Mit dem Kopf voran

30.11.2006 um 04:22 Uhr

Per Anhalter um die Erde

von: steffenh   Stichwörter: Beobachtungen

Nicht gleich durch die Galaxis, sondern "nur" um die Welt trampt Rene Stolle.  Wer zeitnah mitverfolgen will, wie sich das anfuehlt, der sollte unbedingt regelmaessig bei Stolles Road Stories vorbeischauen. Er ist seit gut zwei Jahren unterwegs, hat weder Bahn, Bus noch Flugzeug betreten und ist doch schon in Mittelamerika. Wie er das geschafft hat, berichtet er auf seinem Weblog. Ich habe den Knaben in San Pedro la Laguna in Guatemala kennengelernt, mit ihm beim Aufstieg auf den Volcan San Pedro ueber Software-Oekonomik gestritten (und nach seinen eigenen Angaben seinen Gut-Boese-Dualismus auf diesem Gebiet zum Wackeln gebracht) und ihm dann noch in "neoliberaler" Art meine fast neuen Trecking-Sandalen fuer einen Freundschaftspreis vermacht. Mangels alternativer Angebote in diesem Teil der Welt hab ich ihm damit offenbar einen sehr grossen Gefallen getan. Ich hoffe, er kommt damit noch sehr weit und in ein paar Jahren auch wieder nach Hause. Auf jeden Fall eine Begegnung, die etwas mehr Fernweh als bisherige Urlaubserlebnisse ausloeste. Da ich äber die Interpretationen einiger seiner Reisebeobachtungen nicht ganz teile, werden wir wohl auch in Zukunft via Internet weiter streiten koennen. Und vielleicht laufe ich ihm ja schon vor seiner Rueckkehr, bei einem meiner Kurzausfluege in die Welt, wieder ueber den Weg...

27.11.2006 um 04:56 Uhr

Oekologische Umverteilungsmaschinen, Teil II

von: steffenh   Stichwörter: Klimaschutz

Immer noch auf Reisen, stolpere ich in einem Internetcafe in Quetzaltenango/Guatemala ueber eine Ankuendigung norwegischer Pilotprojekte zur Kohlendioxidsequestrierung von Kraftwerksemissionen, deren unverkennbare Subventionsabhaengigkeit Erinnerungen an einen alten Artikel in diesem Blog wachrufen.

In a statement, Statoil said the government "accepts the principal responsibility" for meeting the cost of capturing, transporting and storing carbon dioxide.

 

09.11.2006 um 00:34 Uhr

Verdiente Ruhe

Hier war und wird es auch in den naechsten Wochen sehr ruhig. Mich nimmt mein Guatemala-Urlaub zu sehr in Anspruch, so dass zum bloggen wohl kaum Zeit bleibt. Ich hoffe treue Leser koennen mir das nachsehen. Schoene Gruesse aus Antigua! Hasta pronto!

03.11.2006 um 20:07 Uhr

Frieren gegen den Klimawandel

von: steffenh   Stichwörter: Beobachtungen

Wie das Ärtzteblatt berichtet, leben Mäuse länger, bei denen man mit gentechnischen Methoden die Körpertemperatur künstlich vermindert hat. Längst wird darüber nachgedacht, auch den Menschen lebensverlängernd herunterzukühlen. Allerdings nehmen die Wissenschaftler ihre Visionen noch nicht allzu ernst. Wehe uns aber, wenn dieser Effekt als Beitrag zum Klimaschutz entdeckt wird. Dann könnte der Staat versucht sein, zum Zwecke der Volksgesundheit und zur Abwendung der Klimaerwärmung, erst Vorschriften zur Raumtemperatur einzuführen und dann womöglich noch den Menschen mit gentechnischen Veränderungen das Frieren abzugewöhnen.Schöne neue Welt!?

01.11.2006 um 09:12 Uhr

Hamburger Klimakommentar

von: steffenh   Stichwörter: Klimapolitik

Der Hamburger Umweltökonom Professor Richard Tol kommentiert für Prometheus den neuen Stern-Klimafolgen-Review für die britische Regierung, Hintergrund der jüngsten Katastrophen-Statements von Tony Blair und reisserischer Schlagzeilen in den Massenmedien:

In sum, the Stern Review is very selective in the studies it quotes on the impacts of climate change. The selection bias is not random, but emphasizes the most pessimistic studies. The discount rate used is lower than the official recommendations by HM Treasury. Results are occasionally misinterpreted. The report claims that a cost-benefit-analysis was done, but none was carried out. The Stern Review can therefore be dismissed as alarmist and incompetent.

This is not to say that climate change is not a problem, nor that greenhouse gas emissions should not be reduced. There are sound arguments for emission reduction. However, unsound analysis like the Stern Review only provide fodder for those skeptical of climate change and climate policy.

Wenn dem mal so wäre. Je größer die verkündete Katastrophe, um so geringer scheint die Neigung der Öffentlichkeit, sich mit den wissenschaftlichen und politischen Hintergründen der Klimapolitik kritisch auseinanderzusetzen.