Jaris Büchergebrabbel

27.04.2012 um 22:18 Uhr

[Büchergebrabbel] Jaris Büchergebrabbel #4

von: Jari   Kategorie: Jaris Büchergebrabbel

  Obwohl es hier gerade etwas still ist, da mein Leben gerade kopfüber steht, heisst das nicht, dass Jari keine Bücher liest. Ganz im Gegenteil: Der SUB ist auf 72 geschrumpft und das, obwohl ich mir seit Langem mal wieder ein Buch gekauft habe. Ich möchte es euch zeigen, dann könnt ihr wahrscheinlich verstehen, weshalb Jari zugegriffen hat, ohne auch nur einen Blick auf den Klappentext zu werfen:
 
 
Es ist schön, nicht wahr? Und es liest sich wirklich toll! Mehr dazu in der Rezi, sobald ich wieder dazu komme, meinen Kopf einer Rezi zu widmen. Wie gesagt, momentan ist alles grad etwas stürmisch. Keine Sorge, ich komm schon wieder :)
 
Dann noch zum Thema Tolle et Lege: Die Aktion ist ja nun mit der Rezi zu "Die Kathedrale des Meeres" beendet, aber falls ihr dabei seid, werde ich gerne einen zweiten Durchlauf starten.
Es hat mir grossen Spass gemacht, die Bücher, die ihr mir vorgeschlagen habt, zu lesen. So kam ich auf Titel, die ich ohne euch nie gelesen hätte. Das finde ich super und möchte es eigentlich auch nicht mehr missen. Jedoch werde ich zur zweiten Runde etwas mehr Regeln aufstellen (z.B. keine Reihen mehr), aber darüber werde ich auch noch berichten.
 
Bis dahin werde ich jedoch etwas Zeit vergehen lassen, damit sich u.a. auch meine finanzielle Situation etwas verbessern kann. Es ist so: Bücher kosten Geld.
Dazu habe ich mir eine andere Aktion ausgedacht: Es geht darum, die ältesten Bücher meines SUBs zusammen zu suchen und diese endlich zu lesen. Ich würde mich dabei an die Liste von LitSchock.de halten, die ich seit ein paar Jahren führe.
Einen Namen hat das Ganze noch nicht, aber vielleicht hat ja jemand Lust, mitzumachen?

22.04.2012 um 14:04 Uhr

[Rezension] Marshmallow Pillows

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Man glaubt es kaum, als man diese Neuigkeiten hört: Der berühmte Willy Wonka öffnet zum ersten Mal seit über zehn Jahren wieder die Pforten seiner Schokoladenfabrik! Doch nur fünf glücklichen Kindern ist der Zugang gestattet. Als Eintrittskarte gelten die fünf goldenen Karten, die Wonka in seinen Produkten versteckt hat.

Der kleine Charlie würde nur zu gerne eines dieser Tickets gewinnen, doch seine Familie ist so arm, dass sie Charlie nur einmal im Jahr eine Tafel Schokolade kaufen können. Wird Charlie die riesige Fabrik jemals von innen zu sehen bekommen? 

Meine Meinung:

Roald Dahls "Charlie and the Chocolate Factory" lässt einem nur schon während des Lesens das Wasser im Mund zusammenlaufen, denn das Thema Schokolade wird in diesem Buch gross geschrieben. Schliesslich dreht sich auch alles um die geheimnisvolle Schokoladenfabrik des talentierten Willy Wonka.

Die erste Hälfte des Buches befasst sich mit Charlie Bucket, seiner Familie und die Jagd auf die goldenen Tickets. Vor allem das Thema Armut wird hier zur Sprache gebracht: Die Familie hat schon zu Beginn nur wenig zu essen und im Verlauf des Buches wird es noch weniger. Dahl beschreibt, wie Charlie mehr und mehr an Gewicht verliert, sich aber trotzdem weigert, die Rationen, die ihm seine Eltern und Grosseltern zuzuschieben versuchen, zu essen. Dies verleiht dem ansonsten eher heiteren Buch einen ersten Unterton. Man erfährt aber auch, wie sehr die Familie zusammenhält und sich unterstützt.

Der Gegensatz zum selbstlosen Charlie Bucket bilden die vier anderen Kinder. Sie alle wurden von ihren Eltern verzogen (allen voran Veruca Salt) und denken nur an ihren eigenen Vorteil. Sie hören weder auf Willy Wonka, noch auf ihre Eltern, was sie später bitter bereuen werden. Unter ihnen strahlt Charlie als das Musterkind heraus, er ist der einzig angenehme Charakter und den Kindern. Hier hält uns Dahl einen Spiegel vor, was geschehen kann, wenn man sich zu wenig um unsere Kinder kümmert.

Der zweite Teil des Buches spielt in der Schokoladenfabrik. Dort lernen wir auch endlich Willy Wonka kennen. Er ist ein Unikat und ist mir sofort ans Herz gewachsen. Dahl vergleicht ihn mit einem Eichhörnchen und seine quirlige Art sticht aus den Reihen der stocksteifen Erwachsenen hervor. Wonka hat sich zu einem meiner Lieblingscharaktere entwickelt und am Schluss des Buches war ich richtiggehend traurig, mich von ihm verabschieden zu müssen.

Roald Dahls Fantasie scheint keine Grenzen zu kennen, ständig überrascht er den Leser mit neuen Einfällen und noch kurioseren Wortkreationen. Das Lesen seiner Werke ist erquickend, es ist, als greife man in einen grossen Farbtopf und bringe jedes Mal eine neue Farbe zum Vorschein. Mir ging während der Lektüre regelmässig das Herz auf. Diese Reise in die Fantasie ist einfach toll! 

Fazit: 

"Charlie and the Chocolate Factory" ist eines jener Kinderbücher, die auch Erwachsene lesen sollten. In diesem Buch können alle, Kinder und Erwachsene, so viel entdecken und erleben. Meiner Meinung nach wäre es schade, dies zu verpassen.

Das Buch kann man auch gut als Klassenlektüre verwenden. Jedoch sollten die Schüler bereits ein Gespür für die englische Sprache entwickelt haben, denn Dahl verwendet auch Wortspiele, deren Witz verloren geht, wenn man sich in der Sprache nicht auskennt. Als Beispiel:

Storeroom Number 77 - All the Beans, Cacao Beans, Coffee Beans, Jelly Beans, and Has Beans

Allen Lesern, die sich auf eine phantsievolle Reise in die Welt der Schokolade begeben möchten: Lest das Buch! 

