indalo

26.10.2010 um 12:34 Uhr

Morgen geht's los

von: indalo

Es ist soweit, die Tage sind vergangen. Morgen ist der Tag, an dem ich mal wieder den deutschen Boden verlassen. Das Land und den Kontinent dann wohl erst am darauffolgenden Tag. Aber morgen - wenn die Deutsche Bahn nicht auf meiner Strecke streikt - werde ich mich auf den Weg zu diesem riesigen Flughafen in der Mitte Deutschlands machen und mich n Keks freuen, dass ich endlich nach Neuseeland fliege. Wobei endlich wirklich übertrieben ist, da ich das Warten wahrlich nicht als schlimm empfunden habe.
Heute Abend werde ich dann erst einmal packen und mich total aufgeregt schlafen legen. Obwohl, ich denke die Aufregung wird nicht so groß sein, morgen früh steht ja erst mal wieder Uni an. Ein ganz normaler Tagesbeginn also. Dann auf dem Weg zum Bahnhof kurz zu Hause vorbei und meine Sachen schnappen. Ich flieg nach Neuseeland! Oh ja!
Auch auf den Zwischenstopp in einer vertrauten Stadt freue ich mich. Da gibt's dann meine Lieblingsburger. Seit ich das erste Mal da n Burger gegessen habe, gab's nie wieder einen von diesen nach neuesten Erkenntnissen ewig nicht zersetzenden Burgern weiträumig bekannter Schnell-Essen-Ketten. Und dann weiter Bahnfahren. Ich steh auf Bahnfahren ;-)

Also macht's gut, bis irgendwann

24.10.2010 um 22:12 Uhr

Soso

von: indalo

Hey, ich habe aber wirklich jemand in Internet kennen gelernt. Schreibe mir ganz oft Mails mit ihr und finde sie von den Mails her richtig nett! Irgendwie fand ich sie aber schon beim ersten Web-Kontakt nett, glaube deshalb habe ich auch knapp 3 Std. intensive Computernutzung investiert um sie mal in Wirklichkeit kennen zu lernen. Glaube aber sie ist auch ziemlich schüchtern, außer Namen und Alter weiß ich eigentlich gar nicht viel von ihr. Mal schauen wie das erste Treffen verläuft.

17.10.2010 um 12:52 Uhr

Ich glaube nicht an den Tod

von: indalo

Es geht nicht um heute, es geht nicht direkt um gestern, vielmehr geht es um vorgestern und die Zeit davor. Selbst ein Ereignis vor vielen, vielen Jahren bringt mich zu diesem Gedanken. Ich glaube an Wunder, andere Menschen glauben an Gott und wieder andere an Geister. Ich glaube auch an Freundschaft und die Liebe, ich glaube an Magie und nichtsichtbare Dinge, und neben all den Dingen an die ich glaube, weiß ich nun auch, dass ich nicht an den Tod glaube. Es wird ihn wohl geben, doch ich glaube nicht daran. Habe es noch nie getan. Doch, ich habe schon Menschen verloren in meinem Leben, Menschen und Lebewesen, die mir nahe standen. Aber ich habe es nicht geglaubt, ich habe immer darauf gewartet, dass es nur ein Scherz ist. Auf den Beerdigungen wartete ich darauf, dass der angeblich Tote um die nächste Ecke biegt - ich weiß noch genau, wie ich das vor Jahren zu jemandem sagte. Doch er tauchte nie wieder auf.

Und jetzt, da ich vor einem sterbenden Menschen stand, saß und neben ihm schlief, stelle ich mehr als je zuvor fest, dass ich daran nicht glaube. Mein Kopf weiß das, doch ich stelle mich nicht darauf ein, dass dieser Mensch wirklich sterben wird. Es ist nicht real. Ich glaube weiterhin an Wunder.

