gedanken vom leben

24.10.2011 um 20:58 Uhr

"Trauerarbeit" von Sabine Naegeli

von: inge


Jedes Glück
hat seinen Abend.
Da versinkt es
sonnengleich
im Meer.
Eine Weile noch
erhellt sein Widerschein
den Horizont
des Herzens,
dann löscht die Nacht
es aus,
und du weißt,
daß es so
nicht mehr zurückkehren wird.
Bleiben wird einzig
die Sehnsucht.
Aber dies,
daß es war,
wer kann dir's nehmen?
Das Ende
ist das Ende nicht.
Sind auch
die alten Quellen
versiegt,
so nötigt dich
die Dürre,
tiefer hinabzusteigen
und deinen Durst
zu stillen
an nicht geahntem Brunnen.
Das Ende
ist das Ende nicht,
es ist nur
Übergang.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierensternenschein schreibt am 25.10.2011 um 19:17 Uhr:Liebe Inge,
    ein wunderschönes Gedicht, wenn auch voller Wehmut.
    So lasst uns neue Quellen und Brunnen finden, um den Durst und die Sehnsucht zu stillen
    Liebe Grüsse

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