Wenn die Ausreden wegfallen, beginnt der Erfolg

20.02.2006 um 10:39 Uhr

und wieder eine wochenendzusammenfassung...

Stimmung: cool:-)

Sonnabend wiedereinmal,  18.02.2006

da ist sie wieder, die große grüne langeweile...

Aber heut zumindest muss ich direkt noch etwas machen: dinge einzahlen, aufräumen, einkaufen. Und wenn morgen die sonne scheint, fahr ich fahrrad!!

Habe heut morgen frühstück gemacht für sohnemann u mich u war gespannt, ob er überhaupt mit mir essen will, aber siehe da- er wollte. Dann haben wir seinen neuen pc über ebay gekauft u nun wartet er gespannt auf das postautoJ

Wir haben geredet, P. u ich. Ich hab den ersten schritt getan, nachdem ich ja alles abgebrochen hatte- das heißt, den ersten schritt machte sie, indem sie auf arbeit kam u erzählte vom wochenende u ich sie nicht angucken konnte/wollte u es aber schwierig war u sie mich aber in ruhe ließ u mich dann heimfuhr u nichts fragte u ich froh war u ich Mittwoch das training  ausfallen ließ u dann anfing zu reden. Ich habe ihr auch von A. erzählt u der situation, um der es geht. Ich habe also erzählt, was er wollte von mir. In diesem moment hab ich aber auch die verantwortung übernommen für mein reden, falls sie auf ihn u geht u sagt, das ich mit ihr gesprochen habe. Den schlüssel in meinem dunklen raum, in dem sie mit ist, sagt sie, will sie mit mir suchen u finden, mit mir u mehr erst einmal nicht, um mich nicht zu überrollen. Den schlüssel für die tür, also für das leben u ihn vielleicht erst einmal ins schloss stecken u mehr noch nicht. Interessanterweise spricht sie genau wie ich in bildern u dort können wir uns auch finden.

Gestern haben wir zusammen gekocht u ich hatte bammel, denn sie ist kochprofi u ich ja nun eher lehrling u dann war es gut zusammen u machte spass u den kids hats geschmeckt u das wollten wir ja. Das war schööön!!!

Mittwoch hat mein großes kind untersuchung im kreiswehrersatzamt. Wenn alles ziemlich schnell geht, muss er wirklich im oktober gezogen werden. Bin ja mal gespannt!

Sonntag abend gestern abend war ich noch bei den hundewiesenleuten u wir haben uns heute früh getroffen. Mittag wollte ich fahrrad fahren, aber mein ventil ist kaputt u da war ich erst einmal schaumgebremst, weil ich schon mal raus wollte, was etwas heißt! Bin wieder hochgegangen, war kurz enttäuscht, hab dann mit sohnemann essen gekocht u gefuttert u hab dann das aquarium sauber gemacht. M. hatte bei uns geklingelt, als ich weg war u kind war entrüstet, weil sie ihn so angefahren hatte: sie wollte mitkommen, hatte aber nix gesagt u war sauer, das ich OHNE sie gegangen war.. Auf jeden fall ging der Sonntag heut doch noch irgendwie rum...schrecklich!

Zu M.;.Es wird zeit, ich muss etwas sagen. Es wird immer schlimmer. Sie besitzt mich mehr, als wo wir noch zusammen waren, sie beansprucht mich bzw setzt es voraus, vor allen anderen von mir zu erfahren, vor allen anderen mich in beschlag zu nehmen. Aber wir sind nicht mehr zusammen. Sie ist nicht mehr meine nummer eins, ich erzähle ihr nix mehr aus meinem leben, ich lasse sie nur noch bedingt daran teilnehmen. Sie ist es nicht mehr u schwierig ist es nur, weil wir nebeneinander wohnen. Wie sagt man so etwas?????? .

Habe gestern eine seite über borderlinekunst gefunden. Interessanter text über verantwortung, übers erwachsen werden. Ich möchte tatsächlich auch erwachsen werden, dinge in die hand nehmen u erledigen u nicht warten auf sozialarbeiter, die einfühlsam sind u einem so etwas geben, was man als kind vermisst hatte-zuneigung über die hilflosschiene., ich möchte meine ämterwege klären- Ich möchte zu den ärzten gehen, wo ich hin muss, ich möchte P. nur um hilfe bitten, wo es nötig ist- was ich also wirklich nicht allein schaffen könnte o um mitmachen bitten, wo es spass machen kann zu zweit. Bis jetzt ist mir das auch ganz gut gelungen, denke ich, denn die meisten probleme habe ich auf der emotionalen seite u da habe ich ja schon noch großen nachholebedarf bzw erklärungsbedarf.

