gedanken vom leben

30.06.2006 um 20:52 Uhr

was an dieser stelle einfach mal gesagt werden muss

von: inge

ich weiß nicht, ob ihr dieses gefühl kennt, oder mal gekannt habt. es gibt so orte, an denen fühlt man sich wohl, einfach so.

und jetzt muss ich euch gestehen, meine schule ist so ein ort. ich mag sie, meine schule. natürlich nervt mich der unterricht manchmal oder oft - aber ich mag die meisten lehrer, ich mag viele der schüler, wir sind eine relativ kleine schule (ca. 700 schüler) und es geht mir gut dort. unser hausmeisterehepaar ist nett - ich bin verdammt gerne in meiner schule.

29.06.2006 um 20:18 Uhr

zusammenfassung

von: inge

Stimmung: glücklich, ein wenig wehmut.....

no time.... morgen schreib ich mathe..... gestern haben wir einen scheck über 5000€ bekommen - für einen unfall, den die hälfte meiner family vor vier oder fünf jahren hatte.... vollkommen unerwartet, aber soooo super!!!!

tja, ansonsten..... ein wenig wehmut - theater ist vorbei.. dienstagabend noch ein wenig party - mit pizza, eistee, bier und sekt (aber es ist niemand betrunken oder angetrunken nach hause gekommen), war schön. hab gemerkt, wie sehr mir "die kleinen" unter uns ans herz gewachsen sind.... und nächstes jahr mach ich kein schulspiel mehr, nur den grundkurs dramatisches gestalten..... und erst am wochenende meinte n.s kleine schwester, dass ich doch beides machen könnte, und zwei aus "meiner" gruppe vom letzten jahr wollten wissen, wann ich denn wieder die schulspielgruppe leite - eigentlich gar nicht, denn im gegensatz zu letztem jahr haben wir jetzt genug lehrer.... aber ich fands so lieb... ich würds ja auch voll gern machen, aber die zeit?? und außerdem, wenn wir genug lehrer haben, wird mir der chef das auch nicht erlauben. und dann waren sie alle traurig, dass ich nächstes jahr nicht dabei bin.... ich meinte, mal sehen, kommt drauf an, welchen lehrer sie kriegen, vielleicht kann ich die zwei wochen vor der aufführung und bei der aufführung helfen - so hinter der bühne und so, sozusagen theaterpädagogik..... hab von einer, die bei uns in der stadt am theater arbeitet, auch eine schule empfohlen bekommen (vergessen, wo die war, muss nochmal fragen), da wären schon sehr gute dramaturgen, theaterpädagogen, regisseure usw bei rausgekommen, da würd sie mich gern hinschicken... (nachm abi versteht sich)

naja, mit p. dienstag abend ein treffen ausgemacht, unauffällig, ich wollte nicht, dass k. was mitbekommt, auch wenn mir klar ist, dass das keine lösung ist. ich weiß noch nichtmal was ich ihm sagen werde. er wird am sonntag zu mir rauskommen.....

tja, gestern bühne abgebaut - wehmut..... muss sagen, ich hab wesentlich weniger als beim aufbauen gemacht. lag ein wenig auf dem gerüst herum, ganz oben, sehr sentimental, dazwischen hab ich komische lieder gesungen... (what shall we do with the drunken sailor.... mein hut, der hat drei ecken.... manchmal, aber nur manchmal, haben frauen wie du ein bisschen haue gern...)

heute wieder normal schule - bin aber erst zur dritten gekommen. unsere eine alice getroffen, die kleine aus der 6. und sie war irgendwie total traurig, wollte wissen warum, sie wusste es selber nicht... hab sie ganz dolle in den arm genommen. ich kenn dieses gefühl von leere nach solchen aufführungen so gut... und es war schließlich ihre erste richtige, und das gleich als hauptrolle..... da fällt die rückkehr zur realität verdammt schwer.

so, mathe lässt grüßen.....

ich wünsch euch nen schönen abend!

26.06.2006 um 15:21 Uhr

premiere!!

von: inge

ich bin ein wenig durcheinander und k.o. - aber: heute abend haben wir premiere! alice im wunderland.... drückt mir ganz dolle die daumen! ich hoffe, es wird schön!

