Gekaufte Jobs
Was lässt sich das Land Sachsen und die Bundesregierung einen neuen Job in Dresden kosten? Schlappe 464 Tsd. Euro. Zumindest wird ein AMD-Projekt in Dresden, das 565 Jobs in dieser Stadt schaffen soll, mit dem Segen der EU mit 262 Mill. Euro beschenkt. Das Arbeitsplatzargument ist nach wie vor für jede wirtschaftspolitische Umverteilungs-Dummheit gut, zumal sich sicherlich noch ein pseudowissenschaftlicher Gauner gefunden hat, der die Arbeitsplatzbilanz mit einem keynesschen Multiplikator auf ein paar Tausend aufblasen konnte. Und dies vor dem Hintergrund, dass sich die Regierungen Deutschlands und der USA ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die staatliche Verlustkompensation eines Unternehmens liefern, das im Preiswettbewerb gegen seinen wichtigsten Konkurrenten nicht bestehen kann. Für Dresdner Lokalmatadoren mag das ja ein Grund zum Frohlocken sein. Ich für meinen Teil werde beim Erwerb meines nächsten Notebooks bestimmt auf das "Intel Inside"-Logo achten, wohl wissend, dass diese Art von Protest eine Illusion sein dürfte. Wer weiß wem Intel auf der Tasche liegt...
