Jaris Büchergebrabbel

22.05.2011 um 22:21 Uhr

[Challenges] ABC-Challenge 2.0

von: Jari   Kategorie: Challenges

Wie schon erwähnt, habe ich dank des netten Systems, mit dem meine Buchhandlung (jaja, meine ;) arbeitet, die Bücher gefunden, die mir für das restliche ABC der ABC-Challenge noch gefehlt haben. Nun sieht die Liste so aus:
 

A - Aesop's Fables (gelesen)
O - Oliver Twist (aktuelle Lektüre)
Q - Quecksilber - Amélie Nothom
U - Unsichtbar - Paul Auster
X - X-Tra - Wallenfels (Vorname nicht notiert... ups)
Y - YOGA (da kauf ich mir einfach irgendein Buch über das Thema xD)
Z - Der Zorn der Wölfe (auf dem SUB)

22.05.2011 um 16:19 Uhr

[Rezension] Ciao, Kartoffel!

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Wer in eine italienische Familie einheiratet, hat es nicht leicht. Jan Weiler lernt eine ganz neue Spezies Mensch kennen: Die Italiener.
Da gibt es Onkel und Tanten, Cousins und Enkel, Omas und Opas. Und vor allem ist das Jans Schwiegervater Antonio, genannt Toni. Toni merkt schnell, dass Jan kein "dummer Salat" ist und nimmt ihn unter seine Fittiche.
Nichtsdestotrotz stolpert Jan Weiler immer wieder in die Fettnäpfchen, die das Leben in zwei Welten nun einmal mit sich bringt...

Meine Meinung:

Jan Weiler berichtet in "Maria, ihm schmeckt's nicht!" auf liebevolle und unterhaltsame Weise vom italiensichen Teil seiner Familie. Obwohl wir es mit vielen Personen zu tun bekommen (schliesslich sind Italiener berühmt für ihre Familienbande), sticht einer ganz besonders heraus: Antonio, der Vater von Jans Frau Sara.

Anfangs mag Toni noch etwas wie der typische italienische Nachbar wirken, inklusive starkem Akzent, aber bald schon schliesst man den eigenbrötlerischen Italiener ins Herz. Im Verlauf der in kurzen Abschnitten erzählten Geschichten erfährt man immer mehr über Antonios Leben und dessen Vorfahren.
Somit erleben wir in Weilers Buch nicht nur seine eigenen Erfahrungen im Umgang mit Bräuchen, Gepflogenheiten und der italienischen Sprache, sondern bekommen dazu noch eine Familiengeschichte erzählt, wie sie sich bestimmt so zugetragen haben kann. Doch wie viel man von den Episoden aus dem Buch glaubt oder nicht, ist einem selber überlassen.

Weiler benutzt eine angenehme Sprache, die passend für diese Art von Lektüre ist. Dabei bedient er sich einer hauchzarten Ironie und einer grossen Portion Liebe für seine italienische Familie.
Denn trotz aller Missverständnisse und überfüllten Mägen merkt man Weiler an, dass er die Sippe in sein Herz geschlossen hat. Dies macht das Lesen von "Maria, ihm schmeck'ts nicht!" so wunderbar. Dabei kann ich aus erster Hand bestätigen, dass Weiler in seinen Schilderungen weder über- noch untertreibt - Italiener sind tatsächlich so!

Somit gibt es keine bessere Ferienlektüre für Italienreisende wie Jan Weilers "Maria, ihm schmeckt's nicht!"

Fazit:

Ein Buch, das in jede Sommerlesekiste gehört. Da Weiler sein Buch in Episoden erzählt, kann man das Buch zwischendurch ruhig mal zur Seite legen. Ausserdem lässt es sich auch lesen, wenn einem die Sonne auf den Kopf scheint. Hinzu kommt, dass es einen zum Lachen bringt und einfach gute Laune macht!

Jan Weiler
Maria, ihm schmeckt's nicht!
Geschichten von meiner italienischen Sippe
TB, 40. Auflage 2009
Ullstein

978-3-548-26426-4 

22.05.2011 um 10:35 Uhr

[Bücherlisten] Jaris Ferienlektüre

von: Jari   Kategorie: Bücherlisten

Lieber zu viel als zu wenig!

  

  

  

21.05.2011 um 17:34 Uhr

[Neuerrungenschaften] Einmal Bücher, bitte!

von: Jari   Kategorie: Neuerrungenschaften

Nein, wer in einer Buchhandlung arbeitet, kann einfach kein Buchkaufverbot durchhalten... Diese Woche neu:
 
Félix J. Palma - Die Landkarte der Zeit
 
 
Andrew hat seine grosse Liebe verloren und macht eine Zeitreise, um sie wiederzugewinnen.
Claire langweilt sich im viktorianischen London und verliebt sich in einen Mann aus der Zukunft.
Inspektor Garrett jagt einen zeitreisenden Mörder.
Alle Fälle laufen zusammen bei einem dämonischen Bibliothekar. Denn er kennt das Geheimnis der Landkarte der Zeit.
 
Klingt wie "Die Frau des Zeitreisenden" - nur besser.
 
Derek Landy - Skulduggery Pleasant: Der Gentleman mit der Feuerhand
 
 
Er ist kein gewöhnlicher Detektiv. Er ist Zauberer und Meister der kleinen schmutzigen Tricks und wenn die Umstände es erfordern, nimmt er es mit dem Gesetz nicht so genau. Er ist ein echter Gentleman.
Und... er ist ein Skelett.
Als Stephanie Skulduggery Pleasant das erste Mal sieht, ahnt sie noch nicht, dasss sie ausgerechnet mit ihm eines ihrer grössten Abenteuer erleben wird. Denn um den mysteriösen Tod ihres Onkels aufzuklären, muss sie Skulduggery in eine Welt voller Magie begleiten - eine Welt, in der mächtige Zauberer gegeneinander kämpfen, Legenden plötzlich zum Leben erwachen und in der das Böse schon auf Stephanie wartet... 

21.05.2011 um 11:34 Uhr

[Challenges] Tage vergehen #20

von: Jari   Kategorie: Tage vergehen

 
Seit letzter Woche hab ich totale Panik vor der Vorstellung, plötzlich keinen Lesestoff mehr zu haben (von wegen sinkender SUB...).
Und obwohl ich noch ein Buch habe, das ich lesen sollte, nämlich Puerta Obscura, habe ich mir gleich noch ein paar Bücher mitgenommen. Einmal wäre das Félix J. Palmas "Die Landkarte der Zeit", als Leseexemplar und Derek Landys "Skulduggery Pleasant", der erste Band.

