gedanken vom leben

19.06.2011 um 17:10 Uhr

müde

von: inge

sonntagnachmittag und ich liege im bett. ich könnte so viele andere schöne sachen tun, hätte sie tun können, letzte woche, jetzt. aber ich bin müde und schlapp und krieg nicht viel auf die reihe. schade.

16.06.2011 um 20:34 Uhr

daheim

von: inge

heima - means "at home". sigur ros. wenn man das so sagen kann, dann ist das meine absolute lieblingsband. ich liebe diese musik. und an diesem lied, diesem trailer eigentlich, hänge ich fest.

heima. hjemme. hemma. at home. daheim.

16.06.2011 um 13:16 Uhr

ich

von: inge

ich habe nicht gewollt, dass es so läuft. aber es ist so gelaufen.

dienstagabend noch wäre es für mich innen drin kein problem gewesen, im gegenteil, trotzdem zu kommen. statt am wochenende unter der woche. jetzt geht es nicht mehr. ich hab nicht die kraft dazu. und das was es hätte sein sollen, wird es nicht werden - ein paar entspannte, gemütliche stunden. 

15.06.2011 um 16:21 Uhr

mutter-tochter

von: inge

ich hatte so viele diskussionen mit meiner mutter. das ende waren immer tränen, verzweiflung. so viele briefe hab ich meiner mutter geschrieben, damit sie versteht, warum ich wie gehandelt habe. früher dachte ich immer, ich bin schuld. ich bin schuld. ich habs falsch gemacht. dann wollte ich verstehen, was ich falsch gemacht habe. und habe nie eine erklärung bekommen.

irgendwann gab es menschen, die mich darüber aufgeklärt haben, dass nicht ich etwas falsch gemacht habe. dass nicht ich die dinge unnormal sehe. sondern dass sie es ist. 

aber selbst heute ist sie davon überzeugt, sie sieht die welt richtig. die anderen nicht. und die anderen sind schuld. damit kann ich nicht. 

ich bin schuld. ich habe das problem. ich will es immer allen anderen recht machen und mir auch. und das gehe auf dauer nicht. und zuviel spontaneität würde ja zuviel stress machen. 

es ist mein leben. meins. meine entscheidungen. meine erfahrungen. ich bin nicht sie. 

aber wie soll ich ihr das erklären?

14.06.2011 um 21:59 Uhr

!!!

von: inge

ich habe nichts falsch gemacht.

das ist die richtige und bessere entscheidung!

14.06.2011 um 19:45 Uhr

nicht glaubwürdig

von: inge

ich fühle mich wie die 16-jährige, die, wie vorher abgesprochen, mit der letzten straßenbahn nach hause fährt. nach der theaterpremiere. mit feier. mit geburtstagssekt um 12, weil einer von ihnen geburtstag hatte. wie vorher abgesprochen. und von ihrer mutter vorwurfsvoll und "ängstlich" empfangen wird. "wieso kommst du erst jetzt? ich hab mir solche sorgen gemacht!"

im zeitalter von handys. so kann ich ihr nicht glauben, sie hätte sich sorgen gemacht. 

und jetzt, auf eine gewisse weise, mit einer (sicherlich wichtigen) festplatte eines computers gleichgesetzt zu werden, das macht mich traurig. 

14.06.2011 um 17:27 Uhr

prioritäten

von: inge

ich darf sie setzen wie ich will, ja? meine prioritäten? unabhängig von wer zuerst kommt malt zuerst?

13.06.2011 um 22:44 Uhr

besuch

von: inge

also, ich plan den ja schon seit ein paar wochen. den besuch bei meiner mutter. nachdem sie an ihrem geburtstag auch nach meinem gefühl zeitmäßgi meinerseits ein wenig zu kurz gekommen war. und ich dachte, ja, pfingsten kommst du. mein bruder ist auch da, und das zugticket gilt an zwei tagen.

freitag und samstag setzte mich der virus außer gefecht, ich lag flach in meinem bettchen. telefonierte mit meiner mutter, stundenlang, obwohl ich nur absagen wollte. ich versuche ihr raum zu geben, zeit zu geben. sagte, ich kann ja nächstes wochenende kommen. 

meldete sich heute eine freundin. die dritte, die ich in norwegen kennengelernt habe und die ich nun auch schon fast ein ganzes jahr nicht gesehen habe. sie würde mich spontan an eben dem wochenende besuchen wollen und später ginge nicht, wegen prüfungen etc, bei mir siehts ja genauso aus. 

alles zufall oder hat wer was dagegen, dass ich sie besuche? ich bin sehr hin und hergerissen, das kind in mir möchte einmal mehr versuchen, meine mutter als mutter zu haben. die erwachsene tochter denkt, ich will mit meiner mutter eine schöne zeit haben, ein paar schöne erinnerungen sammeln.

und ich, so einfach ich, will sehr gerne meine freundin endlich mal hier haben. und will ihre mutter nicht wieder enttäuschen und dieses wochenende verschieben.  

