indalo

30.06.2012 um 19:53 Uhr

Meine Wohnung verliert ihr Gesicht

von: indalo

Meine Wohnung verliert ihr Gesicht. Überall stehen Kisten. Die sonst lichtdurchflutete, helle Wohnung wirkt jetzt dunkel und verlassen. Es ist immer noch Leben zu sehen, aber nur eins, was einmal gelebt wurde. Nicht mehr gelebt wird. Überall ist Staub, überall sind Erinnerungen, Geschichten und Gedanken. Manche Ecken kommen zum Vorschein, die in den letzten Monaten vernachlässigt wurden. In der nächsten Wohnung möchte ich anders sein. Ich möchte sortierter sein, aufgeräumter und weniger staubig. Ich möchte mir all die Dinge kaufen, die ich schon so lange haben möchte. Und ich möchte mich jetzt von ganz vielen Sachen trennen. Denn jetzt kann ich das. Jetzt verschwindet der Gedanke „Du könntest das noch gebrauchen.“ Er wird ersetzt durch „Wenn du das je brauchst, kaufst du es dir.“ Das war bisher nicht möglich. Jetzt, oder eher demnächst, werde ich Geld haben für all das, was ich mir nie gekauft habe. Ich kann den Staubsauger wegtun, den ich ohnehin nie benutzt habe, weil er keine Rollen mehr hat und auch keinen Platz mehr für den Staub, den er saugen soll. Ich kann den Discman weggeben, genau wie das Geschirr, welches ich von Wohnung zu Wohnung schleppte und nie nutzte. Wenn ich dann in der neuen Wohnung Gäste habe, kaufe ich mir Geschirr, was ich ihnen auch anbieten würde. Ich muss nicht mehr alles behalten, ich kann mich trennen. Auch wenn andere sich das noch nicht vorstellen können, es wird anders.

Und während ich in der Vergangenheit stöbere und mir Gedanken über die Zukunft mache, durchströmen mich die verschiedensten Überlegungen. Von Freundschaften über Technik bis hin zu anderen philosophischen Themen. Die meisten Gedanken verschwinden, eh ich sie zu Papier (oder zur Datei) bringen kann. Doch sie kommen wieder, drehen sich im Kreis und wollen zu Ende gedacht werden. Mein Leben ist im Aufbruch, mal wieder. Und ich wünsche mir, dass es der letzte für eine lange Zeit ist. Damit meine ich nicht, dass ich Veränderungen nicht begrüße, aber ich wünsche mir wirklich, nicht noch mal alles zur gleichen Zeit zu haben. Es ist zu viel, was ich machen muss. Es läuft alles parallel. Und das möchte ich nicht mehr auf diese Art.

27.06.2012 um 13:17 Uhr

Zwei Monate, zwei vernichtende Emails

von: indalo

Was für ein Jahr. Was für zwei Monate… unglaublich, was die letzten zwei Monate passiert ist. Nicht nur stand ich vor den emotionalen Herausforderungen diverser Abschlussprüfungen, nein, ich hatte auch ne Hochzeit um die Ohren. Doch das war gar nicht das erste, was ich von diesen zwei Monaten festhalten wollte. Denn am Anfang dieser zwei Monate bekam ich eine bitterböse Email. Sie war nicht wütend geschrieben, nicht aufbrausend, nein, einfach nur brutal und vernichtend. Ich habe diese Email mittlerweile mehrmals gelesen, ich habe sie mit jemandem erörtert, der nicht wusste, an wen sie ging oder von wem sie kam. Vernichtend, absolut vernichtend. Doch ich nahm es hin. Wenn sie das braucht, dann soll sie mir eine solche Email schreiben. Es brachte mich nicht aus dem Gleichgewicht, ich ließ es nicht einmal wirklich an mich heran. Ich akzeptierte es.