Jaris Rechtfertigung für "Die Landkarte der Zeit":
- Es klingt echt gut, hab schon einige positive Rezis darüber gelesen. Ausserdem bekomme ich es hier und jetzt gratis, billiger wird es nicht mehr!
 
Skulduggery habe ich mir als Ferienlektüre gekauft. Nach einem Monat voller Fantasy wollte ich eigentlich eine Pause einlegen, weil zu viel halt einfach zu viel ist. Also habe ich mir aus Ermangelung an passenden Büchern auf dem SUB, mal in der Buchhandlung umgesehen.
Obwohl Skulduggery auch unter Jugendfantasy fällt, konnte ich einfach nicht widerstehen. Das Buch liegt schon seit Erscheinen des Hardcovers auf meiner Wunschliste und da Skulduggery mich irgendwie an Tinky erinnert, musste er einfach mit!
 
Und da ich gleich noch in einer Buchhandlung war, konnte ich gleich meine ABC-Liste vervollständigen. Jetzt habe ich passende Bücher für die verbleibenden Buchstaben gefunden. Muss sie nur noch kaufen... 

20.05.2011 um 08:28 Uhr

Jari liest... Jan Weiler

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Nach der Hochzeit verändern sich die Dinge grundlegend - besonders, wenn man wie Jan Weiler in eine italienische Grossfamilie einheiratet. "Es gibt nämlich einen riesenhaften Stammbaum, der sich in der Mitte in zwei etwa gleich starke Äste teilt. Man hat sich vor vielen Jahren endgültig zerstritten, aus Gründen, die keiner mehr so richtig kennt. Seitdem heisst es vom einen Zweig, er sei blöd, und vom anderen, er sei geizig. Die meisten Männer der einen Familienhälfte heissen Mario (blöd), die meisten Männer der anderen heissen Antonio (geizig). Mein Schwiegervater ist ein Antonio und gar nicht geizig. Jedenfalls lassen beide Familienhälften kein gutes Haar aneinander."
Die herrlich komische Geschichte einer unglaublichen Verwandtschaft aus der italienischen Region Molise, die laut ihrer Bewohner "am A... der Welt" liegt. 
 

 

19.05.2011 um 22:45 Uhr

[Rezension] Das Ei des Kolumbus

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Nach dem mysteriösen Tod ihrer Eltern ist Sophia auf sich alleine gestellt. Doch als ihr Grossvater verstirbt, hinterlässt er ihr einen ganz besonderen Schatz: Ein Fabergé-Ei!
Dieses Ei jedoch beinhält eine eigene Welt, die Sophia aus Unachtsamkeit wieder zum Leben erweckt. Dabei muss das Mädchen feststellen, dass in unserer Welt vieles nicht so ist, wie es zu sein scheint. Dahinter steckt ein übler Schurke, der Gefühle verabscheut und die Erde in einen Ort verwandeln will, an dem bloss der pure Verstand in Form seiner Maschinen regiert.
Zusammen mit Theo, der seit Ewigkeiten im Ei-Mechanismus festsitzt, setzt Sophia alles daran, die Pläne des Herrn der Zeit zu verhindern.

Meine Meinung:

Ralf Isau wandelt mit "Der verbotene Schlüssel" auf den Spuren der grossen Jugendbuchklassiker wie zum Beispiel "Die unendliche Geschichte" oder "Der Drachenreiter". Isau arbeitet mit einer Botschaft an die Leser, phantastischen Figuren und einer uns fremden Welt. Leider reicht Isaus Buch qualitativ nicht an die Klassiker des Genres heran.

Isaus Idee, die hinter "Der verbotene Schlüssel" steckt, ist eine wunderbare, die aber ein schwieriges Thema wählt: Die Zeit und unsere Maschinen. Themen, die uns zum Nachdenken bringen. Wohin sollen wir gehen, wenn man keiner Maschine mehr trauen kann? Und wie ist das mit der Zeit?
Ausserdem hat Isau mit Mekanis eine einzigartige Phantasiewelt erschaffen, die eigenen Regeln folgt. Die Figuren, die uns da begegnen, etwa der Wolf Lykos, sind mir sehr schnell ans Herz gewachsen. Ich fand die Idee einer vollkommen maschinellen Welt überaus interessant und wandelte gerne in den Reichen Mekanis.
Dass da Buch gleich noch einen historischen Hintergrund einbaut, ist sehr interessant. Isa schafft es, alle Bereiche de sBuches in sich stimmig zu gestalten. Durch Theo erfahren wir einiges über das Leben zu früheren Zeiten.

Dennoch konnte mich das Buch nicht begeistern. Die Hauptfigur Sophia war mir von Beginn an unsympathisch und daran änderte sich auch im Verlauf der Geschichte nichts. Sophia erscheint mir zu perfekt: Blond, blau, schlank, überaus intelligent und steinreich. Auch ihre zickige Art mochte ich gar nicht.
Mit Auftauchen Theos rückt Sophia etwas in den Hintergrund. Aber auch Theo erschien mir ziemlich flach und farblos. Seine Erzählungen über sein früheres Leben gefielen mir, aber mit der Figur selbst konnte ich trotzdem nichts anfangen. Die zarte Liebesgeschichte zwischen den Beiden erschien mir zu konstruiert.

Auch die Geschichte erschien mir unnötig in die Länge gezogen und oftmals ziemlich wirr. Spannung kam für mich nur an einigen vereinzelten Stellen auf. Theo und Sophia befinden sich eigentlich bloss auf der Flucht, die Schlachten kämpfen andere für sie. Dieser Umstand machte die Hauptpersonen bei mir nur noch unbeliebter.

Das Lesen des Buches war ein kleiner Kampf für mich und ich war erleichtert, als ich es dann doch schaffte, das Buch zu beenden. Es ist schade um die schöne Idee, aus der man einiges mehr hätte machen können. 

Fazit: 

Ein Jugendbuch für die Altersgruppe ab 12. Wer Fantasy im Stil von Cornelia Funke mag, könnte auch Isau gefallen. "Der verbotene Schlüssel" birgt eine interessante Welt und interessante Fragestellungen, die jedoch noch einiges mehr an Potential birgt.

Für mich war das Buch leider eine Enttäuschung. Einzig die Wesen aus Mekanis konnten mich berühren.

