Jaris Büchergebrabbel

29.07.2011 um 13:32 Uhr

[Rezension] Ewiges Eis

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Russland, 1956: Vor sieben Jahren hat der KGB-Agent Leo Demidow den Priester Lasar und dessen Frau denunziert. Unterdessen arbeitet Leo als Ermittler für Mordfälle und versucht verzweifelt, seine Familie zusammenzuhalten. Während die kleine Elena sich gut in die Familie, die sie adoptiert hat, einfügt, rebelliert die ältere Soja gegen Leo. Soja kann es nicht akzeptieren, den Mann, der ihre Eltern ermordet hat, als Familie zu betrachten.

Eines Tages wird Leo zu einem Tatort gerufen und bald schon realisiert Leo, dass er in direketem Zusammenhang mit dieser Mordserie steht. Plötzlich wird Leo von seiner Vergangenheit eingeholt und findet sich in den unwirtlichen Gulags Russlands wieder, nur um dann in den Wirren der ungarischen Aufstände von 1956 zu landen.

Und das alles nur für Soja, um deren Liebe Leo verbittert kämpft. 

Meine Meinung:

In "Kolyma" entführt Tom Rob Smith uns in ein Russland, das aus den Fugen geraten ist. Hintergrund ist Chruschtschows Geheime Rede, die Stalin, und somit auch das kommunistische System, kritisiert. Überall herrscht Durcheinander, Verwirrung und Angst.

Diese Gefühle bringt Smith in seinem Roman sehr gut rüber, man fühlt sich direkt in das Leben in einem kommunistischen Land hineinversetzt. Die Abkürzungen um KBG und MGB sorgen etwas für Verwirrung, aber das Gefühl der Angst, das damit zusammenhängt, kommt rüber.
Auch das Leben im Gulag, die Härte des Winters und der Kälte beschreibt Smith ebenso eindringlich wie die kaltblütigen Verbrechen von Frajera und ihrer Bande ausgehen.

Überhaupt hat Smith es mit der Dramatik. Die ca. 470 Seiten des Buches sind gefüllt mit Tod, Trauer und verletzten Gefühlen. Also Dramatik pur. Dazwischen herrscht ein herrliches Gemisch aus Erschossenen, abgerissener Haut und verbrannten Menschen.
Immer, wenn man denkt, 'jetzt ist genug', setzt Smith noch einen obendrauf. Irgendwo kommt sicher noch Twist, irgendwer lüftet bestimmt noch ein dunkles Geheimnis. Nach über 400 Seiten ist das dann doch etwas zu viel des Guten. Einige Seiten weniger hätten dem Buch bestimmt nicht geschadet.

Spannung kommt bei dem Ganzen leider etwas zu wenig auf, deshalb kam ich mit dem Buch auch nicht wirklich vom Fleck. Manchme Szenen sind in der Tat packend, so zum Beispiel der Aufstand im Gefangenenlager. Aber oft ist Smith zu langatmig und seine Sprache zu zähflüssig. Die Dramatik, mit der der Autor versucht, die Geschichte am Laufen zu halten, versagt leider auch.

Die Figuren in "Kolyma" lassen an Tiefgang missen. Keine der Charaktere wuchs mir ans Herz und ihre Beweggründe waren mir fremd. Vor allem Soja konnte ich in ihren Handlungen überhaupt nicht verstehen, obwohl ich mir gut vorstellen kann, dass man dem Mörder seiner Eltern nicht verzeihen kann. Trotzdem wirkte sie auf mich wie ein kindisches kleines Mädchen, das unbedingt seinen Willen durchsetzen will.

Fazit:

Obwohl ich mit dem Buch zu kämpfen hatte und es beileibe nicht als Hit oder gar als Bestseller sehe, würde ich es nicht als schlechtes Buch abstempeln. Es ist ein gutes Buch, bei dem mich vor allem die Beschreibungen des kommunistischen Russlands faszinierten. Auch der reale Hintergrund um die Geheime Rede und den Aufstand in Ungarn haben mir gefallen.

Wer schon "Kind 44" mochte, wird sich auch an "Kolyma" erfreuen. Das Buch ist vor allem für jene Thriller-Leser gedacht, die einen realen Hintergrund schätzen.

Tom Rob Smith
Kolyma
TB, 2. Auflage 2010
Goldmann

978-3-442-47235-2

Aus dem Englischen von Armin Gontermann
Originalausgabe: The Secret Speech
Simon & Schuster UK Ltd, London 2009 

29.07.2011 um 10:19 Uhr

[Rezension] Murphys Gesetz

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Was schief gehen kann, geht auch schief. So zumindest fühlt sich der 17-jährige Ian. Seine besten Freunde Felicia und Lance verbringen super Sommerferien, während Ian selbst einen langweiligen Job bei Dunkin' Donuts hat und -am allerschlimmsten- noch immer Jungfrau ist!

Doch aus Ians Onlinezeitvertreib namens Danielle wird rasch Ernst, denn sie möchte, dass er sie besuchen kommt. Das Problem ist bloss, dass Danielle am anderen Ende der USA wohnt. Keine Sache, denkt sich Ian und will mit seinem gelben Auto namens Kreatur losziehen.

Nun hat Ian aber nicht damit gerechnet, dass Lance und Felicia sich selbst einladen, bei der Tour dabei zu sein. Und ein weiteres Mal bestätigt sich Murphys Gesetz: Was schief gehen kann, geht auch schief! 

Meine Meinung:

Mit Ian, Felicia und Lance gehen wir in Andy Behrens Buch auf "Spritztour". Dabei führt uns die Route einmal quer durch die USA und das in nur drei Tagen. Ian hat es eilig, um bei Danielle seine Unschuld zu verlieren, doch Felicia und Lance machen es ihm nun wirklich nicht einfacher. So beginnt eine Reise direkt ins Chaos.

Zugegeben, die Geschichte ist vorhersehbar. Bald schon erkennt man den Aufbau des Autors und kann sich rasch zusammenreimen, was geschehen wird. Manche Dinge kann man sich nur schon ausmalen, nachdem man den Rückentext gelesen hat.

Davon abgesehen ist "Spritztour" ein lustiges und durchaus unterhaltsames Buch, mit dem man sich einen netten Nachmittag machen kann. Behrens Sprache ist einfach, beinahe schon kindlich, und so hat man das Buch schneller durch als man "Spritztour" sagen kann. Die Erlebnisse der drei Teenager sind ziemlich verrückt und auch wenn das Buch kein Brüller ist, so ist es zumindest teilweise witzig.

Im Grossen und Ganzen dreht es sich in diesem Jugendbuch nur um eines: Sex. Schliesslich ist es das Nummer eins Thema, das Jugendliche beschäftigt.
Die Kombination Ian - Lance ist dabei zu beachten. Ian ist die Jungfrau, die auszieht, um endlich das erste Mal zu erleben, während Lance der Casanova ist, der keinem Mädchen widerstehen kann.
Doch um ehrlich zu sein, ging mir Lance' Getue oft ziemlich auf die Nerven. Noch mehr jedoch störte mich Felicia, die zwar als Punkrock-Mädchen beschrieben wird, aber eher wie ein zahmes Mäuschen daherkommt, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, altbewährte amerikanische Traditionen zu verteidigen.

Überhaupt ist das Buch bei aller Frechheit, in der es daherkommt, doch teilweise sehr amerikanisch. Zum Beispiel die Szene, in der Ian Kondome kauft. Diese Seiten bestätigen doch viele Vorurteile Amerikanern gegenüber, die sagen, dass Amis prüde und verkrampft sind. Ich konnte da nur den Kopf schütteln. 

