Jaris Büchergebrabbel

31.07.2013 um 22:05 Uhr

[Rezension] Craig Silvey - Wer hat Angst vor Jasper Jones?

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

In der kleinen australischen Stadt Corrigan ist Jasper Jones bekannt wie ein bunter Hund und wird immer als schlechtes Beispiel herbeigezogen. Sind die Kinder nicht brav, wird ihnen mit Jasper Jones gedroht. Was Jasper Jones wirklich verbrochen hat, weiss niemand so genau.

Das ruhige Leben von Charlie Bucktin ist in jener Nacht vorbei als Jasper Jones an sein Fenster klopft. Jasper führt Charlie auf eine verborgene Lichtung und was Charlie dort zu sehen bekommt, wird ihn für immer verändern... 

Meine Meinung:

"Wer hat Angst vor Jasper Jones?" von Craig Silvey ist ein Buch, das ich ohne Empfehlung wohl nie gelesen hätte. Mann, da wäre mir aber etwas entgangen! Denn dieses Buch gehört definitiv zu den Lese-Highlights meines Sommers, vielleicht sogar des Jahres 2013.

Die Geschichte baut sich sehr langsam auf und ist auch sehr ruhig erzählt. Doch all das ist bloss Oberfläche, denn unten in der Tiefe lauert der Sog. Der Sog, der einen das Buch nicht mehr aus den Händen legen lässt. Der Sog, der einen ständig an die Geschichte denken lässt. An Jasper. An Charlie. Noch jetzt schnürt es mir die Kehle zu, wenn ich an die Geschichte denke.

Silvey führt uns vor Augen, was Vorurteile und Rassismus alles anrichten können. Nicht nur Jasper Jones ist davon betroffen, sondern auch Charlies bester Freund, dessen Eltern aus Vietnam stammen. Wenn man bedenkt, dass die Geschichte 1965 spielt, muss man dazu nicht mehr viel sagen.

In dieser Geschichte werden Geheimnisse geschmiedet, wieder aufgelöst, ein Pakt wird geschlossen und Kinder werden zu Erwachsenen. Das Buch um Jasper Jones erinnerte mich teilweise stark an "The Body" von Stephen King, von daher ist es einleuchtend, dass mir Jones ebenso gut gefallen hat.

Silvey ist ein Erzähler, wie ich ihn mag. Er schafft es sogar, mir ein Spiel schmackhaft zu haben, von dem ich keine Ahnung habe, wie es funktioniert. Doch der Cricket-Match, der im Buch ebenfalls eine wichtige Rolle spielt, wurde vom Autoren so brilliant beschrieben, dass mir währenddessen ständig das Herz im Hals klopfte. Sowas muss man erst einmal schaffen! Ich habe auch jetzt noch keine Ahnung, wie Cricket funktioniert, aber diese paar Seiten waren sowas von spannend!

In Corrigan hat jeder sein Päckchen zu tragen und je mehr man liest, desto mehr brechen die schönen Fassaden zusammen. Vor allem jene, die Charlies Mutter aufzubauen pflegte. Aber auch andere Mauern werden eingerissen. Vor allem solche in den Köpfen der Menschen.

Dieses Buch ist eines, das uns die brutale Realität vor Augen führt, gleichzeitig aber auch zu verzaubern vermag und uns die schönen Seiten des Lebens nahe legt. Die erste Liebe, wahre Freundschaft, ein Sommer... 

Fazit: 

Danke, danke, danke, dass du mir dieses Buch empfohlen hast! Ich könnte dich dafür küssen!

Craig Silvey
Wer hat Angst vor Jasper Jones?
HC mit Schutzumschlag, 2. Auflage
Rowohlt

978-3-499-21613-2 

30.07.2013 um 22:55 Uhr

[Rezension] Heike B. Tschirner - Meerschweinchen... was uns glücklich macht!

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Meerschweinchen sind keine Kuscheltiere und auch nicht anspruchslos zu halten, wie viele vielleicht denken mögen und da ich seit zwei Tagen wieder Meerschweinchen-Mama bin, wollte ich mein Wissen (immerhin 10 Jahre Erfahrung mit Schweinis) etwas auffrischen. Das hübsch gestaltete "Meerschweinchen... was uns glücklich macht" von Heike B. Tschirner weckte meine Neugierde. 

Es ist zwar ein Kinderbuch, aber genau deswegen wollte ich es mir einmal genauer anschauen. Denn oft sind Meerschweinchen die ersten Haustiere eines Kindes und gerade deshalb sollte es genügend altersgerechte Literatur dazu geben.
 
Im Buch wird aus der Sicht von Lady Cindy berichtet, eine gestande Meeri-Dame. Es ist toll, dass sie direkt aus der Sicht der Meerschweinchen berichtet, denn so kann ein direkter Bezug hergestellt werden. Ausserdem bietet das Buch vielen Farbfotos Platz, sodass direkt gezeigt wird, was Meerschweinchen wirklich brauchen.
 
Dennoch konnte ich mit dem Titel nicht richtig warm werden. Es begann schon vor dem Lesen. Ich schlage das Buch auf. Schock! Alles ist in Comic Sans MS geschrieben! Alles! Für den Titel - okey. Aber auch ein Kinderbuch, schon gar kein Sachbuch, sollte mit dieser Schriftart aufarten. Dass im Inhaltsverzeichnis die Seitenzahlen fehlen, ist nach diesem Schock verschmerzbar.
 
Tschirner schreibt einfach und als Erwachsener hat man die 130 Seiten daher ziemlich rasch durch, man wird als Leser auch direkt angesprochen, was mir sehr gut gefallen hat. Ich konnte sogar einige Informationen mitnehmen, Dinge, die ich zuvor gar nicht gewusst hatte.
 
Warum ich mit dem Buch trotzdem nicht warm wurde? Der Zeigefinger. Der ist überall. Überdominant. Er ist in jedem Satz, in jedem Bild. Natürlich muss man den Kindern klar machen, dass sie es hier mit lebenden, fühlenden Wesen zu tun haben. Aber hätte ich das Buch gelesen, bevor ich mir die Meeris geholt hätte, ich hätte jegliche Lust dazu verloren. Vielleicht war das auch der Sinn und Zweck der Sache?
 
