[Rezension] Geschlechterspiel
Doch da sie in ihrer Kutte sofort auffällt und bestimmt bald geschnappt werden würde, entscheidet sich Catalina kurzerhand dazu, von nun an Männerkleidung zu tragen. Von nun an nennt sie sich Francisco und merkt, dass das Leben als Mann zwar nicht einfacher ist, aber viel mehr Vorteile bietet, als das Leben als Frau.
So kämpft sich Catalina alias Francisco durch ihr Leben, wird oft das Opfer von Intrigen und muss oft fliehen, doch ist ihr auch das Glück hold. Sie lernt Menschen kennen, die ihr treu sind und die sie lieben. So führt ihr Weg von Spanien bis nach Peru, immer auf der Suche nach ihrer grossen Liebe. Doch der hält sie für einen Mann...
Die Sprache ist noch wenig ausgefeilt, wodurch die Spannung im Buch leider zu kurz kommt. Auch auf die Gefühle der Protagonisten wird praktisch gar nicht eingegangen, so ist der Leser eher ein Beobachter von Catalinas Abenteuern als Teil der Geschichte.
Schade fand ich vor allem, dass die historischen Hintergründe weitaus weniger ausgefeilt und detailliert sind wie im nachfolgenden Werk. Oftmals wird gar nicht darauf eingegangen, weshalb Krieg herrscht oder wieso diese Parteien sich streiten.
Denn starke und mutige Frauenpersönlichkeiten sind eindeutig Lea Kortes Stärke und ich bin schon sehr auf ihre nächsten Romane gespannt, die ich ganz bestimmt auch lesen werde!
Ferner kann man der Autorin nur gratulieren, dass sie sich qualitativ derartig weiterentwickelt hat. Das schaffen bestimmt nicht alle Autoren und lässt auf weitere spannende Titel hoffen!

Die Nonne mit dem Schwert
TB, 2008
Knaur





