Die Diskussionen, die die drei Freunde unterwegs führen, drehen sich eigentlich ständig um dasselbe. Ob es gut ist, was Ian vor hat (Lance ist natürlich begeistert, Felicia nicht), wer zusammen passt und wie man seine Jungfräulichkeit am besten verliert.
nachdem man dieselbe Rede zum dritten Mal gelesen hat, verdreht der Leser genervt die Augen und hofft, dass es rasch weitergeht.

Fazit: 

Trotz der vielen negativen Punkte habe ich das Buch gerne gelesen und man sollte auch bedenken, dass die Zielgruppe von "Spritztour" einige Jahre jünger ist als ich.

Behrens bietet eine Geschichte, die das beinhaltet, die vor allem Teenagern das bietet, was auch sie selbst beschäftigt. Mögen mich die Mädchen? Was ist die Unschuld wert? Mit wem verbringe ich das erste Mal?

Dabei kann ich mir gut vorstellen, dass auch Lesemuffel das Buch lesen. Eine grosse Schrift und einfache Sätze machen ein rasches Vorankommen möglich. Auch als Schullektüre zum Thema Pubertät und Sex kann man "Spritztour" in Erwägung ziehen. Diskussionsstoff für die Klasse enthält der Titel allemal.

Ältere Leser, die Roadmovies mögen, werden hier eine Geschichte finden, die alles hat, was es braucht. Ein Auto, das am Ende kaputt ist, verwirrte Jugendliche und die Strassen Amerikas. Jedoch sollten erfahrenere Leser beachten, dass die Zielgruppe jünger ist und die Erwartungen an Behrens etwas hinunterschrauben. Dann steht einem lustigen Lesevergnügen nichts im Weg.

Andy Behrens
Spritztour
TB, 2008
Gulliver

978-3-407-74122-6

Aus dem Amerikanischen von Heike Brandt
Originalausgabe: All the way
Dutton Books, New York 2006 

28.07.2011 um 17:56 Uhr

[Rezension] Wiedergeburt

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Was Alejandra, Carl und Michael verbindet, ist der Alkohol und der Wunsch, es besser zu machen. Noch einmal von vorne anzufangen und ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.
Beim Treffen der Anonymen Alkoholiker erfahren sie von den 12 Schritten, die sie wieder ins Leben zurückführen können. Alle drei versuchen sie es, alle fallen und rappeln sich wieder auf. Denn das Leben ist es wert, gelebt zu werden. 

Meine Meinung:

Sergio Bambaren erzählt in "Die Rose von Jericho" die Geschichte dreier Alkoholiker und von ihrem Kampf mit dem Alkohol. Alejandra und ihre Freunde stehen stellvertretend für viele Leute mit Suchtverhalten, so wendet sich Bambaren mit seinem Buch nicht nur an Alkoholiker und ihre Angehörigen sondern an alle Leute, die Erfahrungen mit der Sucht gemacht haben.

Der Glaube spielt eine wichtige Rolle in Bambarens Büchern, so auch in "Die Rose von Jericho". Gott ist allgegenwärt, Bambaren erwähnt jedoch, dass es sich nicht um einen christlichen Gott handelt, sondern um Gott, so wie wir ihn uns vorstellen. Einen ganz persönlichen Gott.
Trotz diesen Hinweisen fühlte ich mich bei der Lektüre oft leicht unwohl, da sehr viel vom Glauben die Rede ist. 

Die Geschichte ist sehr gefühlvoll erzählt, der Autor gibt sich grosse Mühe, die Menschen zu berühren und ihnen zu helfen. Wer Probleme hat, wird sich angenommen und geborgen fühlen.
Die erwähnten zwölf Schritte werden beschrieben und wie die Protagonisten mit ihnen umgehen. Doch ebenso wird beschrieben, wie sie Rückfälle erleiden und sich dennoch wieder aufrappeln. Bambaren will Mut machen, es ihnen gleich zu tun.

Es ist ein sehr handliches Buch und sobald man einen Blick hinein wirft, merkt man, dass es auch nicht viel Lesestoff hergibt. Die eigentliche Geschichte Bambarens nimmt nur den ersten Part des Buches ein, daneben wurde noch die Geschichte der Zwölf Schritte und andere Hilfestellungen beigefügt.
Ausserdem ist das Buch in sehr grosser Schrift gedruckt und die Kapitel sind sehr kurz. Auch Leute, die nicht gerne lesen, werden hier also zum Zuge kommen, da man die Hauptgeschichte rasch gelesen hat.

Aufgrund dieser Kürze ist es logisch, dass die Figuren keine besondere Tiefe entwickeln. Wir leiden nicht mit ihnen, eher wird man an sein eigenes Leiden erinnert. Die Gefühle der Protagonisten werden nur oberflächlich beschrieben, obwohl eine sanfte Auseinandersetzung mit den negativen Gefühlen genau bei diesem Thema wichtig gewesen wäre. 

Wie schon erwähnt, war mir das Buch beinahe schon zu esoterisch angehaucht, aber auch für Agnostiker und sogar für Atheisten in einem erträglichen Rahmen. Dass Bambaren nicht von einem fixen Gott spricht, sondern wir uns unser eigenes Bild von ihm machen sollen, macht mir den Autoren sympathisch. So kann man sich in sicherem Rahmen an dieses empfindliche Thema heranwagen.

Ich selber habe momentan noch keinen Grund, mich an die zwölf Schritte zu wagen. Trotzdem habe ich etwas von Bambaren gelernt, das mir sehr hilfreich war: Einen Tag nach dem anderen.
Dieses Mantra half mir durch einige schwierigere Tage, somit kann ich sagen, auch wenn mich die Geschichte nicht umgehauen hat, hat sich die Lektüre dennoch gelohnt. 

Fazit:  

Ein feinfühliges Buch für Leute, die Hilfe brauchen oder ihre Angehörigen. Das Buch nimmt einen bei der Hand und kann tatsächlich hilfreich sein, ohne dass es ein Ratgeber wäre.
Ebenso kann man "Die Rose von Jericho" lesen, wenn man etwas über das Leben lernen möchte. Man sollte sich jedoch am esoterischen Part Bambarens nicht stören, ansonsten ist die Lektüre eher störend.

Man kann die Geschichte auch lesen, wenn man ansonsten nicht oft liest, denn die grosse Schrift und die einfache Sprache machen ein rasches Vorankommen möglich.

Sergio Bambaren
Die Rose von Jericho
Die Geschichte eines Neuanfangs
HC mit Schutzumschlag, 4. Auflage 2007
Piper

978-3-492-04881-1

Aus dem Englischen von Clara Lind
Originalausgabe: The Rose from Jericho 

28.07.2011 um 15:23 Uhr

[Rezension] Lehrer, lerne!

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Was ist guter Unterricht? Das hat sich auch Hilbert Meyer gefragt und sich auf gemacht, die Antwort zu suchen. Nachdem er sich durch die unzähligen Ergebnisse der Unterrichtsforschung gewühlt hat, hat Meyer ein 10-Punkte-System aufgestellt. Diese Punkte beinflussen nachweislich ein gutes Unterrichtsklima und den Lernerfolg der Schüler.

Meine Meinung:

Hilbert Meyers Buch "Was ist guter Unterricht?" widmet sich weniger der Aufklärung dieser Frage, sondern beschäftigt sich vordergründig mit den zehn Punkten, die lauter der Unterrichtsforschung einen guten Lernerfolg versprechen. Zwar hängen diese Punkte natürlich zusammen, dennoch finde ich den Titel deswegen etwas irreführend, da ich mir unter diesem Titel etwas anderes vorgestellt habe.

