indalo

30.09.2009 um 14:42 Uhr

Pure Begeisterung

von: indalo

Da öffne ich nichtsahnend meine Email und bekomme zu hören, dass die Bewertung meiner letzten Arbeit abgeschlossen ist. Schön und gut, die Note sollte ich erst im Anhang erfahren – was wär das Leben ohne Spannung :P Während mein Rechner nun damit beschäftigt ist, die Datei runterzuladen und zu öffnen, springen mir Gedanken wie „Vielleicht hab ich ja ne 2 oder ne 3“ durchn Kopf. Doch sofort schaltet sich die Vernunft ein und ich versuch meine Gedanken in eine andere Richtung zu lenken, denn Enttäuschungen kann ich derzeit wirklich nicht gebrauchen. Dann wird also diese Datei geöffnet und da steht 1,7. In Worten Eins-Komma-Sieben!! Ich fass es nicht. Ich hab ne 1,7!! Wow.

So weit also pure Begeisterung und absolutes Glücksgefühl. Wie es dazu gekommen ist, und dass es dazu gekommen ist, versteh ich nicht. Ich hatte echt Schwierigkeiten bei der Bearbeitung und war nicht einmal sicher, dass überhaupt ein positives Ergebnis kommen würde. Doch auf einmal ist es da, und dann auch noch besser als positiv. Unglaublich!

Offen gestanden fällt es mir schwer, das zu glauben. Ich fürchte, einfach einen Bonus auf Grund der Umstände und wegen unseres netten Umgangs bekommen zu haben. Das glaube ich wirklich. Doch letztlich ist das auch egal, denn diese Note hat nichts zu bedeuten. Weder brauche ich den Schein, noch die Note, noch sonst irgendwas. Geradewegs für die Tonne. Und mein Selbstwertgefühl. Denn trotz allem gehört diese Note MIR, ICH habe sie erworben, auf dem Papier wird MEIN Name und DIESE Note stehen. Und das gibt mir einfach ein gutes Gefühl. Diese Begeisterung, diesen Überschwang an Endorphinen musste ich sofort festhalten *gg*

27.09.2009 um 23:15 Uhr

Kalte Haut

von: indalo

Der Tag war lang, nichts geschafft. Und doch das Gefühl gehabt, viel Zeit zu haben. Zeit, die vergehen soll. Ich will, dass es vorbei ist. Ich will, dass die Zeit vorgespult wird und ich endlich weiß, ob ich es schaffe, ob ich es hinbekommen werde oder nicht. Ich will mich nicht mehr fragen müssen, ich will all die Fragen nicht. Es raubt mir den Schlaf.

Und so verbrachte ich den Tag. Machte einen kurzen Spaziergang und fragte mich des abends, ob es richtig gewesen sei. Auf einmal diskutierten wir darüber. Wieso auch immer. Das ist nicht mein Thema. Ich will es nicht, und doch sollte ich die Augen nicht schließen. Wie auch immer, es ist vorbei.

Jetzt liege ich hier, bin so gut wie im Bett, verabschiedete mich schon und guckte das Ende der Folge. Doch auf einmal les ich den neuen Text. Ein Text, der bewegt. Schon nach den ersten Worten fürchtete ich zu fühlen, was kommen würde. Starker Tobak nennt man sowas. Langsam... langsam bricht es aus dir heraus. Ob du es mittlerweile verstanden hast, weiß ich nicht. Doch ich fühle, dass es immer näher kommt. Ich fühle, dass wir eine schwere und unsichere Zeit vor uns haben werden. Und ich fühle mich zurückversetzt in der Zeit. Um sechs Jahre. Sechs lange Jahre, sechs wunderbare Jahre, sechs Jahre die vor kurzem endeten. Möge unsere Zeit nicht genauso enden. Mögen keine weiteren Texte auftauchen, die meine Haut auf den Armen kalt werden lässt. Manche würden diesen Effekt Gänsehaut nennen, doch es ist keine Haut von Gans. Es ist kalt, ein kalter Schauer. Nicht am Rücken, nein, an den Armen. So wie damals, als sie klipp und klar Nein sagte. Als ich ihre Antwort las und meine Arme brannten. Damals, als ich sonst keinen Schmerz empfand als dieses Stechen. Damals, als ich stückweise begann zu begreifen, wovon die anderen immer redeten. Möge unsere Geschichte mich nicht zu weiteren allgemein bekannten Erkenntnissen führen. Manche möchte ich einfach nicht haben.

24.09.2009 um 16:25 Uhr

Es ist sooo schön

von: indalo

Ich bin ungeduldig. Und ganz besonders ungeduldig bin ich mit Krankheiten. Boa, langsam möchte ich echt wieder gesund sein. Es nervt, dieses Husten, die laufende Nase, der Kopf und diese wiederlichen Brausetabletten. Pfui.