Roald Dahl
Charlie and the Chocolate Factory
TB, 1995
Puffin Books

978-0-141-32271-1

21.04.2012 um 21:24 Uhr

[Links] Buechertreff.ch

von: Jari   Kategorie: Links

Heute möchte ich euch eine Seite präsentieren, die mir sehr am Herzen liegt. Das nämlich, weil ich zum Teil selbst bei ihrer Entstehung dabei war. Die Seite heisst Buechertreff.ch und wurde vom Hexenmeister aufgebaut.
 
 
Die Seite befindet sich noch im Aufbau, ist jedoch soweit fertig. Jetzt fehlen nur noch die Benutzer. Buechertreff.ch soll ein Forum werden, in welchem man sich über -ratet mal- BÜCHER austauschen kann. Wir planen jedoch noch einiges mehr, lasst euch überraschen!
 
Es würde mich freuen, ein paar bekannte Gesichter auf www.buechertreff.ch wiederzusehen. Ich bin dort, wie bereits gewohnt, unter dem Namen Jari zu treffen. Ausserdem habt ihr so die Gelegenheit, auch den Hexenmeister mal kennenzulernen ;)
 
www.buechertreff.ch 

21.04.2012 um 01:25 Uhr

[Rezension] Schöner die Glocken nie klingen

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Barcelona im 14. Jahrhundert: Die Stadt ist gross und reich. Vor allem jedoch verheisst sie Freiheit. Denn jeder Leibeigene, der ein Jahr und einen Tag in der Stadt zugebracht hat, wird frei sein.
Bernat Estanyol reist nach Barcelona, denn sein Sohn Arnau soll es später besser haben als er. Arnau soll ein freier Mensch sein und nicht unter den Tyranneien der Mächtigen leiden müssen.
Im Schatten von Santa María del Mar, der Kathedrale des Meeres, wächst Arnau heran. Vom Jungen, der Steine schleppt, die mehr wiegen als er, wird er zum jungen Mann. Arnau schafft es, wird reich.
Doch sein Lebensweg ist gepflastert mit schweren Schicksalsschlägen... 

Meine Meinung:

Ildefonso Falcones hat mit "Die Kathedrale des Meeres" ein umfangreiches Epos über das mittelalterliche Barcelona geschrieben, das den Leser direkt ins Spanien des 14. Jahrhunderts schleudert.

Vor dem Umfang von über 600 Seiten muss man sich nicht fürchten, das Buch ist ein wahrer Page-Turner. Die Seiten fliegen nur so dahin. Das liegt vor allem an Falcones angenehmer Sprache, er ist ein geborener Erzähler und man hört ihm gerne zu. Die Sätze sind federleicht und schwunghaft. Die Sprache der Figuren ist der heutigen Zeit angepasst, jedoch nicht so, dass es unangebracht wirkt. Es ist die Ausdrucksweise des Mittelalters, für die heutige Zeit verständlich gemacht.

Das Buch lässt sich auch deshalb leicht lesen, weil es ein wahres Kaledoskop historischer Begebenheiten ist. Man erfährt wahrlich viel über die damalige Zeit und das, während man gemütlich auf dem Sofa sitzt. So viel über das Mittelalter habe ich bisher selten erfahren. Immer wieder wird heimlich ein weiterer Fakt eingestreut, den man aufnimmt und plötzlich macht es "Aha!". Das hat der Autor wirklich gut hinbekommen. Man merkt, dass Falcones sich auskennt, Zeit in die Recherche gesteckt hat und sich beim Schreiben seines Werkes wirklich Mühe gegeben hat.

Leider kommen dadurch die Figuren und der Aufbau der Geschichte etwas zu kurz. Die Charaktere sind zwar vielfältig, dennoch auch etwas einfach gestrickt und platt. Es fehlte mir an Tiefe. Zu keinem konnte ich eine richtige Beziehung aufbauen. Manchmal verschwanden sie einfach plötzlich, nur um dann hunderte Seiten weiter wie aus dem Nichts wieder aufzutauchen, während Figuren, die eine wichtige Rolle spielen, in einem Nebensatz ums Leben kommen. Auf diese Art und Weise kann man sich nicht richtig mit ihnen auseinandersetzen.

Ein weiterer grosser Kritikpunkt meinerseits ist die Melodramatik. Anscheinend gehört das zu solchen Epen, jedoch missfiel es mir trotzdem. Das Buch geht schon mit einer Katastrophe los (eine Vergewaltigung) und dann kommt noch eine und noch eine und noch eine und noch eine.
Natürlich wird dadurch zwar etwas Spannung in die Geschichte gebracht, doch mit der Zeit wird sie durch diesen Aufbau leider auch sehr vorhersehbar. Ich begann, die Charaktere von aussen zu beobachten und nicht mehr mit ihnen mitzuleiden. Irgendwie würde Arnau sich schon aus dieser Situation retten, danach wäre er noch schöner, noch stärker, noch talentierter etc. Und dann würde die nächste Katastrophe kommen.

Bloss der Schluss brach aus dieser Monotonie aus. Dort war es nicht klar, was aus Arnau werden würde und ich war wieder voll dabei und fieberte mit. Die Durststrecken dazwischen waren zwar schön zu lesen, jedoch fehlte einfach etwas.

Fazit: 

"Die Kathedrale des Meeres" ist für jene Leser gut geeignet, die auch Ken Follets "Die Säulen der Erde" mochten. Als Roman fürs Handgepäck auf der Spanienreise ist es trotz seines Umfanges empfehlenswert. Mithilfe der Karte im Umschlag des Buches kann man hinterher auf Entdeckungsreise gehen.
Wer ein reichhaltiges historisches Panorama schätzt, wird um Falcones wohl nicht herumkommen. Denjenen würde ich die Lektüre wärmstens empfehlen. 

Während der ganzen Lektüre war ich gut unterhalten und konnte teilweise meine Nase nicht mehr aus dem Buch heben. Trotzdem fehlte das gewisse Etwas, um die Kathedrale ein richtiges Highlight werden zu lassen. Es ist eine gute Abwechslung und lässt sich auch Zwischendurch leicht lesen, aber für mich war eindeutig zu viel der Dramatik. Oft dachte ich bloss noch "Ja, jetzt ist aber gut". Aber die vielen interessanten Details über das Leben im Mittelalter sind ein grosser Pluspunkt und sprechen definitiv für das Buch. 

