indalo

27.01.2018 um 21:32 Uhr

Lieblingsfamilie

von: indalo

Was ist denn nun eigentlich meine Lieblingsfamilie? In welcher Familie fühle ich mich am Wohlsten? Ach, muss ich mich überhaupt entscheiden? Nein! Natürlich nicht. Das ist wie Lieblingsfreund. Ein Wandertitel. Und momentan - einfach wegen der Aktualität der Ereignisse - gewinnt eindeutig die Familie, auf deren Kinder ich gerade aufpasse. 


Gestern passte ich auf die Kleine auf und als Mama sich verabschiedete, wollte sie ihr nicht einmal einen Kuss geben. Stattdessen schmiegte sie sich an mich. Dieses Kind ist einfach grandios. Nicht nur wegen ihrer offensichtlichen Zuneigung mir gegenüber, auch das ein oder andere Video, das Mama mir in der letzten Zeit schickte, brachte mich zu dem lauten Ausruf „Geiles Kind“ Doch gestern ging es gar nicht so sehr um die Kleine. Ich weiß ja schon, dass sie mich mag. Gestern ging es um Mama. Denn meine geliebte Freundin kochte mir gestern zwei Mal essen. Und sie kocht unglaublich ungern. Sie kocht sehr selten. Doch gestern machte sie erst cremigen Milchreis für mich, den ich ohne sie aß, und dann gab’s Königsberger Klopse. Für mich. Weil… keine Ahnung warum. Ich sollte mir was aussuchen, und eigentlich isst sie die mit Reis, doch meinetwegen mit Kartoffeln. Wir sind hier doch bei „Wünsch dir was“, oder sie mein Flaschengeist. Es fühlte sich so wohlig an, erst mit der Kleinen gemeinsam zu essen, danach nochmal mit der Mama. Sie ist mein Zuhause. Ihre Familie ist mein Zuhause. Auch wenn es mich überrascht, dass die Große mich auch umarmen möchte, als wir sie vom Kindergarten abholen. Ich gehe erfüllt nach Hause und wenn ich nicht so müde gewesen wär, hätte ich das schon gestern versucht festzuhalten. Doch heute muss es sein, denn heute passierte noch mehr! Papa fragte, ob ich auf die Kinder aufpassen kann und ich hab zugesagt. Bei ihnen angekommen sitzt Papa mit den Kids am Tisch und isst, Papa steht auf um mich zu umarmen und die Kleine reißt ihre Arme auf. Will sie jetzt auch eine Umarmung? Oder raus aus ihrem Stuhl? Oder was jetzt? Dann nimmt Mama sie auf den Arm, doch die Kleine will nur zu mir. Als ich sie übernehme, kuschelt sie sich an mich. Huch! Mama wurde gar nicht richtig begrüßt. Mama guckt und lacht „Das war doch gestern schon so, da bin ich direkt abgemeldet.“ Und die Kleine strahlt mich an als gäbe es nur uns beide auf dieser Welt. Wenn ich mich nicht immer fragen würde, wie die Eltern das so finden, würde ich noch mehr in dem Moment aufgehen. Es war zauberhaft. 

Als es ins Bett geht, spielt die Kleine ihr Spiel. Sie steht an der Heizung und ruft „Eins!“, Mama zählt bis drei und das Kind läuft los um ihr in die Arme zu fallen. Da liegen beide in Mamas Armen, wie schön. Und von vorne. Doch in der zweiten Runde biegt die Kleine im neunzig Grad Winkel ab und fällt auf meinen Schoß. Doppelhuch! Die Große mault „Ich will, dass sie zu mir kommt.“ und Mama kontert „Da musst du zu Indalo gehen.“ Herrlich, einfach herrlich. Ich bin wirklich ein Magnet für dieses Kind. Und ich genieße es. Genau wie bei dem anderen Knaben - ob ich die zwei wohl später mal verkuppeln kann?


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