Wenn man der Frontal21-Sendung des ZDF zum Thema "Biogas statt Erdgasimporte" blauäugig Glauben schenken würde, dann könnte sich mit Biogas ganz Europa in eine rosige Energiezukunft begeben. Doch ziemlich anrüchig sind die Unterlassungssünden eines derartigen Journalismus. Kein Wort über die Kosten (im Text S. 33ff) mit dem man sich die Energieträgerunabhängigkeit und den vermeintlichen Klimaschutz erkauft. Nicht nur, dass Stromverbraucher und Steuerzahler für Stromeinspeisung und Biomasseförderung kräftig berappen müssen. Bevor die Biopflanzen vom Acker kommen hat der Verbraucher bereits über die Landwirtschaftsförderung ca. 2000 € pro Hektar Silomais für die Gasproduktion abgedrückt. Ebenfalls kein Wort über den ökologischen Rucksack, den die Energie vom Bauernhof auf dem Buckel trägt. Angesichts einer derartigen Berichterstattung fragt man sich, warum der "Bildungsauftrag" des öffentlich rechtlichen Fernsehens von den Zuschauern und nicht von der Landwirtschafts- und Bioenergielobby bezahlt wird. Schließlich ist das Werbefernsehen pur.