Jaris Büchergebrabbel

28.06.2014 um 17:47 Uhr

BücherQuotes #39

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Der neue Tag ist ein grosser dicker Fisch!"

Seite 16

22.03.2014 um 08:53 Uhr

BücherQuotes #38

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Das Schicksal war eine komische Sache. Man konnte ihm nicht vertrauen. Oft konnte man es nicht einmal sehen. Wenn man glaubte, es in die Enge getrieben zu haben, stellte es sich als etwas ganz anderes heraus: Zufall vielleicht, oder ein Scherz der Götter. Man verriegelte Türen und Fenster, um das Schicksal auszusperren, und plötzlich stand es direkt hinter einem. Und wenn man hoffte, es endgültig festgenagelt zu haben, schlenderte es mit dem Hammer fort."
Seite 262
 

01.05.2013 um 18:37 Uhr

BücherQuotes #37

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Daran erknenn' ich den gelehrten Herrn!
War ihr nicht tastet, steht euch meilenfern,
Was ihr nicht fasst, das fehlt euch ganz und gar,
Was ihr nicht rechnet, glaubt ihr, sei nicht wahr,
Was ihr nicht wägt, hat für euch kein Gewicht,
Was ihr nicht münzt, das, meint ihr, gelte nicht."

Mephistopheles
Faust - Der Tragödie zweiter Teil 

11.04.2013 um 14:25 Uhr

BücherQuotes #36

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Geschichten können ihr Wesen verändern. Sie sind wild und undiszipliniert, sie neigen zu Ungezogenheiten wie Radiergummiwerfen. Deshalb müssen wir sie in dicke, stabile Bücher einsperren, damit sie nicht ausbrechen und Unheil anrichten können."
Seite 51
 

10.03.2013 um 16:11 Uhr

BücherQuotes #35

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

 

"Jedenfalls hatten Dostojewski, Wilde und Coelho sich meinetwegen verdammt viel Mühe gegeben. Hemingway hatte sich für mich tot gesoffen, Melville hatte mir zuliebe einen gigantischen Wal getötet und war dafür von seinen Kritikern verrissen worden, Jack London hatte sich das Leben genommen, nachdem mein Hunger nach Büchern ihn in die Verzweiflung getrieben hatte, Heinrich Mann war emigriert, damit ich später seine Bücher lesen konnte, Shakespeare hatte zu meiner Zerstreuung unzählige Menschen niedergemetzelt, darunter Könige und Herrscher."
Seite 60

 

 

"Es roch nach gewaltigem Schlatengetümmel, prunkvollen Krönungszeremonien, heimtückischen Judasküssen, blitzgescheiten Philosophen, gesetzlosen Räuberbanden, heiligen Män
nern und mordenden Diktatoren. In einer Bibliothek spielt es keine Rolle, wer einmal zu den Guten und wer zu den Bösen gehört hatte. Hier standen sie alle nebeneinander und liessen sich in Frieden. (...)

Vielleicht, ging mir durch den Kopf, sprachen Menschen in Bibliotheken nicht deshalb so leise, weil sie die Konzentration der anderen nicht stören wollten, sondern weil sie Angst hatten, all die schrecklichen Gestalten in den Büchern aufzuwecken."
Seite 78

 

 

"Möglicherweise hatte ich zu sehr verinnerlicht, dass man als Bedenkenräger scheinbar besser durchs Leben kommt. Immerhin verwechseln wir heute gerne optimistisch mit blauäugig und pessimistisch mit kompetent. Der Glückliche gilt eher als ein Faulenzer, ein Trittbrettfahrer, dessen Glück womöglich auf Kosten anderer geht. Er macht sich ein schönes Leben und ruht sich auf seinen Lorbeeren aus. Wer auf einer Ausstellung ein Bild schön findet, verschliesst sich den Katastrophen dieser Welt. Wer es schlecht findet, weist sich als vermeintlicher Kenner aus, täuscht Kompetenz vor und wirkt wie jemand, der sich nicht vormachen lässt. Kritische Sicht gilt als Zeichen von Reife: Schlisslich tappt man nicht mehr naiv mit grossen Kinderaugen durch die Welt und lässt sich von allem gleich begeistern.
Man ist halt erwachsen geworden."
Seite 105

 

 

"Das ist immer eine sehr wichtige Frage in Europa, nicht?"
"Was?"
"Na, wer schuld ist. Wann immer irgendetwas passiert ist, ziehen als erstes alle los und suchen nach einem, dem sie es vorwerfen können." 
Seite 154

 

 

"Sie haben mich darauf gebracht, dass wir vor lauter Suche nach dem Sinn das Sein manchmal aus den Augen verlieren, dass wir uns zu oft damit beschäftigen, warum wir sind, und zu wenig geniessen, dass wir sind."