Ildefonso Falcones
Die Kathedrale des Meeres
TB, 8. Auflage 2010
Fischer

978-3-596-17511-6

Aus dem Spanischen von Lisa Grüneisen
Originalausgabe: La Catedral del Mar
Random House, Barcelona 2006

Dieses Buch ist Teil der Aktion "Tolle et Lege" und wurde vorgeschlagen von Pelegrina (http://www.blogigo.de/Pelegrina) 

20.04.2012 um 20:25 Uhr

[Challenges] 52 Bücher - Woche 19 - 25

von: Jari   Kategorie: 52 Bücher

 
Ja, ich bin ein braves Mädchen und hole alles immer auf.
 
Chick Lit
 
Dabei musste ich ganz spontan an das erste Buch in den Sinn, worüber ich auf diesem Blog berichtet habe. Mein Vater hat es mir lustigerweise mitgebracht, nachdem er mich gefragt hatte, ob ich etwas aus dem Supermarkt brauche. "Ein Buch", sagte ich spasseshalber. Er brachte mir das hier mit:
 
 
 Alessandra Casella - Liebe al dente
 
In der Geschichte geht es, selbstverständlich, um eine etwas rundlichere Frau, die den Mann fürs Leben sucht. Sie hat einen schwulen besten Freund, der wohl gar nicht so schwul ist, wie er immer tut. Der Schluss ist wirklich komisch, aber auch berührend. Ich war überrascht, dass mir das Lesen des Buches Spass gemacht hat. Hätte ich nicht erwartet.
 
Vom 26.08.2009:
 
Es ist ein typisches Ende für einen Kitschroman. Der Rest des Romans ist eigentlich ganz unterhaltsam (die Hasstyraden der Hauptdarstellerin gegen die Dünnen sind echt lustig zu lesen). 
 
 Lieblingsbuch aus der Kindheit
 
Wer verbindet den Namen Ottfried Preussler nicht mit seiner Kindheit? Ich bin mir zwar nicht mehr ganz sicher, ob meine Mutter mir die Bücher vorgelesen hat, aber ich denke schon. Jedenfalls dachte ich ganz automatisch an die Bücherumschläge des kleinen Gespenstes, der kleinen Hexe und des Räubers Hotzenplotz. Muss ich noch mehr sagen? Diese Bücher sind wahre Klassiker und werden bestimmt noch einige Jahre (Jahrzehnte) überstehen.
 
  
 
Aliens oder schau mal wer da zum Essen kommt
 
Haha, ein cooles Thema, muss ich schon sagen ;)
Tja, welches Buch nehmen wir denn da? Eigentlich war das ja klar, oder?
 
 
Douglas Adams - The Hitchhiker's Guide to the Galaxy (Reihe)
 
Die Erde wird von Ausserirdischen platt gemacht, um Platz für eine Autobahn durch die Galaxis zu machen. Arthur Dent überlebt bloss dank der Hilfe seines Freundes Ford Prefect, der -HUCH- gar kein Erdling ist. Gemeinsam machen sie sich auf, die unendlichen Weiten des Weltraumes zu erkunden. Immer mit dabei ist The Hitchhiker's Guide to the Galaxy, der so ziemlich alles in sich versammelt, was man über die kuriosesten Lebensformen des Alls wissen muss.
 
Adams' Humor gehört zu jenen, die man entweder mag oder eben nicht. Ich mag ihn. Punkt. Gut, Band drei schwächelte ein wenig, aber ich mag die Reihe dennoch sehr gerne und bin schon auf die nächsten Bücher gespannt. Die Welten, in die Arthur gerät, sind sehr phantasievoll von Adams ausgearbeitet und das Lesen macht mir grossen Spass. Ausprobieren sollte man die Reihe auf jeden Fall!
 
Ach ja, Arthur Dent würde ich ganz bestimmt zum Essen einladen. Wieso auch nicht? Aber -HUCH- die Erde existiert ja gar nicht mehr...
 
Mein schönstes Buch
 
Gemeint im ästhetischen Sinne, also wirklich ein schönes Buch.
Fellmonsterchen gab das Buch "Die Seele der Savanne" an, das ich auch zu Hause stehen habe. Es ist ein wirklich wunderschöner Bildband, mit Bildern, die unter die Haut gehen. Ein Bildband, den ich jedem Tierfreund nur empfehlen kann.
 
 
Gabriela Staebler - Die Seele der Savanne
 
Ausserdem habe ich viele Bücher, die ich nur wegen der hübschen Aufmachung gekauft habe. Manche Bücher sind wirklich sehr aufwendig gemacht. Eines davon ist "Ungarische Rhapsodie" -leider weiss ich den Autoren nicht auswendig-, ein Roman über Franz Liszt. Das Buch ist zu alt, als dass ich ein Bild davon finden würde. Aber es ist eines jener Bücher, die ich aus reiner bibliophiler Freude im Regal habe (und weil ich Ungarn liebe: Franz Liszt war Ungare). 
 
Eier
(Auswahl)
 
Von den verschiedenen Themen, die zur Auswahl standen, entschied ich mich für "Eier" und das wegen dieses Buches:
 


Dan Lungu - Das Hühnerparadies
 
Das Huhn und das Ei gehören nämlich unweigerlich zusammen und von diesem lustigen Büchlein wollte ich schon lange mal wieder erzählen. 
Es geht um ein rumänisches Dorf während der Übergangszeit. Die Leute treffen sich in der Dorfkneipe und man erzählt sich, was es so zu erzählen gibt. Aus den Zeiten, als alles noch schlimmer, aber besser war.
"Das Hühnerparadies" ist ein spezielles, aber unbedingt lesenswertes Buch über Rumänien im Wechsel. Man lernt die Leute des Dorfes und vor allem das arme Rumänien kennen.
So geschickt kann man sich um ein Thema schnorren ;)
 
Die glaubwürdigste Sex-Szene
 
Wenn es um Sex geht, dann vertraue ich auf zwei Autorinnen, die das wirklich können. Die eine wäre Aveleen Avide und die andere ist Nalini Singh. Beide schaffen es gekonnt, Stimmung zu machen und einem so richtig das Wasser im Mund zusammen laufen zu lassen.
 
 
Aveleen Avide - Purpurne Lust
 
Aveleen Avide schreibt erotische Geschichten und sie kann es. Bei ihr stimmt einfach alles und für jeden ist etwas dabei. Das Buch macht Lust. Lust auf Sex, Lust auf noch mehr Aveleen Avide. Wer Sex sucht, findet bei Aveleen Avide. Fertig!
 
