einfachen Grund, dass ich wusste, dass sie mich zum Lächeln bringen würde. Und so liege ich nun hier in meinem Bett und mich trennt nicht mehr viel vom Traumland. Eigentlich wollte ich den Rechner schon ausmachen, doch ich möchte festhalten, wie gut es mir geht. Da ist so eine innere Ruhe, eine Entspanntheit, ein Wohlgefühl. Heute früh kam ich nach Hause, ich erinnere mich daran als wäre es vor ein paar Tagen gewesen. Doch es war wirklich heute früh. Die Nacht war wahrlich kurz, ich glaube sie fand gar nicht statt. Der Tag war dafür umso länger, lang und unwirklich. Ich habe Wäsche gewaschen, bin zum großen Einkaufsladen gefahren und habe mich mit Nahrungsmitteln eingedeckt, als nächstes habe ich jemandem Ablenkung verschafft, der irgendwie eine besondere Rolle in meinem Leben spielt, bis ich zu guter Letzt alle meine Mails gelesen habe. Ja doch, dieser Jemand hat es vielleicht noch nicht zu einem Parkplatz in meinem Herzen geschafft, aber das dazu gehörige Auto gehört ihm schon. [Ja, nun nutze ich diese Metapher, auch wenn sie noch nicht perfekt ist... ich suche noch...]

Es fühlt sich toll an in mir. Ich liege hier und lächle. Diese zwei Absätze mit den zehn Sätzen rühren mich zutiefst. Es sind einfache Worte, sie behandeln das Wetter und andere Belanglosigkeiten. Doch sie berühren mein Herz. Auch wenn es oft nicht so scheint, so hat er einen festen Platz darin, ob er will oder nicht. Also an seine Nachricht denke ich. Dann noch an dieses Stück Holz. Es erreichte mich heute ein Stück Holz von einem fernen Kontinent. Dem fünften Kontinent... der sechste fehlt mir also noch, und an dieser Stelle muss eine Email geschrieben werden.
Jedenfalls brachte dieses Stück Holz mein Herz zum Glühen. Sie schafft es immer wieder, immer und immer wieder. Sie ist da, mal nah, mal fern, aber sie ist nie fort. Niemals. Das ist also ein weiterer Grund für das Lächeln auf meinen Lippen. Hinzu kommt noch die insgeheim erwartete Postkarte, das Schmunzeln darüber, die richtige Ahnung gehabt zu haben. Das erklärt den schmunzelnden Faktor. Und zum Schluss natürlich diese lange Mail zum Schmunzeln, zum Nachdenken, zum Grinsen, zum Hinterfragen und einfach nur zum Freuen. Alles positive Gefühle, so soll es sein. Meine Damen und Herren, meine Freunde und Bekannte, meine Geliebten und Verehrten, ich danke für dieses Lächeln im Leben und dazugehörige Glitzern in den Augen.

05.04.2009 um 18:52 Uhr

Eine Reise mit Rucksack

von: indalo

Auf auf ins ferne Land. Eine Reise in verschiedene Städte steht bevor. Was mich erwartet, das weiß ich nicht. Es ist auch längst nicht so aufregend wie andere Fahrten, die ich angetreten habe, und doch wird es spannend sein. Die Gesellschaft ist nett, die Kommunikation gesichert. Weder Schlafplatz noch Reiseroute sind klar, woher die Nahrung kommen soll und was man zu Gesicht bekommt bleibt ein Rätsel. Doch nur noch wenige Stunden, dann geht es los. Müde werde ich sein, kaputt und unausgeschlafen. Doch nichts davon ist wichtig, denn ich freu mich. Der kleine Rucksack wird geschnappt und los geht’s. Auf bald, liebe Leser.

01.04.2009 um 15:28 Uhr

Ihr seid scheiße

von: indalo

Ganz klar, ganz eindeutig: Ihr seid einfach nur scheiße! Ich weiß beim besten Willen nicht, womit ich das verdient habe! Beim besten Willen nicht! Einfach so, alle machen sie mir das Leben schwer, alle! Ausnahmslos. Es kotzt mich an, es kotzt mich einfach nur an. Was hab ich verbrochen? Kein Geld mehr? Gar keins? Keinen Cent? Von nirdendwo? Mit welcher Begründung? Die einen äußern sich hier nicht, gar nicht! Die anderen wollen nen Stammdatenblatt von mir. Ohne Grund, einfach so. "Das hab ich ja noch nie gesehen!" Sagen Sie bloß? Das haben SIE noch nie gesehen? SIE, die sie aus diesem Land kommen und tagtäglich damit zu tun haben? SIE haben das noch nie gesehen? Was meinen Sie denn, wie es MIR damit geht? Ich habe keine Ahnung, was das soll. Ich weiß ja nicht einmal was das. Und noch kein Schwein musste das je machen? Nur ich. Wieso?! Wieso ich? Wirklich... das hab ich nicht verdient. Ich weiß, das sagt jeder, und ich weiß auch, dass sich jeder fragt, wieso er. Doch so oft habe ich diese Frage schon runtergeschluckt, so oft habe ich mir eingeredet, dass es nichts mit mir zu tun hat. Aber... langsam reicht's. Ich bin heilfroh, dass ich immer einen Plan B, C oder auch D habe. Ihr könnt mir nichts. Ich werde auch ohne euch nicht verhungern. Auch wenn ihr das wollt. Wollt ihr das? Ist das das Ziel?