 

Ralf Isau
Der verbotene Schlüssel
HC mit Schutzumschlag, 1. Auflage 2010
cbj

978-3-570-13834-2 

18.05.2011 um 08:45 Uhr

[Stöckchen] Bücher, die man gelesen haben muss

von: Jari   Kategorie: Bücherstöckchen

Dieses hübsche Stöckchen geistert gerade wieder durch die Bücherblog-Welt. Zwar habe ich es schon einmal gemacht, aber nun  interessiert es mich doch, ob ich neue Bücher auf der Liste abhaken darf ;)
 
100 Bücher, die man gelesen haben muss
 
1. Der Herr der Ringe, JRR Tolkien (ich habe es vor Jahren einmal versucht, aber als Kind kam ich mit Tolkiens Sprache nicht zurecht...)
2. Die Bibel (ich zähle die Twitter-Version dazu ;)
3. Die Säulen der Erde, Ken Follett 
4. Das Parfum, Patrick Süskind
5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry (wer hat den denn nicht gelesen?)
6. Buddenbrooks, Thomas Mann (in Ungarn, da sonst nichts Deutsches da war *g* Bin immer noch stolz auf mich ;)
7. Der Medicus, Noah Gordon
8. Der Alchimist, Paulo Coelho
9. Harry Potter und der Stein der Weisen, JK Rowling
10. Die Päpstin, Donna W. Cross 
11. Tintenherz, Cornelia Funke
12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon
13. Das Geisterhaus, Isabel Allende
14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón
17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
18. Der Name der Rose, Umberto Eco
19. Illuminati, Dan Brown
20. Effi Briest, Theodor Fontane
21. Harry Potter und der Orden des Phönix, JK Rowling
22. Der Zauberberg, Thomas Mann
23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell
24. Siddharta, Hermann Hesse (wollte ich schon immer einmal lesen, wag mich aber nicht ran...)
25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch
26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende 
27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn
28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt
29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse
30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
31. Deutschstunde, Siegfried Lenz
32. Die Glut, Sándor Márai
33. Homo faber, Max Frisch (schrecklich!)
34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny
35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez
37. Owen Meany, John Irving
38. Sofies Welt, Jostein Gaarder 
39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams 
40. Die Wand, Marlen Haushofer
41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez
43. Der Stechlin, Theodor Fontane
44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse
45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee
46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann
47. Der Laden, Erwin Strittmatter
48. Die Blechtrommel, Günter Grass
49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque
50. Der Schwarm, Frank Schätzing
51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling
53. Momo, Michael Ende (hab ich von meiner Mutter vorgelesen bekommen :)
54. Jahrestage, Uwe Johnson
55. Traumfänger, Marlo Morgan
56. Der Fänger im Roggen, Jerome David Salinger
57. Sakrileg, Dan Brown
58. Krabat, Otfried Preußler
59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
60. Wüstenblume, Waris Diris
61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro
62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
63. Mittsommermord, Henning Mankell
64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell
65. Das Hotel New Hampshire, John Irving
66. Krieg und Frieden, Leo N. Tolstoi
67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher
69. Harry Potter und der Feuerkelch, JK Rowling
70. Tagebuch, Anne Frank
71. Salz auf unserer Haut, Benoite Groult
72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner
73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen
74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann
75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé
78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
79. Winnetou, Karl May
80. Désirée, Annemarie Selinko
81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig
82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
85. 1984, George Orwell
86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy
87. Paula, Isabel Allende
88. Solange du da bist, Marc Levy
89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johanns Mario Simmel
90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell
92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow
93. Schachnovelle, Stefan Zweig
94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski
95. Anna Karenina, Leo N. Tolstoi
96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas
98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel
99. Jane Eyre, Charlotte Brontë
100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood 
 
16 von 100... wobei ich hier einige Titel entdeckt habe, die ich gerne lesen würde :) 
 

17.05.2011 um 19:17 Uhr

[Challenges] TopTenTuesday #14

von: Jari   Kategorie: TopTenTuesday

 
Eure 10 liebsten Romanfiguren
 
  • Artemis Fowl
Am allerliebsten mag ich ihn im ersten Band, da ist er nämlich so schön böse und egoistisch. Ich habe mich gleich zu Beginn in ihn verliebt *g* Ausserdem ist er steinreich und superintelligent, seine Ideen rauben mir immer wieder den Atem. Sein Geltungskomplex finde ich auch herrlich. Schade, dass er im Verlauf der Geschichte immer braver wird...
Artemis Fowl von Eoin Colfer (Reihe)
  • Bartimäus

    Bartimäus' Sprüche sind einfach göttlich! Er ist so ironisch und manchmal richtig beleidigend, man muss ihn doch einfach lieben! Auch Nathaniel mag ich sehr, obwohl auch der immer braver wird. Aber Bartimäus ist ein Highlight der Jugendfantasy!
    Bartimäus von Jonathan Stroud (Reihe)

  • Mephisto

    Er ist mein absoluter Lieblingscharakter! Mephisto ist nicht der Teufel in Person, sondern einfach ein Teufel. Weder gut, noch böse. Er tut einfach, was er nunmal tut (nämlich Faust verführen *g*). Ich habe vor, irgendwann mal einen Hund nach ihm zu taufen. Einen schönen schwarzen Dobermann...
    Faust von Johann Wolfgang von Goethe

  • Inigo Montoya

    Er ist der beste Schwertkämpfer der Welt, aber nur, weil er seinen Vater rächen möchte. Inigo ist ein wunderbarer Charakter, edel, mutig, aufrichtig, höflich - ein richtiger Ritter eben. Gleichzeitig wird er getrieben vom Wunsch, seinen Vater zu rächen. Zitat: Hello. My name is Inigo Montoya. You killed my father. Prepare to die.
    Sollte ich irgendwann einen eigenen Deutschen Schäferhund (am besten mit langem Fell) haben, werde ich ihn Inigo taufen. Er passt einfach wunderbar zum Charakter des Schäferhundes.
    Die Brautprinzessin von Wiliam Goldman

  • Peter

    Welch herrliche Figur! So meilenweit entfernt vom Disney-Peter! Ein Lausebengel, ein Lügner, ein Mörder und trotzdem ein Freund, ein Führer und ein Retter. Alles, was er tut, was er sagt und denkt, ist zweideutig. Genauso wie es Peter ist. Auf der einen Seite habe ich ihn gehasst, auf der anderen geliebt. Toll!
    Der Kinderdieb von Brom

