Mit dem Kopf voran

05.08.2006 um 20:09 Uhr

Berliner Hanfparade

Eine liberale Drogenpolitik, prominente Forderung der heutigen Berliner Hanfparade, ist wohl eine der wenigen politischen Forderungen, die ich mit den zumeist politisch linken Demonstranten ohne Einschränkung teile.

Die Kriminalisierung von Drogen kann auf eine Bilanz der Drogenkriminalität und des Elends vieler betroffenen Drogenabhängigen zurückblicken. Erst durch das Drogenverbot und die damit verbundenen hohen Risiken des Drogenhandels lassen sich auf den illegalen Drogenmärkten hohe Gewinne erzielen, die wiederum eine hohe Gewaltbereitschaft der Anbieter im Kampf um Marktanteile und eine hohe Beschaffungskriminalität erzeugen. Zudem führt die Marktillegalität zu erheblichen Informations- und Qualitätsproblemen, mit den damit verbundenen gesundheitlichen Folgen für Drogenabhängige.

Aus gegebenem Anlass verlinke ich daher auf David Friedman's Aufsatz "Drugs, Violence und Economics" in dem er sich mit dem Zusammenhang von Drogenverboten und Drogenkriminalität auseinandersetzt. Auch Jeffrey Alan Miron's Buch "Drug War Crimes: The Consequences of Prohibition" sollte bei keinem der Demonstranten und der verantwortlichen Politiker auf der Leseliste fehlen.