indalo

30.05.2014 um 10:03 Uhr

Entspannt fürs Leben lernen

von: indalo

Um den Abflug, um den wohl unschönsten Moment dieser Reise sollte es gar nicht gehen. Eher um die vielen kleinen Momente, die mein Herz erwärmen. Die kleinen Fragen, die mir gestellt werden. „Wo muss eigentlich die Adresse hin?“ Ja, schon blöd, wenn die Postkarten keine Hilfslinien mehr stellen. Oder zu sehen, wie sie mit dem Gasherd kämpfen. Wie sie sich bedingungslos helfen lassen, ganz dankbar sind und ich genau das machen kann, was ich immer tun wollte. Sie aufs Leben vorbereiten. Ihnen zeigen, wie man mit Fremden umgeht, wie man sich selbst helfen kann und dass man nie Angst haben muss Fragen zu stellen. Ich kann meine Weisheit weitergeben, nicht nur Informationen. Ihnen zeigen, wie man sich günstig ernährt, dass man nicht immer essen gehen muss und dass man sich auch in der Küche die Zähne putzen kann. Ja, ich bin anders und das ist für sie auch unglaublich komisch und verwirrend, aber vieles genießen sie auch.

Sie haben Freiheiten, die sie zu Hause nie hätten. Ich vertraue ihnen und genau deswegen befolgen sie die Regeln. Das habe ich schon früh gelernt. Verschenk Vertrauen und dein Gegenüber möchte dem gerecht werden. Es funktioniert, auch hier.
Es wird überhaupt nicht mit mir diskutiert. Was ich sage ist Gesetz. Dabei will ich das gar nicht. In mancherlei Hinsicht schon, es macht es leichter, doch ich möchte, dass sie eigene Meinungen bilden, dass sie Entscheidungen treffen. Und es wird besser, allein innerhalb dieser Tage sehe ich die Besserung. Gerade gestern sagte einer: „Nee, ich finde das besser.“ Und er war ganz überrumpelt als ich dann meinte: „Er hat gesprochen, das ist jetzt der Plan.“ Und alle machen mit. Er sah stolz aus, und das möchte ich fördern. Mut zur eigenen Meinung.

Vorgestern fragte ich, ob sie sich auch brav mit Sonnenschutz eingecremt haben und die Völkerwanderung begann. Erst ins Zimmer, dann vor den großen Spiegel im Flur. Und so standen wir gemeinsam im Flur und cremten uns ein. Es war keine Aufforderung meinerseits, nur eine Nachfrage. Nach den ersten Minuten draußen fragte einer, ob ich Sonnencreme dabei habe. „Nö, wieso?“ - „Er hat den Nacken vergessen.“ Und der Betroffene grinste sowas von süß schüchtern, dass ich gar nicht wusste wohin mit mir. Doch ich musste noch eins drauf setzen: „Also frag ich morgen nicht nur, ob ihr euch eingecremt habt, ich erklär euch auch noch wie?“ Und er grinste. Ich darf das sagen, und trotzdem machen sie es am nächsten Tag wieder. Obwohl es nieselte.

Es ist herzerwärmend, wie entspannt sie mit mir umgehen. Wie sie alles mit mir teilen, von Essen über Babyöl am Strand bis hin zu ihren Unterhaltungen und Erlebnissen. Babyöl am Strand? Ich musste nachfragen. „Na, das sieht einfach besser aus.“ Und er gibt es einfach zu. Er macht es um gut auszusehen. Und ich soll mich auch noch vor ihnen einölen? Nein, da ist eine Grenze erreicht. Offensichtlich nur meine Grenze, aber definitiv eine Grenze. 

Sie lernen so viel. Von mir und über mich. Und es geht mir gut damit. Sie beobachten mich im Umgang mit anderen und stellen fest: „So hab ich Sie noch nie lachen hören.“ Ich werde menschlicher - und das obwohl ich für sie schon ziemlich menschlich bin. Doch sie sehen auch, dass ich im Beruf schon ziemlich so bin wie im Privaten. So wirklich neues haben sie an mir noch nicht entdeckt. Nur mein Alter wissen sie jetzt. Und es überraschte sie erwartungsgemäß sehr.

