Ökosteuer Redux
Als Alternative zum Rauchverbot könnte man Gaststätten erlauben den vom Raucher verursachten Qualm auf dessen Rechnung zu setzen. Pro Zigarette ein Euro, wird viel geraucht steigt der Preis. Auf jeden Fall besser als ein Verbot.
Als Alternative zum Rauchverbot könnte man Gaststätten erlauben den vom Raucher verursachten Qualm auf dessen Rechnung zu setzen. Pro Zigarette ein Euro, wird viel geraucht steigt der Preis. Auf jeden Fall besser als ein Verbot.
Erfreulicherweise werden auch in Europa kritische Stimmen in Sachen Klimaforschung langsam etwas lauter.
Nachdem Mattel wegen verschluckbarer Kleinteile wiederholt in Nöte geraten ist, dürfte es eigentlich nur eine Frage der Zeit sein, bis Obst- und Gemüsehändler gezwungen werden, einige besonders gefährliche Obstsorten vom Markt zu nehmen.
Der Blogger Kareem Amer wurde für die Äußerung seiner Meinung zu einer Gefängnisstrafe von 4 Jahren verurteilt. Gegen diesen Versuch, einen Menschen mundtot zu machen, organisiert das Berliner Institut für unternehmerische Freiheit am Freitag dem 9. November um 13 Uhr vor der ägyptischen Botschaft (Stauffenbergstr. 6, 10785 Berlin) in Berlin eine Protestaktion. Blogger und Blog-Leser, denen daran gelegen ist auch in Zukunft noch das Privileg freier Meinungsäußerung genießen zu können, haben hier Gelegenheit ihren Unmut gegenüber staatlichem Gesinnungsterror frei zu äußern. Heraus zum 9. November!
Gäbe es einen Preis für den ökonomischen Analphabeten des Tages wäre der Urheber dieses Zitats der heutige Preisträger:
"Wenn ein Konzern günstigen Strom aus einem alten, abgeschriebenen Kraftwerk zurückhält und stattdessen den teureren Strom aus einem neueren Kraftwerk handelt, ist das Manipulation"
Investitionskosten sind versunkene Kosten, nicht mehr rückgängig zu machen, also für die Einsatzplanung von Kraftwerken nicht mehr entscheidungsrelevant. Der Einsatz von Kraftwerken wird demnach in keiner Weise von den Investitionskosten, sondern lediglich von den laufenden Kosten bestimmt. Hier werden die Kapazitäten solange am Markt angeboten, wie der Ertrag am Strommarkt die Kosten einer erzeugten Kilowattstunde deckt. Es mag ja sein, dass so manches Landeswirtschaftsministerium Geld zum Fenster rauswirft, so verschwenderisch wie oben beschrieben sind Stromversorger allerdings nicht.
Update: Auch in Fachkreisen macht man sich preisverdächtig. Platte Wehklagen über abgeschriebene Kraftwerke, hohe Marktanteile und "überhöhte" Netzentgelte, schon hat die "Energie-Expertin" mit der richtigen Weltanschauung den gewünschten Platz in der Presse. Dass die Realität etwas komplizierter ist, kümmert dabei kaum.
Ein betrübliches Beispiel für die innovationshemmende Wirkung übertriebenden Schutzes "geistigen Eigentums" liefert momentan Joanne K. Rowling, die Mutter der Romanfigur Harry Potter. Nicht nur, dass sie eine indische Gemeinde wegen des Nachbaus der Hogwarts-Zauberschule verklagte, nein, sie will zukünftig auch gegen Autoren vorgehen, die Harry Potter weiterleben lassen wollen. Ihre Formulierung "Harry Potter ist mein. Nur ich verstehe ihn." scheint wohl eher der Versuch einer geistigen Monopolisierung einer Idee zu sein, dass literarische Gegenstück zur "Ein-Klick-Bestellung" von Amazon. Es bleibt zu hoffen, dass sich beherzte Hobbyautoren im Internet über diese kleinlichen Allüren hinwegsetzen. Die Gedanken sind frei...
Update: Es gibt zum Glück Autoren, die wesentlich entspannter mit ihrem Werk umgehen (via Marginal Revolution).
Mit Platz 47 bei der Arbeitsmarkteffizienz noch den 5. Rang in der Gesamtbewertung der wettbewerbsfähigsten Volkswirtschaften 2007-2008 zu erlangen ist schon ein Kunststück. Nicht schlecht. Wenn wir nicht so eine erstklassige Infrastruktur hätten, wär daraus auch nichts geworden. Schließlich sind die anderen Teilindizes nicht gerade berauschend. Deutsche Unternehmen machen aber das Beste daraus und landen im Business Competetiveness Index auf Platz 2 hinter den USA.