Das Buch, welches du als nächstes lesen möchtest
 
 
Steve Mosby - Tote Stimmen
 
In diesem Buch geht es um einen Mörder, der Frauen quält. Wie soll man einen Thriller sonst beschreiben? Ich habe vor einigen Jahren bereits "Der 50/50-Killer" von Mosby gelesen und war beeindruckt, deshalb habe ich mir gleich "Tote Stimmen" gekauft. Aber bisher lag es immer auf dem SUB. Dank des SLW kommt es nun aber endlich runter. Nun bin ich gespannt, ob mein zweiter Mosby mich auch begeistern wird. Wird werden sehen!

19.04.2012 um 21:15 Uhr

[Challenges] TopTenThursday #55 - 60

von: Jari   Kategorie: TopTenTuesday

 
10 Bücher (am besten aus dem Bücherregal) zum Thema Engel
 
Laura Withcomb - Silberlicht (SUB)
Nalini Singh - Engelskuss
mehr habe ich zu diesem Thema nicht im Regal stehen, die nächsten Bücher sind einfach Titel, die mir bekannt sind
Lauren Kate - Engelsnacht
Becca Fitzpatrick - Engel der Nacht
diese beiden Bücher standen im Leseexemplar-Regal gleich nebeneinander. Sehr verwirrend übrigens. Sie heissen nicht nur fast gleich, sie sehen sich auch sehr ähnlich
Isabel Abedi - Lucian
Mit Engeln spielen
Doreen Virtue - Das Engel-Orakel
Pascal Voggenhuber - Entdecke deinen Geistführer
Diana Cooper - Die Engel antworten
Crissie Astel - Die schützende Kraft der Engel
 
10 Bücher (am besten aus dem Bücherregal) zum Thema Feen und Hexen
 
Yasmine Galenorn - Die Hexe
Tony DiTerlizzi - Die Spiderwick-Chroniken
Brandon Mull - Fabelheim
Eoin Colfer - Artemis Fowl
Celia Rees - Hexenkind
Ottfried Preussler - Die kleine Hexe
Lieve Baeten - Die kleine Hexe (Reihe)
Bernhard Hennen - Die Elfen
KNISTER - Hexe Lilli
Benjamin Lacombe - Lisbeth und das Erbe der Hexen
 
10 Bücher zum Thema Werwölfe, Gestaltwandler und Zombies
 
Isaac Marion - Mein fahler Freund
Richard Matheson - I am Legend
Yasmine Galenorn - Die Katze
Nalini Singh - Gestaltwandler-Reihe
 Michelle Raven - Ghostwalker-Reihe
Steve Feasey - Chanegling
Derek Landy - Skulduggery Pleasant
(kommt schon, er ist so eine Art Zombie)
Tom Becker - Darkside
Caitlin Kittredge - Nocturne City
Sarah Blakley-Cartwright - Red Riding Hood: Unter dem Wolfsmond
 
10 Bücher, die der Osterhase bringen soll
 
Der Osterhase hat sogar etwas gebracht ;) Aber ich löse es vom hiesigen Standpunkt aus
 
 Chuck Plahaniuk - Damned
Antoine Goetschel - Tiere klagen an
Perihan Magden - Ali und Ramazan
Luca Di Fulvio - Der Junge, der Träume schenkte
Tea Obreht - Die Tigerfrau
Aveleen Avide - Seidene Küsse
Marti Olsen Laney - The Introvert Advantage
Jessica Martinez - Virtuosity
David Leviathan - Das Wörterbuch der Liebenden
Die Blumenuhr
 
Eure 10 liebsten Klassiker
 
Jules Verne - In 80 Tagen um die Welt
Goethe - Faust
Gottfried Keller - Seldwyla-Zyklus
Frances Hodgson Burnett - Der geheime Garten
Frances Hodgson Burnett - Der kleine Lord
George Orwell - Farm der Tiere
Tolstoi - Anna Karenina
Dürrenmatt - Der Besuch der alten Dame
Lewis Carroll - Alice im Wunderland
Kafka - Die Verwandlung
 
Eure 10 liebsten Krimis
 
Nury Vittachi - Der Fengshui-Detektiv
Gianrico Carofiglio - Reise in die Nacht
Gianrico Carofiglio - In freiem Fall
Gianrico Carofiglio - Das Gesetzt der Ehre
Umberto Eco - Der Name der Rose
Alan Bradley - Flavia De Luce
Paul Shipton - Die Wanze
Akif Pirinçci - Felidae
Catherine Jinks - Teuflisches Genie 
Agnes Hammer - Dorfbeben
 
Ich habe natürlich auch mehrere "normale" Krimis gelesen, aber die gefallen mir nicht sonderlich. Da ich mich auf das Wort "liebste" fixierte, kamen halt ein paar besondere Krimis auf die Liste. 
 
Das Tema der nächsten Woche: 10 Sach- bzw. Fachbücher aus deinem Bücherregal  

18.04.2012 um 14:07 Uhr

[BücherStöckchen] Serienwerke in der Jugendliteratur

von: Jari   Kategorie: Bücherstöckchen

Blattgold (http://blattgold-lesen.blogspot.com) hat im Namen einer Freundin diese Umfrage online gestellt und ich möchte mich gerne daran beteiligen. Falls ihr auch mitmachen wollt, hinterlasst bei Blattgold einen Kommentar: http://blattgold-lesen.blogspot.com/2012/04/umfrage-serienwerke-in-der.html

Liest du eher Serienwerke oder Einzelbände? (als Serienwerke gelten hier: ab einer Trilogie aufwärts) Warum?
Ich gehöre zu den Wenigen, die Serien eigentlich gar nicht mögen. Zwar verstehe ich, dass viele Leser sich nicht von liebgewonnen Figuren verabschieden mögen, doch mir ist dieser Hype zu viel. Es erscheinen praktisch keine Bücher mehr, die für sich alleine stehen. Schon gar nicht im Jugendbereich. Meiner Ansicht nach ist dies reine Geldmacherei. Man kauft Buch um Buch, aber oftmals geht die Geschichte gar nicht richtig voran ("Der Name des Windes" ist da ein gutes Beispiel).
Trilogien finde ich annehmbar, die sehen im Schuber dann auch  noch hübsch aus, aber mit diesen Endlosserien kann ich nichts an fangen. Man ist genötigt, immer neue Bücher zu kaufen, um zu erfahren, wie die Geschichte nun tatsächlich endet.
Nein, ich bevorzuge Einzelbände. 