17.10.2010 um 10:43 Uhr

Samstag, 16.10.10

von: indalo

Es würde mir wahrlich nicht gelingen, die Bedeutung des gestrigen Tages zu beschreiben. Ich kann sie nicht fühlen, die Bedeutung, ich kann sie nicht sehen, doch allein der Umstand, dass es mich Tage und Wochen kosten würde, alles zu erklären, was da in wenigen Sätzen oder Minuten geschah, macht deutlich, dass es zu umfassend ist um es zu verstehen. Ich selbst bin wohl der letzte Mensch, der begreift, was gestern alles geschah. Nicht einmal eine Liste ist mir möglich. Es geht nicht, es passt nicht. Denn ich weiß, würde ich es verstehen, ich würde im Irrenhaus landen. Doch ich fühle mich nur als Beobachter, als Mitwisser, als Außensteher. Die erste Hälfte des Tages - so ungefähr bis Mittag, da ab Mitternacht gezählt werden muss - war ich wohl auch nicht mehr. Doch dann, dann war es mein Leben pur. Meine Gefühlswelt, meine Lebenswelt. Und sie bohrte rein, immer tiefer. Sie begann erst bei anderen Baustellen, Baustellen, die sie nicht betreffen. Das war vielleicht nicht viel sicherer, aber einfacher. Und dann, des nachts, packt sie unsere Baustelle aus. Mein angebliches Ultimatum, ihre Angst, es verbockt zu haben, ihre Befürchtung, ich hätte aufgegeben. Das habe ich nicht. Weder dich, noch den Kontakt zu dir. Ich habe mich arrangiert, mit der Situation, mit deinem Umgang, mit allem. Ich lasse dich nicht gehen, du gehörst zu mir. Das weiß ich. Du kamst angekuschelt, legtest dich in meine Arme, was du sonst nie tun würdest. Ich bin froh, dass du mal von dir aus kamst und nicht immer nur dann zusammenfällst, wenn man dich einfach so umarmte.

14.10.2010 um 20:07 Uhr

Dreizehn Tage noch

von: indalo

...und ich flieg nach Neuseeland. Ich bin ja so hibbelig und aufgeregt und überhaupt. So kenn ich mich gar nicht mehr. Schön, einfach nur schön. Und gerade heute muss ich das natürlich festhalten. Denn dreizehn Tage... das sind weniger als zwei Wochen. Oh ja.

Bis es soweit ist, wird die Zeit verfliegen, da bin ich mir sicher. Eigentlich zieht sich sowas ja meist, aber mein Leben ist gerade irgendwie so voll, dass kann ich gar nicht alles greifen. Morgen steht eine Bahnfahrt an. Eine... komische Bahnfahrt. Aus vielerlei Gründen. Nicht nur begleite ich jemanden auf einem schwierigen Weg, nein, ich fahre auch noch zu jemandem, den ich seit ein paar Jahren nicht mehr gesehen habe, nicht einmal gesprochen oder sonst irgendwie kommuniziert. Ich werde dort übernachten. Nicht wegen jenem Menschen, den ich so lange nicht gesprochen habe, sondern wegen einem anderen dort lebenden Menschen. Einfach nur verwirrend. Nein, ich kann nicht greifen, was morgen alles ansteht. Es ist zu viel, um es niederzuschreiben, es ist zu viel um es zu erklären. Es braucht keiner Worte, es reiht sich einfach in diese Aufregung mit ein. Wobei ich wegen morgen nicht aufgeregt bin.

So steht also das morgen an. Danach geht's irgendwann wieder zurück, auf eine Party zu der ich nicht eingeladen wurde und doch Geschenke überreichen soll. Mal wieder zu kompliziert für meinen Verstand. Es wird einfach gemacht, nicht gedacht.

Dann beginnt schon wieder die nächste, überaus stressige Woche auf die ein nicht minder stressiges Wochenende folgt. Würde ich genauer über alles nachdenken, würde mein Kopf platzen. Und dann soll ich nebenbei noch eine Entscheidung treffen? Wie das?

11.10.2010 um 18:22 Uhr

Post ist da

von: indalo

Gerade als ich diesen Titel schrieb, fiel mir auf, dass gewisse Post, auf die ich eigentlich warte, noch gar nicht da ist. Aber andere Post. Und zwar jene, auf die ich nicht warte, bzw. mit der ich erst im Dezember gerechnet hätte. Es ist Oktobr, Anfang Oktober.

Ich habe ein Jobangebot. Also, kein richtiges Angebot, ich hab mich schließlich beworben, aber ein richtiger Job. Noch kein volles Gehalt, aber Gehalt. Regelmäßig. Monatlich. Und zwar jeden Monat das gleiche. Viel Geld, verdammt viel Geld. Und das in wenigen Monaten.

Realisiert habe ich das noch nicht. Der Brief ist da, doch was soll ich damit? Will ich das? Was kann ich noch erwarten? Nur das? Gibt es noch besseres? Denn perfekt ist es nicht. Nur eine Möglichkeit. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich damit anfangen soll.