So viel zum Jammern. Ansonsten? Ich liebe mein Leben. Wirklich. Immer wieder. Egal was ich tue, ich muss lächeln. Es macht mich glücklich, und traurig zugleich. Der Gedanke, dass morgen vorbei sein wird, was mich die letzten Wochen meines Lebens begleitet hat, macht mich traurig. Ich beschäftige mich wenig mit diesem Gedanken und werde morgen sang- und klanglos gehen. Einfach so. Weil es etwas so einfaches ist, nur für mich etwas besonderes. Ich werde keine Messlatten für meine Nachfolger oder Mitreiter höher legen, ich werde einfach nur verschwunden sein. So der Plan. Möge ich gefasst morgen diesen Ort verlassen.

Gestern war ein normaler Tag. Ich dachte noch nicht an Abschiede oder anderes. Und plötzlich ruft mich jemand, jemand mit unbekannter Stimme. Ich drehe mich um und stehe vor einer Frau, mit der ich nur kurz geredet habe, vor drei Wochen. Da steht sie und strahlt mich an. Einfach so. Ich habe gar keine Zeit, mir darüber Gedanken zu machen, nur zu einem verwunderten Gesichtsausdruck schaffe ich es. Da redet sie auch schon weiter. Sie habe gehört, ich würde bald wieder weg sein, da möchte sie sich doch unbedingt verabschieden und mir das Beste wünschen. Ich war beeindruckt. Wir redeten noch kurz weiter, es war schön. Eine Unbekannte legt so viel Wert darauf, mir noch gute Worte mit auf den Weg zu geben. Wie lieb. Als ich einige Zeit später noch auf die Person traf, die dafür verantwortlich ist, dass eben genannte weiß, dass ich bald weg bin, musste ich nur schmunzeln. Auch sie verabschiedete sich sicherheitshalber. Man könnte sich ja sonst verpassen, nicht wahr?

So kurze Begegnungen, doch so ein schönes und langanhaltendes Gefühl. Genau wie die beiden lächelnden Menschen am Morgen. Ein Aufruf an alle: Lächelt fremde Menschen in der Straße an. Einfach so. Glaubt mir, irgendwem rettet ihr damit den Tag *smile*

22.09.2009 um 21:37 Uhr

Es macht mich krank

von: indalo

Die Gedanken darum, die Sorgen, die Befürchtungen, das schlechte Gefühl. Alles, was damit zu tun hat, macht mich krank. Und so liege ich den ganzen hier rum und möchte eine zornige und verletzte Mail nach der anderen schreiben. Gerade so kann ich mich noch beherrschen, aber auf etwas anderes konzentrieren schaff ich auch nicht. Es macht mich krank, im wahrsten Sinne des Wortes. So kann es nicht weitergehen :-|

21.09.2009 um 20:53 Uhr

Wenn sie doch nur könnte...

von: indalo

So gerne würde ich jetzt ins Bett gehen. Doch ich kann nicht. Einerseits plagen mich die Befürchtungen, dass ich morgen mit einem Brummschädel aufwache, und andererseits habe ich mich gerade wieder lange mit einer Email beschäftigt. Einer Email, die ich langsam nicht mehr schreiben mag. Sie gehört zu den üblichen Blabla Emails, im Kreisgerede. Ich sage, was ich denke, beschreibe, was ich tue. Doch es nützt nichts. Die Empfängerin ist zu unsicher um mir zu glauben, um mir Vertrauen zu schenken und einfach mal darauf zu bauen, dass ich sie mag. Ich mag Unsicherheit nicht. Sie treibt mich in den Wahnsinn. Sie bedeutet oftmals das Aus von Beziehungen. Und nicht nur einmal dachte ich bei eben dieser Beziehung darüber nach, es einfach enden zu lassen. Doch ich kann nicht, es funktioniert nicht. Und genau das ist vielleicht gerade gut. Vielleicht schaff ich es so endlich, jemanden zu überzeugen, der sich wohl gar nicht überzeugen lassen will. Sie ist bockig und trotzig. Verletzt, enttäuscht und sauer. Und ich bin schuld. Vielleicht nicht allein, aber dennoch bin ich schuld.
Doch ich bin zu stur. Ich sehe nicht ein, dass es eine Schuld ist. Ich bin so, ich war immer so und ich gedenke auch, so zu bleiben. Die andere können auch damit leben, wieso also sie nicht? Weil sie unsicher ist... richtig. Doch deswegen kann ICH mich doch nicht ändern. Das muss sie ändern. Da bleibe ich bockig. Oder sie muss gehen. So wie meine Exfreundin. Sie musste gehen, sie konnte nicht vertrauen, sie konnte nicht glauben. Habe ich sie geliebt? Ja, habe ich. Aber für die Liebe werde ich mich nicht verbiegen, auch nicht für die Freundschaft. Auch wenn diese beiden die höchsten Güter sind, die man im Leben haben kann, so werde ich dafür nicht aufgeben, wer ich bin. Ja, ich werde mich verbiegen und kaputt machen um meine Ideal zu vertreten, ich werde mich bis zum höchsten Erschöpfungsgrad totarbeiten um für das zu kämpfen, woran ich glaube, aber ich werde mich deswegen nicht ändern. Nein, nein, und noch einmal nein.