Meyer handelt seine zehn Punkte allesamt im Buch ab, dies jedoch nur kurz und bündig. Er erklärt einfach und plädiert dafür, dass man die Schüler mehr in die Unterrichtsgestaltung einbezieht. Hat man sich etwas mit der Gestaltung des Unterrichtes befasst, werden einem die Ergebnisse, die uns Meyer vorlegt nicht sonderlich überraschen.

Dennoch kommt der Autor mit einigen neuen Ideen daher und lässt auch andere Lehrer zu Wort kommen. Ein Kapitel behandelt die Erfahrungen einer Lehrerin, die an einer schwedischen Schule unterrichtet hat. Meyer ist der Ansicht, dass man ach das deutsche Schulsystem mehr nach dem nordischen orientieren sollte, das nicht auf die Gesamtleistung der Schüler zielt, sondern auf deren Individualität. Nach diesem Grundsatz ist das gesamte Buch aufgebaut.

Die übersichtliche Gestaltung hilft dem Leser, sich sofort in das Thema hineinzulesen und die wichtigsten Punkte auf den ersten Blick zu erfassen. Meyers Sprachstil ist flüssig und da das Buch sehr kurz gehalten ist, hat man es rasch durch. Das Poster, das die kapitelbegleitenden Zeichnungen des Autores zusammenfasst, ist eine nette Beigabe. 

Fazit: 

"Was ist guter Unterricht" ist ein Ratgeber für alle Leher, die ihren Unterricht optimieren wollen und bietet interessante Hilfeleistungen. Dennoch ist es viel zu knapp geraten und bietet eigentlich nichts wirklich Neues. Manche Ergebnisse, auf die Meyer zurückgreift, sind sogar schon etwas veraltet.
Für den Einstieg in den Lehrerberuf ist das Buch übrigens weniger geeignet. Es bezieht sich vor allem auf Pädagogen, die bereits über Berufserfahrung verfügen. Dennoch kann es auch Einsteigern nicht schaden, einen kurzen Blick auf die erwähnten Punkte zu werfen.

 

Hilbert Meyer
Was ist guter Unterricht?
TB, 7. Auflage 2010
Cornelsen

978-3-589-22047-2 

28.07.2011 um 13:14 Uhr

[Rezension] Die drei Jahreszeiten

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Rudolf Born. Das ist der Name des Mannes, der das Leben des jungen Studenten Adam Walker für immer verändern wird. Wir schreiben das Jahr 1967, Adam hat gerade erst Freundschaft mit Born geschlossen und ein Auge auf dessen geheimnisvolle Freundin Margot geworfen.
Rasch beschliesst Born, dass er Walker fördern möchte und überlässt ihm einen grossen Auftrag. Doch ein tragischer Vorfall beendet die Freundschaft der beiden Männer. Born flieht nach Paris, wo er unbehelligt weiterlebt. Trotzdem, oder gerade deswegen, beschliesst Adam, ebenfalls nach Paris zu reisen. Schon bald muss er jedoch feststellen, dass Born ihn für immer in seinen Fängen hält...

Fast vierzig Jahre später liegt Adam im Sterben und beschliesst, zum ersten Mal das Schweigen zu brechen. 

Meine Meinung:

Paul Auster hat mit "Unsichtbar" ein geniales Werk geschaffen, auch wenn es mich nicht mit der gleichen Wucht gepackt hat, wie z.B. "Mann im Dunkeln". "Unsichtbar" entfaltet seine wahre Wirkung erst nachdem man es ausgelesen hat.

Das Buch ist in sehr unterschiedlich gestaltete Kapitel aufgeteilt. Da ist einmal die Geschichte um die Erlebnisse des jugnen Adam, die in die Teile "Frühling", "Sommer" und "Herbst" aufgeteilt sind und alle aus unterschiedlichen Sichtweisen geschildert ist.
Dazu kommt Jims Part. Dieser studierte mit Adam und erhält vom sterbenden Walker das Manuskript zugeschickt. Jim berichtet selber von seinen Bemühungen, wieder mit Adam in Kontakt zu kommen und das Manuskript zu veröffentlichen.
Auf diese Weise hat Paul Auster ein wahres Kaleidoskop geschaffen, das einen immer wieder auf eine andere Art und Weise anspricht. Dabei sticht vor allem "Sommer" heraus, in dem Adam Walker die zweite Person Einzahl benutzt und ein grosses Tabuthema behandelt.

Das grosse Thema des Romans jedoch ist die Lüge. Und dies wird in allem möglichen Variationen dargeboten. Wer ist Born? Ist er gut, böse oder verrückt? Lügt Adam selber, wenn er die Geschehnisse in "Sommer" berichtet?
Nein, eine Antwort erhält der Leser nicht unbedingt. Oder gar nicht. Das hat Auster noch nie gemacht und ab dem Moment, in dem Auster seinen Lesern die Antwort auf dem Silbertablett reicht, wird Auster nicht mehr Auster sein, wie ich ihn liebe.
In "Unsichtbar" wird der Leser nach allem Regeln der Kunst an der Nase herumgeführt, bis er gar nicht mehr weiss, was er selber denken soll. Aber wenn noch nicht einmal der Leser weiss, was es mit Born auf sich hat, wie soll es denn erst der arme Adam wissen?

Bei aller literarischen Grösse hat das Buch leider auch einige Strecken und Szenen, in denen ich kurz davor war, das Buch wegzulegen, weil ich sie einfach für überdramatisiert hielt. Deshalb kann ich mich auch den vielen Stimmen nicht ganz anschliessen, die sagen, dass "Unsichtbar" Austers bestes Werk ist. Dafür ist es oft zu langatmig geraten und ist auch mit zu vielen irrelevanten Geschehnissen ausgestattet.

Doch lebt das Buch vor allem durch die Figuren, die sehr komplex ausgestattet sind. Natürlich sticht Born heraus, aber auch Margot gibt Rätsel auf. Auch auf Adam muss man sich erst einmal einlassen. Man kann es vielleicht so ausdrücken, dass das ganze Buch ein riesiges Rätsel darstellt.
Adam selbst ist, wie die meisten von Austers Protagonisten, ein Literat. Jedoch fand ich es doch etwas übertrieben, was dieser junge Student alles an seltsamen Werken der Weltliteratur gelesen haben soll.

Austers Schreibstil weist ihn als Meister aus. Er vermag mit seiner Wortwahl Dinge zu verhüllen und die Verpackung gerade so weit aufzureissen, dass wir als Leser einen kurzen Blick auf den Inhalt bekommen. Mehr nicht.
In "Unsichtbar" bedient er sich einer gemächlichen Sprache, die nichts von der Unruhe der Zeit wiedergibt, in der die Geschichte spielt. Dass die Unruhen der 68er-Generation wenig bis nicht thematisiert werden, fand ich etwas schade, aber in Austers Werk geht es auch nicht um rebellierende Jugendliche, sondern um einen jungen Mann, der in seinem Innersten nicht mehr weiter weiss und sich beinahe selbst aufgegeben hat. 

Fazit: 

Ein Roman, der mit einer Komplexität aufwartet, die man während des Lesens vielleicht noch nicht ganz begreift. Auster ist ein Autor für Leser, die sich nicht davor scheuen, nachzuforschen und Rätsel zu lösen. Wer das Buch einfach bloss liest, verliert einen wichtigen Teil des Werkes.
Wie immer bei Auster muss man sich darauf einlassen, in die Tiefe zu gehen und in die Psyche der Figuren einzutauchen. Wer solche Texte nicht mag, für den ist Auster nichts. Wer genau dies an einem Text mag, sollte noch heute hingehen und Paul Auster lesen.