  • Cadel

    Der Waisenjunge mit dem Superhirn. Cadel mochte ich von Anfang an (braune Locken! Wer kann da schon widerstehen!). Obwohl Cadel dazu erzogen wird, nur auf sich zu achten, hat er eine weiche Seite. Warum sollte er auch ein Bösewicht werden? Wie bei allen Reihen, gefiel er mir im ersten Band am allerbesten. Man spürt seine Zerrissenheit, seine Einsamkeit und sein Balanceakt zwischen Gut und Böse. Die Linie zwischen legal und illegal überschreitet er aber auch weiterhin... ;)
    Teuflisches Genie von Catherine Jinks (Trilogie)

  • Delilah D'Artigo

    Eigentlich mag ich sie ja alle Drei, aber bei Gestaltwandlern wird mir einfach warm ums Herz. Auch wenn sie ihre Verwandlung noch nicht wirklich unter Kontrolle hat und Delilah sich "bloss" in eine Hauskatze verwandelt...
    Ich mag Delilahs Warmherzigkeit. Gleichzeitig kann sie ihren Feinden so ziemlich den Arsch versohlen. Von allen Schwestern ist sie diejenige, in die ich mich am meisten hineinfühlen kann. Sie ist das Mädchen von nebenan, auf dem Boden geblieben und nichts liegt ihr mehr am Herzen als ihre Schwestern. Ausserdem ist sie eine rote Tigerkatze! (<- süss!!)
    Die Schwestern des Mondes von Yasmine Galenorn (Reihe)

  • Mischa

    Mischa ist jung in einer Zeit, in der es sich nicht gut lebt. Dennoch hat er sich seine Spitzbübigkeit beibehalten, er hat das Herz am rechten Fleck und er liebt seine Freundin wirklich über alles. In der grauen Welt des Ghettos war er für mich der hell leuchtende Stern, ich schloss ihn sofort ins Herz geschlossen habe. Im Film von 1974 wird er von Henry Hübchen perfekt dargestellt!
    Jakob der Lügner von Jurek Becker

  • Nurd

    Noch ein Dämon. Nurd ist nicht böse, wie die meisten Dämonen, er ist vor allem eines: frech! Und obwohl er nicht wirklich zu den Guten in dem Sinne gehört, ist er doch um einiges netter, als dass er selber zugeben möchte. Die Vorstellung, wie er im geklauten Porsche durch eine englische Kleinstadt rast, ist einfach zu herrlich! Wie kann man ihn denn auch nicht mögen?
    The Gates von John Connolly

  • Salvatore

    Anfangs tat er mir einfach nur leid. Salvatore ist ein körperlich, und geistig wahrscheinlich auch, behinderter Mönch. Aufgefallen ist mir vor allem sein Sprachenmischmasch. Da ihn niemand wollte, reiste er quer durchs Land und nahm von überall her Worte auf, die er nun alle zusammen verwendet. So wuchs mir diese geheimnisvolle Figur immer mehr ans Herz, da er ein wirklich lieber Kerl ist. Abscheulich für manche, aber eigentlich ist er eine ganz tolle Figur. Ich hätte gerne noch mehr von ihm gelesen.
    Der Name der Rose von Umberto Eco
Hm... ich hab ein Faible für böse, abgedrehte Charaktere, die doch nicht so fies sind, wie sie sich geben ;)

Thema der nächsten Woche: Eure 10 liebsten/besten Paare 

16.05.2011 um 14:36 Uhr

Jari liest... Ralf Isau

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Manche Dinge bleiben besser für immer unentdeckt

Nur kurz denkt Sophia an diesen Rat, als sie das Erbe ihres geheimnisvollen Grossvaters annimmt: 
Der alte Mann, den sie selbst nie gekannt hat, vermacht ihr eine komplexe kleine Maschine, die wie ein Uhrwerk voller Zahnrädchen und Halbkugeln aussieht.
Und dazu einen Schlüssel - vor dem ein Brief des Grossvaters eindringlich warnt.
Der verbotene Schlüssel - Sophia kann ihm nicht widerstehen. Sie zieht das Uhrwerk auf und findet sich in einem bizarren, gefährlichen Reich wieder...
 

 

 

16.05.2011 um 12:39 Uhr

[Rezension] Demon Days

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Die vollbusige Camille ist eine Hexe, da sie jedoch nicht nur eine Fee, sondern auch halb Mensch ist, geraten ihre Zaubersprüche ab und zu etwas durcheinander. Dass sie und ihre zwei Schwestern Menolly und Delilah von ihrem Arbeitgeber in die Welt der Menschen versetzt wurden, ändert daran auch nicht viel.

Als Mitarbeiterinnen des AND, des Anderwelt-Nachrichtendienstes, besetzen die drei D'Artigo-Schwestern eine eher niedere Rangstufe. Doch als eines Tages ein anderer Mitarbeiter des AND ermordet wird, sehen sich die Mädchen plötzlich einem übermächtigen Feind gegenüber. Und da die Anderwelt Kopf steht, müssen es Camille, Menolly und Delilah alleine, nur mit Unterstützung einiger zwielichtiger Verbündeter, mit den Dämonen aufnehmen...

Meine Meinung:

"Die Hexe" ist Yasmine Galenorns Auftakt zu ihrer Serie "Die Schwestern des Mondes", die unterdessen schon einige Teile umfasst.

Im Gegensatz zu meinen Erwartungen starten wir mit der Serie bereits in der Menschenwelt, die Anderwelt lernen wir erst gegen Schluss ein wenig kennen. Dafür erhält man einen guten Einblick in das Leben der Schwestern, wie sie versetzt wurden, ihre familiären Verhältnisse und wie sie sich in der Erdenwelt fühlen.

Wie immer mischt Galenorn die unterschiedlichsten Wesen der phantastischen Welt in ihre Bücher ein, wodurch für jeden etwas dabei ist. Ob Werwesen, Vampir oder Drache, bei Galenorn sind sie von Anfang an alle vertreten und im Verlauf der Serie kommen noch weitere hinzu. Diese Mischung aus allem Möglichen, gemischt mit Galenorns neuen Ideen und einigen Stereotypen, hat mir bisher immer gut gefallen und so war es auch im ersten Band von "Die Schwestern des Mondes".