 

Seite 157 

  

23.02.2013 um 12:49 Uhr

BücherQuotes #34

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Ausserdem gab es in der Welt so viele enge Kurven, dass man keinen Platz in ihr fand, wenn man nicht ein wenig verbogen war."
Seite 31
 
"Tanzende Schweine gefielen den Menschen ebenfalls. Und Lämmer mit Hüten. Tods Erfahrungen sagten ihm, dass es bei den Beziehungen zwischen Menschen auf der einen Seite sowie Schweinen und Lämmern auf der anderen Seite in erster Linie um Würstchen und Lammkeulen ging. Warum man Tiere auf Kinderzimmertapeten menschliche Kleidung tragen liess, blieb ihm ein Rätsel. Hallo, lieben Jungen und Mädchen, das kommt demnächst auf eure Teller...
Tod vermutete: Wäre er imstande gewesen, eine Antwort auf die Frage nach dem Warum zu finden, hätte er einen viel tieferen Einblick in die menschliche Natur gewonnen."
Seiten 365 - 366 
 

10.02.2013 um 00:25 Uhr

BücherQuotes #33

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Und stellte nicht der Hinduismus, dessen höchster Ausdruck der Vegetarismus, also die Liebe war, im Weltgefüge eine Kraft dar, dessen allumspannendes, lichtes Rauschen dereinst jene Länder, denen das Christentum zwar Nächstenliebe geschenkt, darin aber nicht die Tiere einbezogen hatte, überstrahlen würde wie ein blendender Komet?"
Seite 38 - 39
 

27.11.2012 um 19:50 Uhr

BücherQuotes #32

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

 

"Die Schwierigkeit besteht darin, dass ich es auf Hund erklären kann, ihr aber nur auf Mensch zuhören könnt."
Seite 156

 

 

"Weisst du, was auf dieser grossen weiten Welt am allertragischsten ist?", fragte Ginger (...). "Dass die allermeisten Leute nie herausfinden, was sie eigentlich wirklich wollen oder was sie richtig gut können. All die Söhne, die Hufschmiede werden, weil schon ihre Väter Hufschmiede waren. All die Leute, die wirklich fantastische Flötenspieler sein könnten, die aber alt werden und sterben, ohne dass sie je ein Musikinstrument in der Hand gehalten hätten, weil sie stattdessen schlechte Pflüger geworden sind. Die vielen Leute, die nicht einmal darauf kommen, dass sie Talent haben. Vielleicht sind sie nicht mal in der richtigen Zeit geboren, um es herauszufinden."
Seite 164 

 

"Natürlich stimmt was nicht. Sie ist ein Mensch", sagte Piepsi.
Seite 218

 

"Du bist mein eigen Fleisch und Blut", sagte Schnapper kopfschüttelnd. "Wie kannst du mir das antun?"
"Eben weil ich dein eigen Fleisch und Blut bin", sagte Soll.
Schnappers Miene hellte sich sofort wieder auf. Natürlich, wenn man es so betrachtete, war es gleich gar nicht mehr so schlimm.
Seite 249 

 

13.11.2012 um 13:56 Uhr

BücherQuotes #31

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Wer meint, Lesen sei eine Flucht, liegt völlig falsch. Lesen bedeutet, sich der Wirklichkeit in ihrer konzentriertesten Form auszusetzen (...).
SEite 132 - 133
 
 

25.10.2012 um 21:46 Uhr

BücherQuotes #30

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Der grosse Gott hat zu mir gesagt, ich muss nicht vernünftig sein", erklärte Skip. "Es muss nicht vernünftig sein. Ich muss nicht vernünftig sein."
 
Seite 199
 
  

10.06.2012 um 22:38 Uhr

BücherQuotes #29

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Die Liebe ist die wahre Heimat der Phantasie. Erwiderte Liebe - ein Paradies, das allein aus zwei in Einklang gebrachten Phantasien besteht."
 