Ich möchte das emotionale nicht über meinen kopf siegen lassen, auch wenn das einfacher wäre u bequemer, weil man nicht losgehen muss. Ich möchte verantwortung übernehmen lernen für mich So werde ich also morgen meinen zwei monate überfälligen ausweis, den ich beantragt habe, abholen, u die bibliotheksbücher endlich wegbringen u diese woche noch zum arbeitsamt gehen, meine anträge abgeben.

Das wird kraft kosten, aber die bekomme ich doch wieder, wenn ich erfolgserlebnisse hatte?????

Es geht vorwärts- schritt für schritt.

„Es klappt nicht bei Gordon, der Platten auflegt, weil auch er seine Launen ernster nimmt, als die Wirklichkeit, die vor seinen Augen liegt.“ (aus einem buch)

Genau das ist es!!!

Montag,20.02.2006

Ausweis abgeholt. JNachher geht’s noch zur bibliothek.

Was mir auffällt- ich schreibe weniger tagebuch, nur noch an den wochenenden, weil ich da meist abstürz. Aber in der woche stürz ich immer weniger ab. Ich werd entspannter.

Vielleicht wird ja doch noch was aus mir?

Kleine träumerin

 

12.02.2006 um 19:18 Uhr

wochenendzusammenfassung

Stimmung: genervt

Sonnabend abend, 11.02.2006

Es scheint, als wäre das schreiben noch immer meine hilfe, klar zu kommen. Trotz aller malerei, trotz aller musikinstrumente, trotz aller kreativen ideen u basteleien: alles gelingt nicht, kann nicht gelingen, weil ich zensiere, weil ich korrigiere, weil ich ein ergebnis will, ein hundertprozentiges...Und eben erkenne ich, das nur das schreiben mir wirklich etwas gibt. Nur das schreiben. Nur im schreiben zensiere ich nicht, nur im schreiben korrigiere ich nicht, will ich auch kein ergebnis, brauche ich keins, denn es ist das schreiben selbst. Mein kindheitstraum, ein buch zu schreiben, kann nicht gelingen, weil ich sitze u sitze u mich nicht frei schreibe, sondern im kopf auch da zensiere. Und nur hier jetzt im tb fließen meine gedanken u es ist mir sichtlich egal, was u wie es klingt. Hier, nur hier schreib ich genauso, wie ich denke u fühle.

P. will reden. Ich habe aufgegeben. Aber sie hat mich nicht aufgegeben.  So ist der zustand also der: ich sitze in meinem dunklen raum u will eigentlich sterben u sie kommt u macht meine tür immer wieder auf, wie sie es vorhergesagt hat, u lässt mich nicht in ruhe u bleibt an der tür stehen u bedroht mich nicht durch hineinkommen, lässt aber licht rein- also das  leben, indem sie einfach erzählt vom wochenende, von  unser beider bekannten, die sie getroffen hat u ich nicht, weil ich mich zurückgezogen habe, fragt mich fragen, damit ich rede u sie ansehe u wieder auftauche u textet u textet u wenn ich anfange, etwas zu stottern, kommt sie zum eigentlichen: was ist los? So bin ich also eigentlich wütend auf sie u dann aber am ende doch froh, weil sich vieles auflöst von meinen problemen. Eigentlich doch gut, aber ich will ja eigentlich sterben. Und so holt sie mich immer wieder zurück ins leben.

Es wird nie ganz aufhören. Ich werde immer „etwas haben“, ich werde immer probleme emotionaler art haben. Auch wenn sie weniger werden, weil ich an mir arbeite. Und vielleicht habe ich glück: auch wenn ich ständig an selbstmord denke u ständig ans sterben- MEINE probleme können immer wieder durch gespräche innerhalb einer stunde aufgelöst werden, während andere menschen probleme haben, die BLEIBEN u sich nicht lösen lassen. Also habe ich eigentlich es gut.

