Wenn die Ausreden wegfallen, beginnt der Erfolg

07.03.2006 um 09:29 Uhr

wochenende

Stimmung: gut:-)

Sonnabend, 04.03.2006Sonnabend also u schöne sonne u wieder der wunsch hinaus zugehen u dann bleibt es beim einkauf im dunkeln...ich bekomme es einfach nicht gebacken, IRGENDETWAS anzustellen, merke nur, das zu hause tut mir nicht gut.. versagergefühle...

Donnerstag nun der anfang eines absturzes u nicht auffangbar. War klar, schlepp meine sachen mit mir rum, denn nach einem gespräch kam abends die wucht u das gefühl dazu u habe es weggedrückt aus angst mich selbst nicht auffangen zu können auf arbeit. Gestern dann war es schlimm: ein ganzer langer Freitag kurz vorm heulen u jugendliche, die sich diesmal sichtlich langweilten, weil einfach zu wenige da waren u nix los war u so halt dinge machten, um zu provozieren. So war es 16uhr u ich dachte, ich bekomm die zeit nicht rum- noch 5 stunden, eine ewigkeit u dann immer noch drei u immer noch zwei...es war schlimm u durch den absturz war ich totmüde u hab`s kaum geschafft. Zwischendrin hab ich mich ablenken lassen von den kids, aber ansonsten wie immer- konnte kaum hören u kaum reden u bin ganz schlecht gelaufen u mein kopf war einfach nur mal  leer.

Dann kam etwas u das war heftig und gut, weil ich es erkannt hatte: Hatte mich Donnerstag abend in der kneipe nicht wohlgefühlt, wir mussten an einen anderen tisch u für mich ist ja jegliche plötzliche veränderung eine katatsrophe- muss mich erst sortieren u die sicherheit war weg an unserem tisch zu sitzen. Aber das war es nicht, was ich meine, sondern: P. hat am we ein spiel u ihr freund auch u da geh ich immer mal oft hin u Donnerstag abend diesmal war die frage, ob ich auch komme, denn beide spiele finden nacheinander in der halle statt u nun saß ich gestern auf arbeit u hab mich überfordert gefühlt unter menschen zu gehen u dann passierte etwas, was ich seit 10jahren nicht mehr gemacht habe: ich wollte nicht hin gehen :weil ich es nicht schaffe u wollte aber eine nachricht von ihr, also eine P., die nachfragt u sich sorgt....auch zuwendung genannt- das nun kenne ich ja aus meinen alkoholischen  zeiten u diesmal habe ich es gleich beim ersten mal bewusst erkannt u das war riesig wichtig u riesig gut u endlich konnte ich auch erkennen, das das noch die vielleicht letzte „tat“ war, um beweise zu bekommen, das ein mensch sich nicht umdreht u geht, auch wenn man sich nicht gut fühlt- auf halt diesen weg!!! Ich habe nie mit ritzen gedroht u nie mit selbstmord, nicht wörtlich u auch nie mit spielchen oder drunterschiebgeschichten (ich habe also immer nur erzählt, wenn ich vertrauen hatte, meine ängste erzählen zu dürfen), ich habe nie mit meinen problemen angefangen zu reden, damit wir reden, ich habe nie mich zurückgezogen, damit sie sich meldet--- alles war immer ehrlich so gemeint, das ich genau das gesagt habe, wie ich mich fühle. Aber dieses ding jetzt überrascht mich doch. Kontakt über diesen weg  zu holen, das hatte ich schon mal früher u will es nicht mehr. So schwanke ich also zwischen  etwas mir einholen wollen, was ich eigentlich dann ja gar nicht aushalte zu hören u zu fühlen oder zu diesem spiel hinzugehen u mir zu helfen, erwachsen zu werden. Und doch: wenn es einem nicht gut geht u man will mal aufgefangen werden, ohne es erklären zu müssen :ist es da nicht mal legitim, sich geborgen zu fühlen, wenn jemand anders nachfragt? Ohne tricks zu benutzen, meine ich natürlich.