Und sie wollen mich kennenlernen. Von Fragen zu Geschwistern bis hin zu „Können Sie sich vorstellen, hier zu leben?“ Wirkliches Interesse, nicht nur nebenbei Geplänkel. Und sagte ich schon, dass sie Zeit mit mir verbringen wollen? Ständig. „Kommen Sie mit uns an Strand?“ Und es war keine Nachfrage, es war eine Aufforderung. 

29.05.2014 um 23:57 Uhr

der Abflug

von: indalo

Ich bin der glücklichste Mensch der Welt. Ich kann gar nicht fassen, wie glücklich ich bin, wie viel Glück ich überhaupt habe. Nur eine Momentaufnahme, aber von einem Moment, der in Erinnerung bleibt. Möge diese Erinnerung so gefühlsbeladen sein, wie ich sie jetzt für mein zukünftiges Ich auf Reisen schicken möchte.

Auf Reisen ist auch das Stichwort. Denn ich bin auf Reisen. Nicht allein, nein, mit Jugendlichen. Und es haut mich um.
Gewiss habe ich mir zuvor Gedanken gemacht, Vorstellungen irgendeiner Art gehabt - die hat man ja doch öfter als man denkt. Doch sie hielten sich sehr in Grenzen. Am Flughafen zu stehen und eine Person weniger am Treffpunkt zu haben, war schon etwas, das ich für möglich hielt, doch irgendwie auch nicht. Ich kann auch nicht sagen, es waren weniger als erwartet, denn erwartet hab ich sie nicht. Es machte mich sprachlos, irgendwie. Ich wollte es nicht glauben. Telefonierte zwei anderen hinterher um sie zu erreichen und hatte letztlich ihren Freund am Apparat, der sie mir nicht geben wollte. Was auch immer da die Geschichte ist, in meiner Geschichte spreche ich wieder einmal mit dem Flughafenpersonal und erkläre ihnen, dass sie auf Frau Mustermann nicht warten müssen. Wieder einmal.

It’s a sucky feeling am Flughafen stehen gelassen zu werden. Und dann mit ihr zu telefonieren während sie im Bett liegt, eiskalt von ihr angelogen zu werden, das macht das alles nicht besser. Er reichte das Handy mit der Frage: „Du solltest eigentlich gerade am Flughafen sein?!“ weiter. In meinem Kopf raste es. Einige Zeit später, als ich schon im Flieger saß, klingelte mein Handy. Eine aufgebrachte Frau sprudelte mir entgegen, dass sie es nicht fassen könne und ich mir nicht vorstellen könne, wie sie innerlich explodiert. Dann hielt sie inne und stellte fest, dass ich in genau der gleichen Situation bin wie sie und mir sehr wohl vorstellen kann, wie sie sich fühlt.

Und das war alles noch vor der Reise. Der Beginn einer Liebesgeschichte. Nein, das x-te Kapitel einer hoffentlich jahrzehntelangen Liebesgeschichte. Denn es ist nicht der Anfang, es ist höchstens ein neuer Frühling. Mein Beruf und ich, wir haben uns gefunden. Ich habe mich verliebt, zögerlich, zurückhaltend. Doch ich habe mich bedingungslos verliebt und es überrascht mich, wie stark die Gefühle noch und immer wieder sind. Es geht ganz tief, es berührt mich, es fasziniert mich. Ich kann es wahrlich nicht in Worte fassen, aber man kann es fühlen. Nicht nur ich, auch die Menschen um mich herum. Sie wissen es, sie sehen es, sie spüren es. Und das zu merken verstärkt den Kloß in meinem Hals. Gestern (oder war es vorgestern?) unterhielten wir uns im Flur und ich musste einem fremden Jugendlichen erklären, warum ich so liebe, was ich mache. Es musste einfach raus, doch so richtig versteht er es noch nicht. In seinem Kopf passt diese Kombination nicht, ich und mein Beruf. Die anderen mit mir. Das ist zu konfus für ihn. Doch er macht sich auch keine Gedanken darüber. Er lebt das Leben wie es kommt. Und das ist gut so. 

