indalo

30.08.2017 um 23:54 Uhr

Die Liebesgeschichte geht weiter

von: indalo

Es ist unglaublich. Auch nach all den Jahren, nach all der Zeit, all den Erfahrungen, bleibt es aufregend. Es faszinierte mich schon früher, doch es ist einfach nicht zu leugnen und mir bleibt zur Zeit nur eine Formulierung: Die Liebe meines Lebens ist mein Beruf. 

Das mag für den ein oder anderen bedenklich sein, oder traurig klingen, womöglich auch einsam, aber für mich ist es das größte Glück überhaupt. Bin ich verrückt? 

Gestern stand ich strahlend und begeistert auf Arbeit und eine relativ neue Kollegin guckte mich skeptisch an. Ich ließ meinen Blick im Raum schweifen und meinte wieder einmal: „Es tut mir ja Leid für euch, aber ich freue mich wirklich darüber, dass ich arbeiten darf.“ - „Bist du noch in der Phase?“ kam es zurück. Ja, sie dürfte älter sein als ich, aber ob sie mehr Berufserfahrung hat, weiß ich nicht genau. Ich ließ mich nicht bremsen in meiner Euphorie, wollte ihr jedoch auf den Zahn fühlen: „Wie lange hielt diese sogenannte Phase denn bei dir an?“ - „Gar nicht.“ - „Dann kannst du aber auch nicht davon reden, dass es bei mir nur eine Phase ist, die bald enden wird.“ Ha. Von wegen. Das hier ist keine Phase. Also ja, es ist wieder eine Hochphase, und es wird auch wieder Tiefphasen geben, aber das ist das normale Auf und Ab des Lebens. Meine Liebe für meinen Beruf ist keine Phase, sie ist lebendig und fasziniert mich immer wieder. Denn ich mache das hier schon seit einigen Jahren, es ist Routine, mich erwartet nichts wirklich Neues, und doch bin ich aufgeregt, vielleicht auch ein bisschen nervös, keineswegs ängstlich, total zuversichtlich und absolut glücklich. 

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenZwischenweltler schreibt am 31.08.2017 um 09:14 Uhr:
    Das mag für den ein oder anderen bedenklich sein, oder traurig klingen, womöglich auch einsam, aber für mich ist es das größte Glück überhaupt. Bin ich verrückt?
    An dieser Stelle teilt sich die Welt wohl in zwei Lager.
    Schön, dass Du Dich auf dieser Seite zuhause fühlst. :)
    Kannst Du Dich noch an unsere Diskussion über Job, Arbeit, Beruf und Berufung erinnern? Ich glaube, Du verstehst mich heute besser, weshalb ich da unterscheide.
  2. zitierenindalo schreibt am 31.08.2017 um 18:18 Uhr:Ja, ich erinnere mich noch daran, aber ich rede immer noch davon, dass ich meinen Job liebe, auf Arbeit gehe und meine Berufung in meinem Beruf gefunden habe. Die Frage "Ist es nur ein Job oder dein Beruf?" stellt sich für mich nicht, da ich da keine begriffliche Unterscheidung mache. Auch wenn ich deine sehe und verstehe, so gelingt mir das nicht, auch nach all den Jahren. Aber das sind nur Kleinigkeiten.
  3. zitierenZwischenweltler schreibt am 01.09.2017 um 09:22 Uhr:Ach weißt Du, bei mir ist das einfach Faulheit.
    Zu unterscheiden, in "die, die mit ihrem Job glücklich sind" und "die, die mit ihrem Job unglücklich sind", das sind mir einfach zu viele Worte... ;)
    Aber mir ist schon klar, dass mit meiner "Kurzfassung" nicht jeder etwas anfangen kann.
  4. zitierenindalo schreibt am 01.09.2017 um 16:15 Uhr:Und für mich ist es so viel mehr als "ich bin glücklich mit meinem Job". Ich bin auch glücklich mit meinem Besteck oder meiner Couch, aber mein Beruf, Job bzw. meine Arbeit ist die Liebe meines Lebens.

    Ich weiß, dass du das schon so verstanden hattest. Steht ja auch unmissverständlich da :P Dennoch teilt sich die Welt damit für mich in mehr Facetten als nur zwei Lager.

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