Jaris Büchergebrabbel

28.06.2013 um 20:10 Uhr

Karin Kaiser - Das versteinerte Einhorn

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Nein, Jennys Vater kann nicht tot sein! Auch nach mehreren Jahren will das Mädchen nicht glauben, dass sie ihren Vater nie wieder sehen wird. Auch ein Psychotherapeut kann daran nichts ändern und erreicht nur, dass Jenny aufgebracht aus der Praxis stürmt. Dabei findet sie sich plötzlich in einem mysteriösen Wald wieder. Dort trifft sie auf das versteinerte Einhorn und vielleicht auch wieder auf ihren Vater...

Meine Meinung:

Karin Kaiser hat in "Das versteinerte Einhorn" verschiedene phantastische Elemente zu einer eigenständigen Geschichte zusammengefügt, die perfekt für Kinder ab zehn Jahren geeignet ist.

Obwohl das Buch nur etwa 50 Seiten Umfang hat, habe ich die Geschichte sehr gerne gelesen. Als erwachsene Leserein musste ich mich jedoch immer wieder daran erinnern, dass das Buch für ein weitaus jüngeres Publikum gedacht ist, so kamen mir zum Beispiel einige Dinge bereits aus anderen Büchern bekannt vor.

Die Grundidee der Geschichte gefällt mir sehr gut, weshalb ich es schade finde, dass nach kurzer Zeit schon Schluss ist. Ich finde, das Buch hätte gut noch 200 Seiten mehr vertragen können, gerade auch, weil mir das Lesen Spass gemacht hat. Gerne hätte ich noch mehr Zeit mit Jenny und Obsidian verbracht, vor allem von letzterem hätte ich gerne noch mehr erfahren.

Ab und an holpert der Erzählstrom ein wenig und ich musste ein paar Sätze zwei Mal lesen, bevor ich verstand, wo genau ich mich jetzt in der Geschichte befand. Da es von diesen Stolpersteinen aber nicht allzu viele gibt, stören sie auch den Erzählstrang nicht so sehr, dass es stört. Ich hab danach einfach fröhlich weitergelesen. 

Fazit: 

Ein gutes Buch, um es Kiindern vorzulesen oder aber um etwas lesefaule Kinder zum Lesen zu animieren. Der Umfang schreckt nicht ab und die Sprache ist zielgruppengerecht gestaltet.

Wie gesagt, ich hätte gerne mehr davon gehabt, aber da ich momentan etwas Probleme mit meinen Augen habe, kam das Buch genau zur richtigen Zeit. Endlich konnte ich mal wieder ein Buch am Stück durchlesen. Sowas fühlt sich nämlich auch toll an!

Karin Kaiser
Das versteinerte Einhorn
TB, 2013
Publifair

978-3-944616-02-5

Vielen Dank an Karin Kaiser und Publifair für das Rezensionsexemplar! 

26.06.2013 um 20:59 Uhr

[Kurzgebrabbel] Otfried Preussler - Neues vom Räuber Hotzenplotz & Hotzenplotz 3

von: Jari   Kategorie: Kurzgebrabbel

Nachdem ich vor einigen Monaten den Räuber Hotzenplotz zum ersten Mal als Erwachsene gelsen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es denn nun weitergeht. Vor allem deshalb, weil mir der Räuber sehr ans Herz gewachsen ist.
 
Im zweiten Teil entflieht der Fiesling und entführt dann sogar noch die Grossmutter! Zum Glück haben Kasperl und Seppel tatkräftige Unterstützung von Wachtmeister Dimpfelmoser und der Hellseherin Schlotterbeck. Die hat sogar noch ein Ass im Ärmel...
 
Am meisten hat mir in diesem Teil Wasti gefallen. Der hat sofort mein Herz erobert. Die Idee ist ja wirklich zu herrlich (ich will hier nichts verraten!). Ansonsten ein weiteres Buch, das ich mit grossem Vergnügen gelesen habe. Kasperl und Seppel sind einfach zu genial. Ich mag die Ideen von Preussler wirklich sehr gerne!
 
Im dritten und letzten Teil von und mit Hotzenplotz kommt der Räuber aus dem Gefängnis und will plötzlich kein Räuber mehr sein. Kann man ihm trauen? Und wer hat die Kugel der Witwe Schlotterbeck gestohlen?
 
Das dritte Buch ist mein liebstes. Hier kommt alles Gute zusammen: Hotzenplotz, Wasti, lustige Kürbisse und die Moral von der Geschicht in Form eines tollen Happy Endes. Irgendwie tut mir das Herz etwas weh, dass es nun keine weiteren Abenteuer von Seppel und Kasperl mehr gibt. Aber hoffentlich habe ich irgendwann ein Kind, dem ich die Bücher vorlesen kann!
 

