Mit dem Kopf voran

28.02.2007 um 15:00 Uhr

Klassiker der Ökonomie

von: steffenh   Stichwörter: Ökonomie

Auf der Webseite der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft kann man kostenlos die neue Broschüre "Klassiker der Ökonomie" bestellen. Herausgegeben von Michael Hüther, dem Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln und veröffentlicht von der Bundeszentrale für politische Bildung findet man hier einen Abriss von Leben und Werk wichtiger Wirtschaftstheoretiker, von Adam Smith über Marx und Engels bis hin zu Amartya Sen.

28.02.2007 um 14:35 Uhr

...die Fortsetzung der Absatzförderung mit anderen Mitteln

von: steffenh   Stichwörter: Klimapolitik

Oder sollte man lieber sagen "mit Steuermitteln"? Es ist immer wieder interessant auf welchen Wegen sich Unternehmen mit einer Mischung aus selektiver Information und Mitteln der Öffentlichen Haushalte vor dem Hintergrund der klimapolitischen Ambitionen der Bundesregierung bereichern. Die Firma Karstadt macht eine Rabattaktion für Energiesparlampen und lässt sich hierbei vom Umweltbundesamt unter die Arme greifen.

Man muß sich nicht wundern, weshalb die Ökosteuer oder der Emissionshandel gerade in Kreisen der Wirtschaft so geringe Popularität geniesst. Schließlich kann man diese Instrumente nicht so ungeniert für seine Zwecke instrumentalisieren. Und der Steuerzahler merkt nicht, dass sein Geld nicht direkt in den Klimaschutz, sondern erst in den Druck bunter Broschüren voller Binsenweisheiten und dann in die Taschen von Bürokratie und Unternehmen wandert.

28.02.2007 um 14:19 Uhr

Das stinkt zum Himmel

von: steffenh   Stichwörter: Klimapolitik

Wenn man der Frontal21-Sendung des ZDF zum Thema "Biogas statt Erdgasimporte" blauäugig Glauben schenken würde, dann könnte sich mit Biogas ganz Europa in eine rosige Energiezukunft begeben. Doch ziemlich anrüchig sind die Unterlassungssünden eines derartigen Journalismus. Kein Wort über die Kosten (im Text S. 33ff) mit dem man sich die Energieträgerunabhängigkeit und den vermeintlichen Klimaschutz erkauft. Nicht nur, dass Stromverbraucher und Steuerzahler für Stromeinspeisung und Biomasseförderung kräftig berappen müssen. Bevor die Biopflanzen vom Acker kommen hat der Verbraucher bereits über die Landwirtschaftsförderung ca. 2000 € pro Hektar Silomais für die Gasproduktion abgedrückt. Ebenfalls kein Wort über den ökologischen Rucksack, den die Energie vom Bauernhof auf dem Buckel trägt. Angesichts einer derartigen Berichterstattung fragt man sich, warum der "Bildungsauftrag" des öffentlich rechtlichen Fernsehens von den Zuschauern und nicht von der Landwirtschafts- und Bioenergielobby bezahlt wird. Schließlich ist das Werbefernsehen pur.