gedanken vom leben

30.07.2009 um 13:17 Uhr

viel

von: inge

kapitulieren, nein, das tu ich nicht, trotz der fülle an erlebnissen, gedanken, gefühlen. von früher und noch nicht so viel früher, letztens und jetzt erst. viele menschen wiedergetroffen. geplant, und zufällig, zu spät bin ich mal wieder meistens, nicht viel, aber eben  zu spät. ich genieße es, hier zu sein, meine heimat. ob man mir das ansieht - inge mit dauergrinsen? ich weiß es nicht. meine alte schule hatte ihr sommerfest, auch da waren wir da, meine mädels und natürlich meine theaterkinder... es ist ein unglaubliches gefühl, nur das gleiche, das ist es nicht mehr. die schulband spielte, jonny, wie letztes jahr auch. und, u2, with or without you. lehrer, menschliche lehrer, wiedergetroffen, in den arm genommen worden. mein liebes hausmeisterehepaar, wahhh, was eine freude!!! so lieb die beiden!! und natürlich der lehrer meines vertrauens. schlimm, er und seine frau, auch sehr, sehr liebe, aber kinder kriegen, das können die beiden nicht... und das tut mir so leid, wenn es jemand verdient hätte, dann die beiden. die zukünftigen großeltern meiner kinder hab ich somit schon gefunden und das ist sehr schön.

"zuhause" war ich heute auch. die hälfte der strecke hatte ich schon hinter mir, da arztbesuch, fahrkarte galt noch, dachte ich, ja, fährste hin. mhm. beeindruckend. vor einem jahr war ich das letzte mal da, seit eineinhalb jahren steht es leer. ich hatte erdbeeren diesen sommer!!! äpfel hängen an den bäumen, noch nicht essbar, die pflaumen auch nicht ganz reif.... dafür die brombeeren, sehr lecker.... der rest des gartens.... sehr verwildert. das wenige, was man von innen sehen kann, sieht nach immer noch nicht leergeräumt aus... in der küche stehen noch immer marmeladengläser. mit selbstgemachter marmelade. mit schildern, die ich vor urzeiten mal geschrieben habe. veränderung. meine mutter.... ich "darf" sie besuchen, hat sie mich vor drei wochen in einer sms wissen lassen. ich werds abwarten - wenn mir danach ist, tu ichs. wenn ich nicht kann, komm ich eben nicht....

that's how I knew the story would break my heart... ich glaube, gebrochen hat sie mein herz noch nicht. es waren zwanzig wundervolle stunden, die ich nie erwartet hätte. ich wollte nur kaffee trinken gehen, mit dem lieben zivi aus dem krankenhaus. ich konnte nicht ahnen, wohl hab ichs gehofft, dass wir uns so gut verstehen würden. alles war so einfach, wir haben geredet über wirklich alles - es ging, einfach so!!!! also blieb es nicht bei einem kaffee, sondern die shisha kam dazu, später mit freunden von ihm ein cocktail, und tanzen waren wir auch - bis nachts um drei. unglaublich süß und liebevoll. er wusste, dass ich zwei tage später weg bin, er hätte sich keine mühe geben brauchen. als ich ihn freitag fragte, wegen dem kaffee, hatte er noch eine freundin. samstag, als wir uns trafen, nicht mehr. special situation..... ich mich erstmal schlagen können, als er mir das am samstag gesagt hat. ich wollte ja auch ehrlich nur einen kaffee trinken. war neugierig, einfach so.  und dann verstanden wir uns so gut, und er sagte, hey, du kannst auch bei mir schlafen. hintergrund - mein letzter zug um halb elf!! und er hat einen hund und ich mag hunde... ich erst vorsichtig, ja mal sehen, wenn ich mit deinen freunden nicht so klarkomme oder so... aber hej, es war toll!!! ich kanns nich beschreiben und alles was ich da jetzt versuche, zu erzählen klingt vermutlich total bekloppt, oh mann. mhm. um drei sind wir zu ihm, im taxi. meinen stein, meinen stein von der nordsee, von meinem 18. geburtstag habe ich wohl da verloren... manchmal ist es zeit, dinge gehen zu lassen... hart. 

er spielte ein wenig auf seiner gitarre, ich rauchte meine zigarette zu ende, er küsste mich. nicht das erste mal, aber unglaublich schön. er sagte, ich hoffe, wir bleiben in kontakt. ich, versuchs mal mit briefeschreiben, lächel. es ist nichts passiert, in dieser nacht. ich hab mich einfach nur sehr, sehr wohl gefühlt. seine hand gehalten. lag, wie immer, aber zufällig, auf der "richtigen" seite des bettes. und morgens, ja die geschichte hab ich schon geschrieben, morgens aufgewacht, weil ein hahn kräht. im halbschlaf kirchenglocken. blauer sommerhimmel im dachfenster über uns. das tapsen der hundepfoten im flur. 

ja, scheiße, verdammte, es war schön. und nein, ich will nicht "mehr". ich will nur, dass er mir schreibt........!!!