Sonntag, 12.02.2006-02-12

Gestern ist uns schon wieder dasselbe passiert: sohnemann u ich wollten einkaufen u konnten wieder nicht u diesmal war die karte (magnetstreifen) nicht kaputt, sondern es gab für niemanden geld am automaten. Und weil wir so spät losgegangen sind, konnten wir auch nicht schnell geld woanders holen u dann einkaufen. So gibt es also wieder resteressen- irgendwas mit nudeln o reis o kartoffeln.

Haben Ph. getroffen, die mich wiederholt angesprochen hat, sie doch zu besuchen, sie wohne ganz in meiner nähe. Sie ist ein liebenswerter mensch, sehr herzlich usw, ich kenne sie schon viele jahre. Früher war sie von türken u griechen bewundert worden: sie war eine mutige freche türkin, sehr selbstständig u nun ist sie verschleiert u ich möchte nicht so richtig in ihr leben eintauchen, weil mir im moment das alles zu kompliziert ist u ich gar keinen kopf frei habe für türkische familienverhältnisse u wenn ihr mann dann vielleicht noch ein macho ist u ihr es nicht gut geht—na, schönen dank an die vorurteile sag ich da gerade an mich selbst... Hm.

Ich langweile mich. Es ist richtig richtig langweilig. Ich kann nix mit mir anfangen hier, wo soll man auch hin? Die stadt macht mich kirre u jetzt, wo ich allein bin, fällt es mir erst recht auf u es erinnert mich an M., einem jugendlichen von meiner arbeit, der immer kommt u dann ziellos u unruhig hin u her geht u kein ziel hat u kein plan u in dem stadtteil, das einem dorf gleicht, wahrscheinlich nicht glücklich bleibt. So ähnlich geht es mir u es ist mir wie ausbrechen aus dieser kleinstadtkrümmelei u leipzig ist noch immer meine wahlheimat, war sie schon immer u ich glaube, die wird es auch wieder

sein. So langsam nimmt alles gestalt an. Vorstellen könnt ich mir, dort zu arbeiten, zu leben, menschen kennen zu lernen, selbst zu wachsen u mich zu entwickeln. Ich kann hier nicht länger bleiben, es nimmt mir tatsächlich die luft- es geht nicht!

Langeweile am Sonntag. Ich warte darauf, das es Montag wird u es gruselt mich vor mai, wenn ich wieder zu hause bin. Es gibt hier nix, was der mensch nicht schon probiert hat, um sich abzulenken, von vhs bis sportgruppen. Ansonsten ist es einfach nur langweilig u ich habe selbst zu hause keine ideen mehr u zum schluss endet alles nur in „die zeit totdrücken“ u das finde ich ja mal richtig krass! Vielleicht sollte ich losgehen u andere besuchen, die allein sind o krank u allein, was weiss ich, krankenhaus vielleicht...aber ich bin ja nun auch nicht der große unterhalter, was?

Donnerstag war nun A. auf arbeit zur tür hineinspaziert u ich war völlig erschrocken u hab dicht gemacht. Er war mit einem praktikanten da, der meistens redete u einmal konnte er ihn wegschicken, um mich zu fragen, ob ich über sein angebot nachgedacht habe. WAS IST SEIN ZIEL? Jetzt, wo ich noch 3 monate habe u dann fertig bin, will er trotzdem noch ein solches gespräch? Ich weiß nicht, was ich P. erzählen soll? Hey, dein kollege findet deine arbeit nicht gut u ist nicht der einzige u ich soll zu ihm, deinen kollegen, wo ihr euch eh nicht mögt, um mein herz auszuschütten, wenn  ich nicht klar komme auf arbeit  u er gibt mir tipps u ich soll dir nix verraten....Wie verrückt ist denn die welt?

So war er also da u es war richtig richtig schlimm, weil ich auf all seine provokativen sätze wie“na, ist die arbeit noch toll?!“ sehr einsilbig o mit schulterzucken reagiere, weil sie natürlich nicht toll ist, wenn kiddis in den ferien sich zulöten u ich mich alleingelassen fühle. Aber ich möchte nicht mit ihm darüber reden, sondern mit P.!

So, und nun muss ich noch ein bisschen im i nach jobs suchen...

 

 

03.02.2006 um 10:13 Uhr

etwas ist passiert...