Mein Leben ist gerade sehr schön. Es ist wirklich sehr anstrengend, so anstrengend, dass ich meinen Körper fluchen merke. Ich mag es so. Vieles ist dazwischen gekommen, vieles sind Ausnahmezustände, doch damit kann ich leben. Auch mit den regelmäßigen Krankenhausbesuchen. Das ist alles okay. Aber nicht mit der Situation mit ihr, damit kann ich nicht leben. Sie macht mir das schöne Leben schwer, auf so subtile Art. Seit einer Woche warte ich auf das Donnerwetter. Es kommt nicht, ich muss es selbst heraufbeschwören. So geschehen. Nichts geändert. Gucken wir mal, was am Ende dieses Streitgesprächs herauskommt. Prognosen mag ich nicht mehr erstellen. Ich möchte nur noch, dass es endet. Und ich möchte nicht mehr auf die nächste Krise warten. Darauf habe ich keine Lust. Denn auch diese Zeit in meinem Leben ist vorüber. Wer meint, Krisen gehören dazu und sie deswegen heraufbeschwört, wer nicht in der Lage ist, ein paar Wochen am Stück friedlich mit mir zu leben, der muss gehen. So einfach ist das. Oder ich gehe, doch das läuft auf das gleiche hinaus. Entweder sie geht aus meinem Leben, oder ich aus ihrem. Nebeneinander scheint es nicht zu funktionieren. Doch noch habe ich die Hoffnung nicht aufgegeben. Möge es besser werden, möge sie verstehen, begreifen, glauben, vertrauen.

19.09.2009 um 10:06 Uhr

Erwartungen

von: indalo

„Wer nichts erwartet, der kann nicht enttäuscht werden.“

So heißt es oft, und ich glaube, das ist einfach nur wahr. Gestern (oder war es schon vorgestern?) wurde ich gefragt, ob es denn so war, wie ich erwartet hatte. Ich hatte keine Erwartungen. Ich bin schlichtweg ohne Erwartungen hierher gekommen und bin zugegebenermaßen auch verwundert, dass es funktioniert hat. Denn wie oft denkt man sich, man erwartet nichts und ist dann doch enttäuscht? Gut, vielleicht wurden die wenigen Erwartungen die ich hatte auch erfüllt und ich merke deshalb nicht, dass ich Erwartungen hatte, doch dann hatte ich immerhin keine zu hohen Erwartungen. Und das ist das wichtigste.

Die letzten drei Wochen meines Lebens waren sehr aufregend. Sie sind etwas besonderes, doch ich kann sie nicht richtig wertschätzen. Ich werde auch nicht sagen, dass ich sie nie vergessen werde, denn dazu habe ich schon zu viel vergessen. Es gibt kaum eine Erinnerung aus dieser Zeit, es gibt kein einziges Protokoll oder ähnliches. Ich komme nicht dazu, festzuhalten, was ich erlebe. Ein Teil wird mündlich ausgetauscht, doch schriftlich ist nichts festgehalten. Die Erinnerungen verlaufen im Nichts und ich weiß jetzt schon nicht mehr, was ich vorgestern gesagt habe. Noch weniger, was ich getan habe.

Heute ist schon mehr als die Hälfte des Monats um. Ich habe viel erlebt, viel gelebt und auch viel geschafft. Doch in meinem Kopf heißt es immer und immer wieder „Ich komme zu nichts.“, „Ich komme nicht voran.“ oder „Ich habe einfach nichts geschafft.“ Nichts von dem, was ich noch machen muss. Der Turm wird immer größer und ich schlafe immer schlechter. Die Träume werden wieder mehr als bizarr. Und ich habe nicht die geringste Ahnung, was ich dagegen unternehmen kann. Die Liste des Sommers – der im Übrigen vorbei ist – minimiert sich nicht. Ganz im Gegenteil, es gibt immer neue Punkte. Viele davon vergess ich immer wieder. Dann bekomm ich von sonst wo eine Email und stelle fest „Mist, das musst du ja auch noch machen.“ Es funktioniert wirklich nichts... und doch funktioniert so vieles.

Der schönste Satz der Woche: „Ich war positiv überrascht. Ich hätte nicht gedacht, dass du das in der Qualität machen würdest, das hätte ich nicht erwartet.“
Auch wenn man das jetzt so verstehen könnte, dass man an mich einfach keine Erwartungen stellt und deswegen überrascht ist, so interpretiere ich persönlich es so, dass man von jemandem mit meinem Wissens- und Erfahrungsstand nicht mehr erwarten darf. Und es fühlt sich gut an, die allgemeinen Erwartungen übertroffen zu haben.

17.09.2009 um 21:18 Uhr

k.o.

von: indalo

Der Nachmittag war ein Traum,
es war mehr als nur Schaum,
doch ich bin zu schwach,
drum sag ich gute Nacht!

