31.05.2006 um 19:27 Uhr
31.05.2006 um 00:03 Uhr
29.05.2006 um 07:49 Uhr
Träge, krank und dumm durch frühen Ruhestand
28.05.2006 um 23:45 Uhr
Videonomics
28.05.2006 um 23:35 Uhr
Werbeblog
Built to Spill's "You in Reverse" im Ohr waren auch die gut 20 km Laufstrecke vom Bergmannkiez in den Plänterwald und zurück ein Katzensprung. Weil die zurückhaltende Sommersonne sich immer wieder den Regenschauern unterordnen musste, blieb auch unter dem wasserdichten Blätterdach genügend Zeit die 10 Songs gleich zweimal durchlaufen zu lassen. Fünf Stunden später läuft die Scheibe immer noch ...
28.05.2006 um 01:03 Uhr
Keine Angst vor der Maschine
Doch zieht der Mensch im Konkurrenzkampf mit der Maschine nicht irgendwann doch den Kürzeren? Automatisieren wir uns in die Bedeutungslosigkeit? Was für ein Glück, dass wir Menschen nicht nur so schlau sind, intelligente Maschinen zu bauen, nein wir haben immer auch komparative Kostenvorteile auf unserer Seite. James Millers Beispiel einer Kuchen/Wein-Zwei-Güter-Welt zeigt, dass wir stets unseren Hals aus der Schlinge des technischen Fortschritts ziehen werden. Produzieren Roboter nur Wein oder Kuchen, ist es für uns Menschen immer vorteilhaft immer das anzubieten, was Maschinen gerade nicht so gut können wie wir. Und je besser die Maschinen ein Gut produzieren können, um so lohnenswerter wird es, uns auf die Produktion des anderen Gutes zu spezialisieren. Immer wenn die Maschine ein Gut besser als das Andere produzieren kann, und sie wird nie Beide gleich gut zustande bringen, macht es für uns Sinn, die Produktion des anderen Gutes zu übernehmen. So wie der Arzt, der womöglich die Behandlung seiner Patienten und die Buchhaltung besser als seine Sprechstundenhilfe beherrscht, sich trotzdem auf den Arztberuf spezialisiert, weil seine Sprechstundenhilfe davon noch weniger als von der Buchhaltung versteht.
Was für zwei Güter gilt, stimmt auch in unserer realen Welt. Je billiger Maschinen die Güter produzieren, bei denen sie einen komparativen Vorteil haben, um so wertvoller werden die Produkte, die Maschinen weniger gut erledigen können. Und hier liegt unsere Chance, in einer technisierten Welt Karriere zu machen. Die Kunst liegt darin, sich auf das zu spezialisieren, was Maschinen, Roboter und Computer weniger gut können.
Zugegeben, so wird unsere Welt schneller und wir müssen flexibler sein. Wer A sagt muß auch B sagen. Wer einen schnellen Computer für Berechnung von Daten nutzen will, darf sich nicht darüber beschweren, dass der ihm nach und nach den eigenen Job wegrechnet. Doch für diesen Teil der alten Jobs gibt es unzählige Neue, manchmal nur geringfügig veränderte. Leben bedeutet eben auch lernen, leider (?) bis zur wohlverdienten Rente.
26.05.2006 um 13:46 Uhr
Wetten das...
Zwar wird dieser Schritt mit dem tugendhaften Ziel begründet, vor allem Jugendliche vor der Spielsucht zu schützen, doch schaut man sich die Marktkonstellation etwas genauer an, lässt sich dahinter doch eher der Versuch vermuten, auf einem preisunelastischen Markt die nicht mehr lange vorhandene Monopolstellung staatlicher Wettbüros über die Fußball-WM zu retten.
