Jaris Büchergebrabbel

14.08.2012 um 21:45 Uhr

[Leserunden] José Saramago - Die Stadt der Blinden Teil 3

von: Jari   Kategorie: Leserunden

 
José Saramago - Die Stadt der Blinden
Seite 101 bis 142 "Wir müssen sehen..."
 
Es ist schon einige Zeit her, dass ich diesen Teil gelesen habe. Fast schon eine Woche und ich komme immer noch nicht dazu, weiterzulesen. Schande, Schande.
Unterdessen wimmelt es in der Psychiatrie von Menschen. Das kann nicht mehr lange gut gehen. Es werden mehr und mehr. Sie finden ja nicht einmal mehr Betten!
Der Pirat, wie ich ihn nenne, ist mir sehr symapthisch. Er ist höflich und ruhig, erklärt, was draussen so vor sich geht. Unfälle, wenn Busfahrer plötzlich erblinden, werden als "menschliches Versagen" kategorisiert.
In einer solchen Welt hätte ich Angst, noch vor die Tür zu gehen... Einerseits, weil ich jederzeit erblinden könnte, andererseits weil man jederzeit von einem soeben erblindeten Wagenlenker übfahren werden könnte. Viele Berufe könnten gar nicht mehr richtig ausgeführt werden. Fensterputzer an Wolkenkratzern - was geschieht, wenn man mitten in der Arbeit, hoch oben, plötzlich  nichts mehr sieht? Ich will gar nicht daran denken!

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenangelmagia schreibt am 17.08.2012 um 21:06 Uhr:Um mich nicht zu spoilern hab ich nur bis "Schande, Schande" gelesen :)
    Aber liebe Jari, mir geht es momentan auch so...
    Bitte verzeih, ich bin so im Stress, ich kam noch nicht über den ersten Teil hinaus, auch wenn es mich brennend in den Fingern juckt weiterzulesen.

    Aber ich suche momentan nach einer Wohnung... und das fürs Ausland, das ist wirklich nicht ganz leicht.

    Aber ich bin guter Hoffnung, dass wir das noch hinbekommen und hoffe, dass du mir verzeihst, wenn meine Antworten diesbezüglich noch etwas dauern können.

    Ganz liebe Grüße an dich
  2. zitierenJari schreibt am 17.08.2012 um 21:58 Uhr:Das ist alles in Ordnung, keine Sorge. Eine Wohnung im Ausland zu finden ist echt ein Kunststück. Viel Erfolg dabei! Ich bin mir sicher, dass du eine schöne finden wirst und dann ganz viel Zeit für Saramago aufbieten kannst :)
    Ich mach hier unterdessen einmal weiter und bin dann auf deine Beiträge gespannt.
  3. zitierenangelmagia schreibt am 17.08.2012 um 22:02 Uhr:Ich bin nächste Woche vor Ort und hoffe, dass ich mit Wohnung nach Hause zurückkehre :)
    Danke für deine Wünsche und für dein Verständnis.

    Ich bin auch sehr gespannt, danke :)
  4. zitierenangelmagia schreibt am 07.10.2012 um 20:52 Uhr:Nun habe ich es doch tatsächlich geschafft weiterzulesen. Kann es momentan kaum aus der Hand legen, wenn ich mit Bus und Bahn unterwegs bin.

    Ja... Das sind schon schockierende Zustände, bei denen man sich wirklich fragt, wie sie das aushalten. Wenn ich mir vorstelle in so einer Situation zu sein, da hätte ich auch Angst aus dem Haus zu gehen. Da scheint ja keiner sicher vor zu sein zu erblinden, außer der einen Frau.

    Aber sie tut mir auch irgendwie leid, dass sie all das Elend mit ansehen muss.

    Ist das der Teil mit dem Radio? Als sie das zum ersten Mal gehört haben? Ich bin mir grade nicht sicher... Aber das ging mir sehr ans Herz diese Szene. Diese Rücksicht im ersten Saal, im Gegensatz zu den anderen. Dass sie es da einigermaßen organisiert bekommen haben zusammen zu leben.
  5. zitierenJari schreibt am 07.10.2012 um 22:41 Uhr:Das Buch entwickelt tatsächlich einen gewissen Sog und vor allem beschäftigt einen natürlich der Inhalt.

    Sie tat mir auch die ganze Zeit leid. Wobei ich mich natürlich auch fragte, weshalb sie nicht erblindet ist.
    Dass sie es schaffen, sich so gut zu organisieren, ist einfach klasse. Natürlich trägt die Frau des Arztes viel dazu bei. Ich glaube, ja, das ist die Szene mit dem Radio. Erinnerte mich ansatzweise an Jakob der Lügner, dort spielte ein Radio auch eine wichtige Rolle.
  6. zitierenangelmagia schreibt am 07.10.2012 um 23:29 Uhr:Ja, ich erinnere mich an deine Rezi. Das Buch möchte ich auch unbedingt noch lesen :)

    Ich glaube, das hätte die Geschichte ganz anders gemacht, wenn sie auch erblinden würde.
  7. zitierenJari schreibt am 08.10.2012 um 07:50 Uhr:Wenn sie auch erblindet wäre, wäre das Buch tatsächlich ein anderes geworden. Hier kommt natürlich die Frage ins Spiel, inwiefern sie anders ist als die Anderen. Die Frau des Arztes hat viel dazu beigetragen, dass die kleine Gruppe überlebt und durchhält. Sie ist die Figur, die, neben dem Piraten (meiner Ansicht nach), am meisten hervorsticht. Sie ist der Dreh- und Angelpunkt.
  8. zitierenangelmagia schreibt am 08.10.2012 um 16:33 Uhr:Ja, das ist sie wirklich. Ich find sie unheimlich toll.
    Und auch der Pirat hat was ganz eigenes an sich. Aber ich mag auch sehr die Frau mit der dunklen Brille, wie sie sich da um den Jungen kümmert. Das find ich toll.

Diesen Eintrag kommentieren

Bitte beachte: Gästebucheinträge in diesem Weblog werden erst nach Freigabe durch den Autor angezeigt.