Stimmung: geschockt- immer noch

und ich bin richtig durcheinander. Waren im C. u haben ein schauspiel gesehen, was mich sehr mitgenommen hat, weil es meiner eigenen geschichte in manchen zügen sehr geähnelt hat.

Als wir dann gehen wollten, sah ich plötzlich jemanden, den ich sehr mag u hab mich riesig gefreut! Er ist ein mensch, den ich wie gesagt sehr mag, aber auf abstand halte, weil es ein nähemensch ist u ich SPÜRE, das er ein mensch ist,der, wenn er mich näher kennen würde, den rückzug antreten würde. Also gehen, bevor die anderen gehen.Und deshalb ist es ein mensch, den ich von weiten mag u von vornherein nicht an mich herankommen lasse u es bei Grüßen an ihn belasse u mich freue, wenn ich ihn sehe. Und an dem montag kippte dann plötzlich alles. Er sprach mich an, heißt, er fing aus dem stand an, mir richtig vorwürfe zu machen, selbst solche, das wir doch jetzt erst recht die möglichkeit gehabt hätten die letzte zeit, uns zu sehen.Er hat mir mal sehr in einer situation geholfen u mir damals u vieeel später noch einmal gesagt, das ich immer kommen kann,  wenn ich probleme habe u er immer da ist für mich u gern bereit ist zu helfen.Nun stand er da u machte mir vorwürfe, warum ich nicht zu ihm gekommen bin u nicht zu ihm komme u ich war erschrocken-alles ging so schnell, ich bin richtig einen schritt zurückgetreten. Wollte erklären, musste überlegen u erst einmal die vorwürfe sortieren mit denen ich nicht gerechnet hatte u immer, wenn ich eine antwort hatte, die erklärbar ist u trotzdem ehrlich u die aber nicht zuviel nähe zuließ, redete er wieder auf mich ein, das ich am ende nur seine fragen hatte u nicht  antworten konnte, zumindest haute er in meinen erklärungen immer wieder dazwischen u ich dachte immer:ich brauch eeeewig zeit zum vertrauen, lass mir zeit!am ende sagte er, er sei ganz schön sauer, das ich nicht gekommen bin u nicht komme--und traurig u enttäuscht hätte ich ja noch verstanden, aber SAUER? Was er falsch mache, das ich nicht komme, fragte er mich u ich meinte, ER mache nix falsch u er wieder: doch, sonst wärst du ja gekommen u ICH VERSTEH IHN JA:ich frage mich das doch auch, wenn sich jemand zurückzieht, ob ich zu schnell war oder mich zu wenig gekümmert habe, aber in diesem fall lag es doch an mir, oder? und so brach er das ganze ab u meinte noch, na, dann geht mal alle noch zusammen u ich fragte ihn, ob ER mich jetzt wegdrücke-antwort: NEIIIIIN, und ich wüßte ja wo ich ihn finde u dann ging er u dann konnte ich nicht aus dem saal raus, der inzwischen völlig leer war, weil ich losgeheult hab, erschrocken u betroffen u sprachlos u es dann wegdrückte u nur zwei von meinen leuten standen bei mir, bis es wieder ging u wir sind aus dem raum u  ich konnte nicht gehen, weil er auf halber treppe stand u sich mit leuten unterhielt u also hab ich gewartet u plötzlich stand er neben mir u drückte mir einen schokoladenschneemann in die hand u sagte etwas, was, ich schwörs, an mir vorbeirauschte u ich war betroffen, weil ich spürte, das es noch eins draufgesetzt war vom ebengespräch. Bin dann fix u fertig heimgerauscht u habe total gezittert u nix verstanden.

Ich stand schon an der tür von meinem dunklen raum. Ich hab schon ein bisschen licht gesehen. Und dann kam er u drückte mich wieder hinein in den raum bis in die letze ecke u stand vor mir u ich hab nur geschrien aus panik.Und dann ist er raus u ich habe jetzt meine tür zugeschmissen u zugeschlossen von innen.

Ich will keine nähe, ich will kein mögen, ich will nicht gemocht werden. Ich will nicht vertrauen u ich will kein vertrauen.Ich will keine nähe.Ich will niemanden mehr an mich heranlassen.

Denn ich habe es gewußt. Sie gehen alle am ende u so geh ich vorher.Ich mache dicht. 

Und die tür bleibt zu!