Mit dem Kopf voran

11.08.2006 um 11:54 Uhr

Baby-Boom durch Haushaltsgeräte

In einem Report der Deutsche Bank Research wird Technologischer Fortschritt im Haushaltsbereich als ein Erklärungsansatz des Baby-Booms der Nachkriegszeit, einer Unterbrechung des säkularen Abwärtstrends der vergangenen 100 Jahre, diskutiert. Danach hat die durch technischen Fortschritt getriebene Einkommensentwicklung die Opportunitätskosten zusätzlicher Kinder zwar erhöht, Produktivitätssteigerungen in den privaten Haushalten durch neuartige Haushaltsgeräte wirkten diesem Trend jedoch entgegen und konnten ihn temporär überkompensieren. Erst die Sättigung der technischen Haushaltsausstattung und die Reduzierung der haushaltsbezogenen Kostenminderung ließen die Geburtenrate wieder sinken.

Wenn das so ist, dann brauchen wir Produktivitätssteigerungen im Bereich der außerhäuslichen Kinderversorgung, um zumindestens in diesem Bereich der Erziehung die Opportunitätskosten von Kindern zu senken. Für die Politik stellt sich also die Frage: Wie sehen Rahmenbedingungen aus, die Erziehung bei wachsender Qualität billiger machen? Hier kann man sich wiederum im inszwischen sehr kompetitiven, globalisierten Haushaltsgerätesektor ein paar Anregungen suchen. Wie wärs mit Deregulierung, mehr Wettbewerb und einer Senkung der Abgabenlast?

11.08.2006 um 08:34 Uhr

So fern und doch so nah

von: steffenh   Stichwörter: Medien

Gleich auf der dritten Seite druckte der Berliner Tagesspiegel gestern den Beitrag "Suche nach Leben" über den mörderischen Weg illegaler mexikanischer Einwanderer in die USA ab. Auf jeden Fall ein sehr wichtiges Thema. Warum aber war die tödlich endende Flucht illegaler Einwanderer vor der deutschen Polizei der gleichen Zeitung nur eine Randnotiz wert?