18.05.2014 um 16:26 Uhr

Sie erinnert sich

von: indalo

Es lässt mich nicht los. Die Nacht und den Tag kommen mir immer wieder die gleichen Gedanken. Wir kennen uns schon die Hälfte meines Lebens. Sie war immer irgendwie da, in meinen Gedanken, in meinen Vorstellungen, in meinen Träumen. Wir haben uns gelegentlich gesehen, getroffen, sogar im Urlaub ein Stück weit weg. SMS wurden geschrieben und Emails. Sie begleitet mich schon die Hälfte meines Lebens. Und jetzt ist sie wieder richtig da, mehr als ich in den letzten Jahren für möglich hielt. Mit Körperkontakt, Lächeln, gegenseitigem Ärgern und ernsthaften Nachfragen. Sie interessiert sich für mich, sie erinnert sich an Dinge, die ich ganz zu Beginn erzählt habe. Sie kennt mich, irgendwie. 

Doch mit einer Sache hat sie den Vogel abgeschossen. Ich frage mich, was ich in zehn/zwanzig Jahren noch weiß. Ich frage mich, was mich in zehn/zwanzig Jahren noch beschäftigt. In Bezug auf andere. In Bezug auf sie werde ich mir vieles merken. Doch dass sie sich noch an so vieles von mir erinnert, das überrascht mich. Meine erste Erinnerung an sie ist sehr viele Jahre her. Und ich glaube, mit genau dieser Erinnerung hat alles angefangen. Es ist ein Erlebnis, das mich geprägt hat. Sie kam auf mich zu und stellte mir eine Frage. Ich weiß noch genau, wo wir standen und dass jemand neben mir stand. Sie fragte mich etwas zu einer Freundin von mir und brachte mich mit genau dieser Frage in einen Interessenkonflikt. Und sie war sich dessen sehr bewusst. Um genau zu sein brachte sie mich in diesen Interessenkonflikt um sich bestätigen zu lassen, dass sie ihren letzten Konflikt richtig gelöst hat. Ich kann gar nicht sagen, dass ich großartig hin und her gerissen gewesen wäre. Ich wusste, was das Richtige war, nur bleibt ja stets die Frage, für wen oder was es richtig sein soll. Denn was ist schon richtig oder falsch?

Lange Rede, kurzer Sinn: Sie brachte genau diese Erinnerung gestern auf den Tisch. Ich guckte sie an und wollte ihre Beschreibung der Situation hören, denn mich begleitet diese Erfahrung seit vielen Jahren und ich habe sie in den unterschiedlichsten Gesprächen anonym weitergetragen. Sie beschrieb mir die Situation haargenau. Weder weiß sie wer neben mir stand, noch um welche Person es sich drehte. Letzteres konnte ich ihr in Erinnerung rufen und sie nickte. Ja, ich will sie seit Jahren fragen, ob sie das noch weiß. Was für mich heißt, dass es für sie von Bedeutung war. Und ganz offensichtlich ist es das noch. In all den Jahren haben wir nie darüber geredet, nicht einmal ansatzweise. Und doch weiß sie es noch. Alles, was wir jetzt haben, hat erst lange danach begonnen. Es war nicht der erste Schritt, es war einfach nur ein Ereignis, was sie in mein Blickfeld rückte. 

05.05.2014 um 12:43 Uhr

Der Schmerz geht, der Stolz bleibt

von: indalo

…las ich gestern auf mehreren Schildern entlang des Weges. Doch warum? Welcher Stolz?
Ich glaube, ich verstehe Stolz nicht. Ich bin nicht stolz. Ich freue mich, ich find’s gut, aber momentan würde ich nicht sagen, dass ich stolz auf mich bin.