16.09.2009 um 15:11 Uhr

Rundumwohlgefühl

von: indalo

Wer bin ich? Wo bin ich ? Und was soll ich hier? Keine Ahnung von gar nichts. So könnte man es beschreiben. Es dreht sich alles so schnell, es müsste schon längst Oktober sein. Aber nein, es ist Mitte September und ich weiß auch gar nicht, was mir lieber wäre. Einerseits möchte ich diese Woche hinter mir haben, andererseits fehlt mir dann Zeit. Zeit, die ich sowieso nicht nutzen kann. Ist doch schrecklich. Wird es je ruhiger in meinem Leben?

Heut hab ich mal wieder zwei Stunden gegeben. Das war recht lustig. Vorbereitet war ich nun wirklich nicht, aber ich komm auch zu nichts. Dennoch haben die Kids was gelernt, darauf kommt es an. Ich gelobe Besserung für die Zukunft, doch derzeit bekomm ich nichts gebacken. Und das gehört zum wahren Leben, so wird es später auch sein. Da kann ich nicht einfach eine Stunde abgeben, wieso also sollte ich das jetzt machen? Damit ich nicht schon mit Burn-Out in den Beruf starte? *gg* Nette Logik, aber ich hab doch noch n Jahr Studium als Pause *lach* Bescheuerte Logik, ich weiß. Aber unabhängig davon bin ich ja der Meinung, dass mir ein Burn-Out so schnell nicht bevorsteht, dazu genieße ich viel zu sehr was ich tue. Es ist viel, es ist Chaos, aber es ist das, was ich will. Und auch wenn das gerade alles so verdammt viel ist, wenn es gerade zu viel wirkt und ich es zu einem anderen Zeitpunkt besser genießen könnte, so ist jetzt der Zeitpunkt, an dem es mir einfach gut tut. Ich mag mein Studium nicht, wirklich nicht, doch jetzt erlebe ich, wieso ich mich damit so quäle. Mir wird wieder ganz klar gezeigt, wieso ich mich für gerade diesen Beruf entschieden habe.

Heute stand ich in der Bibo und suchte mir alte Schulbücher raus. Nebenbei unterhielt ich mich mit nem Kollegen und wir tauschten persönliche Infos aus. Das war angenehm, das war nett. Schade findet er den Umstand, dass ich wenn dann eine Freundin wollen würde. Nicht, weil er dann keine Chance hat, sondern weil an mir dann ja was verloren geht. Nunja, wenn er meint. Nett gesagt hat er’s. Und lieb ist er einfach. Ich mag ihn und genieße unsere persönliche Art. Als ich den Raum betrat saß eine meiner Schülerinnen da und so ging’s unter uns Kollegen los. „Du?“ – „Wieso dutzt du mich eigentlich?“ – „Wie jetzt? Ihr dutzt euch und ich sag immer noch Sie?“ Und schon stand Verwirrung im Gesicht aller geschrieben. Schön. Ich mag diese Art meiner Kollegen. Ich genieße es, mich dazu zählen zu dürfen. Ich fühle mich wohl, ich fühle mich akzeptiert und vor allem auch gewollt.

15.09.2009 um 13:38 Uhr

Na toll

von: indalo

So ein schönes Fest liegt hinter mir und ich genieße im Grunde noch die Nachwehen, denke mir nebenbei aber auch, dass ich noch genug anderes zu tun habe, womit ich langsam beginnen sollte, da bricht das nächste über mich hinein. Herzlichen Glückwunsch an zwei Freunde von mir, sie haben's aufs Titelblatt geschafft. Das ist zwar grundsätzlich bestimmt erstrebenswert, aber in diesem Fall wär's mir lieber, es wäre nicht so. Autounfall. Intensivstation. Das waren die Stichwörter. Große Klasse. Ich bin begeistert. Heut sollen sie sich nochmal erholen, morgen werd ich ihnen aufs Dach steigen. Wer ist auch so blöd und legt sich mit nem Bus an? Tz! Na, das werd ich mir morgen mal erzählen lassen. Denn leben tun sie beide. In der Zeitung steht zwar was von lebensgefährlichen Verletzungen, doch das sieht heute schon wieder besser aus. Was bin ich froh.

Und offengestanden bin ich noch viel froher, nicht mehr dort zu wohnen. Denn man stelle sich mal vor, ich säße dort und würde darauf warten, dass sie nach Hause kommen. Und sie kämen nicht. Ich bin wirklich kein panischer Mensch, aber das wär ne Erfahrung, die Spuren hinter sich lassen würde. Ist also schon ganz gut gelaufen. Für mich jedenfalls.

Morgen spiel ich dann ein wenig eideidei, doch letztlich betrachte ich das sicherlich ziemlich nüchtern. Seh sowieso schon die positiven Seiten, denn wenn sie im Krankenhaus ist, kann sie bestimmt die Prüfung verschieben. Oder nicht? Na, auch das werd ich morgen erfahren. Jetzt muss ich erst einmal etwas essen und losstürmen. Termine über Termine. Offenbar mach ich nochmal drei Kreuze wenn auch diese Woche zu Ende gegangen ist.