13.06.2011 um 18:16 Uhr

eindrücke

von: inge

u-bahn.

ich fahr nicht gern. aber manchmal tu ichs. 

sitze auf der rückbank, nur rückwärts, also quasi auf der vorwärtsbank. die, welche sich die ganze breite des wagens entlangzieht. gucke also in den gang. ein baggy. mit einem kleinen blonden jüngling. der ein wenig überfordert scheint, ebenso überfordert die augen schließt. mich ansieht, viel denkt. ganz bestimmt. ein lächeln ringt er sich nicht ab. es scheint, als denke er über die merkwürdigkeit der menschheit nach, die es schafft, menschen in so ein hässliches fortbewegungsmittel unter die erde zu zwingen. 

links neben mir eine japanerin, vielleicht auch chinesin, ich kann das immer nicht so entscheiden. mit macdonaldstüte auf dem schoß, isst hungrig ihren burger, ihre pommes. ich muss gestehen, auf meinen leeren magen und auch roch es definitiv gut. auch wenns nicht so mein essen ist. 

auf der bank links mir gegenüber, eine mutter. sehr geduldige mutter. die mehrmals versucht, ihr überschwängliches, an allem interessiertes mädchen, vielleicht fünf, dazu zu bewegen, sich neben ihr auf den platz zu setzen.

ein junges pärchen, weiter rechts vorne. könnte einer modezeitschrift entsprungen sein. er scheint genervt, kanns aber nicht lassen, das küssen, sie auch nicht. 

ein etwas älterer herr, typ grieche, lässt sich mir rechts gegenüber auf der bank nieder. 

ich wechsle so zwischen diesen brennpunkten hin und her, diese musik in meinen ohren. 

ein junger mann (typ ich ;-) ) mit hund auf dem arm steigt ein. nicht son dackelschoßhündchen. schon ein hund. sehen ganz nett aus, die beiden. 

lassen sich rechts neben mir nieder. das kleine mädchen von links gegenüber stürzt sich beinahe auf den hund. oh wie süß. setzt sich dem netten mann mit hund gegenüber. (also neben den typ grieche, das tut aber nix zur sache.) ich weiß es nicht genau, schließe aber, dass es zuerst fragt, wie der hund heißt. und ob es ihn streicheln darf. er ist ein wirklich netter junger mann. freundlich, aber bestimmt. und geduldig. und lässt das kleine mädchen seinen hund streicheln. das mädchen probiert aus, auch mal gegen die fellrichtung, junger mann schreitet ein, das mag sie nicht. (es ist eine hundedame). auch der schwanz des hundes ist nicht zum ziehen da. herrlich, das zu beobachten. und die geduld und menschenliebe zu sehen. 

zwischendurch der kleine junge im baggy. ein wirklich kleiner junge. aber sehr weise. nur ohne lächeln. 

im gegensatz zu dem griechen - er lächelt. über das mädchen und den hund. die hundedame. die scheint auch zu lächeln. junger mann auch. mutter von mädchen auch. und ich, ich auch. 

freu mich an der praradoxität des lebens, freue mich, dass das mit p.s mitfahrgelegenheit zurück nach hause eine weile länger dauerte, ich einen zug später bekam und nun genau in dieser u-bahn sitze. k

freue mich, weils mir gutgeht. weils schön war, p. hier zu haben. und ein bisschen die bestätigung zu kriegen, die ich von meinem neuen kleinen großen bruder kriege. 

manchmal ist u-bahn fahren doch ganz schön. 

 

12.06.2011 um 14:25 Uhr

und wieder hats mich flachgelegt

von: inge

in den weihnachtsferien, dann im praktikum im februar, ostern in norwgen, und auch jetzt wieder. sobald sich die ferien ankündigen, sobald der stress ein wenig nachlässt (während meines praktikums hab ich - wohlumsorgt - bei meinen großeltern gewohnt.) werde ich krank. das ist schade. und was sagt es mir? zuviel stress in der schule, keine chance krank zu werden. vielleicht muss ich ein bisschen mehr auf meinen körper aufpassen. auch wenn ich dachte, ich tu das.

habe meiner mum gestern abgesagt, werde heute abend nicht zu e. und p. (waren beide mit mir in norwegen, ich lieb sie sehr und seh sie selten) fahren. ich bin null belastbar. habe mich gestern mit mühe noch einkaufen und in die apotheke geschleppt. ich weiß, dass es die substanz ist und nicht nur mal was oberflächlich. diesmal nicht. aber es macht mich traurig, dass ich die schönen geplanten dinge nicht tun kann. p. wird wohl noch bei mir vorbeikommen, er fährt morgen mit einer mitfahrgelegenheit von hier in der nähe wieder nach hause.

schade.

05.06.2011 um 12:39 Uhr

sehnsucht

von: inge

die weite fehlt mir. die menschen. die ruhe. mein ich. norwegen fehlt.

es ist schøn hier, ja. ich habe viele aufgaben, viele herausforderungen. es ist gut, dass ich sie annehme. es wird alles gut. ja. aber die sehnsucht ist da. manchmal mehr, manchmal weniger.