Vielleicht wäre das Ganze nicht gar so schlimm gewesen, wenn die Autorin etwas geübter im Schreiben gewesen wäre. Vor allem bei den Fragen, die auf jedes Kapitel folgen und testen, ob das Kind auch alles verstanden hat, merkte man das. Oft wusste ich gar nicht, was die Autorin von mir wissen wollte und ich musste die Frage mehrmals lesen. Auch der Text selber ist oft etwas holprig und ungeschickt formuliert. So weiss ich jetzt zum Beispiel, dass Meerschweinchen unbedingt Vitamin C brauchen, aber es steht nirgends, wo genau das nun drin ist. Ich als Erwachsene weiss das vielleicht - aber ein acht Jahre altes Kind?
 
Ich denke, ich bleibe vorläufig bei den Ratgebern von GU und bede, die ebenfalls darauf achten, dass die Halter sich gut überlegen, ob sie sich wirklich ein solches Tier zulegen wollen und ihm alles bieten können.
 
 
Heike B. Tschirner
Meerschweinchen...
was uns glücklich macht!
HC, 1. Auflage
Noel-Verlag
 
978-3-942802-84-0 

30.07.2013 um 22:42 Uhr

[Kurzgebrabbel] Thomas Daigeler - Führen

von: Jari   Kategorie: Kurzgebrabbel

Der Taschenguide "Führen" von Thomas Daigeler und Wolfgang Krüger ist ein praktischer Leitfaden für jene, die in Führungsposition sind. Es wird hier nicht gross gebrabbelt, sondern man kommt direkt auf den Punkt und erklärt dem Leser sofort was es heisst, ein Team zu führen. Es werden Anhaltspunkte gegeben, Tipps und Tricks kommen auch nicht zu kurz und viele Listen geben einem einen guten Überblick. Der Guide ist übersichtlich gestaltet und man wird gut durch das Buch geführt. Der Aufbau ist logisch und hinterher weiss man einiges mehr. Für alle, die nicht viel Zeit haben: Empfehlung!
 

28.07.2013 um 19:56 Uhr

[Rezension] Ray Bradbury - Fahrenheit 451

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Fahrenheit 451: Die Temperatur, bei der Papier verbrennt. Montag ist Feuerwehrmann, doch seine Aufgabe besteht nicht darin, Feuer zu löschen, sondern es zu legen. Denn Bücher sind gefährlich und niemand darf sie besitzen. Fliegt jemand auf, so brennt sein Haus. Bis Montag irgendwann selber anfängt, mit dem Feuer zu spielen...

Meine Meinung:

Ray Bradburys "Fahrenheit 451" ist eines jener Bücher, die ich schon so lange lesen wollte, aber irgendwie nie geschafft habe. Jetzt endlich konnte ich meine Wissenslücke schliessen und was bin ich froh, dass ich das getan habe!

Schon auf den ersten Seiten verzauberte Bradbury mich. Er erzählte mir eine Geschichte und weigerte sich, mich wieder gehen zu lassen, bevor ich sie nicht zu Ende gehört hatte. Bradybury wählt genau die richtigen Worte, um mich zu packen und zu fesseln. Fesseln im wahrsten Sinne des Wortes, ich wollte gar nicht mehr aufhören zu lesen!

Die Welt, in der Montag lebt, möchte ich nicht kennenlernen. Diese abgestumpfte, trostlose Welt, in der jeder nur seinem Vergnügen nachhängt und sich weigert, hinter die Kullissen zu blicken. Nein, danke. Umso mehr faszinierte mich Montag selber. Nicht unbedingt er als Person, sondern seine Wandlung. Die Wandlung von einem angesehenen Mann zum Ausgestossenen. Seine Gedanken brannten sich in mein Hirn und auch der Schluss gefiel mir ausserordentlich gut. Denn er zeigt auf, dass es immer noch Hoffnung gibt. Leute, die nicht aufhören zu glauben und für das eintreten, was sie für richtig halten.

An einigen Orten hörte ich, dass das Buch nicht leicht zu lesen sei. Dem kann ich jedoch nicht zustimmen. Bradbury benutzt eine schöne, tiefsinnige, feinfühlige Sprache, ja. Keine Sprache, die man auch im Alltag spricht. Genau das mochte ich, es passte zur ganzen Stimmung, die er heraufbeschwört. Dennoch fand ich das Buch sehr flüssig zu lesen. Vielleicht liegt es an der Übersetzung oder an der Übung - wer weiss? 

Fazit: 

Ich bin hin und weg von der Geschichte und werde sie tief in meinem Herzen bewahren. Wunderbar und wundervoll, obwohl gleichzeitig auch beängstigend. Tiefgründig und unterhaltsam zugleich.

Ray Bradbury
Fahrenheit 451
TB, 2000
Heyne

978-3-453-316412-1 

28.07.2013 um 14:57 Uhr

Jari liest... Melanie Joy

von: Jari   Kategorie: Jari liest...

Rückentext:

Wie kommt es, dass wir als Gesellschaft mache Tiere ganz selbstverständlich essen, bei anderen aber niemals auf diese Idee kämen? Die Sozialpsychologien Melanie Joy gibt darauf eine unbequeme Antwort. In ihrem bahnbrechenden Buch beleuchtet sie die Widersprüche und Motive unseres Essverhaltens - und zeigt, wie unsere Entscheidung, Fleisch zu essen, in hohem Masse fremdbestimmt wird. Zum Schaden der betroffenen Tiere wie auch zu unserem eigenen. 

  

27.07.2013 um 18:34 Uhr

[Rezension] David Lubar - Plötzlich Zombie: So ein Mist!

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Nathan hat es nicht leicht: Er kann nichts wirklich gut, noch nicht einmal ein Looser sein, gehört er doch zu den ewigen Zweitbesten. Nach einem ziemlich schlimmen Tag wünscht er sich nichts sehnlicher, als endlich all diese schlechten Gefühle loszuwerden. Wie aus dem Nichts taucht die Lösung in Form von Abigail auf. Ihr Onkel entwickelt da gerade etwas... Hätte Nathan gewusst, was passieren würde, hätte er abgelehnt...