Dann gingen die Prüfungen weiter, und die Hochzeit wollte vorbereitet werden. Das war anstrengend, vor allem wenn man dann kurz vor Schluss auch noch sitzen gelassen wird. Mit allem. Das war nicht schön. Das war emotional anstrengend, sehr sogar. Auch das andere, sehr bedeutende, was ich hier nicht erwähnen sollte. Auch das forderte mich und meine Emotionen. Und das kam alles zusammen.
Letztendlich wurden alle Prüfungen bestanden, ich habe alles erreicht, was ich mir vorgenommen hatte oder mir vorgegeben wurde. Alles in allem ein erfolgreiches Jahr, würde ich meinen. Sehr erfolgreiche zwei Monate. Bis gestern. Als die Hochzeit nun endlich vorbei war und ich zufrieden mit der Organisation und allem drumherum war. Da kam noch so eine vernichtende Email. Und ich dachte damals – vor zwei Monaten – dass es nicht bösartiger sein kann, nicht unnötiger, nicht unangebrachter. Doch gestern kam diese Mail. Ich sah den Absender und mein Herz schlug bis zum Hals. Ich wusste nicht, was ich zu erwarten hatte. Was Gutes? Was Schlechtes? Ich war auf vieles vorbereitet, aber nicht darauf. Ich begann zu lesen, man dankte mir. Okay, so weit, so gut. Doch dann die Freude darüber, mich in seinem Leben nie mehr wieder sehen zu müssen, das war schon hart. Und mir dann auch noch boshaft zu wünschen, dass all das, was ich anderen antue, tausendfach zu mir zurückkommt, das war zu viel. Ich las die Email mehrere Male und verstand nach einiger Zeit, dass das erste alles, nur kein Dank war. Ich interpretierte mal wieder zu positiv. Dann war ich fassungslos. Absolut fassungslos. Ich tat, was ich womöglich nicht hätte tun sollen. Ich rief die Braut an. Mir wurden keine Anhaltspunkte gegeben, man hat mir nicht gesagt, was mein unverschämtes Verhalten ausmacht. Und so viel Phantasie wie ich mittlerweile entwickelt habe, so wenig weiß ich, was da vorgefallen ist. Mir fällt absolut und rein gar nichts ein, was eine solche Email rechtfertigt. Mir fiel schon vorher nichts ein, was deren Verhalten verdient hätte, aber das jetzt, das ist zu viel. Ich wusste, dass die Braut mit dem Absender telefoniert hatte und wollte einfach wissen, was dahinter steckt. Sie konnte mir nicht weiterhelfen und machte alles noch schlimmer, als sie so fürsorglich reagierte. Der Bräutigam war sprachlos und irritiert. Ich war überfordert. Das habe ich nicht verdient, wirklich nicht. Er versuchte mich zu beruhigen, doch er war hilflos. Sie hingegen fühlte sich hilflos und war zu aufgebracht um klar zu denken. So etwas unverschämtes, dreistes und idiotisches hätte keiner von uns erwartet. Und ich komme nicht umhin zu denken, dass es wohl gerade Mode ist, mir derartige Emails zu schreiben. Die eine ist unangemessener als die andere. Und beide sollen einfach nur schaden. Mehr nicht. Es ist kein Informationsgehalt vorhanden, es soll nur attackieren. Und im gestrigen Fall hat es das auch absolut getan. Und doch werde ich für den Wunsch danken, der mir dort mitgegeben wurde. Denn nichts anderes wünsche ich mir selbst. Ich möchte einfach nur so behandelt werden, wie ich andere behandel.

26.06.2012 um 19:57 Uhr

Der Anfang ist gemacht

von: indalo

Heute habe ich angefangen. Also so richtig. Vor einigen Wochen hat mein Umzug begonnen. Da bekam ich die ersten Kisten, da wurden die ersten Kisten mitgenommen und in die Stadt gebracht, in der ich bald leben werde. Da fing alles an. Doch seit diesem Tag, drücke ich mich davor, weiter zu machen. Bzw. richtig anzufangen. Aus guten Gründen, ohne Frage. Es gab Wichtigeres, jede Menge davon. Doch jetzt ist das vorbei. Jetzt ist alles vorbei, was vor meinem Umzug kommt. Und der Umzug lässt nicht länger auf sich warten. Der Nachmieter ist gefunden, die Wohnung auch. Seit kurzem bin ich im Besitz des Mietvertrages. Das Auszugsdatum steht, doch das Einzugsdatum leider noch nicht. Alles etwas chaotisch.