Mir fehlen jegliche soziale fähigkeiten, weil mir von kind an soziale kontakte fehlen, um zu lernen, WIE ES GEHT...

Ich bin Freitag auf arbeit abends dann aus meinen absturz herausgekommen, es ging weg durch verdrängung u ablenkung u ich weiß ja:verdrängung ist ein gutes mittel, sich nicht auseinandersetzen zu müssen(aber der bumerang kommt trotzdem irgendwann), dabei habe ich gemerkt, also ich hatte so momente, in denen ich spürte, das ich wieder rauskrabble u da anfing, mir zu sagen, du schaffst es, es wird gerade besser, tu was, halt es fest! Und da merkte ich: ich will dann nicht raus, ICH WILL LEIDEN, denn ich bin immer wieder reingerutscht- sicherheit. Das kannte ich, auch wenn es mir nicht gut geht dabei. Aber diesmal konnte ich mir verzeihen, weil ich VERSTAND, endlich verstand, WAS ich da mache u wofür ich es brauche. Und solange ich mich noch nicht annehmen  kann u somit die anderen noch wegschubse, weil ich ihnen ja nicht glauben kann, denn wer will schon so eine wie mich—solange werd ich noch diese meine eigenen spielchen brauchen, wenn auch nur für mich allein, heimlich.

Ich will keine spielchen mehr mit mir selber spielen. Es ist so schwer, das durchzuziehen, denn erwachsen sein bzw werden verlangt selbstkritik u hm, mir fehlt gerade das wort, es verlangt ehrlichkeit, nein, das ist auch nicht das wort. Das wort schwebt über mir u erinnert mich an Th., unseren lehrer, der auch dinge von uns verlangte u ich mich oft genug in kinderkram versteckte u in selbstmitleid, wie wenig ich es doch schaffe, u das ich ja auch krank bin heute oder nicht aufnahmefähig und DICHT. Entschuldigt hat er es nicht immer u manchmal hab ich geheult in den pausen, heimlich, weil ich mich überfordert gefühlt hatte, emotional, wo ich loslegen musste u  riesige angst hatte vor zuschauern o kritik o blamagen, da hab ich abgebrochen u hab mich hineingerettet in so dramatische sachen u gefühle. Vielleicht beinhaltet ja erwachsensein auch, verantwortung zu übernehmen u auch fehler u blamagen einzukalkulieren u trotzdem loszugehen. Wenn die ausreden wegfallen, beginnt der erfolg.

So ist nun also morgen das spiel u ich werde hingehen.

Habe am Donnerstag noch etwas anderes geschafft. Ich war einkaufen, klamotten anprobieren u der spiegel war draußen, ich hasse das, weil alle einen anstarren u wenn du aus der kabine heraustrittst u dich noch nicht gesehen hast schon mindestens drei leute dich checken- passt ihr nicht u du dann selbst es siehst, aber eben erst danach. So stand ich dann also vor einem spiegel u eine frau kam aus einer anderen kabine u stellte sich VOR MIR vor den spiegel u ich war baff u meinte, ob sie sich doch bitte an den anderen spiegel stellen kann, denn ich steh gerade hier u seh nix. Machte sie auch prompt u war ein bisschen überrascht, das ich was gesagt hab. Ich war so stolz!!! Ich hab nicht mal vorher entschuldigung gesagtJ Dazu muss ich sagen, das das mein allgemeines problem ist: ich steh mit in gruppen u bin still u sag kaum was u nach einer weile schließt sich der kreis VOR MIR u ich bin draußen Manchmal stellt sich auch einer vor mich hin u ich bin nun mal auch klein... so kann ich da immer nix sagen u steh draußen u BIN draußen. Auch bei den hundetreffs, die zwei männer: sind wir nur zu dritt, passiert es schnell, das ich plötzlich einen genau vor mir stehen hab u immer rumgeh, um wieder dazusein. Oder rumsteh u aufgeb u mich schlecht fühl u mich hasse fürs schweigen u fürs ignoriert werden.Ich bekomme in runden den mund einfach nicht auf. Ich fühl mich nicht dazugehörig, ich stell mich selbst raus u habe aber auch kein thema oder denke, das das, was ich sage, nicht interessant ist. Doof. Oder ich geh ganz, weil ich nicht den mut hab, mich dazuzustellen, dazuzusetzen. Ich will eigentlich auch gar nicht mehr hin zur hundewiese. Habe keinen hund u fühl mich nicht wohl, habe aber wieder noch weniger kontakte, also weniger als nix u halte aus aus angst, ganz allein zu sein....Ich fühl mich so oft so fremd in gruppen, wünsch mich weg u bin nur körperlich anwesend. Ich bin so sehr abwesend, das ich bei witzen nicht mitlachen kann, weil ich gar nicht zuhör, denn ich bin dabei, die situation überhaupt durchzustehen, auszuhalten u schaff es nicht auch noch, mich auf das gespräch zu konzentrieren u hoffe, das der spuk bald vorbei ist u ich gehen kann. Oder vorher geh u unauffällig mich davonschleich.