Selbstverständlich sollte man hierbei keine literarische Meisterleistung erwarten, aber Galenorn bedient sich einer flotten Sprache, die sehr glatt ist, sodass man ihre Bücher ganz leicht weglesen kann, ohne sich zu überanstrengen.
Leider muss ich hier auch anmerken, dass die Autorin in bisher allen Bänden einen ähnlichen Sprachstil und einen einheitlichen Aufbau des Geschichtsverlaufes bedient. Dies könnte den Leser auf Dauer langweilen, vor allem bei einer mehrbändingen Serie, deshalb hoffe ich, dass die Autorin sich innerhalb der Folgebände etwas weiterentwickeln wird.

Obwohl man die Teile auch gut einzeln lesen kann, empfehle ich, wenn möglich, mit "Die Hexe" zu beginnen. Man erlebt die Schwestern von Anfang an, erlebt, wie sich bereits einzelne Pärchen herausbilden und wie manche Figuren zu dem wurden, was sie sind. Wer auf solche Details verzichten kann, kann auch ohne grosse Probleme zuerst die Folgebände lesen. 

Die weiteren Bände "Die Katze" und "Die Vampirin" habe ich auf diesem Blog bereits rezensiert. Zu den Schlüssen, zu denen ich nach der Lektüre dieser beiden Bände kam, lässt sich auch beim ersten Band nicht mehr viel hinzufügen.

Band 2 "Die Katze"http://www.blogigo.de/jaris_buechergebrabbel/Von-Werspinnen-und-anderen-Problemen/180/
Band 3: "Die Vampirin"http://www.blogigo.de/jaris_buechergebrabbel/Rezension-Die-Schatten-der-Vergangenheit/502/

Fazit: 

Vor allem für erwachsene weibliche Leser eignet sich Galenorns Serie hervorragend, diese sind auch eindeutig die Zielgruppe der Autorin.

Dass mir auch der Auftakt zur Serie gefallen hat, war für mich nichts Neues. Schon die bereits gelesenen Bände fand ich toll und auch wenn die Autorin etwas am Aufbau der Bücher arbeiten könnte, muss ich einfach zugeben, ein Fan der D'Artigo-Schwestern zu sein und ich freue mich auf weitere Abenteuer mit den Mädels.

Yasmine Galenorn
Die Hexe
Schwestern des Mondes 01
Broschiert, Deutsche Erstausgabe 2009
Knaur

978-3-426-50155-9

Aus dem Englischen von Katharina Volk
Originalausgabe: Witchling
The Berkley Publishing Group, New York 2006 

15.05.2011 um 10:08 Uhr

[Neuerrungenschften] Fantasynachschub

von: Jari   Kategorie: Neuerrungenschaften

Wie schon erwähnt, habe ich mir zwei Bücher aus der Leseex-Kiste der Buchhandlung mitgenommen. Die Bücher will keiner mehr, deshalb dürfen wir die mitnehmen.
Ausserdem werden diese zwei Bücher sofort, also nach meiner aktuellen Leküre, gelesen, so kommen sie nicht auf den SUB, was beim SUB-Abbau sehr hilfreich ist.
Bei den ausgewählten Büchern handelte es sich um folgende Titel:
 
Ralf Isau - Der verbotene Schlüssel
 
 
"Manche Dinge bleiben besser für immer unentdeckt."
 
Nur kurz denkt Sophia an diesen Rat, als sie das Erbe ihres geheimnisvollen Grossvaters annimmt: Der alte Mann, den sie selbst nie gekannt hat, vermacht ihr eine komplexe kleine Maschine, die wie ein Uhrwerk voller Zahnrädchen und Halbkugeln aussieht. Und dazu einen Schlüssel - vor dem ein Brief des Grossvaters eindringlich warnt.
Der verbotene Schlüssel - Sophia kann ihm nicht widerstehen. Sie zieht das Uhrwerk auf und findet sich in einem bizarren, gefährlichen Reich wieder...
 
David Lozano Garbala - Puerta Obscura: Totenreise
 
 
Pass auf,
wenn du die dunkle Pforte durchschreitest!
Du begibst dich direkt in die HÖLLE.
Du hast nur sieben Tage Zeit
in der Ewigkeit.
Dann schliesst sich die Pforte wieder.
Für immer
 
Wie bereits erwähnt, weiss ich nicht, wie es kommt, dass ich plötzlich wieder so viele Fantasybücher lese. Eigentlich bin ich da eher zurückhaltend. Jedoch sind zwei meiner Bücher auf dem Dänemark-SUB (den ich für die SUB-Challenge abbaue) Fantasy und "Puerta Obsucra" steht auf meiner Wunschliste (nur schon des Covers wegen). Isau hab ich mitgenommen, weil ich nicht mehr sicher war, ob ich für "V" in der SUB-Challenge bereits etwas hatte oder nicht (hatte ich...).
 
Nun gut, wir dürfen gespannt sein... Danach brauche ich eine Fantasy-Pause... 

14.05.2011 um 12:55 Uhr

[Challenges] Tage Vergehen #19

von: Jari   Kategorie: Tage vergehen

 
Diesen Monat lese ich ausserordentlich viel Fantasy. Das kenne ich gar nicht von mir. Gewöhnt euch bitte auch nicht dran ;) Es ist mir gestern aufgefallen, als ich meine Bücher Revue passieren liess: Zuerst ist da "Der Kinderdieb", dann "Beastly" und jetzt lese ich "Die Hexe". Dann habe ich auch noch zwei Leseexemplare geschnappt, beide Jugendfantasy. Die müssen natürlich auch gleich gelesen werden, damit sie nicht auf dem SUB landen.
Viel, viel Fantasy...
 
Im Übrigen bin ich stark, was das Nicht-Kaufen von Büchern angeht (Leseexemplare, die die Buchhandlung nicht mehr braucht und deshalb an die Mitarbeiter verschenkt, gehen ja nicht unter kaufen ;). Wer in einer Buchhandlung arbeitet, ist ständigen Versuchungen ausgesetzt und muss ein gewisses Mass an Selbstbeherrschung mitbringen. Früher ging das nicht, da hab ich ständig gekauft, seit es mit dem SUB beständig hinunter geht, habe ich mich mehr unter Kontrolle.
 
Trotzdem habe ich schon Angst, irgendwann sagen zu müssen: "Ich hab kein Buch mehr, das ich lesen könnte!" <- Horrorszenario!!! 