Meine Meinung:

Mit "Plötzlich Zombie: So ein Mist" hat David Lubar einen gelungenen Start für eine Kinderbuchreihe vorgelegt. Wie der Titel schon sagt geht es um Zombies. Beziehungsweise: Einen Zombie. Nämlich Nathan, dem plötzlich die Daumen abfallen. Nein, in diesem Buch gibt es nichts Gruseliges, auch nichts Blutrünstiges. Nur ein Experiment, das schrecklich schief gegangen ist. 

Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert, vor allem Nathans Freund Mookie hat mir sehr gut gefallen. Natürlich darf man als erwachsener Leser nicht ausser Acht lassen, dass es sich hierbei um ein Kinderbuch handelt und auch eine der Zielgruppe gerechte Sprache verwendet.

Trotz der knappen Seitenzahl kann man bei  Nathan erleben, wie er über sich hinauswächst. Vor allem aber bleibt er er selbst. Obwohl er schlussendlich wohl ein Zombie ist. Aber irgendwie macht ihn das auch sympathisch. Jedenfalls ist sein Leben plötzlich ganz anders als noch zuvor. 

Fazit: 

Eine kurzweilige Lektüre für Kinder von 10 bis 12 Jahren. Wem Zombies normalerweise zu blutrünstig, gruselig und gefährlich sind, der findet hier einen zahmen Zombie, der auch niemanden beisst. Somit müssen sich auch Eltern keine Gedanken machen, wenn ihre Kinder zu diesem Buch greifen.

David Lubar
Plötzlich Zombie: So ein Mist
HC, 2012
Baumhaus

978-3-8339-0068-6

Mit Illustrationen von Kersin Schoene
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Schneider
 Originalausgabe: Nathan Abercrombie, Accidental Zombie - My rotten life
St.Martin's Press, 2009

26.07.2013 um 22:49 Uhr

[Kurzgebrabbel] Karl Ploberger - Gärtnern für intelligente Faule von A bis Z

von: Jari   Kategorie: Kurzgebrabbel

Irgendwie bin ich zu diesem Buch gekommen und da ich mich gerade im Anfangsstadium eines Gärtners befinde, dachte ich, dass es bestimmt nicht schaden kann, sich das Buch mal anzugucken.
Wie der Titel schon klar macht, sind hier Stichworte gelistet unter denen man bestimmte Pflanzensorten, aber auch Schädlinge, Zusatzstoffe etc. zu finden sind. Die Aufmachung des Ganzen ist sympathisch und übersichtlich, es lädt zum Blättern ein. Auch finden sich tatsächlich viele nützliche Hinweise.
Obwohl für mich persönlich das meiste uninteressant war (da ich keinen Garten habe sondern nur einen Balkon und eine Terrasse), konnte ich doch das eine oder andere aus der Lektüre mitnehmen.
Nur die Bilder dieses psychotisch dreinblickenden Menschen hätte ich nicht gebraucht. Aber das Gesicht passt zum Namen. Nichts Persönliches.
 

23.07.2013 um 16:52 Uhr

[AiSch] Autoren im Schrank - A

von: Jari   Kategorie: Autoren im Schrank

 
Buchstabe A
 
Eigentlich wollte ich das ja schon gestern machen, aber ich hatte solche Schmerzen, dass ich nicht auch noch auf meinem Regal rumturnen wollte. Also, schauen wir mal, was das Regal unter "A" so zu bieten hat:
 
50Cent - Playground: Ist noch vor dem A einsortiert. Amazon fördert noch ein Buch von 50 zutage: "Geld, Macht, Freiheit" ein Buch zum Thema Businessmanagement. Sollte ich die Stelle als Filialleiterin bekommen, kommt das Buch auf die Liste. 
 
Aesop - Aesop's Fables: Ich hab die Fabeln auf Englisch gelesen, jetzt wird es Zeit, dass ich sie noch einmal auf Deutsch wiederhole.
 
André Aciman - Nenn mich bei deinem Namen: Lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Von den Büchern, die es von ihm noch gibt, interessiert "Acht helle Nächte", nur schon das Cover sieht toll aus!
 
Douglas Adams: Hier gilt es, endlich eine Reihe zu beenden :) Was mich etwas nervt, ist, dass ich eine Ausgabe habe, die es nicht mehr gibt. Die letzten beiden Bände muss ich also in einer anderen Ausführun lesen. Bläh, sowas finde ich wirklich doof...
 
Aravind Adiga - The white Tiger: Hat mir gut gefallen. Das nächste Buch wird also der Turm sein. Zumindest ist ansonsten kein weiteres Buch verzeichnet.
 
Cecilia Ahern - PS: Ich liebe dich: Ahern hat mich positiv überrascht. Da brauche ich aber eure Hilfe: Welches von Aherns vielen Büchern soll ich als nächstes lesen?
 
Graeme Aitken - Der Junge mit den goldenen Haaren: Ein uralt Buch, an das ich mich kaum erinnere. Ansonsten ist noch ein EPUB der Autorin erhältlich. Macht mich aber nicht an. Hier wird es bei einem Buch bleiben.
 
Tschingis Aitmatov - Dshamilja: Hier habe ich mich schon vor längerer Zeit entschieden, dass mein nächstes Buch "Der Junge und das Meer" sein wird.
 
Milena Agus - Die Flügel meines Vaters: "Die Frau im Mond" von ihr scheint sehr berühmt zu sein, deshalb werde ich mich mal daran versuchen. Die Flügel fand ich ganz in Ordnung, aber irgendwie ist es mir nicht so wirklich im Kopf geblieben. Nun bin ich gespannt, wie mir die Frau gefallen wird.
 
Salwa Al Neimi - Honigkuss: Ist bisher die einzige Veröffentlichung der Autorin.
 
Rajaa Alsanea - Die Girls von Riad: Hier verhält es sich ebenso wie bei Al Neimi.
 
Miral Al-Tahawi - Die blaue Aubergine: Neben der Aubergine hat Al-Tahawi noch ein zweites Buch namens "Gazellenspuren" auf dem Markt. Das Cover sieht schön sehr schön aus und ich bin sehr gespannt auf die Lektüre! 
 