Wie auch immer. Heute habe ich die ersten Kisten gepackt. Heute habe ich die ersten Ordner durchsortiert. Schon als ich die Kisten packte, die jetzt schon in der nächsten Stadt sind, hab ich aussortiert. Jede Menge Krims. Doch jetzt hab ich meine Sachen ausm Studium sortiert. Es ist unglaublich. Neben mir steht ein kniehoher Stapel Papier. Alles Müll aus dem Studium. Ich habe mich dazu durchgerungen, ihn in diese Stadt mitzunehmen. Und dann nahm ich mir vor, dass wenn ich diese Ordner in der ganzen Zeit, die ich in dieser Stadt verbringe, nicht anrühre, dass ich sie wegschmeiße. Und das tue ich jetzt. Papier ohne Ende. Was für eine Papierverschwendung. Ich will mir gar nicht angucken, was ich einst lernte und wusste. Worüber ich geprüft wurde und was ich bestanden habe. Heute weiß ich nur noch einen Bruchteil davon. Nächstes Jahr noch weniger. Und in einigen Jahren werde ich nicht einmal mehr wissen, dass ich das alles gelernt habe. Denn dann habe ich auch keinen Beweis mehr dafür. Es kommt weg. Alles. Im nächsten Papiermüll wird ne Menge von mir liegen. Viele Jahre meines Lebens werden dann verbrannt. Könnt ich genauso gut selbst machen, aber ich habe weder Zeit, noch Lust.

Das trifft auch auf all die anderen Sachen zu, die ich weggebe. Ich könnte sie im Internet versteigern und den ein oder anderen Euro bekommen. Doch den brauche ich nicht mehr. Ich schmeiße mein Geld gerade ohnehin zum Fenster raus. Doch mich ärgert eher, dass ich damit jemanden glücklich machen könnte. Zumindest, wenn der Krempel an die richtige Person gerät. Aber ohne Zeit wird das nichts… und Nerven hab ich keine.

Die Zeit rast, und bevor nicht Herbst ist, werd ich keine Ruhe finden. Die nächsten Wochen sind stressig, doch ich weiß, dass alles gut gehen wird. Vielleicht sollte ich vor meinem Umzug noch ein paar Liegestütze machen. Denn mir kommen die Kisten schwerer vor als sonst. Ich habe körperlich abgebaut, was mich auch so gar nicht wundert. Die letzten Monate waren nicht das, was sie sein sollten. Demnächst wird mein Leben mehr so sein wie ich es mir wünsche. Demnächst hat das Warten auf das „Demnächst“ ein Ende. Und es gibt Momente, in denen ich mich frage, ob ich dann in ein Loch falle. Ich habe nie gelernt zu leben ohne zu hoffen, dass es bald endet. Ich habe nie gelebt ohne auf etwas anderes zu warten, manchmal hoffend, manchmal fürchtend. Und doch habe ich gelebt, bis an meine Grenzen.

14.06.2012 um 22:31 Uhr

Das nächste Leben

von: indalo

Es hat begonnen. Das nächste Leben. Ich bin da. Ein wenig. Nichts und niemand kann mich mehr abhalten. Ich habe fertig. Ha, und so ne Aussage passend zur EM. Falsches Thema.

Nachdem es heute überraschender Weise um Nationalstolz ging und mir eine Gesprächs- und Diskursfähigkeit attestiert wurde (von der meiner Meinung nach heute nichts zu merken war), bin ich nun ein endgültig fertig ausgebildeter Mensch. Meinem Job steht jetzt nur noch Bürokratie im Weg, und dann ist alles gut. Meinen Mietvertrag habe ich soeben unterschrieben und werde ihn übermorgen in den vorgesehen Briefkasten werfen. Das war’s.

Hach, Frauen sind was tolles. Ich weiß, dass mein Paps sich freut. Ich weiß, dass er stolz auf mich ist, ich weiß es wirklich. Aber er kann es nicht zeigen, und irgendwie kann ich es auch nicht fühlen. Sonst würde mich die Aussage seiner Freundin, dass er vor Stolz platzt, nicht so berühren. Es ist toll, dass sie mir so was sagen kann. Dass sie mich so was wissen lassen kann, wenn er es schon nicht schafft.