Ich schaff schon so viel u weiß, das immer noch viel zu tun ist, so viele dinge, die mich schwächen u dann stärken.

Sonntag, 05.03.2006Gestern ist mir noch aufgefallen, das es in diesem versuch eines spielchens oder test weniger darum ging, das P. sich aus sorge meldet, denn das ist okay, mache ich ja auch, wenn ich mich sorge um jemanden, sondern das ich eigentlich das erste mal(u hoffentlich einzige mal)durchs nicht- melden einholen wollte zu wissen, ob sie sich ein bisschen gefreut hätte wenn ich gekommen wäre. Denn so ist es sonst nicht: sonst kann ich es gar nicht annehmen u aushalten, das ein anderer in diesem moment sich gefreut hat, das ich da war, also WEISS ich gar nicht, ob mich jemand vermisst. Und es ist neu, es wissen zu WOLLEN- einmal. Und ich bin so bescheuert. Und was für ein quatsch. Also werde ich künftig beizeiten sagen, ob ja oder: es geht mir nicht gut, es  KANN AUCH NEIN WERDEN, u das ist einfach mal ehrlich u schon ein bisschen mehr erwachsen???? Und ich werde vorher sagen, wenn es mir nicht gut geht u nicht mehr durch die gegend rennen, um ihr auszuweichen. Ist erwachsensein auch, auf den anderen zugehen u sagen: ey mir geht’s heut nicht so gut, darf ich’s dir erzählen?? Oder heißt es, wie MEIN denken ist, erwachsen zu sein, seine probleme allein zu lösen ohne hilfe zu holen? Ich weiß so wenig vom leben.

Haben gestern noch eingekauft u dann passierte nicht mehr viel. Schlafe viel u das tut mir gut, denn diese ewigen abstürze u stimmungsschwankungen rauben energien u so bin ich nach dem schlafen ausgeruht, ein bisschen anders groggy, zu langsam, um nachzudenken oder zu spinnen. Ich hab noch einen kuchen gebacken u das war entspannend...später kam „dieter“ u ich fand den film zum lachen u so lachten wir gemeinsam, sohnemann und ich. Ansonsten brauch ich dringendst einen schrank, um diese kiste zu verstauen, weil ich sie nicht will. Solange mein großer da ist, läuft das ding als kompromiss am we o wenn ich auf arbeit bin.