27.07.2009 um 23:31 Uhr

telefon

von: inge

falls sich noch jemand erinnert: n.

zieht sich durch mein leben, schon sehr lange. gefühlt sehr lange. fünf jahre? früher, viele briefe. jetzt, von schweden aus, auch briefe, aber nur drei, oder vier, und nur von mir. dafür haben wir uns sowohl im dezember, als auch im märz gesehen, als ich in deutschland war. heute im icq angeschrieben, eben. weil mir so danach war. und - glück! morgen fliegt er, nach thailand, für einen monat. mit einem freund und einem rucksack. that's life. und dann haben wir telefoniert, nicht lange, aber wir haben, das tat so gut! ich, hier, auf dem balkon, mit einer tasse kaffee und blitzen, die noch über den himmel blitzen.... gutes gefühl.

27.07.2009 um 12:59 Uhr

weil es nichts schöneres gibt

von: inge

als morgens aufzuwachen
weil ein hahn kräht
kirchenglocken läuten
weit geöffnete dachfenster
blauer sommerhimmel
das tapsen von hundepfoten im flur
und neben mir
ein einzigartiger mensch
weil ich mich
ganz einfach
wohlfühle

und weil ich weiß, es ist richtig, verrückt zu sein.

25.07.2009 um 14:54 Uhr

inge-atypisch

von: inge

einfach zu fragen, willst du nachher einen kaffee mit mir trinken.

viel zu neugierig. auf nichts bestimmtes, sondern alles. 

einfach treiben lassen, mal gucken, was so passiert, auf dem strom des lebens. 

ich verkrafte sie nicht mehr, beschimpfungen, rumgeschrei. vermisse die positive grundeinstellung zu allen menschen, toleranz, akzeptanz, achtung. 

24.07.2009 um 06:44 Uhr

guten morgen!

von: inge

letzter tag mit meinem praktikum. vor zwei tagen eine patientin tatsächlich gestorben, es war zu erwarten, aber trotzdem - schlimm. eine stunde zuvor hatten wir noch visite bei ihr gemacht.... seltsam. und seltsam, wo die zeit mal wieder hinrennt, mein leben mich mitnimmt.... es geht weiter... und, gestern, meine lieblingsband, sofern ich von sowas sprechen kann, spielte gestern hier in der stadt... und wer hatte keine karten... mein tantchen und ich natürlich... aber daran gewöhnt bin ich. ich vermisse t. und freu mich auf ihn - er holt mich dienstag am bahnhof ab.... meine gefühle.... die registrieren gerade, dass ich schon wieder ein zeitliches ende hier habe und irgendwie.... hab ich noch nichmal den anfang begriffen....

"der mieter"..... mhm, ist schön. aber wir genießen den moment, das jetzt, und die zukunft.... die bleibt offen. ich will mich nicht binden, nicht jetzt, gelernt habe ich vor einem jahr, dass ich es über eine solche entfernung nicht will...und, das klingt vielleicht blöd, die ähnlichkeit mit meinem vater ist verblüffend. 

sicher - unsicher - frei.

flucht? das ständige "weg"??

16.07.2009 um 19:43 Uhr

eine stadt für dich

von: inge

es ist zuviel, zuviel, dem stimme ich zu, einfach zu viel. alles hier, im hier und heute und ganz persönlich auch. viele  begegnungen im krankenhaus, mit den ärzten, den patienten. meist schlaganfall. prägend, für mich, irgendwie. wichtig und gut, aber ein ganz schönes stück arbeit, obwohl ich als praktikantin gar nicht so viel tun muss. und persönlich, ja, meine tante und das geldproblem, die ähnlichkeit, die sie hat, mit meiner mutter, viel ähnlicher ist sie ihr geworden und viel schlimmer ist alles. das zwischenmenschliche auch - sie, der mieter und ich. und meine beiden cousins. alles anstrengend.

ich hätte lieber eine stadt in grün. mit viel wasser, vielen bäumen und wiesen.

15.07.2009 um 06:29 Uhr

was eine nacht....

von: inge

ich war, glaube ich, mehr wach oder in irgendwelchen aktiven träumen als dass ich geschlafen habe.... ununterbrochen regen, donner, blitze... gestern abend großer frusttag - irgendwie alles lief schief, nicht für mich, sondern für mein tantchen, aber mich hats automatisch mit runtergezogen.... aber heute ist ein neuer tag.... hab schon lecker erdbeeren gegessen, draußen ist es wunderbar angenehm, trotz regen... und der mieter... viel passiert, meine gedanken sind nur gar nicht geordnet. aber alles wird gut, wie immer!!!!