20.06.2013 um 18:34 Uhr

[Büchergebrabbel] Jaris Büchergebrabbel #12

von: Jari   Kategorie: Jaris Büchergebrabbel

  Es ist immer noch recht still hier, nicht wahr? Aber es wird langsam aber sicher wieder besser. Meine Augen bessern sich von Tag zu Tag und unterdessen kann ich schon wieder einige Zeit am Stück lesen. Könnt ihr euch vorstellen, wie erleichternd das ist? Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist NICHT zu lesen? Nicht lesen zu können? Zu wissen, dass ich bloss zwei Bücher gelesen habe? Das ist die reinste, reinste Qual! Aber bald ist Jari wieder da. Verlasst euch drauf!

11.06.2013 um 23:30 Uhr

[Rezension] Thomas Mann - Der Tod in Venedig

von: Jari   Kategorie: Kurzgebrabbel

Der Schriftsteller Aschenbach reist, einem Gefühl folgend, nach Venedig. Dort sieht er den jungen Tadzio und fortan lässt Aschenbach den Jungen nicht mehr aus den Augen.
Viel möchte ich zu Thomas Manns "Der Tod in Venedig" nicht sagen, denn ich habe einfach nicht viel, was ich dazu niederschreiben könnte. Das Buch ist kurz und lässt mich mit einer erhobenen Augenbraue und einem Achselzucken zurück. Es gibt viel, was man hier interpretieren und diskutieren könnte. Könnte. Denn ich habe auf beides keine Lust. Es reizt mich nicht, es interessiert mich nicht. Ich habe kein Interesse daran, in Aschenbachs Psyche rumzubuddeln.
Deshalb gehe ich nun davon aus, dass Herr Mann und ich von nun an getrennte Wege gehen werden. Adieu, Herr Thomas Mann. 

05.06.2013 um 23:22 Uhr

[Rezension] Amélie Nothomb - Der Professor

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Eigentlich möchte das Ehepaar Hazel einfach in Ruhe die Rente und die Zweisamkeit geniessen. Das neue Haus, das sie sich gekauft haben, ist perfekt. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht ihr Nachbar. Jeden Tag von sechzehn bis achtzehn Uhr kommt er zu Besuch. Doch diese Besuche sind alles andere als angenehm...

Meine Meinung:

"Der Professor" von Amélie Nothomb ist eines jener Bücher, die mit dem Gedanken spielen, wie viel ein Mensch erträgt und wie viel er zu ertragen bereit ist. Der Professor ist nicht gewaltätig, tut den Hazels kein Leid an, dennoch ist sein Verhalten der pure Terror.

Jedoch muss ich leider sagen, dass ich mich zu wenig mit den Hazels identifizieren konnte, um ihr Leiden wirklich hautnah miterleben zu können. Zwar ist die Geschichte wirklich packend und ich genoss es wirklich, dieses Buch zu lesen, trotzdem bleibt mir hinterher nicht viel erhalten.

Ich fragte mich oft, wie viel sich diese Zwei eigentlich noch bieten lassen wollen, ich hätte an ihrer Stelle wohl oft anders gehandelt. Ausserdem umgeben den Professor viele Fragen, die leider nicht oder nur teilweise gelöst werden. Dies gilt ebenfalls für die Frau des Professors.

Die Figur von Bernadette hat grosse Symbolkraft und ich fand sie überaus interessant. Auch den Umgang der Hazels mit dieser Wesenheit fand ich grossartig und herzerweichend. Hier hat Nothomb viele durchaus spannende und interessante Bilder geschaffen. 

Fazit: 

Nicht mein Liebling von Amélie Nothomb, aber durchaus lesenswert.

Amélie Nothomb
Der Professor
TB, 1996
Diogenes

978-3-257-22968-4

Aus dem Französischen von Wolfgang Krege
Originalausgabe: Les Catilinaires
Albin Michel, Paris 1995

01.06.2013 um 16:30 Uhr

[Monatsstatistik] Mai 2013

von: Jari   Kategorie: Monatsstatistik

Gelesen:

Goethe - Faust: Der Tragödie zweiter Teil
Friedrich Dürrenmatt - Die Panne
David Mitchell - Der Wolkenatlas
Simone Keil - Corvidae
Ingrid Lee - Wunderhund
Amélie Nothomb - Der Professor

Gesamt gelesen 2013: 69

Ja, dieser Monat war mau. Mit einer Bindehautentzündung liest es sich einfach nicht so gut.

Buch des Monats

David Mitchell
Der Wolkenatlas