Eliszbeth Amber - Der Kuss des Satyrs: Liess mich zweifeln. Band zwei wird gelesen, danach wird entschieden, ob ich die Reihe abbreche oder weiterverfolge.
 
Laurie Halse Anderson - Wintermädchen: Ein Buch aus der "Tolle et Lege"-Aktion. Nun bin ich auf ein anderes Buch der Autorin gestossen: Sprich. Auch in diesem geht es wahrscheinlich ziemlich tief, lesen werde ich es bestimmt.
 
Tom Angleberger - Yoda ich bin - alles ich weiss: Versuchen wirs mal mit dem zweiten Band. Den ersten fand ich... seltsam. Mal sehen, was Teil zwei bringt.
 
Jakob Arjouni: Von ihm habe ich schon einiges gelesen und werde mir nun "Chez Max" vornehmen. Das wollte ich nämlich schon lange lesen.
 
Urs Augstburger: Sein letztes Buch hat mir nicht gefallen. Aber "Schattenwand" von ihm ist ziemlich bekannt, vielleicht sind seine älteren Bücher besser? Gatto Dileo hat mir damals nämlich gut gefallen.
 
Jane Austen - Emma: Ohje, soll ich es wirklich noch einmal versuchen? Hilfe!
 
Paul Auster: Einer meiner Lieblingsautoren! "Nacht des Orakels", "Sunset Park", "Unsichtbar" und "Mann im Dunkeln" habe ich bereits gelesen. Weitere Empfehlungen?
 
Aveleen Avide: HER DAMIT!!! 
 
Hilfe gesucht! 
 
Nun brauche ich also eure Hilfe - deshalb nämlich das Ganze. Welche Bücher von Anna Gavalda, Jane Austen und Paul Auster würdet ihr mir empfehlen? Ich werde mir dann ein oder zwei Titel herauspicken und diese lesen. Jetzt ist der Spiess also umgedreht, ihr empfehlt. Fast schon wie bei "Tolle et Lege", nicht wahr?
 
Also! Ich zähle auf euch! 

22.07.2013 um 09:13 Uhr

[Rezension] Jackie Kessler - Ein Sukkubus in Nöten

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Ein Mensch zu sein ist für einen Ex-Sukkubus bestimmt nicht einfach. Doch nachdem Jezebel sich aus der Hölle verabschiedet hat, geht es einfach nicht anders, die ersten Kopfgeldjäger sind ihr bereits auf den Fersen. Nur allzu schnell findet Jez einen Job in einem Stripclub - perfekt für einen Sukkubus, dann verdreht ihr auch noch der menschliche Paul Hamilton den Kopf. Einem neuen Leben steht eigentlich nichts mehr im Weg. Eigentlich...

Meine Meinung:

Jackie Kessler hat mich mit dem Buch "Ein Sukkubus in Nöten" mehr begeistert, als ich anfangs gedacht hätte. Normalerweise hätte ich das Buch nie in die Hände genommen, dann jedoch hätte ich wohl etwas verpasst.

Denn Jackie Kessler hat einen rasanten und witzigen Roman geschrieben, der auch mit seiner Hauptfigur Jezebel überzeugen kann. Grundsätzlich mag ich Figuren nicht, die übertrieben selbstbewusst sind und den Männern nur zu gerne ihre Titten ins Gesicht strecken, doch bei Jezebel war es anders. Bei ihr war es glaubhaft, denn was macht ein Sukkubus, wenn nicht den Männern ihre Titten ins Gesicht strecken? Dabei bleibt Jezebel jedoch immer witzig und bodenständig. Genau das mochte ich an ihr. Sie ist eine Figur mit Ecken und Kanten, die mich zum Lachen brachte. Und ebenso zum Mitfühlen.

Von Beginn an werden viele Fragen aufgeworfen. Wieso hat Jez die Hölle die verlassen? Woher kennt sie Paul? Aber keine Sorge: Kessler lässt uns zwar etwas zappeln und wirft uns immer mal wieder einen Krümel hin, aber zum Schluss wird alles aufgeklärt. Somit bleibt der Spannungsbogen hoch und schlussendlich ist man zufrieden mit dem, was man serviert bekommen hat.

Wie der Titel und der Verlag schon ahnen lassen, geht es in diesem Buch nicht ganz unschuldig daher. Man bekommt einige erotische Szenen serviert und Jezebel beschreibt nur zu gerne, wie sie sich auf der Bühne räkelt und den Männern der Sabber aus den Mundwinkeln tropft. Dabei bleibt es jedoch, ist es ein Roman mit erotischen Einlagen, jedoch keineswegs pornographisch.

Jezebel und Paul stehen dabei eindeutig im Mittelpunkt. Ich fand ihre Beziehungsgeschichte teilweise etwas standartisiert und konnte manche Diskussionen nur mit einem Seufzen quittieren, doch im Grossen und Ganzen gefielen sie mir als Paar und auch mit dem recht kitschigen Schluss kann ich leben. 

Fazit: 

Ein Buch, das mich sehr positiv überrascht hat. Es entwickelt einen Humor und einen Drive, den ich nicht erwartet hätte, Jezebel wuchs mir rasch ans Herz und ich genoss es sehr, mich mit ihr durch die Menschenwelt zu kämpfen oder die Hölle zu entdecken.

Jackie Kessler
Ein Sukkubus in Nöten
Broschiert, 1. Auflage 2010
LYX

978-3-8025-8300-1

Aus dem Englischen von Anja Hackländer
Originalausgabe: Hell's Belles
Zebra Books, New York 2007 

21.07.2013 um 18:32 Uhr

[AiSch] Autoren im Schrank - Challenge

von: Jari   Kategorie: Autoren im Schrank

 
AiSch? Was soll den das nun wieder für eine Abkürzung sein? Nun, es steht kurz für Autoren im Schrank (wer nicht allzu oft auf den Kopf gefallen ist, kommt wahrscheinlich von selber drauf...)
 
