Macht mehr Staat zufriedener?
Häufig fordern unsere Mitbürger den Eingriff des Staates zur Lösung
wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Probleme. Entsprechend
umfangreich sind die staatlichen Aktivitäten von denen die Lösung
vieler gesellschaftlicher Probleme erwartet wird. Doch resultiert
daraus ein Zuwachs an Zufriedenheit in der Bevölkerung? Eine Studie
von drei Ökonomen aus der Schweiz verpasst dieser Hoffnung einen
Dämpfer. Die Auswertung von Daten mehrerer Länder kommt zu dem
Ergebnis, dass mehr Staat der Zufriedenheit der Menschen eher
abträglich ist:
This paper empirically analyzes the question whether government
involvement in the economy is conducive or detrimental to life
satisfaction in a cross-section of 74 countries. This provides a test
of a longstanding dispute between standard neoclassical economic
theory, which predicts that government plays an unambiguously positive
role for individuals' quality of life, and public choice theory, that
was developed to understand why governments often choose excessive
involvement and regulation, thereby harming voters' quality of life.
Our results show that life satisfaction decreases with higher
government spending. This negative impact of the government is stronger
in countries with a leftwing median voter. It is alleviated by
government effectiveness - but only in countries where the state sector
is already small.
Interessant ist unter anderem, dass in Ländern, in denen der Medianwähler eher links wählt und daher eher linksorientierte Politik dominieren dürfte, steigender Einfluß des Staates die Zufriedenheit der Bürger besonders beeinträchtigt.