Seite 88
 

09.12.2011 um 17:47 Uhr

BücherQuotes #28

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Gefühle zum Beispiel, die sind nicht angeboren, überhaupt nicht. Essen, Trinken, das ja: Das ist Instinkt. Wenn du es nicht tust, krepierst du. Aber die Gefühle, das sind Extras, da hast du die Wahl, du kannst sogar ganz ohne leben."
Seite 39
 
"Wissen Sie eigentlich, Germain, dass Bildung einsam macht?"
Seite 49
 
"Die Art, wie man schenkt, ist mehr wert als das, was man schenkt."
Seite 121

"Germain, wissen Sie, wozu Wörterbücher wirklich gut sind?"
(...)
"Sie dienen vor allem dazu, zu reisen. (...) Stellen Sie sich vor, Sie suchen ein Wort, ja? (...) Gut. Sie haben es also gefunden, und da sehen Sie neben einer Definition den Buchstaben S., gefolgt von einem oder mehreren anderen Wörtern. Dieses S. bedeutet <Siehe>, aber es könnte auch <Suche nach neuen Welten> heissen. Es wird Sie zwingen, weiterzublättern, nach neuen Hauptwörtern, Eigenschaftswörtern oder Tätigkeitswörtern zu suchen, die Sie ihrerseits weiter auf die Reise schicken werden, hinter anderen Wörtern her..."
Seite 128
 
"Wenn man jemanden liebt, der unglücklich ist, dann macht der allein einem mehr Kummer, als wenn alle zusammen, die man nicht leiden kann, einem das Leben schwermachen."
Seite 160 
 

02.12.2011 um 22:47 Uhr

BücherQuotes #27

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Ach, könnten doch alle Menschen ihre innere Verrücktheit kennenlernen und mit ihr leben! Wäre die Welt deswegen schlechter? Nein, die Menschen wären gerechter und glücklicher."
Seite 145

27.11.2011 um 13:30 Uhr

BücherQuotes #26

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Erst die Möglichkeit, einen Traum zu verwirklichen, macht unser Leben lebenswert."
Seite 18

"Und wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das gesamte Universum dazu beitragen, dass du es auch erreichst."
Seite 29

"Vielleicht erschuf Gott die Wüste nur, damit sich die Menschen an den Dattelpalmen erfreuen sollen."
Seite 93  

"Warum soll ich dann auf mein Herz hören?"
"Weil du es niemals zum Schweigen bringen kannst. Und selbst wenn du so tust, als ob du es nicht hörst, so wird es doch immer wiederholen, was es vom Leben und von der Welt hält."
Seite 136

 

 

22.11.2011 um 21:30 Uhr

BücherQuotes #25

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Dadurch, dass du immer mehr Zeit in dir hast, wirst du älter."
Seite 237

21.11.2011 um 20:04 Uhr

BücherQuotes #24

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Aber Zeit ist Leben. Und das Leben wohnt im Herzen."
Seite 72
 
 

16.11.2011 um 18:22 Uhr

BücherQuotes #23

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Und die Moral von der Geschichte ist, dass die Leute beim Umgang mit Büchern leidenschaftlich werden?", sagte ich und neckte sie ein wenig damit. "Und deshalb müssen die Lesezimmer stichprobenartig kontrolliert werden?"
Seite 841
 

15.11.2011 um 18:28 Uhr

BücherQuotes #22

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

"Es ist praktisch, dich dabei zu haben." Sie schälte mit dem Fingernagel etwas davon ab, steckte es sich in den Mund und verzog die Nase. "Bitter."
"Daran erkennt man, dass es Medizin ist", sagte ich. "Wenn es gut schmecken würde, wäre es eine wirkungslose Leckerei."
"Ist es nicht immer so im Leben?", erwiderte sie. "Wir wollen das Süsse, brauchen aber das Bittere."
 

19.10.2011 um 15:46 Uhr

BücherQuotes #21

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

Es gibt keinen Kummer, über den ein Buch nicht hinwegtrösten könnte (...)
Seite 295

12.10.2011 um 00:01 Uhr

BücherQuotes #20

von: Jari   Kategorie: BücherQuotes

In diesem Land des weissen Mannes bin ich die Niedrigste der Niedrigen. Unterjocht, weil ich nicht weiss bin, und noch einmal unterjocht, weil ich kein Mann bin. Ich bin die Verkörperung alles Ausgestossenen und Verachteten - die Frau, die Farbige, der Stamm, die Erde - von all dem, was keinen Platz in der Welt der weissen Technologie hat. Ich bin der Baum, der abgeholzt wurde, um Raum für die Fabrik zu schaffen, die die Luft verpestet. Ich bin der Fluss voller schmutziger Abwässer. Ich bin der Körper, den die Seele verachtet. Ich bin die Niedrigste der Niedrigen, der Dreck unter ihren Füssen.
Seite 77