...trotz allem: Ich liebe mein Leben, und das hier, mit Arbeit, Hochzeiten und Autounfällen, das ist das wahre Leben. Es läuft nicht immer alles reibungslos und Alltag gibt es sowieso nicht. Mir gefällt mein Leben :-)

13.09.2009 um 20:29 Uhr

Hochzeit vorbei

von: indalo

Es war eine wunderwunderwunderschöne Hochzeit. Natürlich sind x Sachen schief gegangen, aber ich bin an keiner dieser Dinge Schuld. Ganz im Gegenteil, ich hab sie alle ausgebügelt bekommen. Ich, das Genie. Da ruft man im Hotel an um das Essen zu verschieben und die Fragen einen doch glatt, wer man sei. Ja, wer bin ich denn? Und was nützt es ihnen, wenn ich das jetzt sage. Ich kann doch jeder Hanswurst sein. "Entspricht das denn dem Wunsch des Brautpaares?" Na logisch, würd ich sonst anrufen? Also nein, kein Plan. Ich hab das Brautpaar dazu nicht befragt, die hatten schließlich andere Sorgen. Und sie waren entspannt. Meine Braut war entspannt und fühlte sich nicht gehetzt. Sie hat mir total vertraut. Aber total. Sie hat wirklich alles abgegeben. Dafür ist sie so gar nicht der Typ. Umso schöner zu erleben, dass sie es getan hat. "Du machst das schon" hieß es nur. Und ja, ich habe es gemacht und geschafft. Und ich bin stolz drauf. Total stolz drauf!

Genauere Erzählungen kann ich erst später festhalten. Doch das Grundgefühl möchte ich hier verewigen. Es war eine sehr schöne und auch emotionale Hochzeit. Der Bräutigam hat mehr Tränen vergossen als die Braut. Das war so ziemlich das bemerkenswerteste Erlebnis des Abends. Er ist ein toller Mensch, und er liebt sie von Herzen. Er möchte ihr alles bieten, was sie sich wünscht. Er bedankte sich beim Brautvater, dass er sie ihr überlassen hat und versprach ihm, dass er ihr alles geben möchte, was sie sich wünscht. Oh, ich war so tapfer, als ich diesem kurzen Gespräch beiwohnen durfte. Jaha, ich war sooo tapfer. Und ich hab meine Rede überstanden. Ganz und gar. Nicht ein einziges Mal konnte ich sie vorher lesen ohne emotional zu werden, aber als ich auf zitternden Beinen da stand, bebte wenigstens meine Stimme nicht. Doch allein die Erinnerung daran lässt meine Augen feucht werden.

Vorhin standen sie beide hier in ihrer Wohnung und redeten. Irgendwas organisatorisches. Ganz normal, das einfache Leben. Und ich dachte nur "Wow, das ist jetzt ein Ehepaar." Ja, das sind sie. Unglaublich irgendwie, und doch so natürlich. Ich freu mich mehr für sie als Worte es beschreiben könnten.

12.09.2009 um 09:17 Uhr

Der langersehnte Tag

von: indalo

Heute. Es ist soweit. Heute kommt der große Tag. Gestern war auch ein großer Tag, aber heute wirkt größer. Mehr Effekt, mehr Wirkung. Es wird ein großer Tag. Ich bin seit 7:30 wach und kann nicht schlafen. Ich bin schon komisch. Denn eigentlich bin ich gar nicht aufgeregt... also... ich empfinde es nicht so, und doch weiß ich, dass ich es sein muss. Doch das kann ich so gut von mir schieben, dass ich es nicht merke. Nur eben durch so Kleinigkeiten wie viel zu frühes aufwachen, da fällt das dann auf.

Gestern war schon ein wundervoller Tag. Er war rund. Einfach nur perfekt. Morgens hab ich noch schön Geld verdient, dann fuhr ich – natürlich mit verspätetem Bus... – zu ihren Eltern und es ging zum Rathaus. Ach, DA ist das Standesamt?! Hätt sie mir auch früher sagen können. Nunja. Dann brauchten sie meinen Perso... apropos Perso, den hat die gute Frau ja immer noch! Naja, jedenfalls hab ich den vorgelegt und weiter ging’s ins andere Zimmer. Welch einen Ehrenplatz ich hatte. Und unterschreiben musste ich. Halleluja. Das sah aus. Und rüüührend hat die Frau gesprochen. Aber ich war ja sooo cool. Nur Mrs. Schwiegermutter kommentierte das später. Jaja, ich bin ein Weichei. Aber... ach man. Und dann seine Umarmung. Eine richtige, echte und auch doppelte Umarmung. Er ist cool. Ich mag ihn. Und für mich gehört er zur Familie. Auch wenn er ein wenig schräg ist *gg*
Als nächstes gab’s ne Fotosession und dann nen Supermenu. Halleluja. So fein hab ich noch NIE gegessen. Gruselig. Aber toll. Es war einfach wunderbar.

