Das Trugbild des Exportweltmeisters
Johann Eekhoff, Ökonomie-Professor an der Uni Köln, im Handelsblatt über die trügerischen Vorteile eines Exportüberschusses:
Wenn gravierende Beschäftigungsprobleme im Inland bestehen, hilft es nicht, auf hohe Exportüberschüsse und auf den starken Euro und damit auf eine vermeintliche Wettbewerbsfähigkeit zu verweisen. Denn insbesondere Exportüberschüsse können ein Indikator für wirtschaftliche Schwierigkeiten sein. Eine zu starke Regulierung, zu hohe Steuern und Abgaben gemessen an den staatlichen Leistungen, zu hohe Löhne und Lohnzusatzkosten, zu hohe Energiekosten usw. können nicht nur gleichzeitig mit hohen Exportüberschüssen auftreten; sie können die Ursache der Exportüberschüsse sein, aber im negativen Sinne, nämlich als Kapitalflucht. Deshalb sollte sich niemand an das schöne Bild des Exportweltmeisters klammern, sondern beharrlich dafür eintreten, die Produktions- und Beschäftigungsbedingungen im eigenen Land zu verbessern, um mobiles Risikokapitel anzuziehen.

An Machopan:
Deine Argumente erinnern mich immer an einen offenen Brief von Arnold Kling an Paul Krugman:
Do you see any differences between those two types of arguments?
I see differences, and to me they are important. Type C arguments are about the consequences of policies. Type M arguments are about the alleged motives of individuals who advocate policies.
In this example, the type C argument says that the consequences of eliminating the minimum wage would not be those that I expect and desire. We can have a constructive discussion of the Type C argument -- I can cite theory and evidence that contradicts Krueger and Card -- and eventually one of us could change his mind, based on the facts.
Type M arguments deny the legitimacy of one\'s opponents to even state their case. Type M arguments do not give rise to constructive discussion. They are almost impossible to test empirically.
http://www.techcentralstation.com/100703B.html
Kannst du das was du zu sagen hast auch in deutscher Sprache ausdrücken? Oder fällt da die Diskussion schwerer, weil mehr Leute verstehen um was es eigentlich geht und man sich nicht so schön hinter Anglizismen und der niedergeschriebenen Meinung fremdsprachiger Wissenschaftler verstecken kann, die mit ihrem Artikel eigentlich was ganz anderes gemeint haben?
Es nützt einem Menschen, der kein (eigenes) Dach über dem Kopf und nicht genug zu essen hat nichts, wenn man ihm mit wissenschaftlicheb Abhandlungen oder den Briefwechsel von \"Fachleuten\" den strittigen Grund dafür erklären will.
Vermutlich hast du recht und wir haben wirklich den gleichen Standpunkt.
Nur scheinen wir Rücken an Rücken zu stehen und jeder schaut in eine andere Richtung um seine Position zu verteidigen.
Dabei ist es gut zu wissen, dass man den Rücken frei hat :-)
Beispiel:
The U.S. Balance of Payments, 1991
(billion dollars;
+ is surplus of receipts, - is deficit)
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Merchandise trade -73.4
Services +45.3
Investment income +16.4
Balance on goods, services and income -11.7
Unilateral transfers +8.0
Balance on current account -3.7
Nonofficial capital* -20.5
Official reserve assets +24.2
Balance on capital account +3.7
Total balance 0
* Includes statistical discrepancy.
SOURCE: U.S. Department of Commerce, Survey of Current Business.
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