Je verwandter umso verdammter
Als jedoch Onkel Mehmet in Deutschland anruft, um mitzuteilen, dass die Grossmutter im Sterben liege, machen sich Zeynep und ihre Eltern auf in ein kleines südanatolisches Dorf, aus welchem Zeyneps Eltern schon in jungen Jahren geflohen sind.
Dem Familienbesuch steht Zeynep mit gemischten Gefühlen gegenüber, merkt sie doch, dass sie anders denkt und fühlt, als ihre türkischen Verwandten.
Aber dann taucht Döndü auf, die Witwe von Zeyneps jüngerem Bruder, der bei einer Schiesserei ums Leben kam. Und mit Döndü taucht auch ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit auf und Zeynep muss lernen, warum die Dinge in dieser Familie so sind wie sie sind und wie es dazu kam...
Zeynep erzäht aus der Ich-Perspektive wie die drei Wochen im Haus ihrer Grossmutter verlaufen. Sie erzählt von Özlem, die mit Zeyneps Cousin verheiratet ist und sich nichts sehnlicher wünscht, als in die Stadt zu ziehen, man lernt den tyrannischen Mehmet kennen und natürlich kommen wir auch hinter das Geheimnis der türkischen Grossmutter.
Doch während des Lesens ist das Buch angenehm unterhaltsam, man findet einige Vorurteile bestätigt und amüsiert sich über die Grossmutter, die offen und ehrlich über die Sexualität spricht.
Jedoch sollte man keine allzu tiefe Auseinandersetzung zwischen den Differenzen und Vorurteilen von Deutschland und der Türkei erwartet. Wer solche Bücher mag, sollte besser die Finger davon lassen.

Das Geheimnis meiner türkischen Grossmutter
TB, 4. Auflage 2009
Piper






















Lg Natira