Welche Art von Literatur ließt du am Liebsten? (Romance, Fantasy etc.)
Ich lese querbeet, in meinem Regal findet sich alles. Die unterschiedlichste Fantasy, Liebesromane, Fach- und Sachbücher, Comics... Ein Genre alleine würde mich unterfordern ;)

Hast du eines der folgenden Werke gelesen (kann auch nur ein Band sein)?
Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?
Joanne K. Rowling- Harry Potter
Habe ich bis auf die letzten zwei Bände gelesen. Danach hörte ich, die Sache von Harry und Ginny und las nicht mehr weiter. Ich mag Ginny nicht. Nein, hab ich nie gemocht, werde ich nie mögen. Aber ich spiele mit dem Gedanken, trotz des blöden Endes (ja, das habe ich gelesen ;) die Reihe doch noch zu Ende zu lesen. Die Bücher stehen nämlich alle im Regal.
 
Suzanne Collins- Die Tribute von Panem
Hab ich nicht gelesen, interessiert mich eigentlich nicht sonderlich. 
 
Kerstin Gier- Die Edelstein-Trilogie (Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün)
Nicht gelesen, aber einen Teil des ersten Bandes habe ich als Hörbuch gehört. Es war recht lustig, auch wenn es mich nicht vom Hocker gerissen hat. Die Bücher werde ich mir nicht kaufen und die Hörbücher auch nicht zu Ende hören. Immerhin habe ich so einen kleinen Einblick in die Trilogie erhalten. 
 
Cornelia Funke- Die Tintenherz-Trilogie (Tintenherz, Tintenblut, Tintentod)
Habe ich deshalb nicht gelesen, weil die Hauptperson einen seltsamen Namen trägt. Die Bücher stehen im Regal, wer weiss, vielleicht kommt es irgendwann noch dazu? Funke ist immerhin eine wirklich gute Autorin. 

Stephenie Meyer- Die Bis(s)zum...-Serie (also Twilight, New Moon, Eclipse, Breaking Dawn)
Davon habe ich doch tatsächlich den ersten Band gelesen. Bis zur Hälfte... Ich dachte, wenn auch erwachsene Leser das Buch so toll finden, muss doch etwas dran sein. Als nach etlichen Seiten noch immer nichts weiter passiert ist, ausser dass Edward Bella einige Male vor irgendetwas retten musste, habe ich es weggeworfen. Nein, solche Hype-Bücher sind definitiv nichts für mich. Ich lese lieber das Unbekannte.
 

18.04.2012 um 10:26 Uhr

Jari liest... Roald Dahl

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Charlie Bucket loves chocolate. And Mr Willy Wonka, the most wondrous inventor in the world, is opening the gates of his amazing chocolate factory to five lucky children. It's the prize of a lifetime! Gobstoppers, wriggle sweets and a river of melted chocolate delight await - Charlie needs just one Golden Ticket and these delicious treats could ALL be his.

17.04.2012 um 20:16 Uhr

[Rezension] Feuerfrühling

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Die junge Paola Rouge wollte eigentlich nur noch kurz ein paar Platten im Geschäft um die Ecke besorgen, bevor sie zusammen mit ihrem Ehemann von Prag nach Hause reisen möchte. Doch daraus wird nichts: In der Nacht zuvor haben die Russen die Stadt besetzt!

Zusammen mit ihrem neu gewonnen Freund Stepan stürzt sich die Journalistin in die Unruhen von 1968. Sie demonstriert, schwenkt Fahnen und malt Plakate. Sie berichtet ihrer Zeitung in der Schweiz per Telefon von den Ereignissen.

Aber mehr als dies Verändert die Nähe zu Stepan Paolas Leben. Jetzt, mehr als zwanzig Jahre später, ist Paola zurückgekehrt. Zurück nach Prag... 

Meine Meinung:

Anne Cuneo entführt uns in "Stepan" ins Prag von 1968, die Zeit nach dem berühmten Prager Frühling. Gerade wurden die ersten demokratischen Wahlen des Landes erfolgreich über die Bühne gebracht, das Volk feiert. Die Russen jedoch sehen dies als Affront gegen die Sovjetunion und besetzen über Nacht die Tschechoslovakei und Prag. Die Prager, allen voran die Studenten, wehren sich jedoch gegen die Besatzer und tun alles, um frei zu sein.

Vor dieser aufgewühlten und brodelnden Szenerie spielt sich die Geschichte um Paola und Stepan ab. Das Buch ist in eine Ramen- und eine Binnenhandlung aufgeteilt, in welcher Paola 1989 rückblickend die Geschehnisse von 1968 erzählt, wobei das Buch von der Binnenhandlung lebt. Die Rahmenhandlung um Paola, die nach zwanzig Jahren wieder nach Prag zurückkehrt, hätte es meiner Ansicht nach nicht unbedingt gebraucht, dieser Teil macht die Geschichte bloss melodramatisch.

Obwohl ich mit Paola während des ganzen Buches nicht richtig warm wurde und die leidenschaftliche Liebesgeschichte zwischen ihr und Stepan eher als lästig empfand, las ich das Buch mit grossem Interesse. Cuneo beschreibt die Ereignisse von 1968 so mitreissend, dass ich dachte, ich sei direkt mit dabei. "Stepan" ist atmosphärisch dicht und packt einen. Hier wird Geschichte lebendig gemacht! 
Es wird nichts beschönigt und so muss man sich auch von einigen Charakteren wieder verabschieden. Der Aufstand verlief nicht unblutig. 

Vielleicht versteht man so, weshalb ich mich weniger dafür interessierte, wie sich Paola und Stepan ihre Liebe beteuern. Viel lieber wollte wissen, wie es mit Prag weiter geht. 
Ich ging völlig unbedarft an die Geschichte heran. Über Ungarn zur damaligen Zeit hatte ich bereits gelesen, aber was damals in der Tschechoslovakei vor sich ging, darüber wusste ich praktisch nichts.
Lesern, denen es auch so ergeht, müssen nicht befürchten, in den Fakten unterzugehen: Es werden zwar politische Namen genannt, aber die Autorin beschreibt alles so, dass man auch als Leser ohne Vorbildung die Entscheidungen der Politik nachvollziehen kann.

Die französische Originalausgabe erschien bereits 1990, doch dauerte es fast zwanzig Jahre, bis der Roman ins Deutsche übertragen wurde. Mit "Stepan" hält man ein spannendes Zeugnis über ein Land im Umbruch in den Händen. 

