"Big Business" und der Mindestlohn
Blogger Gernot merkt treffend an, dass der Mindestlohn generell größere Unternehmen protegiert. Diese Unternehmen zeichnen sich in der Regel durch eine höhere Kapitalausstattung aus, der eine höhere Arbeitsproduktivität ermöglicht, so dass einer begrenzten Anzahl von Arbeitskräften der höhere Mindestlohn gezahlt werden kann. Ist jedoch Lohnflexibilität möglich, kann ein durch geringere Kapitalausstattung bedingter Mangel an Arbeitsproduktivität durch eine Senkung der Lohnsätze kompensiert werden. Unter diesen Bedingungen substituieren die Unternehmen Kapital durch Arbeit. Genau dieser Substitutionsprozess wird durch Mindestlohnregelungen verhindert und zementiert damit, was die im Markt etablierte Post begrüßt, die für eine gegebene Briefnachfrage rentable Menge des Dienstleistungsangebots. Womit dann auch der Konsument die Quittung bekommt.

"Mit der Lohnregelung für die Postbranche 'machen sich SPD und Union auf dem Rücken der Verbraucher zum Erfüllungsgehilfen eines Monopolkonzerns', kritisierten auch die FDP-Wettbewerbsexperten Gudrun Kopp und Martin Zeil. Die Regierung habe sich damit endgültig 'von den Grundsätzen der Sozialen Marktwirtschaft Ludwig Erhards verabschiedet'."
http://www.fdp.de/webcom/show_article.php/_c-567/_nr-1841/_p-1/i.html