Und was hat es mit AiSch auf sich? Antwort: Es ist mal wieder eine Challenge. Und zwar eine, die ich mir selbst ausgedacht habe *tätschel* (Jetzt wisst ihr, was ich mache, wenn ich mich eigentlich auf andere Dinge konzentrieren sollte)
 
Worum geht es denn bei dieser Challenge? Es ist eigentlich ganz simpel. Der Hauptgedanke dahinter ist, dass man die Autoren in Schrank besser kennen lernen möchte. Ich habe viele gute Bücher gelesen und das von vielen guten Autoren. Dabei habe ich den Autoren oft gelobt, jedoch nur dieses eine Buch von ihm gelesen. Das möchte ich jetzt ändern. Der zweite Gedanke dabei war, dass ich unzählige angefangene Reihen rumstehen habe und diese auch endlich einmal abschliessen möchte *räusper*
 
Und wie soll das funktionieren? Ich fange bei A an. Also A wie in ABC. Dann kämpfe ich mich weiter vor bis zum B, dann zum C usw. usw. Wenn ich also ein Buch vom Autoren Alphonsiusio im Schrank habe, gucke ich nach, was es von ihm noch gibt und lese ein oder zwei Bücher von ihm. Um den Autoren besser kennenzulernen. 
 
Der Kerngedanke ist ausserdem, dass ich das Ganze hier auf dem Blog publik mache. Ihr kriegt also mit, ob ich den Autoren mochte oder nicht. Denn wenn ich ein Buch wirklich nicht mochte, dann hab ich entweder Lust, herauszufinden, ob mir die anderen Bücher ebenfalls nicht zusagen, oder ich hab wirklich keinen Bock mehr drauf. Dann lass ichs.
 
Umsetzung: Es gilt der Stand vom 21.07.2013, inklusive dem Buch, das ich heute ausgelesen habe. Bücher, die auf dem SUB liegen, können mit einbezogen werden (und können so vom gezählten SUB runter *fiesgrins* Denn Challenge-Bücher kommen auf einen ungezählten Extra-SUB).
 
Das klingt lustig! Ich will auch! Wenn ihr auch mitmachen wollt, dann freut mich das natürlich wirklich sehr und natürlich dürft ihr euch auch meine drittklassigen Banner dafür stehlen - falls ihr denn wollt *räusper*
 
Jetzt geh ich jedenfalls mal mein Regal aufräumen und morgen bekommt ihr den ersten offiziellen Eintrag dazu zu Gesicht. 

19.07.2013 um 11:01 Uhr

[Abgebrochen] Leonie Swann - Glennkill

von: Jari   Kategorie: Abgebrochen

Die Geschichte um die Schafe, die herausfinden wollen, wer ihren Schäfer umgebracht hat, ist sehr bekannt. Bekannt und vor allem auch beliebt. Bin ich deswegen mit den falschen Erwartungen an das Buch herangegangen? Wahrscheinlich.
 
Wahrscheilich stellte ich mir etwas Flaschiges, Niedliches vor. Schliesslich geht es um Schafe. Eigentlich sind sie ja auch Flauschig und Niedlich. Ich mochte die einzelnen Charaktere eigentlich sehr gerne, dennoch kam ich einfach nicht in die Geschichte rein. Die Sicht der Schafe wurde mir irgendwann einfach zu anstrengend. Auch die ständigen Szenenwechsel, die ich irgendwie nicht einordnen konnte, wurde ich leid.
 
Vielleicht liegt es daran, dass alles sehr langsam von statten geht. Ob das nun an den Schafen liegt - wer weiss? Zuerst dachte ich, das Buch gefällt mir nur deswegen nicht so sonderlich, weil ich es nur sporadisch gelesen habe. Also packte ich die Schafe, um mich mal mit meiner gesamten Aufmerksamkeit der Geschichte zu widmen.
 
Mit dem Ergebnis, dass ich das Buch frustriert zuklappte und zur Seite legte. Dieses ewige Rumdümpeln und die Geschehnisse, die die Schafe aus ihrer Sicht deuten, was zwar eigentlich ein genialer Schachzug ist, aber mir einfach nicht zusagt... ich wurde während des Lesens nervöser und nervöser und gleichzeitig langweilte ich mich. Ich langweilte mich sogar sehr.
 
Schade um das Buch, das hätte ich nicht erwartet...
 

18.07.2013 um 19:08 Uhr

[Rezension] John Lanchester - Kapital

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Die Pepys Road in London scheint wie jede normale Strasse in London zu sein. Die Bewohner gehen ihren Berufen nach, pflegen ihre Hobbys oder ihre Familienstreitigkeiten. Dann jedoch beginnt jemand, den Bewohnern seltsame Postkarten zuzuschicken. Die Botschaft: "Wir wollen, was ihr habt"...

Meine Meinung:

John Lanchesters "Kapital" ist kein Buch, das man einfach mal so in der Tasche mit sich rumträgt. Das Buch legt einen ziemlichen Umfang an den Tag und ist dementsprechend schwer. Umso überraschter war ich, als das Buch plötzlich zu Ende war. Hatte ich da gerade 700 Seiten gelesen? So kam es mir gar nicht vor...

Der Autor hat das Talent, Geschichten zu erzählen. In "Kapital" geht es hauptsächlich um die Figuren und obwohl davon so einige vorkommen, so hat man nicht das Gefühl, sich zu verzetteln. Eher kommt es einem vor, als seien sie Teil eines grossen Bekanntenkreises. Man freut sich, etwas mit ihnen zu unternehmen oder ihren Kummer zu teilen. Dann trifft man sich mit jemand anderem und freut sich ebenso sehr, diese Person wiederzutreffen.

Während die Figuren also ihren eigenen Geschichten nachhetzen und sie immer wieder diese seltsamen Postkarten erhalten, summt ein stetiger leichter Ton im Hintergrund. Schliesslich heisst das Buch nicht einfach so "Kapital". Denn das Geld spielt hier eine gewisse Rolle. Sie drängt sich nicht auf, aber mehr und mehr merkt man, wie manche davon eingenommen sind, wie das Geld Möglichkeiten schafft oder sie zerstört. Ein Abbild unseres eigenen Alltages.

