Mit dem Kopf voran

10.08.2004 um 16:41 Uhr

Giftskandal um Teflonpfannen

In den USA gibt es Nachrichten über einen neuen Giftskandal. Die Firma Du Pont soll Informationen über eine mögliche Toxizität von PFOA (perfluorooctanoic acid), ein Bestandteil der dort produzierten teflonbeschichteten Pfannen, zurückgehalten haben. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Verbindung in Zusammenhang mit Geburtsfehlern bei Du Pont kontaminierten Arbeiterinnen und dem Tod von Haustieren steht. Einer der Betroffenen, Sohn einer Mitarbeiterin des Unternehmens, hat scheinbar Klage eingereicht. Nun drohen dem Unternehmen wohl eine Geldstrafe im dreistelligen Millionen Bereich und höchstwahrscheinlich hohe Schadensersatzforderungen.

 

Verwunderlich ist es eigentlich, dass in einem Land wie den USA, wo Unternehmen sehr viel Geld aufwenden müssen, falls ihnen  ein derartiges Vergehen nachgewiesen wird und diese gleichzeitig eine hohen Imageverlust befürchten müssen, immer noch das Risiko eingehen, solche Informationen der Öffentlichkeit vorzuenthalten. Scheinbar ist entweder die Kontrolle der Unternehmen lückenhaft, oder aber sie verlassen sich auf ihre guten Anwälte. Ein Imageverlust ist dann wohl doch nicht so teuer, wie die Umstellung der Produktion auf weniger bedenkliche Produkte. Schlussfolgern könnte man daraus, dass eine höhere staatliche Kontrolle erfolgreicher ist als die reine Kontrolle über den Markt. Oder handelt es sich hierbei nur um ein einzelnes schwarzes Schaf auf einer Weide voller weißer Schäfchen?


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