24.06.2006 um 19:10 Uhr

der samstag, an dem deutschland trotz meiner tatkräftigen unterstützung in form einer schwedenflagge auf meinem gesicht 2:0 gewonnen hat....

von: inge

es geht mir gut! es geht mir richtig richtig gut. auch wenn ich total k.o. bin. verdammt fertig. den ganzen tag von elf bis halb 6 in der schule gewesen. in der turnhalle und geprobt. wobei wir fast nicht zum proben gekommen sind, wir haben nur einen durchlauf geschafft. ganz viel organisiert, was wo sein wird und die kostüme und die requisiten....

am allermeisten gefällt mir diese abeschlossenheit bei unseren theaterproben. du bist dort in der halle, es ist dunkel, meistens, bis auf die scheinwerfer, und die welt draußen ist egal, wichtig sind nur wir, die hier drin sind, und unser stück. und mittlerweile bin ich davon überzeugt, dass es gut wird. vielleicht sogar hammergut ;-) das bühnenbild mit dem licht... ich werd morgen fotos machen, vielleicht kann ich ja mal eins reinstellen.... und die musik.... jetzt müssen nur noch wir richtig gut spielen..

unbestimmte sehnsucht, nach jemandem, mit dem ich reden kann.. auch wenn ich wahrscheinlich, wenn jetzt jemand da wäre, den ich da haben wollte, aus dem schweigen nicht mehr rauskäme, oder aus dem "höflich-konversation-betreiben".

hab schon wieder das bedürfnis, mit n. zu reden. ihn zu fragen, wie er das alles sieht. und überhaupt.. mich nur mit seiner kleinen schwester unterhalten, sie spielt in meiner szene mit, an ihn als "techniker" "kam ich nicht ran". außerdem war m. teilweise da, sie ist auch frühs mit ihm hergekommen.. es tut mir leid und ich könnt mich selber schlagen, dass mich das ein klein wenig ärgert. und ein wenig hilflos macht.

22.06.2006 um 22:28 Uhr

.....gedicht (11.juni06)

von: inge

gedanken aus dem leben

verzweifelt
alleine
die Worte
kommen und gehen
die Welt ist zu groß
die Menschen zu nah
zu allgemein
was ist normal
wann fängt der Wahnsinn an
ich will weg
Neuanfang
irgendwo Pause in meinem Leben
unzufrieden
mit allem und jedem
warum nur
wo ist die Hand
wo bleibt der Himmel der Nacht
mit den Sternen
und die Hilfe für eine Krankheit
die man nicht heilen kann
weil es sie nicht gibt

22.06.2006 um 21:36 Uhr

anstrengend

von: inge

heute gings endlich richtig los: wir haben die bühne aufgebaut.... für alice im wunderland..... und langsam fange ich an mich zu freuen. obwohl es sauanstrengend war, einfach wirklich körperarbeit und ich bin numal kein starker mann, ne! diesmal ist das bühnenbild wahnsinnig aufwändig, haben zu den bühnenteilen auch noch ein gerüst ausgeliehen..... es ist total schön, wenn sich unsere turnhalle im lauf eines tages in einen vollkommen anderen raum verwandelt. und das, weil ein paar theaterbegeisterte leute zusammenarbeiten. mit leuten, die ich - zum größten teil - mag, und selbst die, mit denen ich sonst nicht so klar komm, waren heut total freundlich und ich war irgendwie auch voll offen und gut drauf. und die eine stunde, die ich im unterricht war wegen der schulaufgabe nächste woche, hab ich mich voll oft gemeldet, sozusagen '"aktiv am unterrichtsgeschehen teilgenommen".... so sollte es öfter sein.... ich glaub, da gibts irgendson hormon bei mir, dass mich viel umgänglicher macht, wenn ich diese art stress hab.... ja, und jetzt bin ich voll k.o. und hab nen dutzend blauer flecke....

das einzig beunruhigende war, wir hören beim aufbauen immer musik, und meistens die von n. tja und da kam dann wohl mehr zufällig irgendwann "behind blue eyes" von limp bizkit - weiß nicht, ob ihr das kennt. ist eigentlich schon ziemlich lange her, zweieinhalb jahre mittlerweile, aber damals war dieser song beinahe gleichbedeutend mit n. - fragt mich nicht warum. es war ein wenig komisch, denn er wusste es, und er muss sich daran erinnert haben. trotzdem war es kein schmerz mehr, sondern eher ein wenig trauriges erinnern, diese zeit damals war sehr wichtig, aber sie ist vorbei. und es war gut so. jetzt ist es wohl besser :-)

mich sogar ganz nett mit m. unterhalten, einer eher sehr guten freundin von ihm, auf die ich normalerweise - eifersüchtig war, und mit der ich auch nicht sonderlich gut klarkomme, oder mit ihrem sarkasmus.... einen moment mit dem gedanken gespielt, m., lass mich erklären, warum ich so bin zu dir, warum ich dir so seltsame blicke geschickt habe, lass mich erklären, warum es mir manchmal leider immer noch wehtut, dich mit ihm lachen zu sehen.