14.05.2011 um 11:47 Uhr

Jari liest... Yasmine Galenorn

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Weil ihre Mutter nur ein Mensch war, haben es die Schwestern Camille, Delilah und Menolly in der Anderwelt nie leicht gehabt. Daran ändert sich wenig, als die drei von ihrem Arbeitgeber, dem Anderwelt-Nachrichtendienst, auf die Erde strafversetzt werden. Doch dann findet der Dämonenfürst Schattenschwinge einen Weg, um die Grenzen seines unterirdischen Reichs zu überwinden - und auf einmal liegt das Schicksal der Menschheit und der Feenvölker in den Händen der Schwestern... 

13.05.2011 um 12:46 Uhr

[Rezension] Der Schöne und das Biest

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Kyle Kingsbury ist blond, blau und steinreich. Also perfekt. Für ihn ist seine Schönheit alles, jeder, der nicht in sein Schema passt, wird gnadenlos zerschmettert. Eines Tages legt er sich auch mit Kendra an, doch mit der ist nicht zu spassen: Denn Kendra ist eine Hexe.
Zur Strafe belegt sie Kyle mit einem Fluch und plötzlich ist Kyles Schönheit vergangen. Er verwandelt sich in ein Biest. Doch eine gute Tat bringt Kendra dazu, Kyle noch eine Chance zu geben. Er hat zwei Jahre Zeit, die wahre Liebe zu finden und sie mit einem Kuss zu besiegeln.
Doch wer verliebt sich schon in ein Monster?

Meine Meinung:

Wer Alex Flinns "Beastly" zur Hand nimmt, sollte wissen, dass er ein Jugendbuch liest. Das Buch ist so einfach geschrieben, dass die Seiten nur so dahinfliegen, ausserdem sind die Protagonisten Teenager und verhalten sich auch so. Dies störte mich jedoch nicht, es machte das Buch glaubhaft.

Kyle ist anfangs unsympathisch, so sollte es auch sein. Doch wächst er während der Geschichte über sein altes Ich hinaus. Zu Beginn hadert er mit seinem Schicksal, mehr und mehr igelt er sich ein, als er dann jedoch Lindsy kennen lernt, wird er reifer. Der Leser erfährt diese Verwandlung aus erster Hand. Nur Lindsy schien mir immer die Gleiche zu sein. Gegen Ende erschien sie mir sogar etwas unreifer als Kyle.

Das Buch ist eine moderne Nacherzählung von "Die Schöne und das Biest", wer Märchenneuerzählungen schätzt, wird hier eine nette Geschichte vorfinden, die einem ein paar schöne Lesestunden beschert.
Da die Zielgruppe des Buches junge Teenager sind, ist das Buch an manchen Stellen leicht kitschig, dennoch muss ich zugeben, dass mir das Buch gefallen hat. Mehr als ich anfangs zugeben wollte, verlor ich mich im Buch und wollte ständig wissen, wie es nun mit Kyle weitergeht. Die schlichte Sprache machte es einfach, sich sofort im modernen New York zurechzufinden und mit dem verfluchten Jungen mitzufühlen.

Ebenfalls positiv fand ich, dass die Autorin Lindsy erst ab der Hälfte des Buches richtig auftreten lässt. So dreht sich "Beastly" nicht nur um die Liebesgeschichte der Beiden, sondern beschäftigt sich auch mit dem Thema der Schönheit in unserer Gesellschaft. Die Autorin hätte diese Thematik jedoch noch etwas mehr herausarbeiten können.
Ausserdem hätte Kyle für meinen Geschmack noch etwas tierischer sein können, sein bestialisches Äusseres kam selten zur Sprache, sodass ich mir kein richtiges Bild von seinem Aussehen machen konnte.

Fazit:

"Beastly" ist eine schöne Liebesgeschichte mit einer brisanten Thematik. Das Buch ist vor allem für Teenager ab 13 Jahren geeignet, diese sind auch die eigentliche Zielgruppe des Buches. Aber auch ältere Leser können Gefallen an der Geschichte finden. Diese müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass es sich hier um ein Buch für jugendliche Leser handelt.

Ich konnte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören, ich konnte gut in die Geschichte eintauchen und "Beastly" gefiel mir mehr, als ich zu Beginn gedacht hätte. Es ist kein Lesehighlight, aber es war eine angenehme Lektüre. 

Alex Flinn
Beastly
HC mit Schutzumschlag, 2010
Baumhaus

978-3-8339-3844-3

Aus dem Englischen von Sonja Häussler
Originalausgabe: Beastly
HarperTeen, New York 2007 

12.05.2011 um 17:09 Uhr

[Rezension] Ginsterbusch-Blick

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Nach Leos Rückkehr aus Boston nehmen er und Emmi ihren EMail-Kontakt zueinander wieder auf. Vieles hat sich verändert seit sie auseinander gegangen sind. Doch spüren beide, dass ihre virtuelle Anziehung noch immer besteht. Dann geschieht, was zuvor weder Emmi noch Leo gewagt hätte: Sie treffen sich im realen Leben, in der wirklichen Welt...

Meine Meinung:

"Alle sieben Wellen" setzt genau dort an, wo Daniel Glattauers Erfolgsroman "Gut gegen Nordwind" aufgehört hat. Deshalb ist es angebrachter, den Vorgänger bereits zu kennen, andernfalls würde einem beim Lesen das Wissen, worüber die Beiden schreiben, fehlen.

Auch "Alle sieben Wellen" ist in Form von EMails verfasst, die sich Emmi und Leo schicken. Mal sind es sehr kurze Mails, mal etwas längere, doch sind alle einfach geschrieben, sodass man das Buch sehr rasch durch hat.

Man erkennt beide Charaktere gut wieder, noch immer halten sie an ihrem Zynismus fest, aber auch an ihren wankelmütigen Gefühlen füreinander. Beider Leben hat sich von Grund auf verändert, auch davon berichten sie sich. Die Kälte, mit der sich die Figuren in manchen Mails begegnen, ist für mich eher ein Zeichen der Verzweiflung von Emmi und Leo, die einfach nicht voneinander los kommen und doch oftmals versuchen, ein Leben ohne den anderen zu führen. Man muss dieses Hin und Her mögen, sonst ist der Roman nichts für einen.

Ansonsten sind Leo und Emmi immer noch diesselben wie man sie aus "Gut gegen Nordwind" kennt. Obwohl sie an manchen Stellen verändert scheinen, hatte sich für mich doch der Eindruck festgesetzt, dass sie sich nicht wirklich weiterentwickelt haben.

