24.12.2005 um 11:18 Uhr
24.12.2005 um 10:58 Uhr
Die Evolution geht weiter
Via Mahalanobis.
23.12.2005 um 10:55 Uhr
Früher Vogel fängt den Wurm?
21.12.2005 um 09:38 Uhr
Vom immateriellen Wohlstand der Nationen
Once the analytical framework is set up, what the researchers at the World Bank find is fascinating. "The most striking aspect of the wealth estimates is the high values for intangible capital. Nearly 85 percent of the countries in our sample have an intangible capital share of total wealth greater than 50 percent," write the researchers. They further note that years of schooling and a rule-of-law index can account for 90 percent of the variation in intangible capital. In other words, the more highly educated a country's people are and the more honest and fair its legal system is, the wealthier it is.
Besonders bemerkenswert ist die Rolle stabiler Rahmenbedingungen durch ein verlässliches Rechtssystem und ein gut funktionierendes Bildungssystem:
On the World Bank's rule-of-law index, the United States scores 92 out of a possible 100. The Swiss are even more law-abiding, achieving a score of 99 out of 100. By contrast, Nigeria's rule-of-law index score is a pitiful 4.8; Burundi's 4.3; and Ethiopia's 16.4. The OECD's average score is 90, while sub-Saharan Africa's is 28.
The World Bank study notes, "A one-point increase in the rule of law index (on a 100-point scale) boosts total wealth by over $100 in low-income countries, over $400 in middle-income countries, and nearly $3,000 in high-income countries." So if Nigeria were somehow overnight to become as punctilious as Switzerland, its wealth would rise to $12,168 per person, a $9,420 increase that would more than quadruple the average Nigerian's wealth. If Americans were to become 100 percent law abiding, our wealth would increase by $24,000, or little more than 5 percent.
19.12.2005 um 10:30 Uhr
Entwicklungshilfe durch Exportsubventionen?
Nun könnte man diese Praxis als eine Art Entwicklungshilfe der Industrieländer auffassen. Täte man das, sollte jedoch berücksichtigt werden, dass es eine ganz besonders teure und kaum zielsichere Art der Entwicklungshilfe ist. Vor allem, weil sie verhindert, dass die landwirtschaftliche Produktion dort stattfindet, wo die Produktivität am höchsten ist. Wäre dies in Europa der Fall, wären keine Subventionen notwendig. Zudem trifft diese "Entwicklungshilfe" in den Industrieländern vor allem die ärmeren Schichten der Bevölkerung, weil diese einen höheren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben und daher besonders unter den nach oben subventionierten Lebensmittelpreisen leiden. Agrar-Exportsubventionen dürften daher nicht nur marktverzerrend, sondern auch verteilungspolitisch bedenklich sein.
Außerdem sollte man sich von dem "Entwicklungshilfe"-Argument nicht blenden lassen, hilft die Subventionierung doch vor allem den Bauern in den Industrieländern, denen mit diesen Subventionen die Konkurrenz aus den eigenen Reihen zu lasten der Steuerzahler vom Hals gehalten wird. Dann sollte man dieses Subventionsvolumen lieber gleich nach Köpfen an die Bewohner der ärmsten Länder verteilen und darauf vertrauen, dass sie damit anstellen, was sie persönlich für richtig halten. Die Verzerrung der Agrarmärkte wäre damit allemal geringer.
18.12.2005 um 20:03 Uhr
Ärger um den Ökolandbau
Ich denke die Verbraucher sind durchaus selbst in der Lage, durch die Wahl ihrer Lebensmitteleinkäufe die Spreu vom Weizen zu trennen. Wer ökologisch produzierte Lebensmittel verzehren will sollte dann aber auch bereit sein tiefer in den Geldbeutel zu langen. Dort wo die Landwirtschaft besondere Umweltverschmutzungen verursacht hilft keine einseitige Förderung des Ökolandbaus, sondern der Einsatz umweltpolitischer Instrumente und der allgemeine Subventionsabbau der den landwirtschaftlichen Raubbau an Natur und Umwelt reduziert, ganz gleich welches Etikett sich der Bauernhof an die Einfahrt genagelt hat.
Der Ökolandbau kann sich, wenn überhaupt, nur über geringere Umweltschäden rechtfertigen. Arbeitsplätze sind das falsche Argument. Schließlich ist es dem deutschen Arbeitsmarkt ziemlich einerlei, ob das Biogemüse direkt in Deutschland oder indirekt über den Tausch im Ausland gegen andere in Deutschland produzierte Güter angebaut wird. Jede Förderung des Ökolandbaus in Deutschland macht die Produktion anderer inländischer Produkte obsolet, die als notwendige Tauschwaren für ausländische Biolebensmittel produziert werden müßten. Der Anbau sollte nur dann in Deutschland stattfinden, wenn dies hier auch mit einer höheren Produktivität als anderswo möglich wäre.