„04.05.1984 - 04.05.2014 Marathon? Ich dachte ich müsste fegen…“ gehörte zusammen mit „90% sind schneller als Peter - 99% starten erst gar nicht“ zu meinen favorisierten Shirts. Und es war noch mehr, ich wollte mir so viel merken. Doch ganz ehrlich? Das war schon direkt danach alles verschwommen. Nur das Bild der blutigen Oberschenkel will mir nicht aus dem Kopf, das seh ich ganz klar vor mir. Warum tut man sich sowas an?

Mehr kann ich auch nicht festhalten, denn ich hab’s schon längst losgelassen. „Wie war’s da? Oder da?“ - „Keine Ahnung, wo war das?“ waren gestern häufige Gesprächsfetzen. Nein, ich weiß nicht mehr wirklich was. Nur, dass wir endlich geschafft haben zum Chinesen zu gehen. Schon mehr als fünf Jahre wollen wir das machen. Jetzt hat es ganz spontan geklappt. Und ich habe mein ganzes Essen mit Stäbchen gegessen. Messer, Gabel und Löffel waren bis zum Ende unbenutzt. Darauf bin ich stolz. 

02.05.2014 um 20:27 Uhr

Sonntag - (m)ein großer Tag?

von: indalo

Gestern sprach sie davon. „Sonntag ist dein großer Tag.“ Mein großer Tag? Ich hätte das jetzt nicht als großen Tag bezeichnet… und dass es so gepusht wird wie gerade, wollte ich doch die ganze Zeit verhindern. Deswegen hab ich nicht davon geredet. Doch durch Zufall erwähnte ich es vor einer Woche, einfach weil man fragte, was ich an dem Wochenende vorhätte. Nee, Sonntag hab ich keine Zeit zum Frühstücken, sorry. Und so wurde es bekannt, und gehypet. Erstaunlich gehypet. Komische, englische Wörter, die mir da einfallen.

Also dass sie überhaupt davon wusste, irritierte mich schon. Dass sie es dann erwähnte, war naheliegend. Doch dass es mir heute so nahe geht, die dazugehörigen Unterlagen zu bekommen, haut mich von den Socken. Ich weiß schon länger, dass mich Sportevents berühren, doch dass dieses Ereignis mich schon vor ner Woche des nachts heimgesucht hat, überraschte mich. Ich wollte diese ganze Aufregung nicht, aber ganz offensichtlich kann ich mich nicht dagegen wehren. Ich bin machtlos gegen diese Emotion und Sonntag wird eine Herausforderung.

Hätte ich heute morgen meinen Blogeintrag verfasst, hätte diese Radtour zur Messe keine Erwähnung gefunden. Das hätte gefehlt, wär aber in den nächsten Tagen aufgetaucht. Doch hätte ich heute morgen geschrieben, hätte ich das morgendliche Aufwachen besser einfangen können. Diesen Traum, den Traum von ihr. Die Aussage von irgendwem, dass ich bald eine Tochter hätte. Ihre Tochter? Was auch immer das alles mit mir macht, sie ist in meinem Kopf, in meinem Gefühl, und ich würde einen Teufel tun, davon zu sprechen.
Sie ist so ganz anders, und doch so gleich. Ich kenne sie so gut, doch eigentlich kenne ich sie gar nicht. Ich verstehe das nicht, ich frage mich dazu auch nichts mehr. Ich nehme hin, wie es ist und werde vielleicht in zehn oder zwanzig Jahren mit ihr darüber reden. Je nachdem, wie die Jahre sich so entwickeln. Wären die letzten Jahre anders gelaufen, hätte ich schon jetzt mit ihr geredet. Doch es ist noch nicht der richtige Zeitpunkt. 

01.05.2014 um 22:27 Uhr

Wenn sie wüsste

von: indalo

Diese Woche hat’s echt in sich. Freie Zeit ist was feines. Ich genieße jeden Tag und freue mich, jeden Tag was schönes vorzuhaben. Manches ist eher spontan, vieles nur aus Versehen, doch heute hatte ich ein - durchaus auch spontanes - Date, oder eher eine Verabredung. Es war keineswegs ein Date im klassischen Sinne. Nein, das gewiss nicht. Nicht für sie. Für mich auch nicht, doch im Nachhinein, wenn ich so darüber nachdenke, es hätte auch einfach ein Date sein können.