Es ist spannend und fesselnd, den Personen zu folgen und zu beobachten, wohin sie das Leben treibt. Manche begenen sich, manche streifen sich nur. Ausserdem fragt man sich immer wieder, was es mit den Botschaften der Karten auf sich hat. "Kapital" ist kein Buch in welchem es donnert und Paukenschläge regnet, es ist eines jener ruhigen Gewässer, die wahnsinnig tief sein können. Seid also darauf gefasst, wenn ihr eure Füsse ins Wasser streckt! 

Fazit: 

Eine wundervolle Geschichte, die mich von Anfang an mitgerissen hat. Ich konnte in die Stimmung und Stimmungen abtauchen und alles andere vergessen. Oft erinnerte mich das Buch an Rowlings "Ein plötzlicher Todesfall", nur etwas weniger dramatisch. Also ich fands toll!

John Lanchester
Kapital
HC mit Schutzumschlag, 2012
Klett-Cotta

978-3-608-93985-9

Aus dem Englischen von Dorothee Merkel
Originalausgabe: Capital
Faber & Faber Ltd, London 2012 

16.07.2013 um 18:27 Uhr

[Rezension] Konrad Hansen - Die Männer vom Meer

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Als Björn Hasenscharte geboren wurde, hätte niemand gedacht, dass ausgerechnet er derjenige sein wird, der später zur Rechten des Königs sitzen wird...

Meine Meinung:

Rein theoretisch kämen zuerst andere Bücher dran rezensiert zu werden, aber bei Konrad Hansens "Die Männer vom Meer" mache ich mal eine Ausnahme. Es gibt Bücher, von denen man erstaunt ist, wie sie so lange auf dem SUB liegen konnte und dann gibt es noch jene, von denen man schon recht bald weiss, wieso sie so lange gesubbt haben.

Nachdem ich vor einigen Jahren "Die Kinder der Meerfrau" gelesen und davon sehr angetan war, ging ich gleich hin und kaufte mir den zweiten Roman von Konrad Hansen. Aber entweder hat sich mein Lesegeschmack in den letzten drei Jahren grundsätzlich geändert oder der Autor ist in der Zwischenzeit zum Zombie mutiert.

Auf dem Rückentext steht "Nie wurde die Zeit der Wikinger lebendiger, spannender und unterhaltsamer beschworen." Also wenn dieses Buch das Spannendste ist, was es zum Thema Wikinger gibt, dann werde ich die Wikinger wohl einfach Wikinger sein lassen müssen. Denn das Buch hat mich nicht nur gelangweilt, es hat mich SEHR gelangweilt.

Fangen wir am besten am Anfang an: Björn Hasenscharte. Habe ich in der Rezi zu "Die Kinder der Meerfrau" noch geschrieben, dass Hansen seine Figuren sehr deutlich beschreibt, so ist dieses Talent wohl inzwischen irgendwo anders zu Hause. Björn... ich kann gar nichts zu ihm sagen. Er hat keinen Charakter und ausser, dass er eine Hasenscharte hat, weiss ich auch nicht wirklich, wie er aussieht. Wirklich etwas tun tut er in der Geschichte übrigens auch nicht, er ist einfach immer nur gerade da, wo etwas passiert. Die anderen Figuren sind auch nicht besser. Nur dass die meisten irgendwie noch schlecht gelaunt sind und sich gegenseitig die Köpfe einschlagen.

Dass es zur Zeit der Wikinger rau zu und her ging kann ich mir vorstellen. Doch sind wir bereits beim nächsten grossen Kritikpunkt: Was soll dieses ganze Gemetzel? Viele Szenen sind unnötig brutal und grausam. Was will mir der Autor damit sagen, wenn Björns Tochter ihre Schwiegermutter den Ratten zum Frass vorsetzt? Welch erheiternde Szene. Da es zu der Zeit anscheinend viele Kriege gegeben hat, hat Hansen zum Glück mehr als genug Möglichkeiten, solche seltsamen Szenen einzubauen. Es ist ein Heidenspass! Im wahrsten Sinne des Wortes.

Dies ist nämlich so ziemlich das einzige, was mir einigermassen gefallen hat: Der Zwiespalt zwischen den "Heiden" und den Christen. Wie das nördliche Europa langsam aber sicher christianisiert wird und wie sich die Priester der jeweiligen Religionen gegenseitig übertrumpfen wollen.

Leider konnte auch dies das durchwegs negative Bild, das sich in mir aufgebaut hatte, auch nicht mehr wett machen. Denn ausser dass wir Björn auf seinen Reisen begleiten, hat die Geschichte keinen wirklichen Höhepunkt, kein wirkliches Ziel und die angebliche Spannung konnte ich leider auch nicht entdecken. Vielleicht hat sie sich ja vor mir versteckt?

Fazit: 

Wer's lesen will, von mir aus. Ich hab jedoch den Namen Konrad Hansen von meiner Autorenliste gestrichen.

Konrad Hansen
Die Männer vom Meer
TB, 1. Auflage 2010
Hoffmann und Campe

978-3-455-40205-6 

14.07.2013 um 18:39 Uhr

[Kurzgebrabbel] Frédéric Brrémaud - Love: Der Fuchs

von: Jari   Kategorie: Kurzgebrabbel

Neulich im Bücherladen: Ich schlendere durch die Abteilung "Comics", sehe etwas, bleibe stehen, Cover angeschaut, Rückentext überflogen, reingeschaut - gekauft. Obwohl ich rein theoretisch gar kei Geld übrig hatte. Aber diesen Comicband MUSSTE ich einfach haben!

In "Love: Der Fuchs" wird die Geschichte einer dem Untergang geweihten Insel erzählt. Und die Geschichte des Fuchses, der ein Ziel hat.
 
Dieser Comic kommt ohne jegliche Worte aus. Aber die braucht es hier auch gar nicht. Federico Bertolucci, der sich für die grandiosen Bilder verantwortlich zeichnet, erzählt die Geschichte so genial, dass Worte bloss Fehl am Platze wären. Ich war ergriffen, mein Herz klopfte, ich wurde mitgerissen - und das nur durch Bilder.
 
