Industrielle Revolution
Robert Lucas, Nobelpreisträger für Ökonomie, hat einen interessanten Essay über die Geschichte des Wirtschaftswachstums im Jahresbericht 2003 der Federal Reserve Bank von Minneapolis.
Hier eine interessante Grafik über die Wohlfahrtseffekte der industriellen Revolution:
Und hier ein paar interessante Fakten aus dem Text:
Zwischen 1960 und 2000 ist die Weltbevölkerung von 3 Mrd. auf 6,1 Mrd. Einwohner mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 1,7 % gewachsen. Gleichzeitig ist die weltweite Produktion von Gütern und Dienstleistungen von 6,5 auf 31 Billionen $, also mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 4 % gestiegen. Das entspricht einem 2,3 %-igem Wachstum des weltweiten realen Pro-Kopf-Einkommens pro Jahr. Der Lebensstandard eines durchschnittlichen Erdenbürgers hat sich also seit 1960 mehr als verdoppelt. Aus den Darstellungen der regionalen Pro-Kopf-Einkommensentwicklung und der weltweiten Einkommensverteilung läßt sich jedoch auch ableiten, dass sich der Wohlstand regional sehr unterschiedlich entwickelt hat und trotz der absoluten Verbesserung des Wohlstands nahezu aller Erdenbürger nur eine vergleichsweise geringe Reduzierung der Ungleichverteilung stattgefunden hat. 1990 hatte der durchschnittliche Amerikaner das 18-fache reale Jahreseinkommen eines Bewohners der ärmsten Länder der Erde.
