Mit dem Kopf voran

26.07.2007 um 13:56 Uhr

Bürgergeld vs. Mindestlohn

von: steffenh   Kategorie: Wirtschaftspolitik

Dank Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus gelangt das Bürgergeld als sinnvolle Alternative zum Mindestlohn wieder in die öffentliche Debatte.

Kommentare zu diesem Eintrag:

  1. zitierenGernot schreibt am 26.07.2007 um 14:30 Uhr:Wahrscheinlich ist ein geringer Mindestlohn weniger schädlich als das BGE: http://wirtschaftlichefreiheit.de/wordpress/?p=61
  2. zitierensteffenh schreibt am 26.07.2007 um 15:05 Uhr:Sehe ich nicht ganz so. Offenbar verwechselst du das Bürgergeld von Althaus mit dem bedingungslosen Grundeinkommen von Werner. Siebert kritisiert Letzteres und grenzt es vom Bürgergeld (Earned Income Tax) ab, da dieses an die Beschäftigung gebunden ist und mit zunehmendem Einkommen degressiv gestaltet werden soll. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Völlig unproblematisch ist das Bürgergeld dennoch nicht, aber besser als das, was wir jetzt haben. Und der Mindestlohn ist entweder so niedrig und wirkungslos oder zu hoch, was kurz- und vor allem langfristig zu Lasten von Arbeitsangebot und -nachfrage geht.

    Gruß

    Steffen
  3. zitierenGernot schreibt am 26.07.2007 um 15:36 Uhr:Äh, der obere Kommentar ist natürlich von mir:

    Ja, Du hast recht. Ich hatte beim Schreiben des Kommentars den Althaus-Artikel natürlich noch nicht gelesen. ;-) Übrigens habe ich letztens einen ausführlichen Vergleich zwischen Negative-Income-Tax- und Basic-Income-Modellen gefunden:

    http://mpra.ub.uni-muenchen.de/2052/01/MPRA_paper_2052.pdf

    Es scheint mir bei der Kommunikation ein echtes Problem zu sein, diese beiden Konzepte auseinanderzuhalten.
  4. zitiereneuckens erbe schreibt am 26.07.2007 um 18:22 Uhr:wirtschaftliche Freiheit ist ja eigentlich ein herausragendes Blog. Aber Siebert hatte wohl einen schlechten Tag. Ich war bei der Veranstaltung der Stiftung Marktwirtschaft im CDU Fraktionssaaal dabei und muss sagen, es ist schon sehr platt, das ganze auf fehlende Ölquellen und die ohnehin stattfindenden Völkerwanderungen aus Afrika zu reduzieren. Werners Grundeinkommen ist die Kombination aus Sozialismus und dem wish-full-thinking eines Filiallisten, verbrämt mit ein wenig Anthroposophie. Die Veranstaltung habe ich hier beschrieben:

    http://euckenserbe.blogspot.com/2007/05/vom-bierdeckel-zum-brgergeld.html

    Anmoderation hier:

    http://fdogorg.h1265755.stratoserver.net/?s=B%C3%BCrgergeld

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