ich weiß nicht, ob sie zusammen sind.

so, genug der gedanken - max frisch, homo faber, wartet - bzw die literarische erörterung.....

21.06.2006 um 21:14 Uhr

wie viel halte ich aus?

von: inge

scheine mich und meinen körper wirklich auf die probe stellen zu wollen.... obwohl es eindeutig tendenzen zum "müssen" annimmt.

erst geschafft, um halb sieben aufzustehen, also kein frühstück. erste stunde im computerraum verbracht, wegen unserem programmheft. die dritte auch. unterricht sonst - langweilig, aber leider wichtig. vierte stunde wieder diese seltsamen kopfschmerzen bekommen - hab in der pause zum glück von ner freundin ne tablette dagegen gekriegt - normalerweise nehm ich sowas ja gar nicht.

von eins bis viertel vor zwei mathe erklärt bekommen von d. - wir schreiben nächste woche schulaufgabe. bis viertel drei schulspiel, den letzten kram geklärt, von halb drei bis halb vier hab ich lateinnachhilfe gegeben. halb fünf daheim, was gegessen, halb sechs bis halb sieben büchereidienst, danach gleich babysitten bis halb neun. und jetzt bin ich hier und mein deutschaufsatz wartet.
mach ich zu viel?

hänge schon wieder in halben depressionen und bin halb krank - darf jetzt aber alles nicht sein, nicht jetzt!!

p. übrigens gestern morgen zufällig getroffen - seltsames gespräch. mit dem ergebnis, wir haben beide viel stress, und ich bat ihn, am wochenende anzurufen, damit wir uns vielleicht nächste woche treffen können. ich weiß nicht, was ich mir davon erhoffe. tatsache ist, so kann ich nicht weiter, und da ist immer noch meine freundin k. und schon wieder diese rivalität. p. so süß, oh ist da wer niedlich, usw..... und ich sage nichts. hab ihr schon mal einen freund indirekt "weggenommen".

frage mich, ob die p.  "alles-gesteh-methode" mal wieder falsch wäre. im bezug auf sie und mich. warum muss eigentlich alles so anstrengend und schwierig sein?

19.06.2006 um 23:38 Uhr

hoffentlich gute nacht

von: inge

ich bin zu lange wach, ich verdränge, ich frage mich, wie lange mein körper das mitmacht, diesen ewigen schlafmangel, und das, obwohl ich so viel leisten müsste. gerade jetzt kann ich es mir nicht leisten, nichts zu tun - in beinahe jeder hinsicht.

sehnsucht nach p. *seufz*

19.06.2006 um 19:07 Uhr

gedicht.... (irgendwann letzte woche)

von: inge

der himmel war grau
und niemand
wusste
warum
zu viele fragen
ohne antworten
was hätten sie tun sollen
wahllos

19.06.2006 um 18:49 Uhr

der kampf der vernunft..

von: inge

(ich hoffe, sie gewinnt nicht)

meine mutter ist jetzt heute nachmittag dann doch in die schweiz gefahren - sozusagen trauerarbeit leisten, zusammen mit zwei patern sein zimmer aufräumen, sortieren.....

tja, und an wem bleibt die verantwortung hängen..... ich frage mich, ob ich meinem pflichtbewusstsein gehorchen soll - das sagt, egal, ob dir deine schwestern helfen oder nur die ganze zeit rumhängen, die küche wartet, der staubsauger, die hunde, das bad....

die andere seite ist jedoch auch sehr verlockend, immerhin werde ich morgen den ganzen tag nicht daheim sein und meine mutter morgen abend wiederkommen, sollen doch meine schwestern merken, dass hier was zu tun ist. tatsache ist, zumindest um die hunde muss ich mich kümmern.