Die Ablehnung der Gentechnik in diesem Lande hat sich schon lange von einer sachlichen Diskussionsebene verabschiedet. Insofern ist Seehofers Vorstoß durchaus zu begrüßen, sollte er tatsächlich zu einem Abbau der politischen Barrieren für gentechnisch veränderte Agrarprodukte führen. Schließlich sind weder die besonderen Gefahren, noch die angebliche Nutzlosigkeit der Gentechnik in der Landwirtschaft belegbar. Vielmehr sind eine ganze Reihe von Vorteilen für Verbraucher und Umwelt zu erwarten.
Was dieses Land jedoch nicht braucht ist eine explizite Förderung der Gentechnik. Sollten die Vorteile dieser Technologie tatsächlich die hochgesteckten Erwartungen erfüllen erfolgt eine Marktdurchsetzung im Selbstlauf. Eine Politik die erst Mauern aufbaut und danach den Hammer bezahlt, der notwendig ist um selbigen die abschreckende Höhe zu nehmen, ist schon ein ganz besonderer Schildbürgerstreich.
16.12.2005 um 18:10 Uhr
Bürgerversicherung: Rundumschutz...für die Ärzte
16.12.2005 um 15:07 Uhr
Rasche Preissenkung bei Arzneimitteln durch halbe Mehrwertsteuer?
Marktpreise bilden sich durch das Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage. Eine Mehrwertsteuersenkung dürfte kurzfristig weder das Arzneimittelangebot noch die Arzeneimittelnachfrage verändern, weshalb zunächst keine Veränderung der Preise zu erwarten ist. Da die Steuersenkung aber zu einer Erhöhung der Gewinne der Arzneimittelhersteller führt, wird der Marktzutritt mittel- bis langfristig attraktiver, Wettbewerb und Angebot erhöhen sich und die Preise sinken mit der Zeit. Eine kurzfristige Angebotserhöhung durch den Weltmarkt könnte den Preissenkungseffekt beschleunigen. Dennoch ist die Mehrwertsteuersenkung eine gute Idee, von der man nur hoffen kann, dass sie sich langfristig durchsetzen kann. Eine analoge Debatte gab es im Zusammenhang um eine Steuersenkung für Kraftstoffe zur Entlastung der Konsumenten in den USA.
16.12.2005 um 14:35 Uhr
Noch Fragen?
Während ein derartiges Ergebnis auf allen anderen Märkte zu einer klaren Entscheidung für das bessere Angebot führen würde, kann man sich bei der gegenwärtigen Gesundheitpolitik nicht sicher sein, ob nicht eher das Gegenteil der Fall ist. Unterschiede in der Zufriedenheit sind schließlich auch vermeidbar, wenn alle Versichterten gleich unzufrieden sind.
16.12.2005 um 14:20 Uhr
Esst doch was ihr wollt!?
Nicht berücksichtigt haben die Harvard-Epidemiologen in ihrer Meta-Analyse die Ergebnisse der European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition (EPIC), ebenfalls eine prospektive Beobachtungsstudie. Diese Studie mit einer sehr hohen Teilnehmerzahl (519 978), aber noch relativ kurzer Nachbeobachtungszeit (erste 1 721 Krebserkrankungen) hatte ein um 30 Prozent niedrigeres Risiko bei hoher Aufnahme von Ballaststoffen errechnet, das auch nach Berücksichtigung anderer Risikofaktoren und der Folatzufuhr Bestand hatte (Lancet 2003; 361: 1496-501). Eine deutliche Abschwächung war jedoch aufgetreten, wenn Ausbildung, körperliche Bewegung, Alkohol, Rauchen und Fleischverzehr berücksichtigt wurden. Es blieb jedoch bei einer signifikanten Reduktion um 21 Prozent (relatives Risiko 0,79; 95-Prozent-Konfidenzintervall 0,63-0,99). Damit scheint es nicht ausgeschlossen, dass Ballaststoffe doch eine protektive Wirkung haben können, wenngleich sie sicherlich nicht der einzige Auslöser sind.
14.12.2005 um 10:34 Uhr
Moralisierung der Verbraucherpolitik
Die wirkungsvollste Art des Umweltschutzes im Agrarbereich wäre wohl die komplette Abschaffung der Landwirtschaftssubventionen, was jedoch unter den gegenwärtigen Bedingungen noch recht lange nichts weiter als ein ökologischer Wunschtraum bleiben wird.
13.12.2005 um 16:55 Uhr
Selektive Wahrnehmung
Dennoch hat die öffentliche Debatte in diesem Zusammenhang einen Haken. Geht es nach den bunten Präsentationen von Presse und Umweltministerium wird der Golfstrom allein durch die sogenannte thermohaline Zirkulation angetrieben, bei der das durch Verdunstung und Abkühlung dichtere und salzhaltigere Wasser im Nordantlantik absinkt und dadurch wärmeres Wasser nach Norden zieht. Führt nun der Klimawandel - so die These - zu einem erhöhten Zufluß von Süßwasser in den Nordatlantik sinkt das Wasser weniger oder nicht mehr in Richtung Meeresgrund und der Golfstrom kommt zum erliegen. Ein Blick in die Fachpresse zeigt allerdings, dass diese Sichtweise recht verkürzt und wissenschaftlich nicht unumstritten ist. So äußert sich der amerikanische Ozeanograph Carl Wunsch im Science Magazine:
Hieraus kann nur eine Lehre gezogen werden. Weder die Tagespresse noch das Bildungsprogramm der Bundesregierung eignen sich als objektive Informationsquelle.