Da fragte sie heute: "Überraschung jetzt oder später?" Doch bevor wir uns auf irgendwas einigten, erriet ich schon, was die Überraschung war. Nicht, weil ich's ihr madig machen wollte, sondern weil's eigentlich so unwahrscheinlich war, dass ich nicht damit rechnete, ich könnte Recht haben. Doch das hatte ich. Denn auch sie - ohne Abschluss - hat ein ebensolches Angebot bekommen. (Trotz allem wirkt es nur wie ein Angebot.) Das war bevor ich meinen Brief sah. Auch in dem Moment rechnete ich noch nicht mit einem eigenen Brief. Es würde mich ärgern, würde nur sie etwas bekommen, doch ich kam nicht auf die Idee, selbst etwas zu haben. Ich hatte mich wie gesagt auf Dezember eingestellt. Das ist zu früh. Ich wollte in Urlaub fahren eh ich mir um sowas Gedanken mache.

Auf meinem Heimweg freute ich mich für sie. Sehr sogar. Irgendwie glaubte ich es auch sofort. Als ich dann in meinen Briefkasten guckte und sah, dass ich selbst einen Brief hatte, wusste ich, was das bedeutete. Aber realisieren tue ich es nicht. Und freuen tu ich mich auch nicht. Nicht für mich, wohl aber für sie. Wieso, weshalb, warum? Ich hab keine Ahnung. Denn letztlich dürfte mir ein Stein vom Herzen gefallen sein - doch wieso habe ich davon nichts gespürt?

05.10.2010 um 19:10 Uhr

Neuseeland, ich komme

von: indalo

Es ist soweit, ich kann's verkünden: Ich habe eine Reise nach Neuseeland gewonnen und werde in drei Wochen total hibbelig durch meine Wohnung rennen und mich zum x-ten Mal fragen, was ich vergessen haben könnte. Dann geht es los. Nach Neuseeland. Nochmal für alle zum Mitschreiben: Neu - see - land

So ganz kann ich es noch nicht fassen. Auf der einen Seite such ich gerade sämtliche Fluginformationen und Anreisemöglichkeiten raus, auf der anderen Seite bin ich noch fassungslos. Ich darf nach Neuseeland. Noch diesen Monat fliege ich.

An dieser Stelle gebührt ein Riesendank den beiden Menschen, die schon so viel in meinem Leben für mich getan haben. Sie waren da, wenn ich sie brauchte. Sie geben mir das Gefühl, da zu bleiben. Sie sind einfach da, ob Tag oder Nacht. Und sie machen auch so einen Firlefanz mit indem sie sich des nachts stundenlang hinter die Tasten klemmen. Einfach weil sie wissen, wie wichtig mir das ist.
Der nächste Dank gilt all den anderen lieben Menschen dadraußen, die mir ihre Stimme gegeben haben. Einigen unter euch hab ich es zu verdanken, dass für mich nun dieser Traum wahr wird. Und dafür danke ich euch. Womit, das muss jeder für sich herausfinden ;-)
Und der letzte und nicht gerade unbedeutendste Dank gilt dem geheimnisvollen Voter, der am letzten Tag für die Stimmen sorgte, die dazu führten, dass ich nun wirklich mitfahren darf. Wieviele auch immer es gewesen sein mögen, du hast dafür gesorgt, dass wir uns bald begegnen. Dies danke ich dir von Herzen und ich muss sagen, ich bin ehrlich gespannt auf diese Begegnung.

Nun muss ich zugeben, ist es schon ein paar Stunden her, dass ich die berühmte Email las. Ich sprang und hüpfte durch die Wohnung. Ich quietschte. Und ich freue mich auf das Quietschen meiner Begleitung. Und auf ihr Gesicht. Ich fragte sie vor sechs Tagen, ob sie mich begleiten würde. Sie war hin- und hergerissen. Ihr Zwiespalt war mir nur allzu bekannt, ich überlegte sogar, ob ich ihr die Qual der Wahl überhaupt antue. Letztlich ist es ihr Leben, sie muss es entscheiden. Sie führte ein wichtiges Telefonat und rief mich nach einiger Bedenkzeit mit den Worten: "Ich mach's." zurück. So richtig fassen konnte ich es noch nicht. Doch ich freute mich. In meinem Kopf ging's rund, Reisepass, dies, das, jenes. Wir bremsten unsere Euphorie, noch war nichts entschieden. Nach Ablauf des ersten Countdowns sah es dann schlecht aus, das war die Zeit in der wir telefonierten und ihr letzter Stand. Traurig wünschte sie mir noch Glück, doch irgendwie schien sie schon in dem Moment damit abzuschließen.
Auf Grund von Komplikationen, deren Erklärung diesen Eintrag unnötig kompliziert gestalten würden, keimte in ihr wieder Hoffnung auf, die ich nicht füttern wollte. Ich tat es nicht. Ich redete mich raus, ignorierte sie oder die Situation. Nun hab ich diese Email in meinem Postfach und warte sehnlichst darauf, ihr zu begegnen. Ich muss es ihr live sagen. Ich muss ihr Gesicht sehen, ich will ihre Umarmung spüren. Übermorgen soll es soweit sein. Ich werde berichten.