Gerade einem Anbieter auf einem Markt, dessen Nachfrager aufgrund einer manchmal sogar krankhaften Spiellust auf Preisveränderungen nur wenig mit Mengenänderungen reagieren, kann nichts besseres passieren, als ein Monopol zu besitzen. Er kann sich den vollständigen Monopolgewinn sichern, ohne Konkurrenz von anderen Sportwettbüros zu befürchten. Die nämlich bieten sehr enge Substitute zu den staatlichen Fußballwetten an und erhöhen damit die Preiselastizität der Nachfrage der Einzelunternehmens gegenüber der Preiselastizität der Gesamtmarktnachfrage deutlich (hierzu sehr anschaulich: Pindyck, Rubinfeld: Mikroökonomie, S. 471ff). Die Buchmacher der staatlich lizensierten Wettbüros können im Konkurrenzfall die Wettquoten bei zunehmender Gesamtnachfrage durch die Fußball-WM weniger stark senken, so dass sich ihr Gewinn reduziert und die Auszahlung der Spieler erhöht.
Zwar kann der Staat durch ein Verbot privater Wettbüros die Spielsucht minderjähriger Jugendlicher besser kontrollieren, doch kann er sie dadurch doch nicht beseitigen. Der Jugendschutz beim Alkohol zeigt deutlich, dass dennoch genügend Mittel und Wege bestehen, sich über den Schwarzmarkt einen ordentlichen Rausch anzutrinken. Den größten Teil der Wettlustigen dürften ohnehin zahlungskräftigere, mündige Erwachsene stellen, die nach der Schließung privater Wettbüros die Kassen des finanziell angeschlagenen Staates ordentlich aufbessern sollen.
24.05.2006 um 00:37 Uhr
Das Einwanderungsmanifest
Update: Alex hat auf TCS-Daily noch einen sehr lesenswerten Beitrag zum Thema nachgeschoben. Eines seiner Argumente dürfte dem regelmäßigen "Mit dem Kopf voran"-Leser nicht unbekannt vorkommen:
23.05.2006 um 13:51 Uhr
23.05.2006 um 00:15 Uhr
Wal Mart Pandemie?
Ich kann diese Kritik nicht teilen. Abgesehen davon, dass ich hier in Berlins Stadtbezirk Kreuzberg noch immer betroffen bin von viel zu engen, schmuddligen und überdies nicht einmal so billigen Supermärkten, sind die von Rogoff angeführten Argumente allesamt wenig überzeugend. Zum einen stehen heute an der Stelle der kleinen miefigen Lädchen, die früher all die Massenprodukte angeboten haben, die heute der Supermarkt billiger und in größerer Vielfalt im Programm hat, kleine Spezialitätengeschäfte, die mit einem exklusiven und exotischen Angebot exakt die Nische ausfüllen, die Supermärkte nur schwer bedienen können. Zudem verbringe ich die Zeit, die ich früher bei der Suche quer durch zig Tante-Emma-Läden verplemperte, nun in einem der vielen Straßencafes, die inzwischen meinen Kiez bevölkern. Der Produktivitätsgewinn äußert sich auch darin, dass ich mein Geld für Lebensmittel spare und für eine Vielzahl anderer Güter und Dienstleistungen ausgeben kann. Der Bedeutungsverlust des Kleingewerbes hat zwar so manchem Ladenbesitzer die ruhige Karriere gekostet, war aber letztlich Ausdruck der Einkaufspräferenzen der Konsumenten. Wer clever war hat die Zeichen der Zeit erkannt und bietet heute die Dienstleistungen an, für die sich die Sparfüchse aus dem Supermarkt neuerdings interessieren. Wer diese Entwicklung für eine Katastrophe hält muß sich fragen, warum er nicht auch glaubt, dass der Niedergang der pferdegetriebenen Taxidroschke ein historischer Fehler war. Der Faden ließe sich weiter spinnen.
Wer wie Rogoff über die Arbeitsbedingungen der Angestellten der großen Handelsketten klagt muß sich fragen lassen, inwiefern sich durch die Übernahme der Kosten für die Krankenkasse durch den Arbeitgeber die finanzielle Situation für den Angestellten bessert. Da eine Kassenangestellte maximal den Lohnsatz bekommt, der ihrer Produktivität entspricht, muß sie auf jeden Euro den der Arbeitgeber mehr an die Krankenversicherung abführt in der Lohntüte verzichten. Auch muß man nach einer realistischen Beschäftigungsalternative der Supermarktangestellten fragen und berücksichtigen, dass auch die Angestellten Nutznießer von mehr Service, Vielfalt und gesunkenen Lebensmittelpreisen geworden sind.