Fazit: 

Für alle, die sich für die Studentenunruhen des Jahres 1968 interessieren, bietet dieses Buch gutes Futter und viel Material. Auch für jenen, die etwas über die damalige Zeit erfahren wollen, ohne sich ein ödes Geschichtsbuch greifen zu wollen, empfehle ich "Stepan" weiter. Man lernt hier viel, auf angenehme Art und Weise. Aber natürlich eignet sich das Buch auch als spannende Lektüre für Zwischendurch.

Ich genoss die Lektüre dieses Romanes sehr, bis auf den bereits erwähnten Punkt, und fand es ein weiteres Mal schade, dass diese bewegte Zeit nicht miterleben konnte. 

Anne Cuneo
Stepan
Tage der Wahrheit in Prag
HC, 1. Auflage 2011
Bilger

978-3-03762-019-9

Aus dem Französischen von Claudia Steinitz
Originalausgabe: Prague aux doigts de feu
Bernard Campiche Editeur, Orbe 1990

14.04.2012 um 13:15 Uhr

[Rezension] Blütenzeiten

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Endlich Frühling! Jetzt blüht es wieder überall in den allerschönsten Farben. Gärten und Wiesen sind voll mit den unterschiedlichsten Blumen, eine schöner als die andere. Doch... wie heisst denn diese Blume überhaupt? Darf man sie pflücken? In einem Blumenstrauss sieht sie bestimmt toll aus. Aber wie macht man denn einen Blumenstrauss überhaupt? Fragen über Fragen...

Meine Meinung:

Kinder sind von Natur aus neugierig und "Mein erstes... Was blüht denn da?" hilft ihnen, ihre Fragen bezüglich Blumen auf Feld und Wiesen zu beantworten. Das handliche Büchlein lässt sich bequem einpacken und auf jeden Spaziergang mitnehmen.

Bereits die Einteilung der Blumen fiel mir positiv auf: Anstatt die Pflanzen nach Alphabet oder Lebensraum zu sortieren, muss man nur wissen, welche Farbe die Blüte hat. Die Blumen sind nämlich nach ihrer Farbe aufgelistet, von weiss über gelb, bis hin zu rot und blau. Somit fällt es auch Kindern leicht, die gewünschte Blume zu finden.

Die Seiten sind einheitlich und übersichtlich aufgebaut. Eine Farbzeichnung zeigt die Pflanze und in Textboxen werden die wichtigsten Informationen hervorgehoben. So wird der Leser darauf aufmerksam, ob die Blume giftig ist oder ob sich aus ihr etwas Leckeres zaubern lässt. Auch lustige Experimente finden hier ihren Platz. Die Sätze sind kurz und prägnant, genau auf die Zielgruppe zugeschnitten. 
Zum Schluss wird noch erklärt, wie man z.B. Blumensträusse oder Kränze bindet.

"Mein erstes... Was blüht denn da?" ist zwar nur ein kleines Büchlein, sodass bestimmt nicht alle Blumen unserer Breitengraden darin Platz finden, dennoch hat es mich auf ganzer Linie überzeugt. Es ist gefüllt mit Informationen, sodass auch ich einiges Neues erfuhr. Der Aufbau ist kompakt und die vielen Extras machen das Buch zu einem passenden Begleiter für jeden Ausflug in die Natur. 

Fazit:

Ich würde nicht zögern, meinem Kind dieses Buch in die Hand zu drücken, falls es Fragen zu unserer Blumenwelt hat. "Mein erstes... Was blüht denn da?" ist perfekt für Kinder ab ca. 10 Jahren geeignet. Sie können damit selber losziehen und die Blumen der Umgebung bestimmen und auch ich werde mich wohl dieses Naturführers bedienen, sollte ich einer mir unbekannten Blume begegnen.

Mein erstes... Was blüht denn da?
entdecken - erkennen - erleben
Broschiert, 2012
Kosmos

978-3-440-13140-4

Vielen Dank an den Kosmos Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares! 

12.04.2012 um 21:25 Uhr

[BücherMusik] Wir sind am Leben

von: Jari   Kategorie: BücherMusik

Wir sind am leben ist ein typisches Rosenstolz-Lied, sehr feinfühlig, sehr eindrücklich, ruhig. Ich mochte dieses Lied von Anfang an, ja, ich bin ein Fan von Rosenstolz und steh dazu.

Doch seit ich Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett gelesen habe, gehören die Beiden für mich einfach zusammen. Immer, wenn ich das Lied höre, kehre ich in die Geschichte um Mary und ihren Garten zurück.

Wie im Lied von Rosenstolz dreht sich die Geschichte um das Leben, das Erwachen. Im Geheimen Garten wachsen nicht nur neue und junge Pflanzen heran, auch Mary und ihre Freunde wachsen. Aus dem verzogenen Gör aus Indien wird ein aufgewecktes Mädchen, das sich für ihre Sache einsetzt.

Hast du alles probiert?
Hast du alles versucht?
Hast du alles getan?
Wenn nicht, fang an!

Hast du wirklich gelebt?
Hat deine Welt sich wirklich gedreht?
Hast du alles getan?
Wenn nicht, fang an!

Bereits die ersten Zeilen passen zu Mary Situation in England. Auf einmal ist sie keine verwöhnte Prinzessin mehr und muss lernen, sich um sich selbst zu kümmern. Vor allem aber wird sie lernen, Verantwortung zu übernehmen. Ein grosser Schritt in der Entwicklung des Mädchens. Somit wird sie zum ersten Mal erkennen, dass es noch mehr in der Welt gibt, ausser ihr selbst. Dass andere Menschen nicht bloss dazu da sind, die Wünsche des Mädchens zu erfüllen. Der Garten zeigt ihr das in seiner sanften Form auf.

Ich kann deinen Herzschlag hören
Keiner wird dich zerstören
Wir sind am Leben
Wir sind am Leben
Weil dein Herz noch Feuer fängt
Weil dein Herz die Liebe kennt
Du bist am Leben
Du bist am Leben


Der Garten öffnet Marys Herz und nicht nur das ihrige. Plötzlich spürt sie, wie es ist, etwas zu haben, wofür es sich zu leben lohnt. Sie und ihre Freunde verbringen jeden Tag im Garten und werden damit belohnt, dass der totgesagte Garten aufblüht und erstrahlt.
Er ist am Leben.

Ja, ich sehe sie vor mir, die Drei, wie sie buddeln, ackern, säen, pflanzen. Und während das Lied spielt, sehe ich, wie der Garten sich regt und erblüht. Einfach schön.