Dieser Tage kommt ein interessantes Buch über die politischen und ökonomischen Hintergründe der oftmals verzweifelten Versuche des Demokratieexports durch industrielle Großmächte in die Buchläden. Der Autor von After War: The Political Economy of Exporting Democracy (Leseprobe) Christopher Coyne (Weblog) versucht eine Lanze für eine nichtinterventionistische, unilateral auf Freihandel setzende Politik als Alternative zur gewaltsamen Strategie des Weltgendarmen zu brechen. Wir Europäer zollen zwar einer friedlichen Problemlösung oft eilig Lippenbekenntnisse, doch mit dem nicht minder wichtigem Bekenntnis zum Freihandel ist es in aller Regel nicht sehr weit her.
Via Marginal Revolution.
Die von den Medien und übereifrigen Forschern vorangetriebene Demontage von James Watson läßt tief in das bedauernswerte Konglomerat von Wissenschaft, Ideologie und Political Correctness blicken. Dass dieser Zustand nicht von fundierter Kritik verschont bleibt, ist ein Triumph der Blogosphäre:
Unfortunately our esteemed band of sputtering media scientists forgot to provide, in all of these instances, any of their allegedly voluminous citations to the contrary. Allow me, then, to take a different position, with the added benefit of evidence:
James Watson is one of the most important living figures in American science. The claim in his new book Avoid Boring People, that basic evolutionary logic predicts we should expect intelligence differences between racial groups is, if anything, an uncomplicated truth. Watson's claim in his recent interview with Charlotte Hunt-Grubbe that intelligence testing shows lower scores in Africa than Europe is likewise, entirely supported by the scientific literature. As is Dr. Watson's statement that there are many talented people of African descent, which clarifies he is speaking of different average scores, not that said populations are homogenous.
Below I am adding 55 psychometric intelligence study citations for sub-Saharan Africa, collected in IQ & Global Inequality, Race Differences in Intelligence, and IQ & the Wealth of Nations. The citations cover 44% of SS African countries or 78% of the people by national population numbers. The studies vary in quality, sample size, and representativeness, but broadly agree in their findings. Representative studies of the school age population with large sample sizes do not exhibit higher scores, much less scores that approach anything like European norms.
Vielleicht lässt sich der Apfelwein ja noch mit einer symbolischen Weintraube vor der EU-Kommission retten? Mehr fällt mir zu dieser politischen Absurdität wirklich nicht ein.
An der wissenschaftlichen Autorität des IPCC zweifeln inzwischen einige. Der Klimaforscher und IPCC-Expert-Reviewer Dr. Vincent Gray ist sogar davon überzeugt, dass es an der Zeit ist das Gremium ganz zu den Akten zu legen:
The disappearance of the IPCC in disgrace is not only desirable but inevitable. The reason is, that the world will slowly realise that the "predictions" emanating from the IPCC will not happen. The absence of any "global warming" for the past eight years is just the beginning. Sooner or later all of us will come to realise that this organisation, and the thinking behind it, is phony. Unfortunately severe economic damage is likely to be done by its influence before that happens.
Im Dezember bekommt Al Gore gemeinsam mit den Wissenschaftlern des IPCC den Friedensnobelpreis überreicht. Die gemeinsame Auszeichnung lässt vermuten, dass beide Preisträger auch ihre Meinung über die Ursachen der globalen Erwärmung teilen. Das ist jedoch nicht der Fall.
Ein Beispiel sind die globalen Temperaturdaten. Im ersten IPCC-Report aus dem Jahre 1990 ging man noch von einer deutlichen Periode überdurchschnittlich warmen Klimas während des Mittelalters gefolgt von einer kurzen moderaten Eiszeit aus. Die damalige Darstellung legte nahe, dass der Temperaturtrend in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, als die industriellen Emissionen begannen über ein „natürliches“ Niveau hinauszugehen, sich kaum von den Temperaturveränderungen unterschied, die für die Zeiten minimaler anthropogener Emissionen ermittelt werden konnten. Doch in einem 2001 folgenden Report veröffentlichte der IPCC einen völlig anderen historischen Temperaturverlauf über den der ursprünglichen Darstellung entsprechenden Zeithorizont, der weder die mittelalterliche Warmzeit noch die kleine Eiszeit mehr erkennen ließen. Diese Darstellung suggerierte eine Erwärmung, der statt natürlichen Schwankungen klimatischer Phänomene andere Ursachen, mutmaßlich der Anstieg vom Menschen verursachte Treibhausgasemissionen zugrunde lag. Im aktuellen vierten Bericht des IPCC taucht diese Darstellung der historischen Temperaturentwicklung jedoch nicht mehr auf – wohl aufgrund der Kritik seitens der Wissenschaft – was Mr. Gore allerdings nicht davon abhält, den widerlegten Pfad der Temperaturentwicklung fleißig weiter in seinem Film und seinen Büchern zu präsentieren. Die Dokumentation „Eine unbequeme Wahrheit“ ist allein aus diesem Grund obsolet. Die Unsicherheiten der grundlegenden Erkenntnisse der Klimaforschung sind nur zu offensichtlich. Von einer Validität der historischen Temperaturdaten kann noch lange nicht die Rede sein.