Paul Auster
Unsichtbar
HC mit Schutzumschlag, 3. Auflage 2010
Rowohlt

978-3-498-00081-3

Aus dem Englischen von Werner Schmitz
Originalausgabe: Invisible
Henry Holt, New York 2009 

27.07.2011 um 08:01 Uhr

[Rezension] Auf ins Chaos!

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Als der angesehene Fengshui-Berater C.F. Wong die Anfrage erhält, ob der Sohn eines guten Kontaktes seines Chefs für die Sommermonate bei Wong mithelfen könnte, macht er das nur des Geldes wegen.
Doch der Sohn stellt sich als Tochter heraus, ist gerade mitten in der Pubertät und so ganz und gar nicht das, was Wong momentan gebrauchen kann.
Während die Zeit vergeht, stellt sich jedoch heraus, dass die Beiden ein gar nicht so schlechtes Team abgeben.

Meine Meinung:

Nachdem ich bereits drei Bände der Serie um C.F. Wong und Joyce McQuinnie gelesen habe, war es für mich wirklich interessant, endlich auch den ersten Band zu lesen. Die Rezensionen zu den zwei Bänden, die ich auf dem Blog rezensiert habe, findet ihr hier:

An Nury Vittachis lockerem Schreibstil, der mit leichter Ironie gemischt ist, hat sich nicht viel geändert. Noch immer bzw. bereits jetzt ist das Buch in einzelne Geschichten aufgeteilt, die zum Miträtseln einladen. Und bereits in diesem Band pendeln Joyce und Wong zwischen Zuneigung und Unverständnis des jeweils anderen.

Durch Vittachi erhält auch der Leser einen bleibenden Eindruck des asiatischen Lebens in all seinen Facetten, da Wong, mit Joyce im Gepäck, quer durch Asien reist, immer auf der Suche nach dem lukrativsten Geschäft. Auch die Unterschiede zwischen Ost und West werden durch die beiden Protagonisten hervorragend verkörpert.

Nach der Lektüre des ersten Teils muss ich Vittachi zugestehen, dass er es geschafft hat, seine Figuren weiterzuentwickeln.
Weder Wong noch Joyce haben die schriftstellerische Reife und die charakterliche Festigung der Folgebände. Joyce wirkte auf mich zu unreif und es ist wenig glaubwürdig, dass eine 17-Jährige, deren Hauptlektüre aus Popzeitschriften besteht, ein so allumfassendes Wissen hat, wie sie es hier zur Schau stellt. Dadurch wirkte sie auf mich oft besserwisserisch und unsympathisch.

Trotzdem hat mich Vittachi ein weiteres Mal begeistert und vor allem seine Vielfalt, wenn es um die zu lösenden Fälle geht, ist mir sehr positiv aufgefallen. Im Gegensatz zu anderen Reihen, in denen immer jemand umgebracht und der Fall durch einen Ermittler gelöst wird, sticht Vittachi mit seinem Ermittler-Duo einfach heraus.
Ob es darum geht, nicht selbst in Fallen irgendwelcher Schurken zu treten, ob Wong in einem Kloster merkwürdige Geschehnisse hinterfragt oder ob die Polizei direkt an ihn herantritt - jede Geschichte bietet etwas Neues.

Manchmal kommt der Leser dabei selbst auf die Lösung und manchmal wird man an der Nase herumgeführt - bei Nury Vittachi ist alles möglich. 

Fazit: 

Ein guter Start für die Reihe, wenn auch noch nicht völlig ausgereift.

Super Ferienlektüre für Asienreisende und gute Unterhaltung für Leute, die lustige Krimis ohne viel Blutvergiessen lesen möchten.

Und natürlich wieder ein Buch ganz nach Jaris Geschmack!

Nury Vittachi
Der Fengshui-Detektiv
TB, 2003
Unionsverlag

978-3-293-20264-1

Aus dem Englischen von Ursula Ballin
Originalausgabe: The Feng Shui Detective
Chameleon Press, Hongkong 2000

26.07.2011 um 09:59 Uhr

[Rezension] Eine Milliarde für die Gerechtigkeit

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt: 

Das kleine Dorf Güllen hat schon bessere Zeiten gesehen, es ist verarmt und verlottert immer mehr und mehr. Dass Claire Zachanassian, die berühmte und reiche Tochter des Dorfes, ihrer Heimat einen Besuch abstatten möchte, kommt da gerade recht.
Und tatsächlich: Die exzentrische Claire bietet Güllen eine Milliarde! Unter der Bedingung, dass Claires ehemaliger Liebhaber Ill getötet wird.
Wie werden die Bewohner des idyllischen Dörfchens auf dieses Angebot reagieren? 

Meine Meinung:

Ich habe Dürrenmatts "Der Besuch der alten Dame" aus Interesse gelesen und nicht, weil ein Lehrer es mir aufgebrummt hat. Deshalb ist diese Rezension auch frei jeglicher Interpretationen. Es liegt nicht in meinem Sinne zu ergründen, weshalb Claire Claire heisst und andere Fragen dieser Art zu lösen.

"Der Besuch der alten Dame" ist ein gelungenes Psychogramm unserer Gesellschaft. So zeigt Dürrenmatt, wie sehr uns Menschen die Gier anlastet und was Groll und Trauer aus uns machen können.
Da mich Titel dieser Art sehr faszinieren, habe ich das Buch mit grosser Aufmerksamkeit gelesen und obwohl es schon ein älteres Werk ist, hat es doch nichts von seiner Aktualität verloren. Diese kritische Analyse des menschlichen Handelns und Denkens ist zeitlos.
Dass das Buch dazu auch noch witzig ist, macht "Der Besuch der alten Dame" zu einem Klassiker, der weder verstaubt, noch öde ist.
Das Thema des Buches ist tatsächlich kein einfaches. Hat Claire das Recht, eine solche Forderung zu stellen? Und würden wir uns anders verhalten, wenn auch wir Güllener wären? Wie viel Geld braucht ein Mensch, um über dem Gesetz zu stehen?
Das Theaterstück bietet somit viel Gedankenfutter und wird einen nicht so einfach wieder loslassen.
Es ist nicht immer leicht, ein Theaterstück zu lesen. Zu oft verfängt man sich in den einzelnen Rollen und verliert den Überblick darüber, wer nun was gesagt hat. Nicht so bei Dürrenmatt: Jede Figur hat ihre ganz eigene Sprache und Stimme, sodass die Orientierung überaus leicht fällt und man das Stück gut in einem Zug durchlesen kann. 
Natürlich kommen auch hier Szenen vor, in denen das Lesen nicht so flüssig ist, wie man es gerne hätte, doch im Vergleich mit anderen Stücken, die ich gelesen habe, ist Dürrenmatt ein angenehmer Stoff.
Die Diogenes-Ausgabe, die ich besitze, ist mit zusätzlichem Material ausgestattet. So beinhaltet das Buch eine abgeänderte Fassung des dritten Aktes, ein Glossar (das ein weiteres Mal den Witz des Autoren aufzeigt) und Anmerkungen Dürrenmatts.
All dies hilft dabei, sich im "Alte Dame"-Kosmos zurecht zufinden und statten den Leser mit weiteren hilfreichen Hintergrundinformationen aus.

Fazit:

Ein wahrlich kluges Werk über die Welt, in der wir leben. Ein Buch über das Gute, das Böse und alles, was dazwischen liegt. Natürlich auch ein Buch über Geld und Macht.

Klassikerfreunde sollten sich Dürrenmatts modernen Klassiker sicherlich nicht entgehen lassen, gehört es doch zu einem der Meisterwerke des Autoren. Wer sich für unsere paradoxe Gesellschaft interessiert, sollte ohne zu zögern zugreifen. 