12.07.2009 um 13:28 Uhr

tagesprogramm

von: inge

TAGESPROGRAMM

Heute will ich
aus dem Rahmen fallen
und weich landen,
dann zu der Musik
in meinem Kopf
schön aus der Reihe tanzen,
mich zum Ausruhen
zwischen die Stühle setzen,
danach ein bißchen
gegen den Strom schwimmen,
unter allem Geschwätz wegtauchen
und am Ufer der Phantasie
so lange den Sonnenschein genießen,
bis dem Ernst des Lebens
das Lachen vergangen ist.

(Hans Kruppa)


12.07.2009 um 03:44 Uhr

zurück

von: inge

in schweden wäre es jetzt bestimmt schon hell. oder die sonne geht gerade auf. wie schön wäre es, wenn ich jetzt, wieder dort stehen könnte, am see. vögel zwitschern hören. ich bin gerade mal zehn tage hier, zehn überladene, wenn auch schöne tage in deutschland. mit so viel wissen, so viel information. zehn tage sind nichts. nichts gegen das leben dort oben. ich bin erstaunt und kann es nicht glauben, wie mein leben mich so schnell mitnimmt. mitnehmen kann, überholen kann. einfach so.

07.07.2009 um 22:32 Uhr

15 stunden

von: inge

15 stunden. dann die pille danach. ohne verhütungsmittel. im nachhinein und nüchtern betrachtet - wie dumm kann man sein. noch bereue ich nichts. in ungefähr zwanzig tagen weiß ich es. bis dahin..... mache ich mir keine sorgen. es reicht, wenn ich mich den problemen stelle, sobald sie da sind.....

06.07.2009 um 19:35 Uhr

praktikum

von: inge

heute, erster tag gewesen. im krankenhaus. kaum in deutschland, drei wundervolle tage (nächte) in meiner stadt gehabt.... ich hätte ja nie gedacht, dass ich in meiner ersten nacht in deutschland, nach joggen, morgens, noch in schweden, und frühstücken, packen, alles leerräumen, ein letztes mal einkaufen, baden gehen, tränen am flughafen, einem traumhaften flug mit fensterplatz und sonnenschein, landen, alles deutsch, meine schwestern und h., die mich abholten, schlafen im auto, ein wenig, mit simon and garfunkel, sicher, ich fühlte mich so sicher mit h. am steuer, geschlafen, gedöst habe ich. bei meinen schwestern angekommen, gegen elf, nur meine koffer ausgeladen. und weiter. kneipe. t. ja. t. wieder sehen. bier trinken. auch käptn jack, und das, so unerwartet, und einfach toll. aber t.... erst da, gemerkt. ich. und er. so vermisst hab ich das. geglaubt hab ichs nicht, dass ich da bin, real. später zu t. weiter, nur er und ich, mein lieblingsessen gemacht, nachts um drei aus (schon gekochtem) reis milchreis gemacht... wieso auch nicht? und eine shisha geraucht. sommermorgen. es wird hell. ein vogel. zwei, drei, und dann, ein konzert. um fünf schlafen gegangen. gespräche geführt, oh mann. das ist so unglaublich...

ich bin noch nicht richtig hier, aber ich weiß: ich vermisse t. unabhängig von schweden, norwegen und meiner zukunft.

01.07.2009 um 11:12 Uhr

wie

von: inge

wie kann es sein, dass diese tage, von denen man weiß, dass sie kommen werden, dass sie bald kommen, diese tage, von denen schon so lange feststeht, dass sie eines tages eben da sein werden, wie kann es sein, dass es trotzdem so wehtut.

01.07.2009 um 01:44 Uhr

abschied

von: inge

ich bin müde. mein häuschen ist leer. aus dem großen bilderrahmen starrt mich blaues tonpapier an. meine karten sind weg. meine bücher. ich bin müde. es ist so schwer zu verstehen, dass ab morgen alles anders sein soll, weil es bis heute war wie immer. baden im see, nachmittags. die kinder. das packen, aufräumen, ja. aber sonst... zum abendessen gabs köttbullar, kartoffeln, rotkraut und braune soße. schwedisch. abends war ich mit den kindern nochmal baden. wunderschön. danach, bis auf den kleinen, saßen wir alle zusammen. wein trinken, süßigkeiten essen. reden. ein lustiges spiel spielen, das ich zum abschied bekommen habe. ein bisschen charlie chaplin gesehen. es war ein echt schöner abend. mit aupairpapa. und gut. ich hab viel gelernt, auch über ihn. von ihm schon verabschiedet. er wird morgen nicht mehr da sein. die anderen bringen mich zum flughafen. nachmittags. und ich..... kloß im hals. viele erinnerungen. gute. und weniger gute. fehler gemacht. aber auch gefunden. schön wars. ich könnte heulen. will nicht schlafen. weil es nicht sein kann, dass das meine letzte nacht ist.