MMM: Märkte machens möglich
Eigentlich ein trauriges Thema, das es Heiratsmärkte geben muss, um die restriktiven Einwanderungsregeln nach Deutschland zu umgehen. Aber die Menschen lassen sich - wie der Tagesspiegel gestern schrieb - etwas einfallen:
Das Urteil des Verwaltungsgerichts Düsseldorf, am Verbot des Arzneimittelverkaufs in Filialen der Drogeriemarktkette "dm" festzuhalten, zeigt wieder einmal mehr, dass es dem Gesetzgeber eher um den Schutz der Apothekergewinne als um die Sicherheit der Patentienten geht. Denn die ist durch einen Verkauf von Medikamenten in Drogeriefilialen kaum gefährdet (Deutsches Ärzteblatt):
Die Drogeriemarktkette „dm“ hatte im
Juni 2004 in acht Filialen im Regierungsbezirk Düsseldorf einen Verkaufsservice
von Arzneimitteln getestet. Kunden konnten über einen Bestellzettel Medikamente
anfordern, die die niederländische Europaapotheek innerhalb von 72 Stunden in
die Filiale lieferte. Die Arzneimittelpakete wurden gegen Vorlage des
Abholscheins und des Ausweises an den Kunden ausgegeben.
...
Gritschneder von der Europaapotheek betonte, die Sicherheit der Arzneimittel
sei dadurch gewährleistet worden, dass die Pakete verschlossen und für den
normalen Publikumsverkehr unzugänglich aufbewahrt worden seien.
Dem Einwand der Apothekerkammer, dass dies die Arzneimittelsicherheit stärke
und deshalb ein Sieg für die Patienten sei, kann ich beim besten Willen nicht
folgen. Für empirische Zweifel an dieser These braucht der geneigte Leser u.a.
nur einmal über den Atlantik zu schauen. In den USA werden Medikamente
grundsätzlich in Drogeriemärkten und Supermarktketten abgegeben, ohne das
Sicherheitsprobleme an der Tagesordnung sind. Vielmehr ist diese richterliche Entscheidung
eine weitere Schwächung der Konsumenteninteressen, da diese bis auf weiteres
dem Apothekerkartell ausgeliefert bleiben.
Für alle, die nach wie vor glauben, der Exportüberschuß Deutschlands wäre ein besonderes Zeichen der Leistungsfähigkeit der deutschen Wirtschaft (niemand zweifelt an der Leistungsfähigkeit der noch exportierenden Unternehmen), empfehle ich, sich den Beitrag "Stop Worrying About The Trade Deficit"Donald Boudreaux sehr sorgfältig spiegelbildlich am geistigen Auge vorbeiziehen zu lassen. Dass der amerikanische Kollege anlässlich des amerikanischen Handelsbilanzdefizits Entwarnung gibt, bedeutet nähmlich nichts anderes, als dass unsere Sorgenfalten durchaus berechtigt sind. Alle Welt investiert in Amerika, auch wir. Nur wer investiert in Deutschland?
In dem Artikel des amerikanischen Magazins Reason "Six Reasons to Kill Farm Subsidies" nennen die Autoren Daniel Griswold, Stephen Slivinsky und Christopher Preble vom Cato-Institute sechs gute Gründe den Landwirtschaftssubventionen und dem Agrarprotektionismus den Garaus zu machen:
Niedrigere Lebensmittelpreise und damit höheres Realeinkommen aufgrund höherer Konkurrenz in der Landwirtschaft.
Niedrigere Preise für landwirtschaftliche Rohstoffe senken die Kosten einheimischer Rohstoffverarbeiter und erhöhen damit deren internationale Wettbewerbsfähigkeit.
Weniger Belastungen für den Steuerzahler aufgrund geringerer Subventionslast.
Mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft durch geringeren Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Düngemitteln sowie Reduzierung der landwirtschaftlichen Pflächeninanspruchnahme.
Markterweiterung für die einheimischen Bauern, wenn Abbau des Agrarprotektionismus Signal für eine weltweite Agrarmarktliberalisierung gibt.
Generell ist eine friedlichere, da wohlhabendere Welt zu erwarten. Der bestehende Agrarprotektinismus behindert Entwicklungspotentiale insbesondere in Krisengeschüttelten Dritte-Welt-Regionen und trägt dort zur politischen Destabilisierung bei.
Obgleich der Artikel aus amerikanischer Perspektive formuliert lässt er sich ohne weiteres auf die europäischen Verhältnisse übertragen. Im Artikel abgedruckte Daten illustrieren das sehr schön: Die EU zahlt ihren Bauern weltweit mit Abstand die höchste Subventionssumme und deckt damit allein ein Drittel ihres Einkommens. Zwar liegt sie damit unterhalb des Stützungsniveaus anderer Länder (zB. Schweiz 68% des Farmereinkommens), aber dennoch über dem Durchschnitt der betrachteten Länder (30%).

