La Deutsche Vita hat mir die Antwort zum Klima-Cent eigentlich schon in den Mund gelegt. Viel gibts zu dessen ökonomischer Vernunft eigentlich nicht zu sagen.
Keine Orientierung am Kohlendioxidgehalt der zu besteuernden Brennstoffe und ein geplanter Einsatz der Einnahmen für handverlesene Technologien, von denen wir heute zum Teil schon wissen, dass sie mehr Schaden anrichten als Nutzen stiften bzw. zu den teuersten der möglichen Alternativen der Emissionsreduzierung gehören. Man kann diese Idee also nicht einmal als eine Art von Lenkungssteuer zur Internalisierung externer Umweltkosten des Brennstoffverbrauchs interpretieren, denn schließlich gibt man sich nicht im Ansatz die Mühe, derartige Kosten der einzelnen fossilen Brennstoffe dingfest zu machen. Und einmal erhoben werden die Einnahmen dann den Klimapolitikgewinnern zum Fraß vorgeworfen. Wer am lautesten schreit bekommt das größte Stück vom Kuchen, was mich befürchten lässt, dass allein der Aufwand, den die Lobby betreibt die Kohle einzusacken, einen großen Teil der Einnahmen auffrisst.
Dieses Instrument bleibt das, wofür es gedacht ist, eine Umverteilungsabgabe, die an das ökologische Gewissen der Deutschen appelliert. Alles schon einmal dagewesen, auch vor dem Kohlepfennig. Ach, eine Kostenkomponente hab ich noch vergessen: Die psychischen Kosten denkender Mitbürger, die wieder einmal mitansehen müssen, wie man versucht sie für dumm zu verkaufen.