Lieber keine Konkurrenz als zu wenig Wettbewerb...
... ist offenbar die Position bayrischer Politiker zum Thema Liberalisierung der Wasserversorgung. Ohne Zweifel, mehr Wettbewerb in der Wasserversorgung ist ein kompliziertes und kontrovers diskutiertes Thema (Stellvertretend für diese Debatte: SRU 2000 vs. 2002). Aber das Argument des bayrischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen, nach dem durch die Liberalisierung der Wasserversorgung u.a. "Fehlentwicklungen im Wettbewerb z.B. Oligopolbildung" also Märkte mit wenigen Wettbewerbern zu befürchten wären, ist angesichts der Tatsache, dass heutige Wasserversorger Gebietsmonopole besitzen, also allenfalls Konkurrenz von ein paar privaten Brunnenbetreibern und der Mineralwasserindustrie zu befürchten haben, an Absurdität kaum zu überbieten.
Update: Nicht ohne Grund hat Deutschland bei den Wasserpreisen eine Spitzenposition:

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