Als Schullektüre hat sich das Stück bereits etabliert. Ich finde jedoch, dass die Schüler nicht zu jung sein sollten, damit sie auf einem guten Niveau über das Buch diskutieren können. Zu junge Schüler werden von der Gattung des Theaterstückes überfordert sein.

Friedrich Dürrenmatt
Der Besuch der alten Dame
Tragische Komödie
TB, 1998
Diogenes

978-3-257-23045-1 

25.07.2011 um 09:41 Uhr

[Rezension] Was man alles machen kann

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Mit einfachen Materialien wie Bleistift, Holz oder Stoff lassen sich die tollsten Dinge basteln. Fantasietiere aus Karton oder Masken aus Paiermaché, es gibt unzählige Möglichkeiten kreativ zu sein.
Eva Hauck und Claudia Hubois Werkstattbuch ist eine kleine Ideenschatzkiste für alle.

Meine Meinung:

Handlich ist das Buch "Sehen Finden Machen" zwar nicht, aber die netten Ideen und die schöne Aufmachung machen einiges wieder wett.

Die grosse Stärke des Bandes ist seine Vielseitikeit. Die Bastelideen gehen von einfachen Zeichnungen oder Bastelanleitungen für kleine Kinder bis hin zum Papierschöpfen für Ältere. Somit wird hier eine ganze Palette abgedeckt, wobei man sagen muss, dass nicht alle Vorschläge ganz neu oder originell sind.

Das Buch ist in einzelne Kapitel unterteilt, so z.B. die Papierwerkstatt oder die Modellierwerkstatt. So wird bereits eine erste allgemeine Übersicht geschaffen, was im Buch alles thematisiert wird.
Danach wird zu Beginn der Kapitel das Material vorgestellt und erste Griffe erklärt. Die folgenden Bastelanleitungen basieren auf diesen Grundhandgriffen. Zu Beginn kann man also die ersten Kniffe erlernen und diese später anwenden, um die vorgestellten Sachen selber zu basteln.

Die einzelnen Schritte sind einfach erklärt und Bilder zeigen, wie das Produkt schlussendlich auszusehen hat. Dass die dargestellten Objekte ebenfalls von Kindern geschaffen wurden, ist eine tolle Idee und zeigt auf, was auch kleine Hände zu schaffen mögen.

Meiner Ansicht nach fehlten jedoch Abbildungen, die die einzelnen Bastelschritte darstellen. Dies fehlt nämlich und da auch die Anweisungen sehr knapp gehalten sind, könnte dies mancherorts zu Verwirrung und Frustation führen. Zwar sind die Ideen des Buches sehr einfach zu machen, trotzdem wären etwas mehr Erklärungen hilfreich gewesen. 

Fazit: 

"Sehen Finden Machen" ist eine sehr schön und übersichtlich gestaltete Sammlung mit Bastelideen für Kinder im Alter von 3 bis 13.

Lehrer und auch Eltern werden hier Vorschläge finden, was man gemeinsam mit den Kindern machen kann. Ab einem gewissen Alter kann man die Kinder sogar selber mit dem Buch arbeiten lassen, da die Sprache den jungen Menschen angepasst ist.

Aufgrund der unterschiedlichen Niveaustufen sollte jedoch darauf geachtet werden, keine Dinge auszuwählen, die unter- oder überforden könnten. 

Eva Hauck, Claudia Huboi
sehen finden machen
Das Werkstattbuch für Kinder
Broschiert, 2008
Haupt Verlag

978-3-258-07394-1 

24.07.2011 um 22:05 Uhr

[Challenge] Tage vergehen #29

von: Jari   Kategorie: Tage vergehen

 
Uah! Ich hab noch so viele Rezis zu schreiben! Ich komm gar nicht mehr nach! Schrecklich, schrecklich...
Ausserdem werde ich mit gewissen Challenges aufhören. Ich mag den TopTenThursday zwar, aber ich glaube nicht, dass ich noch eine Liste machen werde. Ersten weil hier die Internetverbindung nicht so der Hammer ist, also das Bloggen auch nicht solchen Spass macht und zweitens weil ich nicht mehr in der Nähe meiner Bücherregale wohne. Woher also die Inspiration nehmen?
Ansonten kann ich nur noch sagen, dass ich bei "Kolyma" noch immer nicht wirklich voran komme. Es ist das letzte Buch des Dänemark-SUBs und ich will es unbedingt fertig lesen. Vor allem, weil es dann schon bald einen neuen Dänemark-SUB geben wird. Ach ja... 

22.07.2011 um 11:28 Uhr

[Rezension] Das Wandern ist des Müllers Lust

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Nicht jeder hat die Musse, 4000 Meter hohe Berge zu erklimmen oder sieben bis acht Stunden durch Berg und Tal zu wandern bis man überall Blasen hat. Manche haben ganz einfach die Ausdauer dafür noch nicht oder nicht mehr.

Für all jene, die es gerne gemütlich haben, bietet das Büchlein "Gemütliches Wandern in Graubünden" 30 Routenvorschläge durch den Kanton Graubünden an, um es etwas langsamer anzugehen. 

Meine Meinung:

Ich bin gerne draussen unterwegs, halte aber dennoch nichts davon, ständig auf irgendwelche Berge zu steigen. Viel zu anstrengend! Zum Glück verschafft das Buch "Gemütliches Wandern in Graubünden" von Stefan Barandun, Katharina Hess und Paul Emanuel Müller Abhilfe.

 

Dieses handliche Büchlein aus dem Terra Grischuna Verlag ist eine überarbeitete Neuauflage des vor einigen Jahren erschienen Vorgängers.
30 unterschiedliche Routen werden vorgeschlagen, die den gesamten Kanton Graubünden abdecken. Egal, ob Maienfeld, Klosters oder Posciavo: jede Region ist mit ihrem hübschesten Wanderweg vertreten.
 
Die Strecken dauern zwischen 1 Stunde 45 Minuten bis 3 Stunden und führen durch hügelige Gebiete, die niemals zu steil werden. Falls Steigungen auftreten, sind diese niemals zu lang.
Jede dieser Route wird vorgestellt, mit Dauer, Distanz, Höhendifferenz und Sehenswürdigkeiten.
Die Autoren nehmen den Untertitel "Zeit zum Staunen und Verweilen" ernst und geben zu jeder Wanderroute Museen, Kirchen etc. an, die zum Bleiben und Anschauen einladen. Sogar auf Sitzbänke mit schöner Aussicht wird hingewiesen.
 
Der Führer ist übersichtlich aufgebaut. Die Route wird knapp erklärt, doch mit etwas Eigeninitiative wird noch jeder Weg gefunden. Dazu werden Hintergründe und historische Begebenheiten erklärt, sodass die Nähe zum Gebiet erhalten bleibt. Stimmungsvolle Bilder verschaffen Atmosphäre.
 
Dank dieses Buches können nun auch Kinder und ältere Leute die ganze Vielfalt des Kantons Graubünden kennenlernen. Dabei ist es egal, ob es sich um Einheimische oder Touristen handelt. Jeder wird auf diesen Pfaden etwas Neues sehen.

 

Fazit: 

Ein Wanderführer für Familien mit Kindern oder ältere Leute, die noch immer aktiv sind. Auch ältere Hunde können diese Strecken gut bewältigen. Oder einfach für Leute, die sich nicht auf allzu schweisstreibende Strecken wagen. 

"Gemütliches Wandern in Graubünden" passt in jeden Rucksack und bietet Ideen und passende Hintergrundinformationen für alle Wanderer. Vor allem für jene, die es gemütlich mögen!

