Drüben beim B.L.O.G. schreibt Boche über die Enteignung von Kneipenwirten durch ein drohendes Rauchverbot. Recht hat er! Vor allem, weil ein Verbot überflüssig ist. Schließlich kann man mit einem freiwilligen Rauchverbot sogar Geld verdienen. So hat der Veranstalter des Berliner Konzertes der Band "The Decemberists" am Mittwoch (war übrigens großartig), offenbar auf Anfrage der Band, kurzerhand das Rauchen im Fritzclub Postbahnhof untersagt. Er hat sein Eigentumsrecht genutzt und freiwillig das getan, was eifrige Politiker ihm ohne Kompensation aufzwingen wollen.
Was lernen wir daraus? Nichtraucherkneipen sind möglich, wenn diejenigen die sich nicht dem Rauch aussetzen wollen bereit sind etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Oder, wenn man mit Nichtrauchern, wie dieser Band, genug Geld verdienen kann. Ökologischer Landbau ist ja auch nur möglich, weil es umwelt- und gesundheitsbewusste Verbraucher gibt, die nicht ganz so auf den Cent schauen. Es muß sich für die Betreiber von Kneipen schon lohnen, neben Speis und Trank auch saubere Luft* anzubieten und damit auf das Geschäft mit den einkehrenden Rauchern zu verzichten. Also Nichtraucher, hören wir auf zu jammern, nutzen wir unsere Marktmacht, stimmen wir mit den Füßen und dem Geldbeutel ab!
* Rauchfrei bedeutet übrigens nicht geruchlos. Man glaubt gar nicht, was der Tabakqualm so alles an nicht minder unangenehmen menschlichen Gerüchen überdeckt.