Mit dem Kopf voran

31.08.2007 um 14:35 Uhr

Ratschlag für Public Spam Aktivisten

von: steffenh   Kategorie: Beobachtungen

Seit einigen Tagen prangen auf rund tausend Kreuzberger Werbeplakaten große Aufkleber mit dem Text "Public Spam". Das Motiv für diese Aktion beschreiben die Aktivisten auf ihrem Blog: "Wir wollen selbst entscheiden ob wir uns eine Werbung anschauen oder nicht. Das wird leider immer schwieriger." Das muß nicht so sein. Findige Leute haben schon vor langer Zeit eine recht sichere Methode gegen einen zu breiten Gesichtshorizont entwickelt, wie folgendes Foto belegt. Zumal durch eine derartige Lösung eine Menge Geld gespart werden kann. Spätestens seit einem bahnbrechenden Aufsatz von Ronald Coase wissen wir, dass es für die Gesellschaft billiger ist, wenn die paar Leute, die sich durch Werbung belästigt fühlen, einfach billige Scheuklappen anlegen, statt Werbung und die mit ihr verbundene, für viele durchaus wertvolle Informationsfunktion ganz abzuschaffen.

 


 

31.08.2007 um 10:47 Uhr

Denkzettel

von: steffenh   Kategorie: Beobachtungen

Wenn sich Nicole Kidman vor ihrer Entscheidung, den Kaffee für die Crew ihrer Dreharbeiten zu spendieren, ein paar Gedanken über die negative Steigung einer Nachfragekurve gemacht hätte, wäre ihr einiges erspart geblieben. So musste sie ganze 10000 Dollar hinblättern, weil ihre Crew von 200 Leuten sich anschickte, statt des üblichen Konsums der Filterplörre mehr als 1000 Tassen Feinkostkaffee pro Tag zu verdrücken. Dann zog sie die Notbremse. Warum so schnell? Es war ihr eigenes Geld.

Update: Mein Freund Rainer machte mich freundlicherweise darauf aufmerksam, dass sich die Presse nicht einig ist, wieviel Nicole Kidman aufgrund ihrer leichtfertigen Ignoranz von ökonomischen Anreizen abdrücken musste.