Im nächsten Schritt hab ich den jungen Herren an meiner Seite gebeten, mich nach Hause zu fahren. Das hat er mit Freude und einem Lächeln getan. Im Cabrio *smile* Jaha, ich bin gestern Cabrio gefahren, so richtig. Das war vielleicht cool. Netter Kerl. Und keine halbe Stunde später fuhr das nächste Auto vor um mich mitzunehmen. In der kurzen Zeit fand ich ein Überraschungsei auf meinem Bett und musste noch wichtige Sachen für heute erledigen. Dann ab zum Geburtstag. Das Geburtstagskind hat sich gefreut, ich hab ein zwei neuartige Umarungen und zwei richtige bekommen. Total toll. Und nen geniales Gespräch. Ich bin so glücklich, ich kann gar nicht mehr schlafen *lach* So ist das. Und dann bin ich viel zu früh aufgewacht. Hab nur Schrott geträumt. Ist also wohl besser, dass ich nemma schlafen konnt.

So, das muss reichen. Der Tag war rund, toll, genial, spannend, erinnerungswert und vieles mehr. Ich bin glücklich. Sooo glücklich. Jetzt muss ich nur noch ein wenig tapfer sein.

11.09.2009 um 18:14 Uhr

Der Endspurt geht bald los

von: indalo

Es ist vollbracht, sie hat einen anderen Namen. Zwar keinen schöneren - sorry - aber sie hat nen neuen Namen und die erste Unterschrift getätigt. Was für ein Ereignis. Ich war ja sooo tapfer! Nur wieso waren die Mütter es? Die hätten ruhig die ein oder andere Träne vergießen können :P

Joa, und jetzt geht's zur nächsten Fete. Ein Marathon, der seines gleichen sucht. Ich freu mich auf die Ruhe danach... auf eine ganze Wohnung für mich allein, auf vollkommen freie Zeiteinteilung und mehr Gedankenfreiheit. Ich freu mich aber mindestens genauso auf das große Fest morgen. Es wird wunderbar :-)

09.09.2009 um 16:45 Uhr

Der Marathon geht weiter

von: indalo

Gestern die Erschöpfung, heute die Überforderung. Bin ich k.o. Und noch so viel, was ich machen muss, so viel an das ich denken muss... mein Kopf platzt gleich. Und dann will die mir ne Einführung aufbrummen? Na danke. Das kann ja heiter werden. Nächste Woche hab ich dann wieder nen Kopf dafür, hoff ich. Aber jetzt ist grad platzen angesagt. Kaum zu Hause, PC kurz angeschmissen, nicht einmal was gegessen und schon geht es los. In wenigen Minuten fährt mein Bus. Oh, ich mag Busse ja, aber wenn er nur einmal die Stunde fährt, behindert mich das schon ganz schön. Insofern macht sich gerade ein bisschen Frustration breit, aber die paart sich eben mit der Erschöpfung und der Überforderung. Ein wenig viel. Und doch bin ich glücklich, so grundglücklich. Das ist die Hauptsache.

Auf bald also. Ich renne weiter in meinem Marathon.

08.09.2009 um 21:36 Uhr

Erschöpfung

von: indalo

Es ist unglaublich. Es ist noch nicht einmal 22h und ich schlaf schon seit fast ner Stunde. Also geistig. Müüüde bin ich, das kann ich euch sagen. Ich bin auch zu gar nix mehr zu gebrauchen. Ganz schlimm. Und was das morgen angeht... keine Ahnung, wie es wird. Ich bin gerade gewillt, das einfach auszuprobieren und mich dann lieber hinterher ärgern, statt jetzt schon vorher. Das wird schon, und allzu sehr wird sie mich wohl nicht auseinandernehmen. Was soll mir schon groß passieren?

Insofern werde ich jetzt meiner Erschöpfung nachgehen und schlafen. Gute Nacht.

06.09.2009 um 19:03 Uhr

Ein erinnerungswürdiger Abend

von: indalo

Ein Abend, der in Vorbereitung, Nachbereitung und natürlich auch im Ablauf selbst zu den erinnerungswürdigen Geschehnissen meines Lebens zählt. Nicht nur meines Lebens, ich würde sogar sagen, aller Beteiligten. Sicherlich kein Abend, der in die Geschichte eingeht, dafür war er auf alle Fälle zu normal, zu traditionell und zu „langweilig“. Doch so sind wir, langweilig. Nicht so prüde wie ich einst fürchtete, aber trotz allem auch kein aufregender Verein. Standhaft und treu, einander und eben auch uns selbst. Das zählt. In diesem Kreis zählt für mich einfach nur, dass ich mich aufgehoben fühle, wohl und wichtig. Denn ja, ich habe das Bedürfnis wichtig zu sein. Mehr als meine Freunde. Zumindest als diese meine Freunde. Und deswegen liebe ich diese meine Freunde, also nicht wegen der Wichtigkeit, sondern wegen der Art und Weise wie wir funktionieren. Es harmoniert, wenn auch nicht immer, aber in der Basis ist es harmonisch und wunderbar.