What should be done to get Germany, and by extension old Europe, back on track?
Friedman | They all ought to imitate Margaret Thatcher and Ronald Reagan; free markets in short.
Germany’s problem, in part, is that it went into the euro at the wrong exchange rate that overvalued the deutsche mark. So you have a situation in the eurozone where Ireland has inflation and rapid expansion while Germany and France have stalled and had the difficulties of adjusting.
The euro is going to be a big source of problems, not a source of help. The euro has no precedent. To the best of my knowledge, there has never been a monetary union, putting out a fiat currency, composed of independent states.
There have been unions based on gold or silver, but not on fiat money—money tempted to inflate—put out by politically independent entities.
At the moment, of course, Germany cannot get out of the euro. What it has to do, therefore, is make the economy more flexible—to eliminate the restrictions on prices, on wages and on employment; in short, the regulations that keep 10 percent of the German workforce unemployed. This is far more urgent than it would otherwise be if Germany were not in the euro.
This set of policies would open up the German potential. After all, Germany has a very able and productive workforce. It has high-quality products that are valued all over the world. It has every opportunity to be a productive, growing state. It just has to give its entrepreneurs a chance. It has to let them make money, hire and fire, and act like entrepreneurs.
Instead, what you have as a result of past policies is that German entrepreneurs go outside of Germany for many of their activities. They are investing abroad instead of at home because there isn’t the openness, fluidity and opportunity they find outside their borders.
Via Marginal Revolution.
There is consensus among NOAA hurricane researchers and forecasters that recent increases in hurricane activity are primarily the result of natural fluctuations in the tropical climate system known as the tropical multi-decadal signal. The tropical climate patterns now favoring very active hurricane seasons are similar to those seen in the late 1920s to the late 1960s. The current active hurricane era began in 1995, meaning the nation is now 11 years into an active era that could easily last several decades (20-30 years or even longer). We can expect ongoing high levels of hurricane activity — and very importantly high levels of hurricane landfalls — as long as the active era continues.
Hier kommt dann ein weiteres physikalisches Prinzip ins Spiel: Das Gesetz von der Erhaltung der Masse. Genauer gesagt geht es hier um die Erhaltung von Kohlenstoffatomen. Wenn man Nahrung verdaut, gehen die darin enthaltenen Kohlenstoffatome ins Blut über. Wenn sie nicht auf irgendeine Art den Körper wieder verlassen, wird man dadurch zwangsläufig schwerer. Hier liegt die entscheidende Beobachtung: Der einzige effektive Weg für den Körper, verdauten Kohlenstoff wieder los zu werden, liegt darin, ihn mit Sauerstoff zu Kohlendioxid zu kombinieren; das CO2 kann dann durch die Lungen ausgeatmet werden. Ergo: Wenn man den Kohlenstoff im Essen nicht ausatmet, nimmt man zu.
Hierzu einige Zahlen, die ich aus einem Buch über Trainings-Physiologie entnommen habe: Fett, Protein und Zucker enthalten ungefähr 0,1 Gramm Kohlenstoff pro verzehrter Kiloalorie. Bei 2000 Kilokalorien pro Tag (die typische Nahrungsmenge eines Erwachsenen), nimmt man ungefähr 200 Gramm Kohlenstoff auf. Im Ruhezustand werden pro Atemzug ungefähr 0,5 Liter Luft ausgeatmet, die zu rund einem Prozent aus Kohlenstoff besteht - also fünf Milligramm pro Atemzug. Bei 12 Atemzügen pro Minute wird man am Tag rund 120 Gramm Kohlenstoff wieder los. Das ist weniger, als man in der Nahrung hatte - man nimmt also zu.
Die wenigsten von uns liegen aber den ganzen Tag über auf der faulen Haut. Gehen erhöht die Atemfrequenz um den Faktor zwei bis drei. Joggt man mit acht Kilometern pro Stunde, erhöht sich die Frequenz um den Faktor acht bis zehn. Wer das clever kombiniert, wird den gesamten aufgenommenen Kohlenstoff wieder los - und das Gewicht bleibt stabil. Gehen, Laufen und Aktivität im Allgemeinen beschleunigen den Stoffwechsel - man verbrennt Kalorien schneller -, und zugleich erhöht sich die Atemfrequenz.
Viele Leute machen allerdings den Fehler zu glauben, dass eine Stunde mäßigen Sports ihre Körperchmie so stark verändert, dass die Kalorien auch dann schnell verbrannt werden, wenn sie sich nicht bewegen. Wer nicht schneller atmet, behält den Kohlenstoff aber im Körper. Wer abnehmen will, muss also weniger essen - oder mehr atmen. Und der einzige effektive Weg, mehr zu atmen, bleibt Bewegung. Es gibt einfach keine Methode, den Stoffwechsel dazu zu bringen, im Ruhezustand schneller zu arbeiten.