 

Stefan Barandun, Katharina Hess, Paul Emanuel Müller
Gemütliches Wandern in Graubünden
Zeit zum Staunen und Verweilen
TB, 2. überarbeitete Auflage 2011
Terra Grischuna

978-3-7298-1172-0 

21.07.2011 um 18:02 Uhr

[Neuerrungenschaften] Bücher, secondhand

von: Jari   Kategorie: Neuerrungenschaften

Gestern fuhr ich mit N. nach Basel. In Basel befindet sich auch der Geheimtipp des Bücher-Brockis. Hunderter gebrauchter Bücher stapeln sich, sodass die alten Gene des Jagens und Sammelns geweckt werden.

Jari hat einen ganz tollen Fang gemacht. Neben dem Jugendbuch "Spritztour", das ich gerade lese, weil ich mit "Kolyma" nicht so recht vorankomme, habe ich alle sieben Bände von "Narnia" gefunden. Im Schuber! Für gerade mal 10 CHF! Fröhlich

19.07.2011 um 10:47 Uhr

[Rezension] Die Strassen von Paris

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Stan streift mit seiner Freundin Nouchi durch die dunklen Strassen von Paris. Seit Tagen haben sie nichts mehr gegessen, das Geld ist aufgebraucht. 
Aus lauter Verzweiflung sinnt Stan einen irrsinnigen Plan nach dem anderen aus. Dabei tritt er sogar einer berühmten Diebesbande bei, nur um sie dann für Geld zu verraten.
Nouchi dagegen hat Glück. Doch Stan missgönnt es ihr und beginnt, das Mädchen nach Strich und Faden auszunutzen...

Meine Meinung:

In "Der Outlaw" von Georges Simenon lernen wir Stan kennen, einen durch und durch unsympathischen Protagonisten. Ist man anfangs von versucht, Mitleid für diese traurige Figur zu entwickeln, vergeht das dem Leser sehr schnell. Stan ist durchtrieben, von sich selbst eingenommen und narzisstisch.
Doch genau darin liegt die Stärke Simenons: Stan ist interessant. Man mag ihn nicht, aber man will wissen, wie es mit ihm weitergeht und was er als nächstes tun wird.

Nouchi, die ihr gutes Zuhause für Stan verlassen hat, ist ein ganz anderes Kaliber: hilfsbereit, gutmütig und zart.
Sie kommt in der Geschichte aktiv weniger stark vor als Stan, dennoch braucht die Geschichte sie als Ausgleich zu Stan. Zusammen sind die Beiden ein starker Gegensatz und man ist versucht, sich zu fragen, wie Stan und Nouchi zusammengefunden haben. Doch wie so vieles in diesem Buch, bleibt auch diese Frage grösstenteils im Dunkeln.

"Der Outlaw" beschreibt das Leben eines Gefallenen, eines Menschen, der den Zugang zu unserer Gesellschaft verloren hat und nicht mehr wiederfinden wird. Man trifft hier auf dreckige Gassen, zwielichtige Typen und verdammte Seelen.
Simenon beschreibt Stans Leben in einfachen, prägnanten Sätzen. Vieles wird gar nicht erst angesprochen, der Leser soll sich selbst ausmalen, wie Stans Leben, und das der Menschen um ihn herum, aussieht.

Dagegen wird viel Wert auf Stans innere Dialoge gelegt. Das Innenleben des noch jungen Mannes wird dem Leser vertraut und schon bald beginnt er zu ahnen, welches Ende die Geschichte nehmen wird... 

Fazit: 

In diesem Buch verkehren wir in den niedersten Schichten der Gesellschaft. Wer sich mit diesem Thema auseinandersetzen will, erhält hier gutes Gedankenfutter.
Als geübter Leser wird man sich die Umgebung, die Simenon oftmals nur andeutet, gut vorstellen können und sich den Rest aus Simenons Schweigen zusammenreimen können. Deshalb ist das Buch als Lektüre für sporadische Leser eher ungeeignet. Mit Simenon muss man umgehen können.

"Der Outlaw" ist keine schöne Geschichte, aber Simenon wollte auch kein Wohlfühlbuch schreiben, sondern uns die harte Realität vor Augen führen. Dies ist ihm hier geglückt, wenn ich auch etwas mehr Spannung in der Geschichte erwartet hätte. Die Spannung Simenons liegt jedoch nicht im Geschehen, sondern im kognitiven und psychischen Bereich. Somit ist das Buch auf für Leser interessant, die sich gerne in die Psyche anderen einklinken.

 Georges Simenon
Der Outlaw
TB, 1979
Diogenes

3-257-20677-1

Aus dem Französischen von Liselotte Julius 
Originalausgabe: L'Outlaw
SPADEM, Paris 1941 

18.07.2011 um 13:34 Uhr

[Rezension] Nächte über Lahore

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Ein Amerikaner sitzt in einem Café in Lahore, als sich plötzlich ein Einheimischer zu ihm gesellt.
Changez, so der Name des Pakistani, führt den Amerikaner nicht nur in die pakistanische Küche ein, sondern beginnt auch damit, ihm seine Lebensgeschichte zu erzählen.
Vom Studium in den Vereinigten Staaten, seinem Beruf und von Erica.

Und während Changez erzählt, senkt sich langsam aber stetig die Nacht über Lahore... 

Meine Meinung:

In "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte", geschrieben von Mohsin Hamid, erzählt Changez einem fremden Ausländer von einer wichtigen Etappe in seinem Leben. Ein Leben, geführt zwischen Amerika und Pakistan.

Das Buch ist interessant aufgebaut, denn der Amerikaner kommt gar nicht zu Wort, obwohl er sich an der Diskussion beteiligt.
Changez erzählt hier und es ist, als ob Hamid neben ihm sitzen würde und alles aufschreibt, was der junge Mann sagt. So tritt der Besucher aus den Staaten nur durch Rückfragen und Beschreibungen Changez' auf. Deswegen umgibt den Fremden eine mysteriöse Aura, die bis zum Schluss erhalten bleibt und dort sogar noch mysteriöser wird.

Geschrieben ist das Werk durchaus flüssig und einfach. Dadurch bleibt jedoch vieles bloss an der Oberfläche und Gefühle kommen nur wenig auf.
Jedoch fand ich Hamids Einschübe wunderbar, in denen Changez dem Amerikaner Pakistan und das Leben in diesem Land näher bringt. Die Teile, die vom Essen, der Stadt und den Einwohnern handeln, habe ich mit grossem Interesse gelesen und fand es schade, wenn sich die Geschichte wieder in die USA verlagerte.

Denn leider muss ich gestehen, dass mich die Geschichte ein wenig enttäuscht hat.
Ich erwartete eine kleine, aber feine Erzählung darüber, wie es ist, zwischen den Fronten zu leben und von den Leuten gleich als Terrorist und Feind abgestemptelt zu werden, nur weil man aus dem Nahen Osten stammt.
Diese Dinge wurden zwar angesprochen, aber bloss stiefmütterlich behandelt. Die Liebesgeschichte zwischen Erica und Changez dagegen nimmt einen viel höheren Stellenwert im Buch ein. Aber leider fand ich diesen Part der Geschichte öde und einfallslos.

Somit muss ich sagen, dass der Buchtitel "Der Fundamentalist, der keiner sein wollte" sehr wenig mit dem eigentlichen Inhalt zu tun hat. 

Fazit:

Ein Buch, aus dem man viel hätte machen können! Sehr schade um die Geschichte. Etwas mehr Seiten, dafür aber auch mehr Tiefgang hätten sicherlich nicht geschadet.

Wer eine Liebes- und Lebensgeschichte mit ernstem Hintergrund lesen möchte, liegt hier sicherlich nicht falsch. Vielleicht sogar als Urlaubslektüre geeignet, auch wenn nur ein paar Abschnitte in Lahore selber spielen. 