Und jetzt geh ich erstmal nur ins Bett. Ich schlaf mich ins neue Leben. Ins nächste Leben. So neu ist es ja nicht. Es kommt viel altes wieder. Aber ich kann, will und werde darüber nicht nachdenken. Mein Leben ist toll, und es ist endlich wieder mein Leben. Ich habe die Prüfungen genossen, wie ich es mir vorgenommen hatte. Es waren die letzten. Ich hab’s geschafft. Jetzt kann mir keiner mehr was. Mal sehen, ob das was ändert. In meinem Alltag, in meinen Einstellungen, einfach in allem. Mal sehen. Jetzt kommt erstmal die Hochzeit, das Aufarbeiten des Liegengebliebenen und der Umzug. Dann irgendwann kann ich das Leben begrüßen. So richtig. Doch jetzt bin erschlagen. Gute Nacht, und auf Nimmerwiedersehen, du Leben in Abhängigkeit von derart beurteilenden Menschen.

13.06.2012 um 17:41 Uhr

Zeitung für nächste Woche

von: indalo

Heute hab ich sie endlich bearbeitet. Mein großes Projekt für nächste Woche. Ich hätte es womöglich nicht tun sollen. Oder anders gesagt: Ich hätte etwas anderes tun sollen. Ich hätte etwas für morgen machen müssen, mich darauf vorbereiten sollen. Ach, all diese Hilfsverben, hätte, müssen, sollen. Ich wollte nicht. Ich konnte nicht.

Gestern war der erste richtige Tag um mich darauf vorzubereiten. Ich spielte. So wie damals. Beim letzten Durchgang, auch da spielte ich vor der letzten Prüfung. Ich hatte ein altes Spiel ausgegraben. Und ausgerechnet letztes Wochenende erinnert mich jemand an ein genauso altes Spiel aus derselben Zeit. Schnell hab ich es gefunden – die Simulationstechnik war ja schon installiert – und genauso schnell fand ich mich ins Spiel rein. Strategie und das Aufbauen einer Welt. Das gefällt mir. „Man hat das Gefühl, was sinnvolles zu tun.“ So würde ich es zwar nicht sagen, aber zumindest tut man etwas. Man setzt einen Fuß vor den anderen. Nicht so wie ich vor Prüfungen. Umherspringen, genervt sein, Frustration pur.

Also tat ich auch gestern nichts. Nicht viel. Nur ganz früh am Morgen schrieb ich etwas. Damit war ich schnell fertig. Das war auch irgendwie das einzige, bei dem man etwas tun konnte. Bei dem am Ende ein Produkt stand. Dann spielte ich. Abends ging ich ohne schlechtes Gewissen ins Bett. …aber schlafen konnte ich trotzdem nicht. Warum? Weil mir gestern Nachmittag auffiel, dass ich anschließend nur drei Tage habe um eine Liste abzuarbeiten, die man sonst über Wochen verteilt. Der Schreck saß tief. Und er hielt mich die Nacht vom Schlafen ab. Ich überlegte die ganze Zeit, womit ich anfangen soll, bzw. was die sinnvollste Reihenfolge ist. Nach einigen wenigen Stunden Schlaf wachte ich dann zerknittert auf und beschloss, aufzustehen. Ich setzte mich an Computer, unwillens etwas für die Prüfungen morgen zu tun. Also dachte ich mir, bevor ich das Spiel starte oder am Besten irgendeine Serie gucke, mach ich die Zeitung für nächste Woche. Ein bisschen rumspielen, ein bisschen Vorfreude erleben und mich endlich nicht mehr fragen müssen, ob die Zeitung gut wird. Es verging Stunde um Stunde, nach lautem Magenknurren machte ich mir nebenbei etwas zu essen und arbeitete weiter. Eh ich mich versah waren neun Stunden um. Ups. Aber ich hatte etwas geschafft. Ich war so gut wie fertig. Den restlichen Spielkram beendete ich dann auch. Geschafft. Zehn Stunden Arbeit weniger für die drei Tage. Jetzt müsste ich gut schlafen können. Jetzt geht es mir gut.

