Ende einer Ära?
Wenn Sony im Frühjahr dieser Jahres seinen auf dem E-Ink-Verfahren basierenden Sony-Reader zu einem erschwinglichen Preis von rund 300 € auf den Markt bringt, könnte dass der Anfang vom Ende der 600-jährigen Geschichte des konventionellen Buchdrucks bedeuten. 7500 Seiten mit einer Akkuladung umgeblättert, hunderte von Büchern mit einem Gewicht von 250 g bei jeder Gelegenheit in der Tasche, nebenbei Musik höhren, das ist für mich die Medien-Innovation des Jahres. Ich höre schon die Traditionalisten über das Ende einer Epoche wehklagen, Buchhändler und Möbeltischler werden bei der Bundesregierung ein Verkaufsverbot fordern, wie Bastiats Kerzenmacher die Sonne verklagten. Eines ist sicher: Wissen und Informationen werden mobiler, für immer mehr Menschen immer schneller und einfacher verfügbar. Für diejenigen unter uns, die mit einem Informationsmonopol ihr Geld verdienen, dürften wohl noch härtere Zeiten anbrechen.