Das amerikanische Produktivitätswachstum, getrieben von einer höheren Dienstleistungsproduktivität, hat mit dazu beigetragen, dass der Durchschnittsamerikaner heute bei gleicher faktischer Arbeitszeit ein deutlich höheres Wohlstandsniveau erreicht hat. Schließlich täuschen die niedrigeren offiziellen Arbeitsstunden der Deutschen darüber hinweg, dass wir nach getaner Arbeit den Zweitjob Haushalt wesentlicher intersiver verfolgen als unsere Kollegen jenseits des Atlantik. Und hier schließt sich der Kreis. Neben niedrigeren Steuern und flexibleren Arbeitsmärkten dürfte auch die höhere Produktivität in Amerikas Supermärkten dafür verantwortlich sein, dass man sich dort eher auf das spezialisieren kann, was einem am besten von der Hand geht.
Wer mit dieser Entwicklung letztlich ein Problem hat sollte mit den Füßen und dem Geldbeutel abstimmen und den neu entstehenden Supermärkten und Einkaufszentren einfach den Rücken kehren. Was er sich genau überlegen sollte ist, wie jüngst die Gegner eines neuen Einkaufs-, Ärzte- und Fitnesszentrums in der Kreuzberger Bergmannstraße, in das übliche Gejammer der Lobbyisten gegen den Willen der Verbraucher mit allzu durchsichtigen Argumenten einzustimmen. Die Entscheidung über Sinn und Unsinn neuer Dienstleistungsstrukturen sollte er den Investoren und deren Kunden und nicht befangenen Lokalpolitikern überlassen. Die tragen im Zweifel nicht die Konsequenzen. Sollten sich die Dienstleistungs-Klötze im Nachhinein doch als Fehlinvestition erweisen, dann ist auch ein Abriß wieder möglich.
22.05.2006 um 07:41 Uhr
Zuviel Sicherheit
Via Marginal Revolution.
19.05.2006 um 01:39 Uhr
Geist wär geil!
18.05.2006 um 20:19 Uhr
Lieber keine Konkurrenz als zu wenig Wettbewerb...
Update: Nicht ohne Grund hat Deutschland bei den Wasserpreisen eine Spitzenposition:
18.05.2006 um 14:01 Uhr
Maschinen der Befreiung
Was kann man aus diesem Ergebnis noch lernen? Beispielsweise, dass Billiglöhner (hier in Form von preisgünstigen Waschmaschinen) teurere Arbeitskräfte (Hausfrauen, die mit ihrer Zeit dann etwas besseres als Handwäsche anfangen können) zwar aus einer traditionellen Beschäftigung verdrängen können, nicht dafür verantwortlich sind, wenn diese keine alternative Beschäftigung finden. Vielmehr steht der verdrängte Arbeitnehmer für eine produktivere Beschäftigung zur Verfügung, vorausgesetzt, die Arbeitsmarktpolitik lässt einen Einsatz zum Produktivitätslohn zu.
Siehe auch: Der Kühlschrank als Ehebrecher
17.05.2006 um 14:10 Uhr
Kein Bock auf Marktreformen
Auch wenn die empirische Basis dieser Studie die Wahlergebnisse lateinamerikanischer Länder sind, die Ergebnisse werden durch die bundesdeutsche Realität bestätigt. Das Volk bekommt die Politiker die es verdient. Warum es durch sein Wahlverhalten einen Fehler nach dem anderen macht ist die große Frage, der der amerikanische Ökonom Bryan Caplan in seinem leider erst im Frühjahr 2007 erscheinenden Buch "The Myth of the Rational Voter. Why Democracies Choose bad Policies" nachgeht. Wie wichtig das Verständnis der Wähler über wirtschaftspolitische Zusammenhänge und die Funktionsweise von Märkten für die Qualität der Politik ist kann indes in einer Kolumne des Autors auf EconLib schon einmal nachgelesen werden.