Doch halt, da waren ja noch Prüfungen. Und ich bin arrogant. Ich glaube trotzdem, dass ich es schaffen kann. Auch ohne etwas zu tun. Was total irrsinnig ist, denn ich weiß absolut nicht, was mich erwartet. Das wird ne Katastrophe. Und doch glauben alle an mich. Inklusive mir. Es wär der Untergang, würd ich morgen durchfallen. Der Job würde sich in Luft auflösen und den Wohnungsvertrag bräuchte ich nicht zu unterschreiben, bezahlen könnt ich sie eh nicht. Ja, das wäre fatal. Ein Grund mehr, mich darauf vorzubereiten. Vielleicht tu ich noch etwas. Doch mir war diese Zeitung wichtiger. Für den Moment.

Dann daller ich jetzt wohl mal weiter rum. Begebe mich auf die Suche nach etwas, von dem ich nicht weiß, was es ist. Morgen um diese Zeit ist schon alles vorbei. Morgen um diese Zeit ist es geschafft. Und es wird ein guter Tag. Endlich vorbei. Nie mehr Ausbildung, nur noch Weiterbildung. Der Schritt ins nächste Leben.

05.06.2012 um 23:20 Uhr

Bekloppte Trulla

von: indalo

Die ist doch total meschugge. Nee, darauf kann ich nicht. Gar nicht. Seit Wochen weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Aber heute hat es den Höhepunkt (und ich wünsche mir, dass es wirklich der Höhepunkt ist und nicht noch schlimmer wird) erreicht. Der muss man mal den Kopf waschen. Nicht ich, sondern die Menschen, die sie kennen und lieben. Also ehrlich… so was unverschämtes, dreistes, idiotisches hab ich – möchte ich in meiner Rage gerade – behaupten, noch nicht erlebt. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder heulen soll. Aufregen, das tu ich mich. Und wenn’s nicht so traurig wär, wär’s ja lustig. Und ich lache. Ein Lachen, was beängstigend klingen muss.

„Ich glaube, wir haken das Thema lieber ab.“ sagte ich, bis ich es korrigierte zu: „Oder vielleicht sollten wir doch über alles reden, bevor sie dir noch mehr Mist erzählt hat.“ Ich wär eifersüchtig, sagt sie. (Ich weiß, wenn ich’s doch nicht bin, wieso rege ich mich dann darüber auf?!) Aber mal ehrlich. Ich und eifersüchtig auf sie?! Die Frau kriegt sich doch gar nicht ein vor Eifersucht. Ich bin nicht eifersüchtig auf sie, ganz gewiss nicht. Niemals nicht. Ich will nichts, aber auch gar nichts von ihr haben. Nichts aus ihrem Leben, keine Beziehungen, kein gar nichts. Alter Schwede, ich krieg mich echt nicht ein.

Doch dass ich wegen ihr ausquartiert werde und das als Selbstverständlichkeit angenommen wird, find ich auch nicht lustig. Das, meine Liebe, machst du falsch. Und ich weiß auch noch nicht, wie ich darauf reagieren soll. Denn nach den letzten Wochen solltest du SIE ausquartieren, nicht mich. Und ich find es unheimlich schade, dass ich jetzt bei eurer Hochzeit nur zwischen Tür und Angel erscheinen werde, weil sie in meinem Bett schlafen wird. Ich finde es sehr schade, dass ihr mehr Wichtigkeit beigemessen wird – doch das hat nichts mit Eifersucht zu tun. Da bin ich einfach nur verletzt. Mal sehen, wann ich die Zeit dazu habe, mich darum zu kümmern. Jetzt muss ich mich erstmal abregen über so viel Idiotie. So viel… ich weiß noch nicht einmal, wie ich es nennen soll. Das geht einfach nicht. So gar nicht.

Und nur fürs Protokoll: Ich rege mich nicht darüber auf, dass sie der Meinung ist, ich wäre eifersüchtig. Das Aufregen hat vor über drei Wochen begonnen. Die Info kam erst heute und kam sogar noch nach dem Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Denn der fiel mit der Aussage, dass SIE schlecht auf MICH zu sprechen ist.