Heute früh frühstück zu zweit u dann abmarsch zum spiel. Hab mich darauf gefreut, auch eben, weil ich mich ein bisschen sicher fühle bei den männern oben, sicherer als bei den frauen u weil ich nicht so die extreme nähe hatte wie in der anderen halle. Bin auch bei den männern mehr dabei mitfiebermäßig. Bei den frauen bin ich immer irritiert, wenn sie mich fragen: warum bist DU denn heute hier beim spiel?????????? Da kann ich nicht antworten u fühl mich so als eindringling, denn alle haben ihre familie mit o einer spielt mit aus der familie u ich hab eben niemanden familienmäßig u komm, weil ich einige frauen wie I, H, S. P. usw kenne u  mit ihnen mitwünsche- u gut. Bei den männern ist es (heimlich) nger, auch wenn ich vielleicht eher nur geduldet werde. Vielleicht ist diese mannschaft donnerstags wirklich mein auffangtuch bevor ich losgeh, etwas eigenes zu finden, denn zu den frauenspielen werd ich bald nicht mehr so oft kommen, nur noch sporadisch, denn da fehlt mir einfach der mut, iiirrrrgendjemand anzusprechen bzw fehlt mir der bezug. Hemmungen.

M. saß bei mir, der mich dauernd anstupste vor dabeisein u mich das nervte, aber ich ja auch mit“zog“ beim spiel (innerlich) u dann erklärte er mir etwas u nahm ganz ruhig meine hand u hielt sie fest in seiner u mein herz setzte aus vor panik- berührung! Und da war noch etwas neues dabei: ich hielt still, weil ich halb ruhig wurde, weil ich vor dem menschen keine angst hatte u mich sicher fühlte bei ihm. HEY!!!! Ich lerne berührungen auszuhalten!!

Heut war R. seine frau u ihre familie mit dort u zum ersten mal war ich eifersüchtig, weil sie da oben im spiel dauernd immer von P. gesprochen hat u auch noch zwischendurch immer P. ihre sprüche u sätze kopiert hat, die  so ihre eigenen sind u ich fand es nervend, logisch, weil eifersüchtige aaaaaaaaaaaalllles nervend finden. Auch bin ich ja eigentlich eifersüchtig, weil sie jemand ist, der so alles scheinbar gebacken bekommt- familie, job, lebhaftes kind u nun auch noch ein baby. sie ist so sehr erwachsen u in ihrer nähe bin ich befangen, sie nimmt so viel raum ein, egal wo sie ist, das ich in deckung geh bzw nimmt die ganze familie raum ein, wenn sie kommt u ich fühl mich in der viererbande zerbrechlich beim geringsten ansprechen. Sie steht so im leben, ist offen u lustig  u WEISS BESCHEID im leben u da weiß ich gleich gar nix mehr u werd still. Und dabei ist sie eine ganz nette sympathische frau, auf die ich nur neidisch bin, weil sie nach aussen so selbstbewusst wirkt!  Bekomme keinen satz in meinen kopf bzw rede so leise, das es untergeht in ihrer gegenwart. Also sitze ich vor ihr u schweig. Und merke wieder meine unzulänglichkeiten, die mich wieder runterziehen. Warum kann ich nicht wie andere sein -witzig, spontan......