Wer sich auf ernsthafte literarische Weise mit dem Nahen Osten und dem 11. September auseinandersetzen möchte, wird aber leider vom Buch mit dem vielversprechenden Titel enttäuscht werden.

Mohsin Hamid
Der Fundamentalist, der keiner sein wollte
TB, 2009
Heyne

978-3-453-40572-1

Aus dem Englischen von Eike Schönfeld
Originalausgabe: The Reluctant Fundamentalist
Hamish/Hamilton, London 2007 

14.07.2011 um 21:59 Uhr

[Challenges] Tage vergehen #28

von: Jari   Kategorie: Tage vergehen

 
Da dachte ich doch tatsächlich, dass ich länger nicht mehr schreiben werde - aber siehe da: El Cheffe hat gezaubert und die Seitenleiste sieht in etwa wieder so aus, wie sie aussehen sollte! Ausser, dass Dan Mathews in der Liste am falschen Ort steht. Obwohl es mich stört, werde ich es so belassen. Sonst kann ich wieder von vorne anfangen...
 
Unterdessen habe ich sechs Bücher, die rezensiert werden müssen... Zwei Titel habe ich bereits von Hand geschrieben. Ihr könnt euch also auf Rezis freuen. Vielleicht wird es etwas dauern, aber sie werden alle kommen. Keine Sorgen!
 
Diese Woche habe ich zudem seit Langem wieder ein Buch ausgemistet. "Angriffsziel Irak", ich gehe davon aus, dass es nicht mehr auf dem aktuellesten Stand der Dinge steht. Schliesslich ist es über zehn Jahre alt. Da lese ich lieber ein aktuelles Buch zum Thema.
 
Zu guter Letzt: Ich habe mit dem letzten Buch vom Dänemark-SUB begonnen. "Kolyma", danach habe ich die SUB-Abbau-Challenge geschafft! Und für die ABC-Challenge fehlen mir auch nur noch zwei Bücher. Toll :) 
Ach ja, den TTT muss ich bald noch nachholen...! 

14.07.2011 um 18:43 Uhr

Jari liest... Tom Rob Smith

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Am äussersten Rand von Sibirien gelegen, tausende Kilometer von Moskau entfernt, gibt es in der Region Kolyma nur Steine, Schnee, Permafrost - und Lager: die schlimmsten Gulags der Sowjetunion.
In diese ewige Wüste lässt Leo Demidow sich einschmuggeln, denn seine Tochter wurde entführt, und ihr Leben steht auf dem Spiel. Doch als einer der Mithäftlinge ihn als ehemaligen KGB-Agenten enttarnt, sitzt Leo plötzlich in einer tödlichen Falle... 

 

14.07.2011 um 17:57 Uhr

Im Hafen

von: Jari   Kategorie: Bauen + CSS

Es scheint, als hätte El Cheffe jetzt Händchen an die Sache blogigo gelegt. Dank angelmagia (http://www.blogigo.de/angelmagia1) habe ich es heute wieder einmal mit der Seitenleiste probiert. Und: Es funktionierte! Wenn sich blogigo auch gaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaanz lang Zeit liess, um die Seiten zu laden...

Dabei stellte ich fest, dass nachdem man etwas in der Seitenleiste verändert und gespeichert hatte, erst einmal wieder aus den "Einstellungen" weg musste (z.B. Ergebnisse anschauen). So blieben die Änderungen gespeichert und Jari hat endlich ihre Seitenleiste wieder!

Das heisst: Jaris Büchergebrabbel brabbelt nach zwei Tagen offiziell wieder! 

12.07.2011 um 16:39 Uhr

Wrack

von: Jari   Kategorie: Bauen + CSS

Bis hier alles wieder funktiniert wie es sollte, ist hier:

Sommerpause

Ich werde die Rezis von Hand schreiben und später online stellen. Tage vergehen und TopTenThursdays werde ich alle nachholen. Aber ich habe nun schon dreimal versucht, meine Seitenleiste zu retten, ohne Erfolge. So macht das Schreiben keinen Spass.

Wünscht, dass El Chefe das Ganze hinkriegt, sonst zieht zumindest mein Bücherblog (und Jaris Tierleben vielleicht auch) woanders hin. 

10.07.2011 um 10:34 Uhr

[Challenges] Tage vergehen #27

von: Jari   Kategorie: Tage vergehen

 
Nein, ich bastle momentan NICHT an der Seitenleiste rum. Ich sitz das jetzt aus und mach sie erst wieder, wenn alles so funktioniert, wie es sollte. Das könnte dauern... Sehr, sehr lange... Und ja, ich überleg immer noch, ob sich ein Umzug lohnen würde.
 
Ansonsten lief abe nicht so viel. Drei, bald vier, Bücher liegen hier, um rezensiert zu werden. Aber da blogigo momentan spinnt, habe ich gar keine Lust aufs Bloggen. Schon gar nicht aufs Rezischreiben, aus Angst, wenn ich fertig bin, gleich wieder von vorne anfangen zu dürfen.
 
Was die Challenges anbelangt, habe ich nur noch "Kolyma" von Tom Rob Smith auf dem Dänemark-SUB, der ist also bald abgebaut. Eines meiner momentanen Bücher ist "Unsichtbar" von Paul Auster für die ABC-Challenge. Danach fehlen mir nur noch zwei Buchstaben.
Das ist gut.
 
Noch immer stört mich diese blöde Seitenleiste. Es sieht doch einfach bescheuert aus! Werde ich nochmal einen Nachmittag dafür opfern müssen? Ausserdem ist es auch bescheuert, jeden Eintrag zweimal veröffentlichen zu müssen.

06.07.2011 um 12:53 Uhr

[Rezension] Im dunklen Labyrinth

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Tagsüber ist Maxine Kiss unverwundbar. Ihr ganzer Körper ist von Tattoos überzogen, die die junge Frau schützen. Doch nachts verwandeln sich die Tätowierungen in Dämonen, Maxines "Jungs". Zu dieser Zeit jedoch ist sie verwundbar.

Als eines Tages ein Privatdetektiv ermordet wird, der Maxines Namen notiert hatte, macht sie sich auf die Suche nach dem Grund für seinen Tod. Diese Suche wird sie über die Grenzen hinausführen, die sie bis dahin gekannt hatte...

Meine Meinung:

"Gefährtin der Dämonen" ist der erste Band von Marjorie M. Lius Reihe "Die Chroniken der Jägerin".

Mit Maxine hat Liu eine sehr zwiespältige Figur geschaffen: Sie will stark sein, doch fühlt sich schwach. Sie ist eigenständig, dennoch verlangt es sie nach Hilfe. Sie will leben, doch der Tod wartet bereits auf sie.
Diese Zwiespältigkeit hat Liu sehr stark beschrieben, die Autorin arbeitet dabei mit ausdrucksstarken Worten und griffigen Vergleichen, sodass der Leser sich sofort in Maxine hineinversetzt fühlt. So stiess ich mich nicht an Maxines Zweifeln, sondern konnte sehr gut nachvollziehen, wie sie sich fühlen musste.
Leider verblassen dadurch alle anderen Charaktere im Buch. Vor allem die fünf Dämonen, Maxines Jungs, hätten meiner Ansicht nach eine grössere Rolle verdient.

Das Buch ist aus Maxines Sicht erzählt. Gemeinsam mit ihr machen wir uns auf die Suche nach dem Grund, weshalb ein unschuldiger Mensch ums Leben kam. Dabei werden unzählige Fragen aufgeworfen und schnell steht fest, dass der Privatdetektiv nur ein Körnchen in einem viel grösseren Machwerk aus Verschwörungen, Versprechen und Geheimnissen ist. Und überall haben die Dämonen ihre Hand im Spiel.