Was es anzumerken gilt, ist, dass mir dieser Teil besser gefallen hat als der erste. "Gut gegen Nordwind" tat ich mit einem Achselzucken ab, ich las es, es gefiel mir, aber es war auch schnell wieder vergessen. Im Fortsetzungsband kamen für mich die Gefühle der Protagonisten mehr durch und an manchen Stellen war ich wirklich berührt. Ebenfalls konnte ich mich besser in Emmi und Leo hineinversetzen, wahrscheinlich, weil sie mir schon aus dem ersten Band bekannt waren.

Jedoch weiss ich jetzt schon, dass auch dieses Buch hier schnell in Vergessenheit geraten wird. Trotzdem heisst das nicht, dass es ein schlechtes Buch ist, denn die Lektüre von "Alle sieben Wellen" habe ich dennoch genossen.

Fazit: 

Ein leichtes Buch, das vor allem für jene geeignet ist, die wissen wollen, ob mit Emmi und Leo nun tatsächlich Schluss ist oder wie es weitergeht. Jedoch sollte man "Gut gegen Nordwind" bereits gelesen haben, da das Buch lückenlos an den Vorgänger anschliesst und viele Dinge zur Sprache kommen, die im ersten Band geschehen sind.

Daniel Glattauer
Alle sieben Wellen
HC mit Schutzumschlag, 2009
Deuticke im Zsolnay Verlag

978-3-552-06093-7 

12.05.2011 um 08:59 Uhr

Jari liest... Alex Flinn

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Kyle Kingsbury ist eine Bestie. Nachts streift er durch New York - als hässliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Früher hätte jeder gern mit diesem gutaussehenden, intelligenten und bei Mädchen beliebten Kerl getauscht. Aber Kyle war auch arrogant und eingebildet. Zur Strafe wurde er verflucht und muss nun als grässliches Biest durch die Stadt laufen. Jetzt kann nur noch die Liebe diesen Fluch brechen. Wird Kyle erlöst werden? 

11.05.2011 um 21:20 Uhr

[Rezension] Der König der Wilden

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Als Nick es nicht mehr aushält, haut er von zu Hause ab. Er hätte mit allem gerechnet, nur nicht mit Peter. Peter mit den roten Haaren und den Elfenohren. Peter, der ihn vor Markos Leuten rettet. Peter, der ihn mitnimmt in ein verzaubertes Land voller Magie.

Was auf den ersten Blick wie ein magisches Abenteuer klingt, wird für Nick bald zum Albtraum. Peter führt ihn zu den Teufeln, Peters wilde Gruppe, die aus allen Zeitaltern zusammengewürfelt ist.
Doch ist Peters Bande nicht zum Spielen und Toben nach Avalon gekommen, sondern um das Land vor dem Tode zu retten...

Meine Meinung:

Mit der ersten Hälfte von Broms "Der Kinderdieb" hatte ich etwas zu kämpfen. Zwar gefiel mir Broms Albtraumwelt und die eingewobenen Stücke knallharter Realität, dennoch fehlte mir irgendetwas. Es hatte mich einfach noch nicht gepackt und das Ganze erschien mir mehr wie ein etwas dunkler Disneyfilm.

Doch kurz bevor mir die Beschreibungen des Lebens im Teufelsbaum zu öde wurden, riss Brom das Steuer herum und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen!
Ab der Hälfte geht das Buch erst richtig los. Alles andere schien für mich eher wie ein langsamer Aufstieg zu einer grossen Explosion.
War man zuvor noch damit beschäftigt, Nicks Nörgelein zuzuhören und magischen Wesen nachzusehen, steht man plötzlich mitten im Kampfgeschehen und links und rechts fliegen die Körperteile und spritzt das Blut.

Hätte ich während der ersten Hälfte dem Buch noch drei Punkte gegeben und es auch ruhigen Blutes jüngeren Lesern empfohlen, erfuhr ich bald darauf, weshalb sich die Rezensenten einig darin sind, dass das Buch bloss etwas für Ältere ist. Wer es also nicht erträgt, wenn es in einem Buch blutig zu und her geht, der sollte Brom nicht lesen.

Broms Neuerzählung von Peter Pan erinnert nur in groben Zügen an den berühmten Disneyfilm und ist mit vielen neuen würzigen Ideen versehen. Die Welt des neuen Peters ist dunkel und gefährlich und durch die Fleischfresser bedroht, die die Insel zerstören wollen.

Mit dem Kampf gegen die Fleischfresser bringt Brom ein weiteres Element ins Buch, das mir sehr zugesagt hat. Denn der Autor beginnt die Anfangs noch klaren Abgrenzungen zwischen Gut und Böse zu verwischen. Wir erfahren, wie die Fleischfresser zu den Fleischfessern wurden und dass der ganze Krieg nur auf einem bösen Missverständnis beruht. Dabei wurde mir der Kapitän, anfnags noch eine Schreckensgestalt, mit jeder Seite sympathischer bis er mir richtig ans Herz wuchs.

Überhaupt zeichnet Brom die Figuren überaus real. Jeder hat seine Stärken und seine Schwächen, sogar mit dem fiesen Leroy bekommt man irgendwann Mitleid. Vor allem die Figur Peters ist äusserst widersprüchlich, man kriegt ihn nie wirklich zu fassen. Dies macht den schlitzohrigen Jungen zu einem durchaus interessanten Charakter, den man erst richtig kennen lernen muss. Ebenso die berühmt berüchtigte Dame, die eine wichtige Rolle im Buch spielt.

Sprachlich bedient sich Brom einer jungen und modernen Sprache, die oftmals mit Grossbuchstaben und Schrägen aufwartet. Diese wurden mir aber oft zu fiel, man wäre auch mit weniger gut bedient gewesen. Passend zu diesem Schreibstil wird auch oft geflucht und Verwünschungen ausgesprochen. Mir ist jedoch aufgefallen, dass alle Kinder eine ähnliche Sprache sprechen, obwohl sie aus verschiedenen Epochen stammen. Also haben sich die Kinder einander angepasst oder Brom hat das Detail, dass jemand aus der Zeit des Amerikanischen Bürgerkrieges ein anderes Englisch benutzt als ein Kind aus dem 21. Jahrhundert, nicht beachtet. Dies jedoch nur ein kleines Manko.

Fazit:

Ein Buch, das gewiss seine Längen hat, vor allem zu Beginn, das dann jedoch richtig aufdreht und von einem blutrünstigen Kampf in den anderen taumelt. Doch mit Broms ausgeklügelten Charakteren und seiner fantastischen Welt schafft es das Buch zu überzeugen.