 Und da fiel mir vom letzten jahr Kerstin. ein, der ich es sagen konnte, das ich eifersüchtig bin, weil ich immer dachte, ich bin nur der ewige langweiler-zuhörmensch für sie, der bequem ist, weil er absolut nix von sich gucken lässt. Aber eifersüchtig bzw wütend war ich ja nur auf die, die K. ausgenutzt haben bzw fies zu ihr waren! Solange, bis sie mal meinte ich sei ihre freundin weil ich so bin wie ich bin  u da endlich kam ich zur ruhe u konnte loslassen u freute mich, das auch andere zu ihr kamen u spass mit ihr haben o wegen probleme zu ihr zu kamen bzw sie wegen problemen auch woanders hingehen konnte, da fand ich es schön. Obwohl es nie eine freundschaft von mir aus war, denn ich hab sie, na???? Beizeiten vergrault, was sonst. Als ich anfing, eifersüchtig zu werden, hab ich mich dafür geschämt u den weg da raus nicht gekannt u mich selbst nicht verstanden u mich verachtet für diese gefühle u nicht gewusst: :es war ein neues gefühl für mich, denn eifersucht zeigt ja, das einem der andere mensch wichtig ist u man ihn mag, aber das kannte ich nicht, hab ja immer gesagt ,ich brauche niemanden u nun hatte ich solche gefühle u hab mich dafür gehasst, weil eifersucht mögen heißt  u das wollte ich lieber nicht u wusste nicht, das man es lernen kann, aus der eifersucht herauszukommen, ohne gehen zu müssen weil es peinlich ist für einen erwachsenen u diese gedanken der eifersucht waren mir selbst zuviel, ich selbst war mir damit zuviel, denn ich fand es nicht lustig als erwachsene traurig zu sein, wenn jemand sich immer mit anderen trifft u was, weiß nicht- MACHT??? u dann aber mich nur für sich wieder eingefordert hat jeden jeden abend. Ich hab sie provoziert, bis sie wütend war u ihr dann an den kopf geknallt, dann solle sie doch gehen, soll sich doch jemanden suchen, der alles kann, der alles ist: perfekt, witzig, kontaktfreudig--auf jeden fall besser als ich. Und es ist tatsächlich so: alles ist in diesem moment so von mir gemeint, keine test, denn im streit hab ich tatsächlich nichts mehr zu verlieren u vergesse auch alles. So ging sie also.

Und nun hat sie mir letzte woche angeboten, mit ihr bei ihr in leipzig zu wohnen als wg. Kennt ihr das?eine ist hübsch, klug u frech u hat männerbekanntschaften ohne ende u nimmt ihre freundin immer mit, die ruhig ist u hässlich u niemanden abbekommt u aber die hübsche braucht sie denn so frech ist sie gar nicht u am ende hat die hübsche einen tanzpartner den ganzen abend u die andere sitzt fest am tisch, logisch. So ist unser verhältnis: eine, die alles erlebte erzählt abend für abend u eine, die schweigt u von sich gar nix erzählt, weil es die andere gar nicht hören will. So ist unser verhältnis u wir wissen es beide u aber ich  will ich nicht mehr!

Bin heimgestiefelt vom spiel, hab mit sohnemann kuchen u obstsalat gegessen u nun ist es abend u ich frag mich, wann ich anfange, etwas zu machen, damit es mir besser geht: unter menschen gehen. Wie u wo bitte unter menschen gehen am wochenende? Ich hatte heut so einen anflug in der halle, als ich so allein saß, das es nicht schlimm ist, so zu sein wie ich bin. Viele menschen haben ängste, ich hab halt menschenängste.

Und noch etwas ist mir aufgefallen: als ich mit M. zusammen war, war ich auch an den wochenenden allein, ich hatte dieselben zustände, langeweile, traurigkeiten wie jetzt. An den wochenenden bin ich mit hund losgezogen u auch, weil ich zu hause die krise bekommen habe- zwei, die nur vorm pc sitzen und eine ich, die noch an zusammensein, kuscheln, etwas zusammenmachen u wenn es reden ist o schweigen, glaubt- egal !! u einsam war trotz partnerin u nach der hunderunde einfach nur noch müde war u schlief u alle zufriedengestellt hatte, nach der runde nicht nochmal zu betteln um gemeinsame zeit mit der partnerin. Im nachhinein stimmt es wirklich: sie war stolz auf mich. Aber ich hatte eben tatsächlich auch den heiligenschein auf dem kopf u sie wusste rein gar nix von mir u selbst nach 7 jahren war SIE es nicht, sie war es nicht für mich, der ich mich anvertrauen wollte u konnte u wenn sie manchmal etwas bei mir borgt u einen moment bei mir sitzt, ist es unangenehm für beide, schweigen. Ich will sie in meiner wohnung so wenig wie möglich haben, auch vor allem wegen der tagebuch-les-geschichte, die wie ein wohnungs- einbruch war. So saß sie gestern hier u fing an zu jammern: sie hatte sich ein buchregal gekauft u wir kamen auf geld zu sprechen u sie fing an zu jammern, sie habe kein geld. Da habe ich das gespräch gleich mal abgebrochen u sie meinte, sie könne jammern, wo sie will. Nee nee, meine M., das eben ist vorbei. Du hast noch genug leute im griff, bei denen das funktioniert, aber ich lerne NEIN zu sagen u es ist schlimm, das nein, es ist die hölle, weil man sich wie ein schwein vorkommt, vor allem, wenn schon drei mann es geschafft haben nein gesagt zu haben u es soooo doof ist u man dann als vierte irgendwie doch sagt: „ach, na, dann halt, okay!“ Und das will ich eben nicht!!! Ich will die vierte sein, die nein sagt, damit sie lernt u lernt.