11.04.2012 um 19:49 Uhr

[Rezension] Die Rückkehr Gottes

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Als die Spanier nach Südamerika kommen, werden sie wie Götter empfangen und auch wie solche behandelt, werden sie doch für die Wiedergeburt des Gottes Quetzalcóatl gehalten.
Auch die junge Malinalli setzt ihre Hoffnungen in die Fremden. Ist es nicht eines Gottes würdig, die Menschenopfer zu verbieten? Voller Enthusiasmus dient sie den Neuankömmlingen.
Doch je mehr Zeit sie mit den Spaniern verbringt, desto mehr erlebt sie die dunklen Seiten der Besatzer kennen. Zu denen gehört auch die Machtgier Cortés', in den sich Malinalli verliebt hat...

Meine Meinung:

Hearts of stone can also fly.

Als ich das Buch "Malinche" von Laura Esquivel aufschlug, wusste ich nicht, worauf ich mich einlasse. Ich hatte noch nie zuvor von der Autorin oder von dieser Geschichte gehört. Laut des Umschlagtextes erwartete ich eine Liebesgeschichte zwischen einer Ureinwohnerin Südamerikas und einem Spanier. Das bekam ich auch, aber die Geschichte beinhaltet noch viel mehr.

In "Malinche", was soviel wie "Herr von Malinalli" bedeutet, wird die Lebensgeschichte Malinallis erzählt. Wir begleiten sie von ihrer Geburt bis zu ihrem frühen Tod, wobei ihre Jugendjahre den Grossteil der Geschichte einnehmen. Denn diese verbringt sie mit Hernán Cortés. Dieser Teil ist das Herzstück des Buches.

Laura Esquivel erzählt die Landnahme Südamerikas durch die Spanier sehr eindringlich, der Leser erfährt, was in den Köpfen der Ureinwohner vor sich ging, als die Spanier an ihren Küsten landeten. Zuerst als Heilige willkommen geheissen, fielen die Europäer bald über das Volk her und metzelten es nieder. Malinalli erfährt alles am eigenen Leib und mit ihr der Leser. 

Vor allem der religiöse Aspekt ist wichtig für Malinalli. Sie erzählt von den Lehren ihrer Grossmutter, die ihr die Achtung vor Mutter Natur beibrachte. Die ihr von den Göttern erzählte und vom Verschwinden Quetzalcóatls. Anfangs sieht Malinalli in der christlichen Religion noch eine weitere, neuere Art ihrer eigenen Religion. Doch bald kommt die Ernüchterung:

Didn't the Spaniards know that we are the earth, from earth we are born, that the earth consumes us, and when the earth comes to its end, when the earth is exhausted, when corn no longer sprouts, when Mother Earth no longer opens her heart, it will be our end as well? 

Die Bilder, die Esquivel zeichnet, sind einprägsam, ebenso ist es die Sprache, in welcher sie das Leben der Urbevölkerung beschreibt. Malinalli erzählt aus der Ich-Perspektive, was alles noch greifbarer werden lässt. Wir erfahren, wie die Ureinwohner gelebt haben, wie sie Gedacht haben, welcher Religion sie nachgingen, wie sie sich kleideten und was sie von den Spaniern hielten. Das Buch ist so dicht, dass man meinen könnte, die Autorin sei dabei gewesen.

Obwohl all diese Punkte eindeutig für die Geschichte sprechen, konnte mich das Buch dennoch nicht wirklich überzeugen. Sind die Beschreibungen der Lebensumstände überaus plastisch, so waren mir die Figuren während der ganzen Geschichte fremd. Ich konnte mir Malinalli nicht wirklich vorstellen, sie verschwand vor dem historischen Hintergrund.

Auch Esquivels Sprachstil, so schön er sein mag, erschwert einen Zugang zur Geschichte. Die Autorin hüpft in der Geschichte umher, einmal hierhin, einmal dorthin. Als Leser weiss man selten, wo man sich zu Beginn eines Abschnittes befindet. Erinnerungen an die Grossmutter wechseln sich mit Beschreibungen von religiösen Ansichten ab, sodass man bald schon den Hauptstrang der Erzählung aus den Augen verliert.

Esquivel erzählt atemlos, beinahe ohne Pause. Die seitenlangen Darstellungen von Malinallis religiösen Ansichten und Beschreibungen der Naturreligion sind zwar aufschlussreich, aber sehr anstrengend zu lesen. Die vielen Wiederholungen machen das Lesen leider auch nicht einfacher.
Für "Malinche" braucht man sehr viel Durchhaltevermögen, selbst wenn das Buch nur knapp 200 Seiten lang ist. 

Fazit: 

"Malinche" ist ein Werk für Leser, die realen historischen Hintergrund schätzen. Hier kann man viele Fakten und Details erfahren, ohne eine Geschichtsbuch zur Hand nehmen zu müssen. Es ist ein genau recherchiertes Buch, das einen in das Mexiko des 16. Jahrhunderts entführt.

Als Leser muss man sich jedoch eines höheren Englisch bedienen können und, wie schon erwähnt, sich mit dem ausführlichen Sprachstil der Autorin anfreunden können. Es ist ein schön, aber auch ausschweifend, erzähltes Buch. 

Laura Esquivel
Malinche
HC mit Schutzumschlag, 2006
Simon & Schuster

978-0-7432-8571-9

Aus dem Spanischen von Ernesto Mestre-Reed
Mit Illustrationen von Jordi Castells 

Zitat eins: Seite 136
"Auch Herzen aus Stein können fliegen"

Zitat zwei: Seite 71

"Wissen die Spanier denn nicht, dass wir die Erde sind, wir von der Erde geboren sind, dass die Erde uns verbraucht, und wenn die Erde zu ihrem Ende kommt, wenn die Erde erschöpft ist, wenn das Korn nicht mehr wächst, wenn Mutter Erde ihr Herz nicht länger öffnet, es auch unser Ende sein wird?"

Übersetzt von Jari

 

11.04.2012 um 09:53 Uhr

[Rezension] Hänsel und Gretel, die gingen in den Wald...

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Der Grosse Wald ist DAS Ferienziel für Zamonier. Auch die Zwillinge Ensel und Krete verbringen dort ihren Urlaub. Doch irgendwie scheinen die von den Buntbären frisch geputzten und versorgten Touristenwege im Wald nicht das zu sein, was junge Fhernhachen zu interessieren scheint. Auf Ensels drängen hin, wagen sich die Kinder weiter in den Grossen Wald vor, als gut für sie ist...