So viel zu den Schwärmereien über meine Freunde. Zum Abend selbst? Schon vierundzwanzig Stunden vorher begann die Aufregung. Der Stripper wurde bestellt. Ja verdammt, ich habe es geschafft. Seit mir das erste Mal bewusst wurde, dass ich einen Junggesellinnenabschied auf die Beine stellen sollte, ging mir das nicht aus dem Kopf. Nein, nein, ich bin nicht heiß auf nen Stripper, und ich würde auf keinen Fall für alle meine Freunde einen Stripper bestellen, aber für diese schon. Auch wenn nie ein Wort zu mir durchdrang, dass sie einen haben wollen würde, so war ich vom Gefühl her überzeugt, dass es das richtige wäre. Nur die Bezahlung, da haperte es. Die Gesellschaft des Abends zahlt keinen Cent freiwillig... reich bin ich bei Weitem nicht, zumal dieser Monat mich ohnehin ne Stange Geld kostet. Also wie anstellen? Ich hatte es auf Umwegen versucht, doch daraus wurde nichts. Doch es ließ mich nicht los. Mit einer Freundin zusammen – die einzige, die auf jeden Fall genug Geld hat – besprach ich meine Gedanken bzw. Wünsche. Letztlich riefen wir einen an, fragte nach den Konditionen und wollten uns das dann überlegen. Meine Entscheidung stand: Würde sie mitziehen, bin ich dabei. Sie musste noch hin und her überlegen. Doch letztlich war es dann beschlossene Sache. Anruf getätigt, Stripper bestellt. Ich war glücklich. Von da an konnte zwar noch verdammt viel schief gehen, aber der Braut würde es gut gehen, und nur das zählte. Ob ich anderen damit vor den Kopf stoße, sie schockiere oder sonst wie unangenehm berühre, das wusste ich nicht. Die Möglichkeit bestand auf jeden Fall.

Von da an begann das Rumhibbeln. Die Nervosität hatte kaum Grenzen und wir haben uns daheim gegenseitig gut gepusht *lach* Eine schöne Erfahrung. Immer wieder redete ich auf sie ein, auf mich ein, auf uns ein. Dann war der halbe Tag vorbei und es ging los. Das Herzrasen verschwand immer nur zeitweise. Doch dafür hatte die Braut auch zu leiden. Nicht nur eine Mail, nein auch eine SMS musste sie mir schicken. Ob sie wirklich fürchtete, es gäbe keine Veranstaltung für sie? Der Zukünftige wurde ja schon mittags abgeholt. Nun denn, so kamen wir an und amüsierten uns über die Nervosität der Braut. Wir wussten, unser Leid folgte noch. Die erste weniger schöne Erfahrung war dann der Umstand, dass Mr. Stripper sich wohl die falsche Handynummer notierte. Ganz schlecht. Als wir ihn endlich anriefen, war er schon auf dem Heimweg. Doch wer lässt sich schon so schnell und gut verdientes Geld entgehen? So kam er zurück und die Show sollte beginnen. Nur mit der Musik haperte es. All unsere Pläne gingen auf, wir haben die perfekte Maske getragen, niemand hat uns irgendwas angemerkt. Alle Schauspielereien wurden uns abgekauft – ich hätte nicht gedacht, dass es so einwandfrei funktioniert. Bis dann die Musik fehlte. Das war unschön. Aber dank der Braut ging auch das dann gut. Perfekt. Die Show begann und alles johlte und gröhlte. Hätte mir jemand vorher gesagt, es würde so laufen, ich hätte ihm nicht geglaubt. Hut ab, liebe Freunde, ich habe euch unterschätzt. Gelungen ist das richtige Wort.

Doch damit nicht genug. Die Braut hatte Aufgaben und musste Geld einnehmen. Jede Menge. Und das hat sie auch geschafft. Bin gespannt, wer von den nächsten ihr das nachmacht. Toppen kann man’s nur, weil ich beim nächsten Mal organisierter ist. Denn wie so oft im Leben bin ich Vorreiter. Keiner kann mir helfen, niemand hat Erfahrungen. Und dabei such ich mir doch immer ältere Freunde *gg* Nun ja, es lief perfekt und ich kann auf einen gelungenen Abend zurückblicken. Werden mit Sicherheit einige Veränderungen fürs nächste Mal vornehmen, aber bereue keinen Schritt, den ich dieses Mal getan habe. Glücklich und zufrieden, nicht nur ich, nicht nur die Braut, sondern alle. So soll es sein!

