indalo

26.12.2017 um 10:03 Uhr

Du bist immer wieder für Überraschungen gut

von: indalo

Zwischen meiner das Gespräch eröffnenden Frage und seinem Verstehen meiner Intention lagen genau vierundzwanzig Stunden. Ich hätte das Gespräch auch dort im Auto auf der Autobahn geführt. Ich bin ihm nicht ausgewichen, er brabbelte vor sich hin, meckerte über soziale Kontakte und Zeitfresser und kam damit vom Thema ab. Das war okay, ich musste es ihm nicht sagen. Ich wollte, aber es war genauso in Ordnung es nicht zu tun. Die Karte von der Insel im März war schon vorformuliert: „Meilenstein in Sicht“ und „Damit gehen keinerlei Erwartungen an dich einher“ Doch dann kam des nachts die nachfragende SMS. Er war vermutlich an der gleichen Stelle der Autobahn. Also antwortete ich und nach einigen verwirrten und überforderten Nachrichten rief er an. Erst ne Stunde auf dem Handy, dann noch vierzig Minuten auf dem Festnetz. Es war spannend, positiv, allumfassend und ich finde für meine Geschichte schön, dass er es nun als Erstes erfahren hat. Irgendwie macht es das rund, für mich. Und seine Worte am Ende zeigten auch, dass es gut für ihn war. „Danke für die vielen Informationen.“ sollte vielleicht eher „Danke, dass du mir davon erzählt hast.“ heißen, aber ich weiß ja, wie er ist. Und auch wenn er ein paar wenige Bedenken hat, so lachte er mehr als alles andere. Er freute sich, wenn auch nur für mich. Und er zweifelt nicht an mir, kein Stück. Vermutlich auch der Grund, wieso ich vorher nicht ansatzweise über dieses Gespräch nachgedacht habe. Andere Gespräche gehen mir seit sehr langer Zeit schon durch den Kopf, sind vorbereitet und haben dabei unterschiedliche Verläufe. Doch das Gespräch mit ihm war nicht durchdacht, und dadurch vermutlich noch entspannter. Die drei Gespräche stehen also noch an. Das Erste davon ist das Unberechenbarste, auch wenn Freude und Sorgen starke Stützpfeiler sein werden. Das Zweite wird euphorisch und hektisch, und das Dritte womöglich trotzig, allemal mit unterdrückten Gefühlen. 

„Wie soll ich denn heute schlafen? Wie soll ich denn morgen arbeiten?“


Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.