Update: Sehr lesenswert: Bryan Caplan, Straight Talk About Economic Literacy
15.05.2006 um 21:08 Uhr
Telefonieren für die Rente
Ließe sich diese Idee nicht auch auf andere, eine gewisse Sucht auslösende Tätigkeiten ausdehnen? Beispielsweise telefonieren viele Leute exzessiv und verschulden sich damit bis zur Halskrause. Warum also nicht einen Telefontarif anbieten, bei dem ein Teil automatisch auf das Sparkonto des Telefonierenden umgeleitet wird. Bei guter Haushaltslage kann ordentlich telefoniert und gespart werden, ist der Kunde knapp bei Kasse, führen die höheren Telefonkosten möglicherweise zu einem etwas zurückhaltenderem Gesprächskonsum, denn der Teil der gesparten Telefonkosten landet zwar auf dem eigenen, jedoch erst später verfügbaren Konto und schmälert so zunächst das aktuelle Budget. Dann wird zwar auch nicht mehr soviel gespart, aber das Risiko des finanziellen Ruins ist auch geringer. So könnten Eltern von telefonier- und SMS-süchtigen Halbwüchsigen der Sparsamkeit ihrer Zöglinge doppelt auf die Sprünge helfen. Auch für die Mobilfunkanbieter könnte sich so ein Deal auszahlen. Immerhin dürfte das Motiv der Sparsamkeit für die eigene Rente bei einigen Kunden die Telefonierwut noch verstärken.
14.05.2006 um 03:06 Uhr
Helfen höhere Arbeitsstandards den Arbeitern in den Entwicklungsländern?
Ist es aber auch sinnvoll? Die amerikanischen Ökonomen Joshua C. Hall und Peter T. Leeson haben sich in ihrem Aufsatz "Godd for the Goose. Bad for the Gander. International Labor Standards and Comparative Development" einmal angeschaut, ob die wirtschaftlichen Bedingungen in den betroffenen Entwicklungsländern (hier Sub-Sahara-Länder) überhaubt schon ausreichen, um mit den geforderten Löhnen und Arbeitsqualitätsstandards erfolgreich gleichziehen zu können.
Die Autoren stellen demnach fest, dass das Entwicklungs- und Produktivitätsniveau dieser Länder derzeit noch so niedrig ist, dass noch zwischen 100 bis 300 Jahre vergehen müssten, um ein Entwicklungsniveau zu erreichen, welches dem entspricht, bei dem sich die Industrieländer die Einführung der geforderten Standards leisteten. Daher kritisieren sie an der Forderung gleicher Arbeitsbedingung in erster und dritter Welt, dass damit versucht würde nicht den Entwicklungsprozess (also die "Technologie") zu kopieren, sondern gewissermaßen das Entwicklungsergebnis vorwegzunehmen. Damit würden die Länder jedoch eines wichtigen komparativen Vorteils gegenüber den Industrieländern beraubt.
Also scheint Vorsicht bei der interessenpolitisch überhöhten Konditionierung des Welthandels angezeigt zu sein. Allerdings bleibt zu hoffen, dass eine reibungslose, jedoch deutlich verbesserte Kopie unseres Wachstumsprozesses in den Entwicklungsländern deren Wartezeit deutlich verkürzt.
Update: Die Autoren haben das Paper noch einmal aktualisiert und um den Aspekt der Kinderarbeit erweitert. Peter T. Leeson beschreibt ihre Ergebnisse auf The Austrian Economist:
Josh and I have just added some additional work in this paper, considering the same question for so-called "sweatshop-intensive" developing countries--developing nations believed to be home to the largest concentrations of child sweatshops on the globe. The results of our study confirm our findings for Sub-Saharan Africa: increased labor standards for these nations are also highly premature.The average sweatshop-intensive country is between 35 and 100 years from the development-appropriate threshold for various labor standards.