und ich warte, ob p. anruft... aus einer sehr großen, unbestimmten sehnsucht heraus.... ich hab ihn heut nicht gesehen, deshalb seinen freund, der bei mir in der klasse ist, beauftragt, ihm zu sagen, dass er mich bitte unbedingt anrufen soll.... bitte, bitte, bitte. ich weiß nur nicht, ob er meine handynummer noch hat....

habe jetzt zwei wochen stress vor mir, nächste woche zwei schulaufgaben und die beiden aufführungen von alice, dafür diese woche noch proben, samt wochende, zudem scheinen sämtliche nachhilfekinder (zwei) plötzlich festgestellt zu haben, dass sie nächste woche ebenfalls schulaufgabe schreiben und wollen diese woche noch mehr nachhilfestunden.... (insgesamt fünf) ich muss aber auch noch einen deutschaufsatz schreiben bis freitag. oh mann.

raus aus meinem leben. meine sehnsucht nach einer eigenen wohnung wird leider gottes immer größer.

18.06.2006 um 21:27 Uhr

letzter ferientag

von: inge

tja, hab ihn mit aufräumen und mich organisieren verbracht. ich freu mich auf die letzte etappe, auch wenn ein paar schwere dinge mit dabei sein werden.

und sonst.... ich hoffe, es geht euch gut.

17.06.2006 um 21:43 Uhr

abschied

von: inge

warum müssen sie so sein? so feierlich, alle schwarz gekleidet, verhaltenes schluchzen, zu traurig. warum kein heulen und klagen, lachen und weinen? warum erzählt man nicht unter lachen und tränen von dem menschen, den man verabschiedet? jeder in den armen von jedem? emotionen hinauslassen, nicht zurückhalten, denn irgendwann kommen sie ja doch wieder?

er hatte sich trotzdem einen einen schönen tag ausgesucht, um begraben zu werden. sonne, und ein leichter sommerwind. die bäume auf dem friedhof, so viele menschen. am schlimmsten war es für seine eltern, seinen bruder und dessen familie.

natürlich haben alle schöne worte gemacht, ich weiß nicht, ob ihn jemand wirklich so kannte, wie meine mutter ihn kannte, und ich ihn von ihren erzählungen kannte. er hat es gut dort oben. hoffe ich.

alles gute, andreas, auch wenn ich dich erst nach deinem tod wirklich kennengelernt habe.

machs gut.

17.06.2006 um 21:29 Uhr

passt auf jede gurke

von: inge

ich war heute bei meinem vater. er hat mir eine packung kondome geschenkt. sein kommentar: die hab ich schon viel länger, hatte vergessen, sie dir zu geben.

meiner war, oh, danke, kann man immer mal wieder brauchen.

leider vollkommen unbegründet. sie halten jedoch bis november 2009.

15.06.2006 um 16:48 Uhr

wann kommt der regen

von: inge

es ist schwül, zu heiß, um irgendeinen gedanken fassen zu können. ich möchte noch einen brief schreiben, werde trotzdem versuchen, dies draußen zu erledigen.

heute morgen bei der fronleichnamsprozession mitgelaufen - ich war ohnehin um halb sechs schon wach, und meine mutter hat sich gefreut. ich habe jedoch lediglich die rolle des betrachters eingenommen - mich gefragt, warum und wieso, und ob es sein kann - gott, das ziel, der weg und das leben.

15.06.2006 um 01:12 Uhr

Hermann Hesse, Stufen

von: inge


Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden...
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

 

15.06.2006 um 00:44 Uhr

nach 4:48 ist alles gesagt

von: inge

zum glück ist es noch nicht so spät.... hab mir endlich zeit an diesem pc erkämpft..... und erstaunlicherweise funktioniert das internet jetzt doch wieder.

ich hab p. nicht angerufen.... obwohl ich eigentlich will. und ich weiß auch, dass ich eigentlich nur heute zeit gehabt hätte, oder morgen, aber wenn ich ihn morgen anrufe, ist das vielleicht zu kurzfristig.... wahrscheinlich. und deswegen werde ich wahrscheinlich auch nicht anrufen. wohl auch, weil ich zu sehr hoffe, und nicht will, dass diese hoffnung zerstört wird. selbstbetrug.....

ich muss ins bett. aber ich will nicht. ich kann nicht mehr schlafen. andauernder halbwachträumzustand. das ist nicht mehr schön. und bringt irgendwie nichts. und ich dachte in meinem jugendlichen leichtsinn, ich könnte richtig viel schlaf nachholen, oder vorschlafen. denkste.