Ich will alles schreiben, ich will alles sagen, all meine komischen dinger, meine unzulänglichkeiten, peinlichkeiten, verwirrungen u ängste die ich denk u tu will ich schreiben, weil ich anfange, sie zu erkennen u nur so kann ich sie bearbeiten oder so stehen lassen u wo, wenn nicht hier kann ich ALLES sagen u mich nur für mich schlecht fühlen oder fies sein oder gemein oder eingebildet oder kindisch oder EIFERSÜCHTIG??? oder was weiß ich, hier ist es legitim, alles zu sein, sein zu dürfen, was einem draußen komisch erscheint bei einem erwachsenen menschen, hier gibt es nur meine eigene zensur und es ist tatsächlich befreiend, seine spinnereien aufzuschreiben, weil ich mich anfange anzunehmen damit, mit all den sachen, die ich tu, akzeptieren, das ich so bin u schauen, womit ich nicht klar komme o was mich eigentlich behindert u aber ich noch ausreden habe. Und all die sachen u die veränderungen tu ich für niemanden anders sonst  als für mich.

Und, Karolin, auf deinen wunsch zu meinem geburtstag:  Ja! Ich will sehr gern deine freundin sein u du sollst wissen, das du meine freundin bist. Ich vermisse dich. Ich vermisse dich u manchmal tut es weh, nicht einfach zu dir zu können, wegen der entfernung. (das wäre schon mal nicht schlecht, wenn sie in diesem leben noch zu diesen sätzen kommt...k, der held schafft es wieder mal nicht, diese, gerade diese gefühle laut zu sagen bzw  gesagt zu bekommen). Und- Kann, darf  man denn das laut sagen, wie man zu jemanden steht???

So, und ein jahr, nachdem ich den artikel von der ehrenamtzentrale an meine pinnwand gedingst habe( hab eben auf der rückseite das datum gelesen), werde ich doch mal was neues wagen menschenkontaktmäßig u losgehen u zu dieser ehrenamtszentrale gehen u gucken, ob ich was machen kann. Vielleicht kann ich ja sagen, das ich ein, hm, seeeehr ruhiger mensch bin (klingt jedenfalls besser wie: ey, ich hab ne soziale phobie und zeige bei nähe autistische züge u habe wenig soziale kompetenzen u bin borderliner u hab einen klatsch vom asperger syndrom mitbekommen u depressionen u was schizotypisches an mir u wenn sie mal noch warten frag ich mal meine thera nach meiner ganz genauen diagnose, denn da ist noch was, das wissen wir beide, aber sie lässt es mich selbst finden u jetzt schauen wir mal, was da für mich übrig bleibt, ehrenamtlich). Okay, scheiße. Frustabbau vor mir selbst.

Schluss für heute.

PS: mein süßes kleines-katzenmädchen hat zum dritten mal nacheinander nach 1 ½ jahren an meinem kopfende geschlafen! Das kleine straßenkind ist so was von noch scheu- aber wir haben ja zeit.

Und mein großes kind wird ein junger Mann- bin stolz auf ihn u liebe diese schmusebacke!!

Tschüß!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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