Of particular interest for these countries are labor standards prohibiting child labor. We find the average sweatshop-intensive country is 35 years from satisfying the threshold for this standard. Only one such country in this sample has currently satisfied the threshold--Costa Rica. The others are between 9 (Brazil) and more than 1000 (Honduras) years from doing so.
13.05.2006 um 03:01 Uhr
Ungesunde Blähungen...
Murray argumentiert, die Auktionierung der Emissionsrechte würde bislang kostenlose Aktivitäten der Unternehmen verteuern und damit zu einem Preisanstieg führen. Ich denke genau das Gegenteil würde geschehen. Während die nationalen Allokationspläne wegen der wehklagenden Unternehmen recht großzügig ausfielen, niemand aber genau wusste, wer nun übertriebenen Bedarf angemeldet hatte und wer nicht, handelte die Unternehmerschar bis zum Tag der Wahrheit - der Veröffentlichung der tatsächlichen Emissionen der ersten Handelsperiode - im Nebel des Ungewissen, was schließlich den Zertifikatspreis in den Himmel trieb. Da die Zertifikate eben nicht opportunitätskostenlos nur zur Verbrennung, sondern auch zum alternativen Verkauf verwendbar waren, bedeuteten sie echte Produktionskosten und trieben die Energiepreise hoch. Mehr Information über die wahre, geringere Knappheit der Emissionsrechte bedeutet eben auch echte geringere Knappheit und damit geringere Zertifikatspreise.
Was ändert hier die Auktion? Die Unternehmen sind gezwungen ihre wahre Zahlungsbereitschaft für ein Emissionszertifikat zu offenbaren. Während bei der freien Vergabe geradezu grenzenlose Phantasie für die Nennung von wichtigen Gründen für eine reichliche Ausstattung entfaltet wird und somit der Staat nicht mehr weiß, was nun wahr oder falsch an der Jammerei der Unternehmen ist, kann es sich kein Unternehmen bei einer Auktion leisten, mehr als die wirklich benötigten Emissionsrechte auf einer Auktion zu ersteigern. Sehr schnell wird damit für alle Marktteilnehmer der wahre Wert der Emissionsrechte klar. Selbst bei einer teilweisen Versteigerung bildet sich somit bereits zu Beginn der Handelsperiode ein zuverlässiger Leitpreis, der sich in Folge nur noch durch zusätzliche Informationen verändert. Extreme Preisschwankungen wie beim Grandfathering der vergangenen Handelsperiode können dadurch vermieden werden. Wenn also in einer Welt mit vollständigen Informationen die Preiswirkungen des Emissionshandels bei kostenloser Vergabe und bei Auktionierung der Emissionsrechte identisch sind, ist zu erwarten, dass unter den Bedingungen unvollständiger Informationen und strategischem Unternehmensverhalten die Höhe und Unsicherheit der Zertifikats- und damit der Energiepreise bei einer Versteigerung niedriger ist.
Viel Wind wird über die Abschöpfung der Windfallprofits durch eine Auktionierung gemacht. Über die Wohlfahrtswirkungen unterschiedlicher Verteilungsmuster lässt sich viel spekulieren, aber keine eindeutige Aussage treffen (Schließlich haben wir uns ja bislang auch nicht besonders aufgeregt, dass die Unternehmen die Knappheitsrente von externe Effekte auslösenden Kohlendioxidemissionen eingestrichen haben). Sollte eine Abschöpfung der Windfallprofits durch ein Versteigerung zu Gunsten der Allgemeinheit die Wogen der Volkswut auf die Energieversorger glätten und damit die Ehre des Emissionshandels retten wäre allerdings einiges gewonnen. Alle anderen Klimaschutzalternativen sind schlechter als das, was wir am Emissionshandel haben. Gelänge es sogar noch, die Politiker mit den Einnahmen aus der Versteigerung von weiteren Steuererhöhungen abzuhalten, wäre sogar mit einer Wohlfahrtssteigerung zu rechnen. Also sollten wir das auftreibende Zertifikatsfutter des Emissionshandels lieber verkaufen, bevor es bei den Unternehmen wieder übermäßig konsumiert wird und zu ungesunden Blähungen führt.