Bei so vielen Handlungssträngen muss der Leser aufmerksam bleiben. Manche Fragen werden fallen gelassen und erst später wieder aufgenommen. Figuren verschwinden, tauchen wieder auf und bringen Neuigkeiten, die man als Leser dann erst in das ganze Geflecht einarbeiten muss. Da es eine Reihe ist, werden selbstverständlich nicht alle Fragen ganz beantwortet.
Ausserdem empfand ich manche Dinge als unnötig, so zum Beispiel die Beschreibungen von Maxine im Labyrinth. Dabei bleibt das Buch jedoch grösstenteils spannend, erst gegen Ende lässt die Spannung etwas nach.

Liu hat in "Gefährtin der Dämonen" einige sehr bemerkenswerte Figuren geschaffen. So kann Maxines Lebenspartner mit einer Flöte das Böse vertreiben. Auch die Dämonen sind kreative Schöfpungen. Allen voran hat der Dämon Oturu mein Interesse geweckt. Aber auch Mamablut ist eine Figur, von der ich hoffe, dass sie in den Folgebänden noch einen Auftritt haben wird.

Was mir an Liu sehr gefallen hat, ist, dass sie, im Gegensatz zu vielen anderen Werken, die strenge Gut/Böse-Einteilung fallen gelassen hat. Die Grenzen verschwimmen zusehends und vor allem Maxine muss sich eingestehen, dass Dämonen nicht nur böse sind.
Manche Figuren scheinen auf den ersten Blick dem Typus "böser Feind" zuzufallen, doch im Verlauf der Geschichte merkt man, dass auch diese Charaktere ihre Gründe haben, so zu handeln. Einige bieten Maxine sogar ihre Hilfe an. Bei anderen weiss man über ihre Beweggründe wieder weniger und kann sie noch nicht richtig einordnen. Dies gibt der Geschichte eine Komplexität, die ich bei anderen Werken vermisst habe.

Dieser Band ist mit einer 100-seitigen Vorgeschichte ausgestattet, in der erzählt wird, wie Maxine und Grant, ihr Partner, sich kennen und lieben gelernt haben. Obwohl Grant ein wichtiger Teil in Maxines Leben darstellt, steht hier dennoch nicht die Liebe im Vordergrund. Die ganze Geschichte dreht sich Hauptsächlich um Maxine und ihre Geschichte, über die wir im nächsten Band bestimmt noch einiges Interessantes mehr erfahren werden. 

Fazit: 

Ein Buch nicht nur für weibliche Leser und das fast ohne erotischen Inhalt auskommt.

Fantasyleser werden hier einige frische Ideen vorfinden, die zwar noch feiner ausgearbeitet werden müssen, die jedoch grosses Potential haben, zu einer guten Serie zu werden.
Vor allem jene Leser, die sich gerne mit der Hauptfigur identifizieren, sollten das Buch lesen.

 

Marjorie M. Liu
Gefährtin der Dämonen
Die Chroniken der Jägerin 1
Broschiert, 1. Auflage 2010
Blanvalet

978-3-442-26646-3

Aus dem Englischen von Wolfgang Thon
Originalausgabe: Hunter Kiss 01: The Iron Hunt
 Ace Books, New York 2008

Nachgetragen am: 09-07-11 

 

04.07.2011 um 12:57 Uhr

[Monatsstatistik] Juni 2010

von: Jari   Kategorie: Bücherlisten

Gelesen: 
Angleberger, Tom - Yoda ich bin! Alles ich weiss!       
Warum: Ich suchte ein Buch für die ABC-Challenge. BlueNa hat mir dieses Buch vorgeschlagen und als ich es bei uns im Geschäft sah, nahm ich es für den Buchstaben "Y".
Dickens, Charles - Oliver Twist       
Warum: Ein Klassiker, der mich schon immer interessiert hat. Gekauft hab ich mir das Buch in Dänemark und gelesen für die ABC-Challenge. Aber ich war leider ein wenig enttäuscht von Oliver... So ein Tom Sawyer ist halt schon eher meine Liga ;) 
Fiorato, Marina - Die Glasbläserin von Murano      
Warum: Ein anderes Buch, das immer wieder empfohlen wird. Also kam es in meinen Reisekoffer. Eigentlich hätte es dort drin bleiben können... 
Garbala, David Lozano - Puerta Oscura: Totenreise       
Warum: Ein Leseex zum Mitnehmen. Ausserdem klang es vielversprechend. Was es, nach einem guten Start, dann aber leider doch nicht war.
Gray, John - Männer sind anders. Frauen auch         
Warum: Gelesen für die SUB-Challenge. Das Thema interessiert mich einfach, wie manche hier bestimmt schon gemerkt haben. Deshalb nahm ich das Buch aus dem SecondhandShop mit und jetzt kam es auch vom Dänemark-SUB runter. Übrigens: Ich bin froh, es erst nach David Schnarch gelesen
zu haben. So passen die Bücher perfekt zusammen.
Herrndorf, Wolfgang - Tschick         
Warum: Eine Empfehlung meiner Chefin, ausgesprochen als letztes Buch am BücherApéro. Jari wusste: Muss ich haben! Muss ich lesen! Jawoll!
Hornby, Nick - Juliet, naked         
Warum: In Dänemark aus einer Laune heraus gekauft und seither auf dem SUB. Gelesen für die SUB-Abbau-Challenge. 
Hurzlmeier, Rudi - SensenMan         
Warum: Für das Buch hab ich mich auf BloggdeinBuch beworben und es bekommen. Natürlich auch sofort verschlungen. 
Leon, Donna - Venezianisches Finale         
Warum: Wenn man nach Venedig fährt, fährt Brunetti mit. Oder etwa nicht? 
Merian live! - Venedig         
Warum: Weil ich nach Venedig fuhr :D
Nothomb, Amélie - Quecksilber         
Warum: Auch ein Buch für die ABC-Challenge. Nothomb ist einfach spitze! 
Russell, Christine & Christopher - Die Schaf-Gäääng         
Warum: Im Netz gab es ein paar gute Rezis zum Buch und ich empfahl das Buch meiner Mutter, die ein riesiger Schaf-Fan ist. Sie liebte es und gab es mir weiter. Ich liebte es auch. 
Smolinski, Jill - Die Wunschliste        
Warum: Vor etwa zwei Jahren erschienen viele gute Rezis zu diesem Buch und obwohl ich normalerweise keine Frauenliteratur lese, wurde ich neugierig und kaufte mir das Buch. Dann lag es lange auf dem SUB, doch als ich mich dann auf nach Dänemark machte, nahm ich es als Ferienlektüre mit. Auf dem Rückweg las ich es dann fast in einem Zug durch.
Twain, Mark - Tom Sawyer         
Warum: Ich wollte doch schon immer mal die Abenteuer des Tom Sawyers lesen! Als ich meine Lehre beendet hatte, ging ich gross Bücher einkaufen und meine liebe Mitarbeiterin empfahl mir, es mal mit dieser Ausgabe zu versuchen. Als im LitSchock-Forum die Lesetage für Kinder/Jugendbücher anstand, kam Tom auch endlich mal zum Zug. 
Veteranyi, Aglaja - Das Regal der letzten Atemzüge       
Warum: Aus irgendeinem Grund hab ich das Buch aus dem Secondhand-Laden mitgenommen. Und
aus irgendeinem Grund nahm ich es jetzt hervor und las es.

Begonnen:

Liu, Marjorie M. - Gefährtin der Dämonen
Simenon, Georges - Der Outlaw

Gesamt gelesen Juni 2010: 15

Gesamt gelesen 2010: 68 

Nachgetragen am: 09-07-11