Diese Erkenntnislücken betreffen so ziemlich alle Facetten der Theorie des Klimawandels und erschließen sich bei der aufmerksamen Lektüre aus den Auffassungen hunderter Klimaforscher im IPCC-Report. Dies sollte den Leser nicht weiter verwundern, ist doch die Berücksichtigung von Unsicherheiten bei der Hypothesenbildung oberste Pflicht eines jeden Wissenschaftlers. Die Anerkennung wissenschaftlicher Unsicherheit in der Politik steht dem an Bedeutung nicht nach. Schließlich bestimmt die Sicherheit wissenschaftlicher Erkenntnisse die Erfolgsaussichten politischen Handelns und die der Gesellschaft aufgebürdeten Kosten.
Vor diesem Hintergrund bedürfen die drastischen Problemlösungsansätze einiger Umweltaktivisten besonderer Aufmerksamkeit. Würden Regierungen die von der Umweltlobby beschworenen Bedrohungsszenarien tatsächlich ernst nehmen, kämen die Konsequenzen der hieraus abzuleitenden Politik einer massiven Einschränkung der Freiheit der Menschen gleich. Billionen von Dollar für die Realisierung der Kyoto-Ziele würden unvermeidlich ihre Spuren im täglichen Leben hinterlassen. Der Einfluss dieser Maßnahmen auf das zukünftige Klima wäre dagegen vernachlässigbar.
Das wirft eine Frage auf, deren Beantwortung weder für Mr. Gore noch für die meisten Umweltschützer der Mühe wert ist. Welche klimapolitischen Maßnahmen wären überhaupt geeignet das Ausmaß der Klimaerwärmung der Katastrophenszenarios zu vermeiden? Es wäre zu fragen, ob Kernenergie in absehbarer Zeit zu vertretbaren Kosten die Nutzung von Kohle, Mineralölen und Erdgas ersetzen kann und sollte. Die meisten erneuerbaren Energiequellen sind derzeit noch teuer und eignen sich kaum zur Gewährleistung der Grundlastversorgung. Der Wind bläst launisch und die Sonne scheint nicht jederzeit, vor allem nicht in Nordeuropa.
Keine Kombination von konventioneller, nuklearer und erneuerbarer Energieversorgung könnte wirklich etwas gegen einen katastrophalen Klimawandel ausrichten, auch gibt er derzeit kein revolutionäres Transportsystem und auch keine völlig klimagasfreie Energieversorgungstechnologien, wie Umweltaktivisten und Mr. Gore uns glauben lassen wollen. Hierin liegt die eigentliche unbequeme Wahrheit von Mr. Gore’s Kampagne.
Im Kern suggerieren die Alarmrufe der Klimaalarmisten, dass die wissenschaftliche Unsicherheit über Ursache und Ausmaß des Klimawandels durchgreifenden politischen Maßnahmen ungeachtet ihrer wirtschaftlichen Kosten in keiner Weise entgegensteht. Die wissenschaftliche Unsicherheit fordert jedoch gerade angesichts derart drastischer Politikempfehlungen eine ordentliche Portion Zweifel, vor allem was den Erkenntnisstand der Naturwissenschaften auf dem Gebiet des Klimawandels betrifft.
In einer Hinsicht hat Mr. Gore deshalb absolut Recht. Die Öffentlichkeit sollte endlich beginnen das Thema des Klimawandels ernst zu nehmen, doch vorzugsweise aus einer kritischen Perspektive. Sonst könnten die Kosten einer alarmistischen Klimaschutzpolitik unvorstellbar groß werden.
Nach langer Solokarriere hab ich mal wieder sachkundige Verstärkung gefunden. Ab sofort wird Joel Bucher, Leiter der Abteilung Internationale Politik am Berliner Institut für unternehmerische Freiheit (IuF), mit dazu beitragen, dem Leseransturm der letzten Tage noch besser gerecht zu werden. Willkommen, Joel!