Meine Meinung:

Woher kommt uns der Titel "Ensel und Krete" von Walter Moers bekannt vor? Tatsächlich basiert Moers Erzählung auf unserem allseits bekannten Märchen von Hänsel und Gretel. Doch nachdem die Geschichte nach Zamonien versetzt wurde, bleibt davon nicht viel mehr als das Grundgerüst übrig. "Ensel und Krete" kann sehr gut für sich alleine stehen, vor allem deshalb, weil Herr Mythenmetz, der uns grosszügigerweise diese Geschichte erzählt, immer wieder seinen Senf dazu gibt.

Wie nicht anders von Moers zu erwarten, begegnen Ensel und Krete im Grossen Wald einigen skurrilen Wesen und erleben wirklich fantastische Dinge. Man wird als Leser auch immer wieder an der Nase herumgeführt, was dazu führte, dass ich nur noch dringender wissen wollte, was jetzt aus den Geschwistern wird.

Das Ende fand ich etwas seltsam, aber man kann damit leben. Die Abenteuer unterwegs sind trotzdem spannender zu lesen, auch wenn man am Schluss noch einmal kräftig überrascht wird.
Mythenmetz, der mit seiner "Mythenmetz'schen Unterbrechung" immer wieder interveniert, ging mir leider ab und zu gehört auf die Nerven. Zwar machen die Unterbrechungen die Binnenhandlung spannender, aber das überhebliche Getue Mythenmetz' darüber, was er bereits alles geleistet hat, müsste nicht unbedingt sein.

Die Zeichnungen von Walter Moers sind wie immer liebevoll, detailliert und stimmig. Sie sind wunderschön anzuschauen und man entdeckt immer wieder etwas Neues.
Zusammen mit den sympathischen Hauptfiguren Ensel und Krete macht dies ein unterhaltsames Buch aus, das man rasch durchgelesen hat. 

Fazit: 

"Ensel und Krete" eignet sich auch für Einsteiger in die Welt Zamoniens, da das Buch kurz und knackig ist und alles bietet, worauf man sich bei anderen Werken einlassen wird.
Leute, die sich bereits in Zamonien auskennen, werden mit "Ensel und Krete" ein weiteres Mal in Moers fantasievolle Welt eintauchen können und viele bekannte Wesen, aber auch Neues, kennen lernen.

Walter Moers
Ensel und Krete
Ein Märchen aus Zamonien
TB, 9. Auflage 2002
Goldmann

978-3-442-45017-6

Aus dem Zamonischen von Walter Moers 

10.04.2012 um 21:14 Uhr

Jari liest... Ildefonso Falcones

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Barcelona im 14. Jahrhundert: Die Landbevölkerung stöhnt unter dem Joch der Feudalherren. Barcelona jedoch ist frei. Und Barcelona ist reich. Hier macht der junge Arnau seinen Weg vom mittelosen Steinträger zu einem der angesehensten Bürger der Stadt. Er ist Teil eines unerhörten Plans: die Errichtung einer Kathedrale, die den Himmel stürmen soll.

 

Dieses Buch ist Teil der Aktion "Tolle et Lege" und wurde vorgeschlagen von Pelegrina (http://www.blogigo.de/Pelegrina)

09.04.2012 um 19:34 Uhr

[Büchergebrabbel] Jaris Büchergebrabbel #3

von: Jari   Kategorie: Jaris Büchergebrabbel

  Gerade haben der Hexenmeister und ich uns den Film Going Postal angesehen, der auf einem Roman von Terry Pratchett beruht. Da ich diesen Teil der Scheibenwelt-Reihe jedoch noch nicht gelesen habe, kann ich auch keine grossen Rückschlüsse darüber ziehen, wie nahe die Verfilmung an der Buchversion ist.
 
Aber ich muss sagen, dass der Film wirklich toll gemacht ist. Sehr liebevoll und detailliert. Wie in vielen aktuellen Filmen gibt es einen Teil eins und einen Teil zwei, also drei Stunden Filmvergnügen. Übrigens beide Teile auf einer Blu-Ray, damit man sich versteht. Wir haben uns köstlich amüsiert und beide Teile gleich hinter einander gesehen.
 


 
 
Wenn ich mir das Cover der englischen Ausgabe so ansehe, ist der Film wirklich sehr genau umgesetzt worden. Mal sehen, was ich sagen werde, wenn ich das Buch dann irgendwann mal gelesen habe. Unterdessen warten bereits drei Pratchett-Bücher auf dem SUB...
 
Apropos SUB: Der hat sich dank des Osterwichtelns etwas erhöht. Während andere über Ostern viel Lesezeit hatten, war ich anderweitig beschäftigt. Jetzt, dank des Grossen Cs und der Windpocken komme ich vielleicht dazu, endlich mal etwas mehr zu lesen und vor allem auch, einige Rezis zu schreiben!
 
Es sind bereits wieder zwei Bücher in der Warteschleife, wahrscheinlich kommt bald ein drittes dazu. Irgendwie mag ich das nicht. Ich sollte rezensieren, sobald ich das Buch gelesen habe. Ich denke, dann werden die Rezis irgendwie besser. Aber sicher bin ich mir dabei auch nicht *g*
 
Ich hoffe, euch hat der Osterhase einige schöne Tage beschert. Hat irgendwer Bücher bekommen? 

01.04.2012 um 17:22 Uhr

[Das Buch des Monats] März 2012

von: Jari   Kategorie: Das Buch des Monats

Es ist nicht immer leicht, eine Wahl zu treffen. Auch diesen Monat gab es ein Kopf an Kopf-Rennen. Den ersten Platz hat sich folgendes Buch erobert:
 
Stephen King - Different Seasons
 
Auf Platz zwei schrieb sich Aveleen Avide mit "Purpurne Lust" und ganz knapp auf Platz drei wurde "Life of Pi" verbannt. Dennoch sind alle Bücher herrlich zu lesen und absolute Buchtipps!

01.04.2012 um 17:06 Uhr

[Monatsstatistik] März 2012

von: Jari   Kategorie: Bücherlisten

Gelesen:

1. Yann Martel - Life of Pi              
2. Hanna Johansen - Die Ente und die Eule 
         
3. Rachel Ward - Numbers 
         
4. Jane Austen - Emma (abgebrochen) 
       
5. Raymond Carver - What we talk about when we talk about Love 
         
6. Aveleen Avide - Purpurne Lust 
            
7. Stephen King - Different Seasons 
             
8. Rüdiger Nehberg - Echt verrückt! 
         
9. Warren Eckstein - Wie sag ich's meiner Katze 
              
10. Walter Moers - Ensel und Krete 
             

Gesamt gelesen 2012: 28