Wir kennen uns seit mehr als einem Jahrzehnt. Und genauso lange schätzen wir uns. Was genau unsere Verbindung ist, kann ich nicht sagen. Ich würde gerne hören, wie sie das in Worte fasst. Vermutlich ist es für sie alles andere als kompliziert. Es ist auch nicht kompliziert, es ist so einfach. Doch eines Tages hätte ich gerne eine Antwort auf die Frage, ob sie bei allen so ist wie bei mir. Ich stellte schon sehr früh fest, dass sie mir Dinge erzählt, die ich persönlich kaum bis gar keinem erzählen würde. Und sie breitet alles vor mir aus, ihre Gefühle, ihre Schmerzen, ihre Gedanken. Alles.

Ein Teil von mir sagt ganz klar: „Das ist doch nicht normal.“ Ein anderer sagt: „Es ist das Normalste der Welt.“ Nein, ich verstehe das nicht, doch das muss ich auch nicht.

Heute verbrachten wir mehr als vier Stunden und sie redete ohne Unterbrechung. Sie lud mich ungefragt auf das Eis ein, was ich kommentierte und sie nur grinste „So frech bin ich.“ Und sie grinste, verschmitzt. Und dann gingen wir noch spazieren, stundenlang. Ich brachte sie nach Hause - bei manchen Menschen ist einfach immer aufgeräumt!
Ich könnte sie den ganzen Tag anschauen, ich könnte ihr den ganzen Tag zuhören. Sie beruhigt mich, es fühlt sich gut an in ihrer Nähe. Auch ihr Seelenstriptease von heute war so vertraut. Und es war ein Striptease, den ich auf diese Art niemandem hingelegt hätte. Und das nach all den Monaten. Wer sind wir füreinander? Wieso können wir so entspannt Sachen sagen wie „Du möchtest lieber in den Schatten“ oder „So bist du nicht“, ohne uns überhaupt zu kennen. Ich bin verwirrt. Wie kann sie mich beim Spaziergang ständig anfassen, mir ständig über den Arm streichen oder so nah gehen, dass wir uns die ganze Zeit berühren ohne dass es stört? Wieso ist das so normal, so vertraut?
Hilfe, ich muss sie mit anderen sehen, erleben, beobachten.
Doch wozu? Es ändert ja doch alles nichts.

Es erstaunt mich, wie ich auf sie reagiere. Und ich weiß gar nicht genau, warum ich so auf sie reagiere. Ist es Nostalgie? Oder ist es mehr?
Sie beschreibt mir in stundenlangen Ausführungen ihre Liebesleidensgeschichte der letzten sieben Monate, und ich erkenne so viel darin wieder. So viele Sätze, die ich schon gehört habe. Sätze, die ich mal sagte, Sätze, die mir gesagt wurden. Und ich wünsche ihr, dass das alles bald ein Ende hat. Doch welches Ende soll es nehmen?

Das Leben ist verrückt. Da bin ich mit ihr nach Monaten des Schweigens verabredet und noch am selben Morgen läuft sie mir mit ihrem Exmann über den Weg. Und dann meint sie auch noch zu mir „Ich möchte nicht noch neben ihm liegen und er denkt nur an dich.“ An mich?! Hab ich irgendwas verpasst? Ich habe diesen Mann heute zum dritten Mal in meinem Leben gesehen und die ersten beiden Male sind Jahre her. Woher kommt dieser Vergleich? Was soll dieser Vergleich?

Diese wenigen Stunden haben in mir viele Fragen aufgeworfen. Im Grunde habe ich nur zugehört, doch die Vorstellung, sie zu küssen, geht nicht aus meinem Kopf. Mehrmals hinderte diese Phantasie mich daran ihr zuzuhören. Einmal kurz vorm Schloss und das zweite Mal bei ihr zu Hause im Flur. Wenn sie wüsste…