13.06.2006 um 20:48 Uhr

vertrautheit

von: inge

darf man sich jemanden suchen, darf man jemanden haben, der alles von einem weiß? mit dem man über alles reden kann und mit dem man auch über alles redet?

wenn man so jemanden haben darf, dann weiß ich, wer das für mich ist. hab mich heut mit ihm getroffen, um zwei, sind in den rosenbachpark und lagen auf der wiese im schatten, und haben geredet. oder vielmehr, ich habe geredet, und er hat mir zugehört. meistens jedenfalls... das schöne ist, ich kenn ihn jetzt ziemlich lange, und irgendwie ist eine vertrautheit entstanden, die ich eigentlich längst aufgegeben hatte. ich bin wie ich bin bei ihm, und er akzeptiert das.

zwischendurch - sonne durch die baumblätter auf meinem gesicht - sonnenkreise - und das schweigen - angenehmes schweigen, ohne ansprüche, einfach so. früher dachte ich in solchen momenten, jetzt musst du aber irgendwas sagen...

tja. fazit dieses tages - irgendwie bin ich glücklich, einen freund wie ihn zu haben. wenn wir auch nur freunde sind.  am ende hab ich ihn gefragt, "ein verschwendeter nachmittag?" da hat er mich angesehen, und gesagt "nein." mit viel nachdruck und ich glaube, er meint es wirklich so.

12.06.2006 um 00:38 Uhr

die welt ist komisch. und ich leider auch

von: inge

tja. ich weiß nicht was ich sagen soll. mach ich mir meine depressionen selber? zwei stunden mit einem freund telefoniert - seine und meine welt sind anders, aber uns ein wenig ähnlich - seine welt ist die der musik, meine die des theaters. grob gesagt. ich habs gern, mit ihm  zu telefonieren, wir wohnen zu weit weg um uns öfter zu sehen, aber nach diesem gespräch heute.

ich bin schon wieder vollkommen hilflos! und ich versteh das nicht! warum kann ich mein leben nicht einfach anpacken, warum kann sich nicht endlich ein wunsch erfüllen! es ist ja nicht so, dass ich einfach abwarte und tee trinke, dass mein leben zu meinem leben wird.

ich strenge mich an, gebe mir mühe, es zu meinem leben zu machen. aber etwas fehlt, und so wie ich das sehe, liegt es nicht in meiner macht, das zu ändern.

dafür hasse ich dieses leben.

obwohl ich es eigentlich trotz allem liebe.

11.06.2006 um 17:21 Uhr

weiter

von: inge

tja, p. hat sich verabschiedet, er musste doch das eröffnungsspiel anschauen. ich saß vorm theater, da sind bänke und ein wenig grün und hab nachgedacht, musik gehört und auf meine freundin gewartet. zusammen sind wir dann zu meiner oma gefahrn, sie wohnt ja gegenüber.

ich nehme an, ich habe die rolle der enkelin perfekt gespielt, ich hab meiner oma nichts von meinem gedankenchaos erzählt. mein cousinchen war dann mit oben, wir haben den abend auf dem balkon genossen, geredet, gespielt.

erst nachts kamen wieder die gedanken, quälend, und ich frage mich, ob ich verallgemeinere, mich nur "allgemein" nach jemandem sehne, oder ob ich wirklich ihn meine. die halbe nacht hab ich analysiert, im halbschlaf, wieder und immer wieder.

tagsüber sofort wieder in meine rolle gefunden, mein cousin war vormittags mit oben, wieder saßen wir auf dem balkon, zusammen bastelten wir den gutschein zum geburtstag meines cousinchens....

nachmittags sowieso der ganze besuch (mein cousinchen ist 18 geworden....) und ich hab meinen kleinsten cousin mal wieder gesehen, ich glaub, der is jetzt zwei... zusammen auf der hollywoodschaukel nach hollywood geschaukelt.... an manchen tagen bin ich so froh, dass ich doch auch wieder verwandte hab. es tut so gut...

abends hat mich meine tante mit in die stadt mitgenommen, dann bin ich nach hause gefahren. saß zwei stunden vor meinem laptop in meinem zimmer, mit zwei lieben menschen gechattet - der eine davon, wie schon gesagt, n. und er hat mir seine icq-nr gestern erst per mail geschickt..?

