indalo

30.08.2011 um 08:42 Uhr

geborgen in Momenten

von: indalo

Erst kürzlich bin ich auf einer Hochzeit gewesen. Einer Hochzeit von zwei Menschen, die mir sehr nahe stehen. Vor langer Zeit, es ist schon einige Jahre her, fragte ich den aktuellen Bräutigam, wieso er seine (damals noch) Freundin liebte. Er begann damit davon zu erzählen, wie er sich in sie verliebte und ging dazu über, warum er sie jetzt liebt. Geborgenheit war ein wichtiges Stichwort. Er fühlte sich geborgen, und ich denke, das macht einiges aus. Denn auch mir ist dieses Gefühl wichtig. Sehr sogar. Ob in der Liebe oder der Freundschaft – denn wir sind uns ja einig darüber, dass die Freundschaft nur eine Art der Liebe ist.

So musste ich bei dieser Hochzeit feststellen, dass der ein oder andere Mensch fasziniert und vielleicht auch irritiert war von der innigen Freundschaft, die mich mit dem Brautpaar verbindet. Insbesondere die Brauteltern brachten dies zum Ausdruck, was mich zugegebenermaßen verwundert, da wir schon seit dem letzten Jahrtausend eine Freundschaft führen, in der man nie alleine ist. Etwas, das sie auch in Verbindung mit der Hochzeit noch einmal erwähnten. Für mich ist es das normalste der Welt, doch ich beginne mich zu fragen, ob es vielleicht doch nicht normal ist. Und dann denke ich wieder, dass nicht nur ich unheimliches Glück mit meinen Freund hatte, sondern sie auch mit mir. Ich wage zu behaupten, dass ich ein Glücksgriff bin – doch ich frage mich, wieso manch einer das nicht zu schätzen weiß. Ich glaube – und das nicht nur wegen der Hochzeit, sondern wegen vielem drumherum – dass ich mir langsam wirklich eine Veränderung wünsche. Auch wenn ich glücklich bin, mit meinem Leben, so wie es ist. Denn Momente oder Abende, wie die der Hochzeit, geben mir ein solch großes Gefühl der Geborgenheit, dass meine Emotionen sich auf verschiedene Arten Bahn brechen. Manchmal sitze ich einfach nur versonnen da und merke, dass mein Umwelt nicht begreift, was in mir vorgeht. Nein, sie wollen mich immer wieder aus meinen Träumen reißen um mich zu fragen, ob es mir gut geht. Ja verdammt, es geht mir gut, verdammt gut. Und noch besser, würde man mir diese Momente nicht immer zerstören. Ich fühle mich geborgen in solchen Momenten. Ich fühle die Menschen um mich herum, die mich schon so viele Jahre begleiten, und ich beobachte eben solche Menschen, wie sie auf der Tanzfläche stehen und einander anhimmeln. Wie sie sich in die Augen schauen und man die Liebe sieht, die in solchen Momenten kommuniziert wird. Wie sie einander in den Armen halten und alles um sich herum vergessen. Und so fühle ich mich, geborgen in den imaginären Armen dieser Momente, alles vergessend.

15.08.2011 um 18:38 Uhr

Wo ist

von: indalo

mein Blog?

05.08.2011 um 17:46 Uhr

Ungerechtigkeit, wie ich sie hasse

von: indalo

Ich kann damit leben, nachts drei Stunden im Nirgendwo zu stehen und keine Ahnung zu haben, was los ist. Ich kann damit leben, viele Stunden Verspätung zu haben. Ja doch, ich kann mit sehr vielen Dingen leben. Aber nicht mit Ungerechtigkeit. Nicht mit Fehlinformationen obwohl man mehrfach überall nachfragt und dann kann ich noch am wenigsten damit leben, dafür zahlen zu müssen. Echt nicht.

Das gibt ne dicke Beschwerde! Nicht nur, dass in einem Land gar keine Bahnen mehr fahren, nein, jetzt fahren sie auch noch zu anderen Zeiten, kommen später an und dafür muss ich Geld bezahlen. Ich sollte mich nicht aufregen, die paar Euro sind es womöglich nicht wert, dass mein Blutdruck steigt. Doch entgegen der Meinung mancher Gesprächspartner geht es mir nicht um das Geld, es geht mir ums Prinzip. Um diese verdammte Ungerechtigkeit. Und auch ein wenig darum, dass ich es ungemein schade finde, dass meine wunderbare Reise nun so enden soll. Auf diese Art. Mit einem Grummeln im Magen, mit Wut und Enttäuschung. Nein, damit kann ich echt nicht umgehen. Da setzt bei mir einfach etwas aus und meine Gefühle nehmen Überhand. Das hat mit Rationalität echt nichts mehr zu tun.

Allein der Umstand, dass mehr als ein Zehntel meiner Ausgaben des letzten Monats auf diesen Ungerechtigkeiten basieren, ist Grund genug sich aufzuregen.