Blöde Punkte gab es natürlich trotzdem. Nicht nur kam eine volltrunkene Frau angeschwankt und meinte, die Braut herzigen zu müssen, nein, ein blöder Besoffener hatte Spaß daran, der Braut zu nahe zu treten und ihr mit nem Feuerzeug zu Leibe zu rücken. Das sind dann die Momente, wo ich heldenhaft werde und ohne Aufsehen zu erregen, große starke Männer von meinen Freunden fernhalte. Und auch wenn nie ein Wort dazu kommen würde, so weiß ich, dass das einer der Gründe ist, wieso ich eben diese Stellung habe. Mit mir gehen meine Freunde sonst wohin, sie wissen, ihnen wird nichts passieren. Keiner krümmt ihnen ein Haar, sonst muss er mir antworten. Und auch wenn ich grundsätzlich nicht angsteinflößend bin, so legt man sich dennoch nicht gerne mit mir an. Immer wieder schön, diese Art von Respekt zu bekommen.

Sicherlich gibt es noch jede Menge schöne Details. Doch erstens ist dieser Text lang genug, und zweitens ist mein Kopf zu chaotisch um sinniges zu Papier zu bringen. Fazit der Geschichte? Alles ist gut geworden, und auf der Grundlage einer erfolgreichen Etappe gehe ich mutigeren Schrittes weiter auf die nächsten Etappen zu. Ein Großteil ist geschafft, und auch wenn ich die berühmte Last nicht habe fallen merken, so weiß ich, dass sie fort ist.

05.09.2009 um 16:43 Uhr

Es geht los

von: indalo

...und ich gestehe, ich bin nervös. Aufgeregt, hibbelig und total durchn Wind. Das wird ein erinnerungswürdiger Abend und ich bin begeistert. Alles wird gut, ja, so muss ich auf mich einreden. Und was die anderen sagen, ist mir wurscht. Es gibt nur einen Menschen heute Abend, dessen Meinung mich interessiert!

Tschakka!

04.09.2009 um 15:45 Uhr

Gespräch mit Unbekannt

von: indalo

*lach* Ich hatte gerade das lustigste Gespräch seit langem :)) Ich sollte öfter nach Strippern suchen. Schönes Hobby.

Wieso hab ich bloß so zwiegespaltene Freundeskreise? Die einen konservativ, die anderen nicht fürn männlichen Stripper zu haben. Nur die eine... oh ja, mit der könnt ich mir sowas so richtig gut vorstellen. Wär sie nur nicht derzeit so zickig... hätten wir gerade Kontakt, wär das DAS Ereignis *gg* Muss ma gucken, was sich da noch in den nächsten Wochen machen lässt. Hab ja ein wenig Zeit.

Aber zu schön. Ich und offen. Manchmal bin ich zu offen. Ich muss mich doch benehmen, kann ja nicht bei Freunden wohnen und sämtliche moralische Belange bombardieren. Das geht nicht. Da beginnt dann meine Moral. Auch wenn ich die sonst eher weniger habe...

Mal wieder ein Einblick in eine andere Welt... vielleicht ein bisschen Zukunft, wer weiß.

01.09.2009 um 19:10 Uhr

Immer noch glücklich

von: indalo

Ja, so ist es. Ich bin immer noch glücklich. Sehr sogar. Da ist diese tiefsitzende Zufriedenheit, dieses tolle Gefühl. Es ist berauschend. Es wiegt auch den ganzen anderen Schrott auf. Und viel zu gerne würde ich einfach nur genießen, einfach nur diese eine Sache machen, mich nur darum kümmern. Es in vollen Zügen aufsaugen. Doch das geht nicht. Denn diesen ganzen anderen Stress nebenher, den mach ich mir ja, um schneller an das ersehnte Ziel zu gelangen. Insofern ist es ganz gut, dass Stress und Freude so zeitgleich kommen. Denn der ganze Nervkram wurd gerade so viel, dass ich echt nicht weiter wusste. Aber... jetzt diese Freude, diese Euphorie zu empfinden, mich jetzt wohl zu fühlen, richtig in meinem Element. Das gibt mir die Motivation dafür, mich dem Nervkram zu widmen. Nicht heute, denn heute bin ich einfach zu tot. Denn so schön das auch alles ist, es ist auch ungemein anstrengend. Es zerrt an meinen Kräften.

Hinzu kommt die emotionale Ebene, denn die wird wahrlich strapaziert...

“Das Schöne ist, dass es auch gute Kinder gibt. In die muss man nicht so viel investieren.“ – „Das stimmt nicht, denn genau DAS ist das Problem. Man übersieht die guten Kinder, weil man sich um die Schwierigen kümmert und schon wird aus einem guten Kind ein schwieriges.“ – „Aber es kostet weniger Energie.“ – „Wie unfair ist es, ein Kind zu ignorieren weil es alles richtig macht. Das ist doch der Ursprung dafür, dass manche Kinder sich daneben benehmen. Anders bekommen sie keine Aufmerksamkeit.“ – „Du meinst, es wurde sich so viel um deinen Bruder gekümmert, weil er Schwierigkeiten hatte, sodass du auf der Strecke geblieben bist? Gehörst du zu denen, die dann auf die falsche Bahn gerieten?“ – „Egal was ich gemacht habe, du hast dich immer nur um ihn gesorgt.“ – „Aber er brauchte Hilfe, du kamst immer allein klar.“