Als nächstes stellte ich fest, dass madame ja nun wirklich in der Uni fehlen wird. Sei's drum. Doch sie weiß von ihrem Glück ja noch nichts und morgen gibt es die erste Vorbesprechung. Also schrieb ich kurzerhand ihre Dozentin an, klärte sie kurz auf und fädelte so meinen Überraschungsplan weiter. Die Dozentin ist in Ordnung und bekommt eine Karte aus Neuseeland. Und ich bin gespannt, wie sie morgen diesen Plan umsetzen wird. Noch mehr Spannung, noch mehr Abwarten. Doch jetzt kann ich damit leben. Denn nun wird nach all dem Tumult, nach der bösen Absage, nach zerstörten und bombardierten Träumen endlich ein Flugzeug in die Luft steigen und mich nach Neuseeland bringen.

Nochmal zum auf der Zunge zergehen lassen: Neu - see - land

02.10.2010 um 16:22 Uhr

Und schon wieder warte ich

von: indalo

Neuseeland ja? Neuseeland nein? Ich weiss es nicht. Solange ich noch keine Mail von der Organisation habe, bin ich zu skeptisch um mich zu freuen. Ich möchte mich nicht schon wieder so sehr auf etwas freuen, dass es einfach unschön ist, wenn man auf dem harten Boden landet. Davon hab ich in letzter Zeit genug, danke.

Die Zahlen sagen, ich fahr mit. Wir fahren mit. Ja, wir. Denn ich habe beschlossen, diese Reise mit jemandem zu teilen. Dies hat vielerlei Gründe. Doch warum ich das als legitim empfinde? Erstens hab ich es nicht erst eine Minute vor Ende des Countdowns geändert und zweitens hab ich damit niemanden rausgeschmissen. Die letzten fünf Plätze hinter mir waren alles Paare. Und ich war Platz Dreizehn, wodurch Platz Vierzehn sowieso nicht wirklich hätte besetzt werden können. Aufholen konnte keiner mehr, dazu war die Differenz der Stimmen zu groß. Und deswegen empfand ich es nicht als falsch, das noch zu ändern. Nicht falscher als überhaupt zu zweit zu fahren. Denn soll es nicht um ein Abenteuer gehen? Um andere Menschen? Um eine Gruppe mit Gleichberechtigten? Wo bleibt die Gleichberechtigung, wenn einige ihren Partner oder besten Freunde dabei haben? Ich weiss nicht, was das soll, aber wenn ich damit einem mir sehr wichtigen Menschen helfen kann, dann nutze ich diese Gelegenheit.

Und so träume ich nun davon, eine Email bekommen zu haben. Nun wälze ich mich hin und her und frage mich, mit welcher Begründung ich nicht mitfahren sollte. Die Sponsoren sind zu groß um es sich zu leisten, dass es alles nur ein Scherz war. Nein, ich habe mich mittlerweile davon überzeugt, dass es ein ernsthafter Gewinn ist, nicht zuletzt ob derer, die hier in meinem Blog auftauchten. Eine Sache, dir mir nicht zusagt. Aber zu ändern ist es nicht mehr. Ich war mir der Konsequenzen oder eben der Gefahren bewusst, als ich diesen Link hier online stellte. Ich habe sie in Kauf genommen, denn ich wollte wirklich nach Neuseeland. Ich will es immer noch. Nur diese Warterei, die macht es mir gerade sehr schwer.

Schon in weniger als vier Wochen würde es losgehen. Ich hätte gern ein wenig Vorwarnzeit. Nicht zuletzt weil meine Begleitung noch einen Reisepass bräuchte. Und muss man nicht auch ein Visum beantragen? Dauert so etwas nicht auch seine Zeit? Ach, ich möchte einfach benachrichtigt werden, dass es jetzt bald nach Neuseeland geht. Ich bin so hibbelig.