Fair-Trade-Kaffee mit bitterem Beigeschmack
Jeremy Weber schreibt in "Fair Trade Coffee enthusiast should confront reality" über die Probleme der Fair-Trade-Branche. Hier eine kurze Zusammenfassung:
Ähnlich wie vielen Protagonisten der hiesigen Öko-Landbau-Bewegung der Einstieg der Supermärkte in der Vertrieb von Bio-Lebensmittel ein Dorn im Auge ist, neigt die Fair-Trade-Branche dazu, die Teilnahme großer Lebensmittelunternehmen am Fair Trade Markt zu verhindern. Für einige Branchenvertreter scheint Fair Trade offenbar als Vehikel zur Reduzierung des Wettbewerbs dienen. Viele Verbraucher wissen nicht, dass die höheren Abnahmepreise für die Produzentenorganisationen gelten und nicht zwangsläufig mit höheren Einnahmen der einzelnen Kaffeebauern gleichzusetzen sind. Der erzwungene Verzicht auf Zwischenhändler führt unter Umständen sogar zu höheren Kosten seitens der Bauern. In einigen Fällen verdienen bei Fair Trade Unternehmen unter Vertrag stehende Bauern weniger als den landesüblichen Mindestlohn.
Die Garantiepreise verursachen ein Überangebot an zertifiziertem Kaffee und damit einen harten Wettbewerb um die Fair Trade Kontrakte. Marginale Bauern haben häufig keine Chance zum Zuge zu kommen, da inzwischen sehr hohe Qualitätsstandards einzuhalten sind, hohe Kosten für die Qualitätszertifizierung anfallen und beachtliche Vertragsgebühren gezahlt werden müssen. Die hohen Markteintrittsbarrieren nutzen daher vor allem den Produzentenorganisationen, die bereits mit Verträgen ausgestattet sind. Newcomer haben es zunehmend schwerer eine Zertifizierung zur erhalten und können ihren Kaffee trotz gleicher Qualität oft nur unzertifiziert zu niedrigeren Preisen absetzen. Kaffee "von der Stange" muß daher nicht schlechter als der teurere TransFair-Kaffee vom Regal nebenan sein.
Ohne Zweifel hat die Fair Trade Branche die Einkommensbedingungen einer Reihe von Bauern verbessert. Der Versuch, den Markt klein zu halten, ist jedoch gerade das Gegenteil dessen, was für eine Verbesserung der Marktsituation der Mehrzahl der Kaffeeproduzenten notwendig wäre. Nur wenn große Kaffeehändler Zugriff auf dieses Marktsegment haben kommt der "fair" gehandelte Kaffee aus seiner Marktnische heraus. Nur durch eine kostengünstigere Vermarktung des Kaffees durch weltweit operierende Vertriebsunternehmen lassen sich Kostenreduktionen im Vertrieb und damit höhere Absatzmargen für mehr Kaffeeproduzenten realisieren.

nur gewinne für kapitalisten , allen voran tschibo, grosskapitalist 1 ?
All zu oft schmeckt auch "fair trade" Kaffee genauso grottenschlecht wie Billigkaffee in den Supermarktketten: Total bitterer Geschmack. Das liegt ganz einfach daran, dass für eine gute Qualität nur eine Handlese garantieren kann.
Bei einer Handlese werden nur wirklich reife Kaffeekirschen geerntet. Wenn aber durch Maschinelle Ernte ganz zwangsläufig auch alle grünen und überreife Kaffeekirschen mit in die Ernte kommen, dann ist die Schlechte Qualität u8nd der buttere Kaffeegeschmack bereits von Anfang an vorprogrammiert.
So sollte also generell nur handverlesener Kaffee in den "fair trade" Handel kommen. Natürlich hat dieser dann nicht nur wegen "fair trade" einen höheren Preis, sondern auch wegen höherer Qualität. Die derzeitigen "fair trade" Endverbraucher-Preise lassen jedoch auf nach wie vor auf minderqualitative Maschinenernte schließen, leider.
Groß Robert
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Nun, ich finde gut, dass die Bauern direkt einen fairen Preis erhalten. Es wäre jedoch noch besser, wenn "fair trade" Kaffee auch gleich "gute Qualität" bedeuten würde.
All zu oft schmeckt auch "fair trade" Kaffee genauso grottenschlecht wie Billigkaffee in den Supermarktketten: Total bitterer Geschmack. Das liegt ganz einfach daran, dass für eine gute Qualität nur eine Handlese garantieren kann.
Bei einer Handlese werden nur wirklich reife Kaffeekirschen geerntet. Wenn aber durch maschinelle Ernte ganz zwangsläufig auch alle grünen und überreife Kaffeekirschen mit in die Ernte kommen, dann ist die schlechte Qualität und der bittere Kaffeegeschmack bereits von Anfang an einkalkuliert.
So sollte also generell nur handverlesener Kaffee in den "fair trade" Handel kommen. Natürlich hat dieser dann nicht nur wegen "fair trade" einen höheren Preis, sondern auch wegen höherer Qualität. Die derzeitigen "fair trade" Endverbraucher-Preise lassen jedoch nach wie vor aufnur minderqualitative Maschinenernte schließen, leider.
Groß Robert
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Nun, ich finde gut, dass die Bauern direkt einen fairen Preis erhalten. Es wäre jedoch noch besser, wenn "fair trade" Kaffee auch gleich "gute Qualität" bedeuten würde.
All zu oft schmeckt auch "fair trade" Kaffee genauso grottenschlecht wie Billigkaffee in den Supermarktketten: Total bitterer Geschmack. Das liegt ganz einfach daran, dass für eine gute Qualität nur eine Handlese garantieren kann.
Bei einer Handlese werden nur wirklich reife Kaffeekirschen geerntet. Wenn aber durch maschinelle Ernte ganz zwangsläufig auch alle grünen und überreife Kaffeekirschen mit in die Ernte kommen, dann ist die schlechte Qualität und der bittere Kaffeegeschmack bereits von Anfang an einkalkuliert.
So sollte also generell nur handverlesener Kaffee in den "fair trade" Handel kommen. Natürlich hat dieser dann nicht nur wegen "fair trade" einen höheren Preis, sondern auch wegen höherer Qualität. Die derzeitigen "fair trade" Endverbraucher-Preise lassen jedoch nach wie vor aufnur minderqualitative Maschinenernte schließen, leider.
Groß Robert