Hier zeigt sich die wirkliche Macht der Kunst. Das Autorenteam schafft es, einem die Natur nahe zu bringen, ihre Schönheit, aber auch das Gesetz von Leben und Sterben. Jedoch so, dass es zu keiner Zeit blutig oder übertrieben wirkt.
 
Schlussendlich wischte ich mir die Tränen aus den Augen und drückte das Buch an mein Herz.
 
  

13.07.2013 um 22:12 Uhr

[Kurzgebrabbel] Tony DiTerlizzi & Holly Black - Die Spickerwick-Geheimnisse: Die Rache der Kobolde

von: Jari   Kategorie: Kurzgebrabbel

Mit der Geschichte "Die Rache der Kobolde" geht die turbulente Geschichte um Jared und seine Geschwister zu Ende. Noch einmal wird es richtig spannend und der grosse Showdown beginnt. Da geht es zuweilen etwas blutig zu und her, aber nie so, dass die Zielgruppe überfordert wäre. Die Geschichte hat ein richtig gelungenes und rundes Ende und es war schön, die Charaktere begleiten zu können. Bis zum nächsten Mal.
Aufgepasst: Bei dieser Serie unbedingt bei Band eins anfangen!
 

12.07.2013 um 19:30 Uhr

[Rezension] Titus Müller - Nachtauge

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

London während des Zweiten Weltkrieges: Seit drei Jahren fahndet der britische Geheimdienst MI5 jagd auf eine deutsche Spionin, die sich Nachtauge nennt. Während Nachtauge an einem grossen Plan feilt, ist ihr Eric Knowlden dicht auf den Versen.

Unterdessen tobt aber auch in Deutschland der Krieg. Der passionierte Lehrer Georg Hartmann leitet hier das Gefangenenlager, in welchem sich russische und ukrainische Gefangene die Seele aus dem Leib schuften. Als Georg auf die Gefangene Nadjeschka trifft, passiert Unglaubliches: Die Beiden verlieben sich... 

Meine Meinung:

Titus Müller hat mich "Nachtauge" einen Roman geschrieben, der einen von der ersten Seite an mit seiner Dichte und seiner Atmosphäre packt. Ich fühlte mich direkt in die Zeit des Zweiten Weltkrieges versetzt, erlebte die Schrecken und Ängste mit und knabberte unterdessen im 21. Jahrhundert an meinen Fingernägeln.

Dass einen dieses Buch so packt, liegt vor allem daran, dass Müller wie kaum ein anderer Autor Fakten und Fiktion verbinden kann. In dieser Geschichte steckt nicht nur sehr viel Leben, sondern auch sehr viel Liebe zum Detail. Man merkt, dass der Autor sich intensiv mit dem Material beschäftigt hat. Vor allem der Anhang hat es mir angetan, in welchem erklärt wird, was Realität ist und was der Fantasie des Autoren entspringt.

Wirklich toll fand ich auch, dass man den Krieg aus jeder Sicht erlebt. Wir haben die geheimnisvolle und talentierte Nachtauge, den einfühlsamen Georg, der mit dem Krieg nichts anfangen kann, man trifft auf Vollblutnazis und auf Mitläufer. Sie alle tragen ihren Teil zur Geschichte bei. Zwar konnte ich mich nicht mit Nadjeschka anfreunden, sie ging mir sogar ziemlich auf die Nerven, aber sie konnte mich nur deshalb so gut nerven, weil sie so lebendig geschildert wurde.

Ich fühlte und litt mit den Figuren und der Geschichte mit und zwar bis zum grossen, tragischen Finale, über das ich hier aber nicht berichten werde, damit ihr das Buch ebenfalls lest!  

Fazit: 

Ein genial recherchierter Roman über den Zweiten Weltkrieg, der es schafft, zu unterhalten ohne zu urteilen. Ein bravouröses Stück Literatur!

Titus Müller
Nachtauge
HC mit Schutzumschlag, 1. Auflage 2013
Blessing

978-3-89667-458-6 

11.07.2013 um 13:42 Uhr

[Rezension] Haruki Murakami - Kafka am Strand

von: Jari   Kategorie: Leseeindrücke

Inhalt:

Der junge Kafka schmeisst die Schule und läuft von Zuhause weg. Er ist auf der Flucht vor einer Prophezeihung. Unterdessen sucht der alte Nakata nach einer vermissten Katze und plötzlich überschneiden sich die Lebenswege dieser Personen, obwohl sie sich nicht kennen und nie kennenlernen werden...

Meine Meinung:

Haruki Murakami gehört zu meinen liebsten Autoren, deshalb stürtzte ich mich mit grosser Vorfreude auf "Kafka am Strand". Wie zu erwarten hat Murakami mich auch dieses Mal nicht enttäuscht.

Zwar konnte ich mit Kafka selber nie richtig warm werden, dafür wuchsen mir Nakata und sein Begleiter Hoshino immer mehr ans Herz. Die Geschichte springt zwischen den beiden Sichten von Kafka und Nakata hin und her und obwohl ich auch Kafkas Erlebnisse aufmerksam las, so freute ich mich doch immer wieder darauf, wieder zu Nakata zurückzukehren.

"Kafka am Strand" ist eines der "typischen" Murakami Bücher. Gekonnt spielt der Autor mit der Realität und der Nicht-Realität. Doch was ist nun was? Wie hängt die ganze Geschichte zusammen? Murakami kennt die perfekte Balance zwischen Aufklären und Offenlassen. Man kann keinen Murakami lesen und ihn dann einfach zur Seite legen. Die Denkmaschine ist gefragt. Über kurz oder lang muss man sich einfach seine eigenen Gedanken zu den Geschehnissen machen. Ansosnten sollte man keinen Murakami lesen.

Dieses Buch eignet sich meiner Ansicht nach auch gut für Murakami-Einsteiger. Es ist nicht so abgedreht wie "Hardboiled Wonderland", sodass man gut einen Einblick in die Welt des Haruki Murakami erhalten kann. Dann kann man sich immer noch entscheiden, ob einem diese Art von Geschichte liegt oder nicht. Denn mir ist klar, dass nicht jeder dieses Spiel von Normal und Abnormal mag.

Ich jedoch liebe es und deswegen liebe ich Murakami. 