war sehr emotional, dieses "gespräch" mit n. ich hab so das gefühl, er hat sich irgendwie verändert, aber es kann nicht sein, ich hab ihn ja vor ner woche noch gesehen.... positiv verändert. vielleicht liegt das aber auch nur am icq - meine psyche war plötzlich sehr mitteilsam.

nachts noch in eine decke gewickelt auf der terrasse gesessen, joghurt gegessen und meine mamà getröstet - sie hat von a. erzählt, der gestorben ist, und dass sie sich vorwürfe macht, weil sie so oft nicht ans telefon ist, wenn er angerufen hat. aber sie hat so viel geholfen, wie sie konnte.

bevor ich ins bett bin, nochmal icq - hin und wieder liebe ich diese art kommunikation. ich glaube, um zwei hab ich geschlafen.

so. und jetzt? verarbeite ich.... ich versuchs zumindest.... dienstag treff ich mich mit n., p. muss/will ich anrufen......

11.06.2006 um 13:18 Uhr

zuviel

von: inge

ja, es ist zuviel passiert. zuviel für meinen kopf und für mich.

freitagmorgen die generalprobe von "4:48 psychose" angeschaut. ein stück von sarah kane und dementsprechend sehr hart und erschlagend, "sie können nichts dafür". es war gut, ich werde am mittwoch mit zwei freunden in die normale aufführung gehen.

nachmittags theater - war ganz schön, auch wenn wir nur wenige waren. allerdings hab ich um halb fünf eine sms bekommen - es ist jemand gestorben. ein freund meiner mutter, lebte in der schweiz, war 42, hatte depressionen, kam mit sich nicht klar, war ein genie, hatte so viele ideen, war im kloster, und vor ein paar monaten wollte er meine muttter heiraten. für den moment war ich geschockt. aber y. und c. waren da.

um fünf haben wir aufgehört, standen noch draußen vorm eingang rum, und als p. und m. gehen wollten, hab ich p. gefragt, ob er noch fünf minuten zeit hat für mich.... standen zu zweit in der sonne auf dem gehsteig, ich hab ihn gefragt, ob er eine zigarette für mich hat.

hab eine bekommen, und eine umarmung, und viel schweigen, tonlos feuchte augen, zu zweit standen wir da, redeten von hartz 4, das ich beantragen muss, weil ich schon 18 bin, von dem toten freund meiner mutter, von meiner angst, vielleicht in zwanzig jahren auch so dazustehen und nicht zu wissen, wieso und warum und wohin. davon, dass mir so viele menschen helfen, aber es ist nicht das, was ich brauche.... "was brauchst du denn" ich weiß es, oder glaube es zu wissen, aber ich habe es ihm nicht gesagt. gestern nacht mit n. gechattet, es ihm erzählt, er wusste sofort was ich meine. verdammt, er kennt mich so gut. p. hab ichs nicht gesagt. er hat ein paar mal nachgefragt.

und dann, in einem ansatz von verzweiflung und es ist schließlich sowieso egal was ich sage, meinte ich, und wenn man dann den menschen, den man vor einem jahr.... dann hat mein verstand mich wieder übernommen - oder auch nicht?

was ich sagen wollte: wenn man dann den menschen, den man vor einem jahr am liebsten nicht gesehen und nicht getroffen hätte, wenn man ihn dann sieht und denkt, verdammt, was habe ich gesehen vor einem jahr, er hat so viele gute seiten, er ist so lieb, verdammt verdammt, und dann denkt man, aber jetzt ist es zu spät, und man würde so gerne so viel rückgängig machen.....

erklärung: letztes jahr um die zeit hatten wir eine woche lang abends aufführung im theater. ich musste mit p. zusammenspielen - wir waren das pärchen mit happy end kuss. das mit dem kuss hab ich aber erst zwei wochen davor erfahren, und es war zuviel für mich, mein erstes theaterstück und dann gleich so - ich hab p. ignoriert, ich hab ihn angemotzt, wenn er was von mir wissen wollte, es war nicht einfach mit ihm zu spielen, solche szenen zu spielen, ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll. er hat vergleichsweise gut reagiert - er war mir nicht böse, er hat mich trotz allem akzeptiert.

vor ein paar wochen hab ich mit ihm darüber geredet, es ihm erklärt, ich denke, er hat es verstanden.

und das am freitag..? es tat so gut, er hat mich einfach festgehalten und meinte am ende noch, wir können uns ja nochmal treffen und reden.... ich soll einfach anrufen.