09.12.2005 um 10:04 Uhr
Zerrspiegel Online
07.12.2005 um 09:56 Uhr
Eigenheimzulage: Der blinde Fleck der FDP
07.12.2005 um 00:29 Uhr
Karl-Moik-Befehl!
05.12.2005 um 15:33 Uhr
Nachhaltige Profite
Leider müssen die deutschen Leser auf die preisgünstigere Version dieses Lesevergnügens noch bis zum Jahresanfang warten. Mit einer deutschen Übersetzung wird wohl kaum zu rechnen sein. Hier ein Review von Arnold Kling.
05.12.2005 um 14:31 Uhr
Zurück in die Zukunft
Wie dieses von Umweltminister Sigmar Gabriel in seiner jüngsten Bundestagsrede geäußerte Bekenntnis zur Handarbeit in die Tat umsetzbar ist, konnte schon vor zwei Jahren beim Beginn der Bauarbeiten der neuen Sporthalle der Carl-Theodor-Schule in Schwetzingen eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden. Eine Frage bleibt allerdings offen: Kann die Bundesregierung per Dekret die Gesetze der Physik außer Kraft setzen?

05.12.2005 um 09:36 Uhr
Wirtschaftsweiser Bofinger: Lohnsteigerungen gegen Binnennachfrageproblem?
04.12.2005 um 18:30 Uhr
Selbsterfüllende Prophezeiung?
02.12.2005 um 10:44 Uhr
Kein gutes Marketing
Ich hatte gestern das Vergnügen das Gemeinschaftssymposium der Industrieverbände BDI/BDZ/HdB"Infrastrukturausbau in Deutschland im Griff der Überregulierung"
verfolgen zu dürfen. Bei allem Verständnis für die Klagen über den zähen
Planungsprozess im Infrastrukturausbau muß gesagt werden, dass auch die Referenten der
Industrie nicht in der Lage sind, über den Schatten ihrer
Partikularinteressen zu springen und nach einer den Kern unseres
Infrastrukturproblems in Angriff nehmenden Politik zu suchen.
Zwar war ganz am Rande der Debatte ein Bekenntnis der Industrie zu
einer nutzerfinanzierten Neuordnung von Infrastrukturausbau und
-betrieb zu vernehmen, doch scheint es noch nicht im allgemeinen
Bewußtsein unserer Wirtschaftsvertreter angekommen zu sein, dass der
gegenwärtig praktizierte politische Planungs- und Finanzierungsprozess
die eigentliche Ursache der Konflikte zwischen Wirtschafts- und
Umweltinteressen ist. So manches von Bauindustrie und Zementherstellern
sowie Regionalpolitikern favorisierte Infrastrukturprojekt würde in der
Tat keine ordentliche Nutzen-Kosten-Analyse überstehen und dennoch wird
von beiden Seiten eingeklagt, dass einmal beschlossene Projekte nun
möglichst rasch ohne weitere Störung durch Verwaltungshemmnisse und
Verbandsklagen umzusetzen sind. Wer derartige Positionen vertritt muß
sich nicht wundern, dass die Interessenartikulation seitens der
Wirtschaft in der Öffentlichkeit häufig nicht auf Gegenliebe stößt.
Daher würde die deutsche Wirtschaft gut daran tun, wenn sie das
Funktionieren des Marktmechanismus nicht nur dann einfordern würde,
wenn dies in ihrem unmittelbaren Interesse ist. Vielmehr sollte der
gegenwärtigen politischen Infrastrukturplanung eine klare Absage
erteilt werden und der Ausbau der Infrastruktur unter Berücksichtigung
der durch die individuelle Zahlungsbereitschaft der Kraftfahrer artikulierte Infrastrukturnachfrage
gefordert werden. Eventuell würde so der eine oder andere
Autobahnkilometer nie das Licht der Welt erblicken, aber es würde
wenigstens sichergestellt, dass die Straßen nicht nur aus den Taschen
der Allgemeinheit für die Taschen von Politikern und
Wirtschaftsvertretern errichtet würden. Der gebetsmühlenartige Verweis
auf die Schaffung von Arbeitsplätzen und den Erhalt der internationalen
Wettbewerbsfähigkeit zeugt nicht von einer auf langfristige
wirtschaftliche Entwicklung ausgerichtet Interessenartikulation.
Verkehrsengpässe und Staus werden nicht einfach durch neue Straßen,
sondern vielmehr durch eine knappheitsgerechte Bepreisung der
Straßennutzung reduziert. Ohne Nutzerfinanzierung füllt sich fast jede
Straße nach kurzer Zeit wieder durch induzierten Verkehr
und es muß weiter Beton in die Landschaft gekippt werden. Im Interesse
aller sollte das vermieden werden, denn Zement und Bauarbeiter lassen
sich auch für andere nützliche Dinge einsetzen. Schließlich kann die
Zementindustrie ihr Geld nicht nur mit Straßen verdienen, Blumenkübel
würden es manchmal auch tun.