Empfehlenswert für Leser des Horrorgenres und jene, die Action und Blut mögen. Für junge Leser aufgrund der dargestellten Gewalt ungeeignet.

Nachdem ich die erste Hälfte des Buches eher zäh fand, war ich vom letzten Teil wirklich begeistert und oftmals blieb mir die Luft weg. Von da an konnte ich das Buch unmöglich mehr aus der Hand legen!

Brom
Der Kinderdieb
HC mit Schutzumschlag, Deutsche Erstausgabe 2010
PAN

978-3-426-28329-5

Mit Illustrationen von BROM
Aus dem Amerikanischen von Jakob Schmidt
Originalausgabe: The Chield Thief
EOS, HarperCollings, New York 2009 

10.05.2011 um 22:34 Uhr

[Challenges] TopTenTuesday #13

von: Jari   Kategorie: TopTenTuesday

 
10 Bücher, die ihr gerne verfilmt hättet
 
Hm... geht es darum, ob ICH die Filme mache oder ob sie einfach generell verfilmt werden? ;)
Grundsätzlich bin ich gegen Bücherverfilmungen, aber nehmen wir jetzt einmal an, dass es ein Regisseur ist, der ein Händchen für Literatur und Filme hat uinnd es schafft, das Buch originalgetreu und liebevoll zu verarbeiten.
Also gucken wir mal:
 
  • Bánk, Zsuzsa - Der Schwimmer
    Gibt Stoff für einen tiefen, nachdenklichen Film, der vor allem auf Bildern basiert. Kinder kommen sowieso immer gut.

  • Brom - Der Kinderdieb
    Mit FSK14 oder 16. Actionreiche Kampfszenen und dramatische Musik ist da ein Must! Kampfszenen sollte man übrigens nicht schneiden, sonst kann man die Verfilmung gleich sein lassen!

  • Cashore, Kristin - Die Beschenkte
    Eine Filmserie mit Fantasy, Liebe und Dramatik. Passt nach Hollywood. Jedoch würde ich es nicht von einem Ami verfilmen lassen. Ansonsten käme da ein 0815-Streifen raus. Ausser man würde es dem Macher von "Der Herr der Ringe" geben - wer war das nochmal? Woher kam der nochmal?

  • Díaz, Junot - Das kurze wundersame Leben des Oscar Wao
    Ein Film über das Leben am Rande der Gesellschaft, als Aussenseiter. Solche Filme braucht es einfach ab und zu. Wenn dann noch ein talentierter Schauspieler die Rolle des Oscar übernimmt und ihn glaubhaft darstellt, wird der Film bestimmt einige Zuschauer erreichen.

  • Fitten, Marc - Valerias letztes Gefecht
    Ein Film über ein älteres Liebespaar aus der ungarischen Provinz - sowas braucht man auch mal auf der Leinwand! Der Regisseur sollte eine feine Prise Witz in die Verfilmung streuen und das Ganze bitte auch in Ungarn drehen. Wenn schon, denn schon.

  • Galenorn, Yasmine - Schwestern des Mondes
    Aus der Reihe könnte man auch gut eine TV-Serie machen. Da die Serie in Amerika spielt, dürfte sich da auch ruhig ein Ami ran machen. Aber bitte ohne die Charaktere gross zu verändern!

  • Jinks, Catherine - Blutsbande
    Ein Film für jene, die genug haben von erotischen oder glitzernden Vampiren.

  • Jinks, Catherine - Teuflisches Genie
    Mit einem hübschen Jüngling als Cadel. Das Buch bietet guten Unterhaltungsstoff, aus dem sich bestimmt auch ein guter Kinostreifen basteln lässt. Wenn der erste Teil erfolg hat, kann man sich auch noch an die anderen beiden Bücher wagen.

  • Moore, Christopher - Die Bibel nach Biff
    Wurde der schon verfilmt? Wenn ja, sollte man sich mal daran machen. Dieser Film würde sicherlich für Furore sorgen (werden da gerade Flaggen verbrennt?). Die Kirchenleute würden springen und die Kinokassen klingeln.

  • Vittachi, Nury - Der Fengshui-Detektiv
    Wäre bestimmt was für Chakie Chan, auch wenn im Buch nicht wirklich gekämpft wird. Aber vielleicht würde ihm die Rolle des nörgelnden Fengshuiberaters genau deswegen gefallen? Dann noch ein junges Mädel dazu, die nie die Klappe hält und der Streifen ist im Kasten. Gute Sonntagabendunterhaltung (für all jene, die schon alle Tatort-Folgen gesehen haben).
Thema der nächsten Woche: Eure 10 liebsten Romanfiguren

08.05.2011 um 17:05 Uhr

[Challenges] Tage vergehen #18

von: Jari   Kategorie: Tage vergehen

 
Ich muss sagen, dass büchertechnisch diese Woche nicht derartig viel geschehen ist. Beim "Kinderdieb" bin ich noch nicht einmal in der Mitte angelangt, was aber daran liegt, dass ich Freitag und Samstag gearbeitet habe und deshalb eigentlich keine Zeit und Kraft mehr zum Lesen hatte. Später geh ich aber raus auf die Terrasse und verfolge Peters Abenteuer weiter.
 
Ein kleines Highlight dieser Woche: Ich poste Julian Smiths "I'm reading a book" und urplötzlich taucht das Video auch auf anderen Bücherblogs auf. Wie das wohl geschehen konnte? xD
 
Und dann *trommelwirbel* hat Jari sich ein neues Buch geholt!
Eigentlich gab es diese Woche sogar zwei Neuzugänge. Das eine war ein Secondhand-Buch über Deutsche Schäferhunde von 2000 *lach* Wie süss!
Als ich gestern jedoch arbeiten ging, fiel mein Blick auf die Kiste, in der die Leseexemplare der letzten Saison, die nicht mehr gebraucht werden, gestapelt waren. Von dieser Kiste kann man sich Bücher mit nach Hause nehmen, wenn nicht irgendein Name drin steht (das schützt jedoch nicht 100%...).
Zuoberst lag: Alex Flinn - Beastly
Und Jari hat es mitgenommen - nachdem es die liebe Kollegin gefragt hatte, ob es auch darf :D
Das Buch kommt also nach "Der Kinderdieb" dran, damit es auch nicht auf dem SUB landet! Jawoll!