Fazit: 

Wieder einmal ein gelungenes Werk von Haruki Murakami, das mich immer mehr packte und verzauberte. Auch hier konnte der Autor beweisen, dass er sein Metier kennt und sein Handwerk versteht. Und dürfte wieder einmal erfahren, weshalb er einer meiner Lieblingsautoren ist.

                                           

Haruki Murakami
Kafka am Strand
TB, 9. Auflage 2006
BTB

978-3-442-73323-1

Aus dem Japanischen von Ursula Gräfe
Originalausgabe: Umibe No Kafuka
Shinchosha, Tokyo 2002 

07.07.2013 um 21:57 Uhr

[Umfrageergebnisse] Jari liest...

von: Jari   Kategorie: Umfrageergebnisse

Die Ergebnisse waren eindeutig: Ihr seid für die Liste. Also bekommt ihr sie auch.
Ich kann versuchen, sie ordentlich zu halten (z.B. mein "Hauptbuch" zu oberst etc.), denke aber, dass ich es auf Zeit nicht durchhalten werde. Ihr könnt davon ausgehen, dass die Bücher, die ich hier unter "Jari liest" vorstelle, meine Hauptbücher sind. Also diejenigne, die ich hauptsächlich lese und auch mit mir rumschleppe. Alles andere ist Kür.
Also mache ich mich jetzt mal an die Liste :)

06.07.2013 um 19:13 Uhr

[Challenges] Anti-Age dem SUB: Reloaded

von: Jari   Kategorie: Challenges

 
Die Idee stammt von hier: http://seitenteich.blogspot.ch/ (gucken musst du!)
 
Die "alte" Challenge läuft nun schon ein Jahr und ich durfte dank der Challenge viele Bücher lesen, die sonst wohl noch immer ungelesen wären. Deshalb mach ich natürlich auch bei der Reloaded-Version mit. Ehrensache!
 
Es geht nun darum, Lose zu sammeln:
- Alt-SUB-Buch auslosen & lesen 1 Los
- Anzahl Neuzugänge - Anzahl Alt-SUB-Abgänge < 0 (sehr mathematisch *schluck*) 1 Los falls obere Aufgabe erfüllt
- Eines der ältesten Bücher gelesen 1 Los falls erste Aufgabe gelöst
- Bonusaufgabe (evtl.)
 
Falls jemand noch mitmachen möchte, kann er/sie/es noch bis Ende Monat hier machen: 
http://seitenteich.blogspot.ch/2013/06/gechallenget-anti-age-dem-sub-reloaded.html 

05.07.2013 um 20:57 Uhr

[Bücherlisten] Jaris SUB 2013

von: Jari   Kategorie: Bücherlisten

Ich hab den SUB jetzt mal von Grund auf erneuert. Jetzt sieht er also so aus:

Alt-SUB:

Berryman u.a. - Psychologie
Hansen, Konrad - Die Männer vom Meer 
Hüther, Gerald - Männer: Das schwache Geschlecht und sein Gehirn
Kusnezow, Sergej - Metro2033: Das marmorne Paradies
Lanchester, John - Kapital
Neumeier, Rachel - Herr der Winde 
Saramago, José - Die Reise des Elefanten
Singh, Nalini - Im Feuer der Nacht
Singh, Nalini - Gefangener der Sinne
Thomas, Scarlett - PopCo 

Papier-SUB neu:
Steampunk - kurz & geek
Ahmad, Jamil - Der Weg des Falken
Becker, Jurek - Bronsteins Kinder
Blish, James - Der Hexenmeister
Camilleri, Andrea - Das Netz der grossen Fische
Dürrenmatt - Der Gedankenschlosser
Einstein, Albert - Warum Krieg?
Ely, David - Aus!
Fisher, Catherine - Incarceron
Gasdanov, Gaito - Das Phantom des Alexander Wolf
Glukhovsky, Dmitri - Metro 2033
Hallberg, Lin - Verlass dich auf mich, morgen komme ich wieder
Jarvis, Rob - Dancing Jax: Zwischenspiel
Joyce, James - Dubliner
Kessler, Jackie - Ein Sukkubus in Nören
Kittredge, Caitlin - Nocturne City: Blutfehde
Lubar, David - Plötzlich Zombie
McCarthy, Cormac - Die Strasse
Mengetsu, Dinaw - Zum Wiedersehen der Sterne
Otsuka, Julie - The Buddha in the Attic
Pratchett, Terry - Total verhext
Pratchett, Terry - Weiberregiment
Pratchett, Terry - Heisse Hüpfer
Pratchett, Terry - Lords & Ladies
Pratchett, Terry - MacBest
Pratchett, Terry - Fliegende Fetzen
Pratchett, Terry - Echt zauberhaft
Pratchett, Terry - Der Zauberhut
Saramago, José - Handbuch der Malerei und Kalligraphie
Székely, János - Der arme Swoboda
Szerb, Antal - Reise im Mondlicht
Szerb, Antal - Die Pendragon-Legende
Tan, Amy - Der Geist der Madame Chen
Yutang, Lin - Blatt im Sturm
Yutang, Lin - Peking 1
Yutang, Lin - Peking 2
Ziertsch, Uschi - Nauraka
Zwigtman, Floortje - Ich, Adrian Mayfield

Doppel-SUB
Adler-Olsen, Jussi - Schändung
Beck, Ian - Pastworld
Bradbury, Ray - Fahrenheit 431
Conrad, Joseph - Herz der Finsternis
Engelmann, Karen - Das Stockholm Oktavo
Fitzgerald, F. Scott - Der grosse Gatsby
Galenorn, Yasmine - Hexenküsse
Hearne, Kevin - Die Chronik des Eisernen Druiden
Hunter, Erin - WarriorCats: Vor dem Sturm
King, Stephen - Der Anschlag
Leon, Donna - Venezianische Scharade
Schacht, Andrea - Jägermond
Schwartz, Andrea - Grim 1
Selasi, Taiye - Diese Dinge geschehen nicht einfach so
Tamaro, Susanna - Mein Herz ruft deinen Namen
Westerfeld, Scott - Leviathan
Williams, Tad - Die Geheimnisse der Tinkerfarm